Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Die immerwährende Blutbadekur von Fariss Wogatzki

Sicht vom Hochblauen bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Die immerwährende Blutbadekur

Eine Kommentar

von

Fares Unzensiert (06/2017)

»Nachdem der Widerstand gebrochen war, befahlen jüdische Terroristen den Dorfbewohnern, sich auf dem zentralen Plätzen zu versammeln. Diejenigen die daraufhin aus ihren Häusern kamen, wurden an eine Wand gestellt und erschossen. Sie waren die Glücklicheren: Diejenigen nämlich, die in ihren Häusern blieben, wurden regelrecht abgeschlachtet. Viele Frauen wurden vergewaltigt bevor man sie umbrachte.« [1]

Das Massaker [2] an den Dorfbewohnern von Deir Yasin [3] geschah einige Monate »kurz nach jener manipulierten Abstimmung in der UNO« für einen jüdischen Staat, und einige Wochen vor der Ausrufung des auf Terrorismus aufgebauten Staates Israel. Aus diesem Grund wird international, nicht zwangsläufig staatlicherseits, unabhängig davon international von einem Terrorstaat gesprochen, wenn von Israel die Rede ist. »In Gaza haben nur die Toten das Ende des Krieges gesehen.« schrieb der Menschenrechtler und Friedensaktivist Vittorio Arrigoni am 19. Januar 2009 in sein Tagebuch »GAZA – Mensch bleiben«.

»Die Trümmer spucken noch immer Leichen an die Oberfläche. Allein gestern haben Arzthelfer des Roten Halbmondes mithilfe einiger Freiwilliger des ISM [International Solidarity Movement] zwischen Jabaila, Tal el Hawa und Zaitun 95 Leichen aus den Ruinen geborgen, viele von ihnen im Zustand fortgeschrittener Verwesung.« [4]

In Deutschland steht Holocaustleugnung unter Strafe. Zurecht, denn, wer Tatsachen leugnet, sollte dafür auch bestraft werden! Die weltweit bekannte Tatsache der Nakba wird indes verschwiegen. Es ist annehmbar, das Verschweigen eine Form der Leugnung darstellt.

In meinem vorigen Kommentar erwähnte ich, wenn in Deutschland ein Schüler unter heutiger Begriffsbestimmung gemobbt wird, es sich herausstellt, der Schüler ist der Herkunft nach Jude, dann geht aber ein Schocker volle Lotte durch die rasierte Medienlandschaft.

Wieso wird nie über die israelischen Verbrechen am palästinensischen Volk gesprochen? -wenn es Weißer Phosphor regnet und DIME hagelt im Sonderlager Gaza. Die Antwort ist über deutsche Grenzen hinaus bekannt.

Die »Tiere auf zwei Beinen« wie Mörder und Friedensnobelpreisträger Menachem Begin einmal sagte, die Palästinenser, haben keine Menschenrechte. Begin, Terrorist bei der Irgun, Shamir, Terrorist bei der Lehi. Wie die Haganah, wurden auch diese beiden Terrororganisationen, nach der Installation Israels auf dem Land der Palästinenser, aufgelöst. Die Haganah unternahm eine Umfirmierung in die mortalischste Armee der Welt, die Israel Death Forces (Wer wolle sich lächerlich machen und blökt eine Antisemitismusunterstellung? – – – Niemand, denn Tatsachen beim Namen nennen, weil: Die Sperrfristen sind vorbei!) mit Teilen aus Irgun, Lehi und Palmach. Terroristen wie Begin und Schamir wurden Staatsgäste auf internationalen Bühnen. Aus der Lehi wurde die Cherut und aus dieser die Likud und… …da brat mir mal einer ‘n Eis, welche Truppe eines Kolonialstaates heute mit Staats- kapelle auch in Deutschland empfangen wird. Wenn da mal nicht Gleichnisse in Erinnerung kommen, sagte schließlich Adenauer, »the Godfather of brave old Germany«, befragt, weshalb er Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehörige zu Bundeswehrgenerälen ernannte, er könne ja schließlich keinen 20jährigen zum General machen.

Wieso kommt, in Relation zu den Schwerverbrechen der IDF-Killer an palästinensischen Kindern, diese tausendfach polytraumatisiert [!], zu Arm- und Beinamputierten, zu Krüppeln gemacht, verbrannte Gesichter, von Bolzenschussgeräten geraubtes Augenlicht, der Eltern und Geschwister bestohlen; Freunde und Familienbanden unter Bombenhagel begraben, im Visier der israelischen Mörder… Wieso kommt Bundestagsabgeordneten und Schmierfritzen aus der Presseklitsche nicht die Tatsache in den Sinn, zu äußern: Der Staat Israel führt gezielt Kindermorde aus. Tausendfache Kinderleben gestohlen durch israelische Butcher!

