Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Deutsche Staatsräson für den zionistischen Apartheidstaat? Von Evelyn Hecht-Galinski

 

 

Kommentar vom Hochblauen

 

 

 

Deutsche Staatsräson für den zionistischen Apartheidstaat?

 

Von Evelyn Hecht-Galinski

 

Wie will Kanzlerin Merkel es bei ihrem für den 6. Dezember 2019 geplanten ersten Besuch in Auschwitz erklären, dass sie und ihre Regierung – angesichts der historischen Verantwortung für den Holocaust und 74 Jahre nach der Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Soldaten der Roten Armee – jeden Respekt vermissen lassen, wenn es um den ständigen Bruch des Völkerrechts im „Jüdischen Staat“ geht. Gebietet es die Achtung für das Völkerrecht nicht, als zwingende Lehre aus der deutschen Geschichte nun endlich die Staatsräson für die Sicherheit des „Jüdischen Staats“ zurück zu nehmen? Wie kann eine deutsche Regierung die ständigen Völkerrechtsbrüche ignorieren, nur weil sie von einem jüdischen Regime, Nachfahren der Verfolgten des Holocaust, begangen werden? Die klaren Regeln, die das Völkerrecht hat, kann auch Merkel nicht einfach in ihrem „christlichen Zionismus“ unter den Tisch kehren. Ihre „bedingungslose Solidarität“ mit der israelischen „Selbstverteidigung“ als Motiv für die mörderischen Angriffe und Kriege machen Merkel, wie schon in ihrem gesamten politischen Werdegang, so scheinheilig und unglaubwürdig, dass sie einen Großteil der Schuld an der allgemeinen und immer stärker werdenden Politikverdrossenheit trägt.

 

Respekt für das palästinensische Volk – als letztes Mit-Opfer des Holocaust!

 

Ganz sicher wird sie in ihrer Rede wieder an die ewige Verantwortung Deutschlands für Israel erinnern, ohne gleichermaßen die längst fällige Verantwortung Deutschlands für das illegal besetzte Palästina zu erwähnen, weil das nicht in ihr philosemitisches Weltbild passt. Wäre dieser erste Besuch der Kanzlerin dort doch eine gute Chance, endlich einmal Respekt für das palästinensische Volk zu zeigen, als letztes Mit-Opfer des Holocaust. Ich persönlich bedaure es sehr, dass mein Vater Heinz Galinski, 1992 verstorben, als Auschwitzüberlebender die Kanzlerin nicht mehr begleiten kann auf dieser Reise, um sein Lebensmotto nach der Befreiung: „Ich habe Auschwitz nicht überlebt um zu neuem Unrecht zu schweigen“, angesichts der heutigen verbrecherischen Zustände im „Jüdischen Staat“ und in den von ihm besetzten Palästina, dort heraus zu schreien. (1)

 

Warum versuchen alle deutschen Parteien heute, die Juden und den „Jüdischen Staat“ mit allen Mitteln zu verteidigen und angesichts der israelischen Völkerrechtsverbrechen und Menschenrechtsvergehen wegzuschauen? Das zieht sich durch alle Parteien von links bis rechtsextrem. Meint Deutschland wirklich, auf diese Weise koscher zu sein? Nein, man muss es immer wieder sagen: Die Verbrechen des Holocaust lassen sich nicht durch Opfer/Täter-Umkehr weißwaschen. Warum also wird die BDS-Bewegung so bekämpft? Weil sie gerade diesen scheinheiligen Politikern den Spiegel vor das Gesicht hält und sie als Mittäter entlarvt. Gerade haben wir wieder einen Erfolg zu verzeichnen, indem sich eine belgische Handelsdelegationen zweier Regionalregierungen in Israel zurückzogen und sich auf Verletzung des Völkerrechts und mangelnde Fortschritte im Friedensprozess berufen. So schließen sich stetig immer mehr dem Boykott an, um damit ihren Protest gegen Israel und seine Methoden auszurücken. (2)(3)

 

Inzwischen scheint man so abgebrüht in politischen Kreisen, dass man die täglichen Nachrichten aus Israel – die Luftangriffe gegen seine souveränen Nachbarn, zivile Opfer, Journalisten-Morde oder präventive Morde, willkürliche Ausweisungen von Menschenrechtsaktivisten wie zuletzt Omar Shakir – als normal ansieht. Wir bekommen so gut wie nichts medial geliefert, damit wir nicht auf „antisemitische“ Gedanken kommen, einer so abstruse Idee, die genau das Gegenteil bewirkt, nämlich einen Hass auf die zionistische Besatzungspolitik und den steten Landraub. (4)

 

Israelische Provokationen und millionenschwere Propaganda beenden!

