Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

1 Kommentar zu Rabbi Lerner Meister der Barmherzigkeit oder des Trug? Dank an Milena Rampoldi

  1. Wenn sich Rabbi Lerner als Vertreter des US-amerikanischen Judentums ansieht leidet er an grober Selbstüberschätzung (naiv oder mit Hintersinn?).
    Tikkun olam (!) (Hebrew: תיקון עולם or תקון עולם ) (literally, „repair of the world“- dt. „die Welt verbessern) ist eine kleine Minderheit religiöser Juden, vor allem in den Vereinigten Staaten, antizionistisch gewiss, der aber überaus mächtige Gruppen der jüdischen Israel-Lobby (AIPAC ist nur eine von ihnen) gegenüber stehen. An jene müsste sich Rabbi Lehrer wenden, wollte er Wirkung haben und nicht „nur“ seine eigene Vorstellung von Judentum in Auge haben. Rabbi Lerner hat seine Abschiedsrede für Mohammed Ali leider zu einer Eigenwerbung missbraucht. Das konnte der Verstorbene, als er Rabbi Lerner für die Trauerrede bestimmte, nicht wissen, kann sich natürlich nicht mehr wehren.
    In einem möchte ich Gilad Atzmon jedoch widersprechen: Wenn, wie Gilad Atzmon schreibt, „der Rabbiner und seine Tikkun-Organisation ’nur‘ (für) das grundlegendste der palästinensischen Rechte wie das Rückkehrrecht (eintritt)“, so ist dies keinesfalls nebensächlich, in der Tat ist dies viel wirkmächtiger als eine, gerade von den Zionisten einschließlich Netanyahu allzu offensichtlich widersprüchlich versprochene (?)) separate Eigenstaatlichkeit der Palästinenser. Das Rückkehrrecht ist und bleibt die zentrale Forderung der weitaus meisten Palästinenser, wobei ein Verzicht wie des von Israels und „des Westens“ Gnaden abhängigen PA-„Präsidenten“ Mahmoud Abbas, von der übergroßen Mehrheit aller Palästinenser nicht mitgetragen wird.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: