Araber (Palästinenser) in Israel: Genug gebettelt Von Gideon Levy Haaretz

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Araber/Palästinenser in Israel: Genug gebettelt

Von Gideon Levy

13. Februar,

Liebe Araberinnen und Araber Israels: Die Politiker wollen euch nicht. Es ist an der Zeit, dass Sie dies verstehen und die offensichtliche Schlussfolgerung ziehen. Ihre Vertreter haben versucht, die Hand auszustrecken, aber sie blieb in der Luft ausgestreckt. Einige Ihrer Führer haben versucht zu sagen, dass Spucke Regen ist, aber Spucke ist Spucke, und das ist es, was Sie von allen Schattierungen des jüdischen politischen Spektrums bekommen. Israel ist in der Verachtung für seine palästinensischen Bürger vereint.

Sie werden von Premierminister Benjamin Netanjahu angespuckt, der nicht aufhört, gegen Sie aufzuhetzen, indem er über eine Partnerschaft mit der Gemeinsamen Liste MK Ahmad Tibi spricht, als ob es eine Partnerschaft mit dem Teufel wäre. Aber nicht weniger als das, Sie werden von Kahol Lavan MK Benny Gantz angespuckt, der am Dienstag die Möglichkeit einer Partnerschaft mit Ihnen verächtlich und feige abgelehnt hat. Sie werden sogar von Labor-Meretz angespuckt, dessen Top-10-Kandidaten für die Knesset rein jüdisch sind.
Die dritte Wahl Israels ist ein rassistischer Wettlauf, der den wöchentlichen Podcast Ep. 61 von BibiHaaretz ersetzen soll.

Es ist alles derselbe dicke, ekelhafte, erniedrigende Spieß. Von der rechten Seite hätte man natürlich nichts erwarten können. Sein Rassismus ist offen. Kahol Lavan ist eine andere Geschichte; sie führen Sie in die Irre. Nach einer schwierigen Entscheidung und in Abwesenheit der Vertreter von Balad haben die Vorsitzenden der Gemeinsamen Liste nach den letzten Wahlen mutig Gantz als ihren Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten empfohlen. Die israelisch-palästinensische Partei empfahl den Stabschef der Armee aus dem Gaza-Krieg 2014 mit all seinen Kriegsverbrechen als Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten.

Man kann die Bedeutung dieses Schrittes gar nicht hoch genug einschätzen. Wie war die Antwort? Die Erklärung von Gantz am Dienstag, dass die Gemeinsame Liste nicht Teil einer von ihm geführten Regierung sein könne. Der rassistische und korrupte MK Avigdor Lieberman, ja; der Vorsitzende der Gemeinsamen Liste MK Ayman Odeh, nein. Warum? „Es gibt tiefe Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und der Gemeinsamen Liste … schwierig und unmöglich zu überbrücken.“ Mit dem Gott der Ultra-Orthodoxen und dem Rassismus und der Degeneration Liebermans kann Gantz eine Brücke schlagen. Nur mit Tibi und Odeh kann er es nicht.

Was genau sind seine Meinungsverschiedenheiten mit ihnen? Dass sie für eine Zwei-Staaten-Lösung sind? Sind Sie dagegen, Kahol Lavan? Bist du dafür? Bist du für etwas anderes als „Nein“ zu Netanjahu und „Ja“ zur Annexion?

Ausgerechnet jetzt, wo die palästinensischen Israelis willkommene Zeichen des Integrationsbestrebens zeigen, die Krankenhäuser und Apotheken voll sind mit ihren Ärzten, Krankenschwestern und Apothekern, und an den jüdischen Universitäten und Hochschulen Arabisch allgemein gehört wird, wo es kaum noch Araber in Israel gibt, die kein Hebräisch sprechen, und kaum noch welche, die nicht in Israel leben wollen – ausgerechnet jetzt kommt der stechende Schlag ihres Lebens, von den jüdischen Politikern, deren Feigheit ein leitendes, das einzige Licht ist.

Ausgerechnet jetzt, wo die Beziehungen zu den arabischen Bürgern Israels endlich die ersten Anzeichen von Gleichberechtigung zeigen, kommen Gantz und seine Partner und treten unhöflich den Eimer um. Sie haben keinen Platz, sagen sie den Arabern. Und Sie werden keinen haben. Es gibt keine Partnerschaft mit Ihnen und es wird auch keine geben. Gibt es Meinungsverschiedenheiten? Das sind keine Meinungsverschiedenheiten – hat Kahol Lavan überhaupt eine Meinung? – Sie sind nur eine Kombination aus dem Rassismus der rechten Flanke von Kahol Lavan und der Angst vor dem Rassismus in den zentralen Massen der Partei.

Die Handschrift ist für die Araber Israels an der Wand. Das darf nicht zum Boykott der Wahl führen. Auf keinen Fall. Das ist genau das, was Netanjahu und all die Gantzes, Ya’alons und Lapids wollen. Eine jüdische Knesset. Spielen Sie ihnen nicht in die Hände.

Sie sollten aber auch nicht weiter mit der Illusion leben, dass Sie bei den Juden Israels nett spielen, charmant sein und bei Festen Gastgeber sein können. So wie gewaltfreier Kampf und Passivität Ihren Brüdern in den Gebieten nicht geholfen haben, wird es auch in der israelischen politischen Arena nicht helfen. Die Schlussfolgerung: Es gibt in keiner zionistischen Partei etwas für einen Araber in Israel. Nicht als Wähler, nicht als Sympathisant und nicht als Mitglied. Sie haben sie gesehen. Aber Sie müssen hinausgehen und wählen, unbedingt, massenhaft und massenhaft von Ihnen.

Nur eine große und beeindruckende Machtdemonstration der Araber in Israel wird die Juden Israels davon überzeugen, dass sie keine andere Wahl haben, als sich mit Ihnen zusammenzuschließen. Nur eine Machtdemonstration bei den Wahlen wird den Zionismus überwinden. Nur eine Machtdemonstration wird den Rassismus stoppen. Der Ball liegt bei Ihnen, den Arabern Israels, in den Wahllokalen zwischen Tarshiha und Hura. Übersetzt mit Deepl.com

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