 

Am letzten Sonntag nach der Einsetzung des neuen Kriegsministers und Siedlerkönigs Naftali Bennett wurde eine weitere Provokation bekannt, nämlich dass das Netanjahu-Regime plant, die Siedlerzahl in Hebron im illegal besetzten Westjordanland zu verdoppeln und ein neues jüdisches Viertel auf dem Gelände des alten Großmarkts zu errichten, um damit eine territoriale Verbindung zwischen dem jüdischen Viertel Avraham Avinu und den Patriarchengräbern in Hebron zu schaffen. Damit zeigt diese Regierung auf Abruf nochmals, dass sie nicht gewillt ist, moralische Maßstäbe oder das Völkerrecht gelten zu lassen. Ist das, Frau Merkel, für Sie und Deutschland tatsächlich vereinbar mit der Staatsräson? (5) (6)

 

Interessanter Weise erleben wir momentan das Phänomen, dass zionistische, ebenso wie kurdische oder jesidische Berichte in Deutschland auf medialen und politisch fruchtbaren Boden fallen, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben, sondern nur gezielte Propaganda verbreiten. So wissen wir schon lange, dass der „Jüdische Staat“ schon seit Jahrzehnten Millionen in wissenschaftlich begleitete Propaganda steckt, die hier von bezahlten Anhängern und Agenten in den Medien in Blogs, auf Konferenzen und neuerdings auch in Universitäten ihre zionistischen Hasbara-Mythen verbreitet wird. Da gibt es Propagandahilfen und Anleitungen wie Hasbara-Toolkits, „The Israel Project“, ganze Troll-Armeen oder das „Global Language Dictionary“, die Hilfe anbieten, damit „Israel-Unterstützer“ niemals um eine Antwort verlegen sein müssen. Im Erfinden von Begriffen und Sprachformulierungen ist es schon erstaunlich, auf welch blumige Namen die Hasbara kommt, um ihre zionistischen Märchen zu erzählen. Da gibt man Tipps, welche Wörter zu verwenden sind, wenn es um „heikle“ Themen wie illegale Annexionen, Landraub, Entrechtung oder Ermordung von Zivilisten geht. (7)(8)(9)

 

Während die USA sich unter Trump längst als Vermittler oder Partner für Palästinenser verabschiedet hat und sich einseitig auf die jüdische und „christlich-zionistische“ Seite geschlagen hat und dem Völkerrechtsbruch freien Lauf ließ, hätte Europa die Pflicht, diesem Treiben etwas entgegen zu setzen, würde es sich an seinen markigen Worten messen lassen. Davon sind wir leider weit entfernt, denn weder die EU noch die UN sind bereit, dieser Politik ernsthaft Paroli zu bieten. Zu stark scheint die Macht der Israel-Lobby weltweit, und das ist die eigentliche Tragödie für Palästina. Als im November 2006 Jimmy Carter sein Buch „Israel, Palestine, Peace and Apartheid“ („Frieden nicht Apartheid“ publizierte, da schlug ihm von jüdisch-israelischer Seite der blanke Hass entgegen, wo er doch nur das Wort Apartheid für den „Jüdischen Staat“ beschrieben hatte. (10)(11)

 

Die traurige israelische Wirklichkeit jenseits des Glanzes enthüllen!

 

Inzwischen hat sich eine gefährliche Allianz zwischen Diktaturen und angeblichen Demokratien gebildet – im gemeinsamen Kampf gegen „Terror“, der allerdings nichts anderes ist, als ein Kampf gegen Muslime und den Islam. Lesen wir doch fast täglich über den „Jüdischen Staat“ und seine herausragende Forschung, Start-ups und eine stetig wachsende Hightech und die Rüstungsindustrie mit Vorbildcharakter. Während die traurige Wirklichkeit jenseits des Glanzes, die bittere Armut großer Teile der Bevölkerung im „Jüdischen Sonnenstaat“, von den Medien verschwiegen wird. Israel ist einer der westlichen Kapitalisten-Staaten mit der höchsten Armutsrate, ganz ähnlich ihren US-Freunden. Unter Netanjahu und Trump hat sich dieser Zustand noch dramatisch verschlimmert. (12)(13)

 

Kann sich der „Jüdische Staat“ sicher sein, dass die Propaganda immer noch so hingenommen wird, teils aus Unwissen und teils aus philosemitischer „Anhimmelung“? Immer wieder versteht es die Hasbara, leichtgläubige Bürger für sich zu gewinnen. Während Palästinenser keine gut geschmierte Propaganda-Lobby haben, hat es die jüdische verstanden, sich mit ihren weltweiten Netzwerken immer mehr medial auszubreiten. Aktuell erleben wir, wie sie versuchen, sich aktiv in den britischen Wahlkampf einzumischen und schamlos den Labour-Chef Corbyn als nicht wählbaren Antisemiten zu diffamieren, während Johnsons Tory Partei in Islamophobie versinkt, was die Lobby allerdings nicht stört, sondern noch fördert. (14)(15)(16)(17)

 

Es ist schon phänomenal, wie die Palästinenser noch heute als militante Terroristen dargestellt werden und Juden als edle und demokratische Bürger eines demokratischen Staats erscheinen sollen. Während die Palästinenser noch heute unter der Staatsgründung („Nakba“) auf ihrem erraubtem Land als Folge des Holocaust leiden und ihr legaler Widerstand als Terror diffamiert wird, werden jüdische Emigranten verlogen als friedliche Einwanderer in ihre „alte Heimat“ mystifiziert. (18)

 

Das Existenzrecht eines undemokratischen judaistischen Staates unterstützen? Nein und nochmals nein!

 

Trotz der Nachrichten über zahllose ermordete palästinensische Kinder, der bewussten Ausrottung ganzer Familien, der Zerstörung ziviler Einrichtungen und der Verwendung schmutzigster und geächteter Waffen sowie des Völkermords im Konzentrationslager Gaza wird versucht, den „Jüdischen Staat“ immer wieder als „einzige“ Demokratie hervorzuheben. Während wir derzeit den Versuch erleben, Kurden oder Armenier als Opfer darzustellen, trichtert man uns ein, dass die Palästinenser selbst schuld an ihrem Schicksal seien. Interessant auch in diesem Zusammenhang der Zusammenhalt zwischen Kurden und Israel, die übrigens ganz ähnlich in ihren Propaganda-Maschinerien agieren. Während der Gaza-Genozid bis heute ein Tabu-Thema im deutschen Parlament und den Medien ist, hat es der Beschluss als Anerkennung eines armenischen Völkermords bis in den Bundestag geschafft. Das ist eine historische Schande. (19)(20)

 

Warum ist das jüdische „Rückkehrgesetz“ noch niemals hinterfragt worden, das jedem Juden weltweit gestattet, in den „Jüdischen Staat“ einzuwandern und ihm sofort die volle Staatsbürgerschaft zugestanden wird, nur weil er Jude ist? Während Palästinensern, Muslimen und Christen dieses Recht auf Rückkehr verweigert wird? Kann man so ein Existenzrecht eines so undemokratischen judaistischen Staates unterstützen? Nein und nochmals nein! Stellen wir uns einmal vor, ein anderer Staat würde diese „jüdische Methode“ anwenden und nur Christen, Muslime oder sonst wen zu Bürgern machen? Das würde man zu Recht „Rassismus“ nennen. Solange dieser theokratische Staat und seine Gesetze nicht für alle seine Bürger gelten, ist Israel ein jüdischer Diskriminierungs- und Apartheidstaat, der sich isoliert hat – schlimmer als Südafrika es jemals war, fern von allen demokratischen Gepflogenheiten. (21)

 

Der „Jüdische Staat“ hat die Diskriminierung als seine Staatsräson verinnerlicht und in seinem (Un)-Rechtssystem verankert. So sollte man es sich überlegen, warum die Davidstern-Flagge, das Symbol der jüdischen Unterdrückung auch in Deutschland so viel Ehrfurcht und Respekt erweckt, anstatt sich einmal zu fragen, was sie in Wirklichkeit darstellt: ein Zeichen für jüdische Besatzung, Judaisierung und ethnische Säuberung. Man muss auch die Frage stellen, wieso weltweit jüdische nationale und internationale Organisationen immer wieder mit dieser Flagge werben, anstatt die Flagge ihres eigenen Landes zu verwenden? Sind sie nun alle zu Bürgern des „Jüdischen Staates“ geworden, oder haben sie nicht eine nationale Identität? Welchem Land gegenüber sind sie loyal?

 

Begreifen, dass Israel als „jüdischer Apartheidstaat“ die Staatsräson verwirkt hat!

 

Wann werden deutsche und europäische Regierungen endlich dazu übergehen, den „Jüdischen Staat“ mit normalen Maßstäben zu messen und mit demokratischen Gepflogenheiten beurteilen? Diesen „Jüdischen Apartheidstaat“, der es seit seiner Gründung immer nur darauf anlegte, mit neuen Diskriminierungs- und Nationalgesetzen seine Überlegenheit und „Auserwähltheit“ zu festigen, hat schon längst das Bekenntnis für seine Sicherheit als Staatsräson verwirkt! Das sollten endlich alle deutschen Politiker begreifen, die immer wieder die Propaganda-Floskel des „Existenzrechts“ für den „Jüdischen Staat“ betonen, aber das Existenzrecht eines palästinensischen bis heute ignorieren.

 

 

Fußnoten:

 

(1) https://www.tagesspiegel.de/berlin/zum-todestag-von-heinz-galinski-das-juedische-gewissen-der-nation/6894428.html

(2) https://electronicintifada.net/blogs/asa-winstanley/mossad-role-israels-war-against-bds-confirmed

(3) https://www.haaretz.com/israel-news/belgian-officials-boycott-trade-delegation-to-israel-1.8202210

(4) https://www.dw.com/de/omar-shakir-l%C3%A4sst-sich-nicht-mundtot-machen/a-51408216

(5) https://www.islamtimes.org/en/news/830223/zionist-war-minister-instructs-to-build-a-new-settlement-in-hebron

(6)  https://www.haaretz.com/middle-east-news/palestinians/.premium-jewish-hebron-settlers-ramping-up-urban-renewal-1.8217494

(7) https://de.scribd.com/document/77298173/Israel-s-Hasbara-Toolkit

(8) https://www.transcend.org/tms/wp-content/uploads/2014/07/sf-israel-projects-2009-global-language-dictionary.pdf

(9) https://electronicintifada.net/content/inside-israels-million-dollar-troll-army/27566

(10) https://www.nytimes.com/2007/01/07/books/review/Bronner.t.html

(11) https://www.sueddeutsche.de/kultur/carter-buch-entsetzt-israelis-und-jimmy-ging-zum-regenbogen-ueber-1.245582

(12) https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-the-real-israel-isn-t-startup-nation-it-s-poverty-row-1.6803924

(13) https://nzzas.nzz.ch/notizen/unterwegs-in-den-usa-im-land-verzweifelten-kinderehe-ld.1352828

(14) https://electronicintifada.net/content/bad-news-jeremy-corbyn/28771

(15) https://www.politicshome.com/news/uk/political-parties/conservative-party/news/108214/muslim-council-britain-accuses-tories

(16) https://www.dailymail.co.uk/news/article-7738205/Corbyn-says-BBC-biased-saying-Israel-right-exist.html

(17) https://www.middleeasteye.net/opinion/why-i-would-vote-jeremy-corbyn-if-i-were-british

(18) https://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2017/07/palestinians-legal-armed-struggle-170719114812058.html

(19) https://lobelog.com/the-hypocrisy-of-israels-alliance-with-the-kurds/

(20) https://www.hintergrund.de/globales/kriege/kriegsverbrechen-und-genozid-israels-krieg-in-gaza/

(21) https://www.aljazeera.com/indepth/opinion/israel-finally-ethno-religious-state-180722112753850.html

 

 

In der Neuen Rheinischen Zeitung (NRhZ) veröffentlicht in Ausgabe 728 vom 04.12.2019 unter http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26399

 

 

Evelyn Hecht-Galinski, Tochter des ehemaligen Zentralratsvorsitzenden der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, ist Publizistin und Autorin. Ihre Kommentare für die NRhZ schreibt sie regelmäßig vom „Hochblauen“, dem 1165 m hohen „Hausberg“ im Badischen, wo sie mit ihrem Ehemann Benjamin Hecht lebt. (http://sicht-vom-hochblauen.de/) 2012 kam ihr Buch „Das elfte Gebot: Israel darf alles“ heraus. Erschienen im tz-Verlag, ISBN 978-3940456-51-9 (print), Preis 17,89 Euro. Am 28. September 2014 wurde sie von der NRhZ mit dem vierten „Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik“ ausgezeichnet.

2 Kommentare zu Deutsche Staatsräson für den zionistischen Apartheidstaat? Von Evelyn Hecht-Galinski

  1. der Philosmitismus trrägt den Antisemitismus in sich. Das „Anjudeln“ (man erhofft sich dadurch der verfolgten Gemeinschaft anzugehören oder näher zu sein und dadurch Aufmerksamkeit und sonstige Vorteile, insbesondere mediale, zu erlangen)in Deutschland wird selbst von Juden abgelehnt. Kritik daran oder an den Zuständen an Israels Politik gegenüber den Palästinensern wird sofort als Antisemitismus gebrandmarkt. Das Gerede von der Staatsräson unserer Kanzlerin war wenig überlegt. Diese ganzen Aktionen sollen von den permanenten Völkerrechtsverstößen Israels ablenken. Unsere Kanzlerin spricht zwar viel, sie sagt aber nichts.

  2. Liebe Evelyn Hecht-Galinski, der Beitrag spricht mir aus der Seele, ist aber auch wieder einmal ein klarer Beleg dafür, das Menschen- und das Völkerrecht bei der hier herrschenden politischen Klasse – in diesem Kontext darf Klasse keinesfalls positiv besetzt werden – im Zusammenhang mit den Palästinensern rein garnichts zählt. Unabhängig vom Handeln der Kanzlerin, die offenbar den radikalen Zionismus genauso in ihren Genen verinnerlicht (hat) wie irgendwelche sonstigen, verblendeten rechtsextremen Zionisten, Siedlern, Lobbyisten etc., sind es die Medien, die diesen verblendeten Politikern/Politikerinnen, Lobbyisten und anderem rechtsextremen Gedankengut Vorschub leisten, ist doch in den Medien seitens der Moderatorinnen und Moderatoren, allen voran bei ARD und WDR, im Zusammenhang mit negativ besetzten Meldungen über Palästinenser, Arabern, Moslems und Flüchtlingen häufig ein rollendes „R“ zu hören. Nun könnte man fragen, was ein rollendes „R“ damit zutun hat. Ganz einfach, das rollende „R“ ist typisch bei Aussagen von rechtsextremen. Und da komme ich langsam zum Schluss: Für eine Vielzahl unserer Medien und auch den Großteil unserer Politiker/innen sind Palästinenser, ganz im Sinne der Zionisten und rechtsextremen israelischen Regierung, nur Untermenschen, über die es nicht lohnt, zu berichten. Bestes Beispiel sind die Demos in Gaza und Hongkong. Im Zusammenhang mit den Demos in Hongkong wird, etwas überspitzt formuliert, fast stündlich medienträchtig berichtet, die Demos im Gaza finden dagegen seitens der Medien nicht statt, wobei im Gaza bislang eine weitaus größere Opferzahl zu verzeichnen ist als in Hongkong. Nur im Gaza sind die Opfer Palästinesner und die Täter jüdische Besatzungssoldaten. Und da darf schonmal (oder muss?) geschwiegen werden!

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