Möge keiner auf der Schiene ankommen, zu behaupten, die Aussagen über gezielte Kindstötungen durch IDF-Soldaten seien Lügen. Die Verbrechen zu verschweigen ist bereits verachtenswürdig. Sie aber zu leugnen ist übelste Schande!

Und es haben irgendwelche Vollspacko-Mediensystem-Anhänger die Frechheit weil ein 14jähriger Junge in Berlin von gleichaltrigen Kindern an einer Schule gehänselt wurde, `ne Story daraus zu zimmern. Wie viele Wochen war diese groteske Show in den Zeitungen? Wie viele Jungjournalisten haben sich mit einer abgewichsten Meinungskolportage einen kleinen Stern bei irgend `nem Verein verdient? – – – Unterdessen wurden Mos‘ab M. Mheisin (14 J.) am 29.04.2017 schwer verletzt, Saba A. Ubeid (23 J.,WB/Salfit) von einem IOF-Hitman abgeknallt, 11 Palästinenser sowie ein ehemaliger PA Minister bei einer nächtlichen IOF-Razzia verletzt [5], Laith Y. Shatat (8 J.) von einem “Siedler” überfahren. Muhammad H. Majid Abu Jassir (21 J., Jenin; 05.04.2017) von einem IOF-Sniper abgeknallt, Yasser M. Hanoun und Qasim al-Hajj durch IOF-Sadisten im Flüchtlingslager Jenin misshandelt. (26.04.2017)

Wieso wohl ist bekannt, denn »Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein.«, sagte Nazi-Marinerichter und Baden-Württembergs Ministerpräsident Filbinger. Diese ekelhafte Schande hat sich Israel als Leitkultur auf die „Fahne“ geschrieben.

»Haaahloooh, das sind alles alte Klamotten und weltweit bekannt«, höre ich rufen. Es stimmt, gleich die deutschen sind auch die zionistischen, dann israelischen Verbrechen international bekannt. Mit einem Unterschied: Die israelischen Massenexekutionen stehen nicht unter Strafe; das Benennen derselben solle Antisemitismus sein. Wer israelische Verbrechen nicht verschweigt ist ein Antisemit. Na dollet Ding, so weit ist Deutschland schon abgekackt, dass die Benennung von Tatsachen Antisemitismus darstellen soll. »Nichts liegt mir ferner, als tatsächlichen Antisemitismus zu verharmlosen«, sagte Evelyn Hecht-Galinski (17.05.2017). Wie sie, so wissen viele tausende Menschen auch in Deutschland, dass ein klarer Unterschied besteht zwischen dem Hass auf Juden wegen ihres Jüdischseins und dem Benennen der israelischen Massenverbrechen. Es ist schwerlich vorstellbar, dass ein der Tradition der jüdischen Kultur verbundener Mensch, den spirituellen und intellektuellen Werten der jüdischen Tradition verpflichtet, irgendetwas jüdisches, gar etwas tradiertes in Israel finden könne, da es dort nichts kulturell-jüdisches gibt. Viele Juden befinden die Bezeichnung „jüdischer Staat“ als eine Entwürdigung, eine Beschmutzung der jüdischen Kultur.

Macht mal einen Test und fragt die noien doitschen Ziongeister: Was geschah im April 1948 in dem palästinensischen Dorf Deir Yasin?, da kommt aber ganz schnell die lobotimierte Sprachkanone vom »Antisemitismus«. Und oder jemand »erinnert sich noch« an den ersten Aufstand der Palästinenser. Ja, was die Palästinensoiden sich damals schon erlaubten, sich gegen die Infiltranten aufzulehnen!

Die israelischen Schlachterfeste mit der brutalsten Armee der Welt werden bewusst verschwiegen. Das Massaker in Gaza im Jahr 2014 hat so viel Tote, Leid, Verwundete, Schwerstbehinderte, Obdachlose, Waisen; Tod und Elend gebracht. Und welche standardisierten Phrasen hat die Bundesregierung auf der Pfanne? »Mäßigung, Verhältnismäßigkeit, Recht Israels auf “Selbstverteidigung”, Friedensverhandlungen, an einen Tisch setzen, Friedensprozess, bilaterale Verhandlungen, Sorge, Beobachtung, die Qassam-Angriffe müssen aufhören«. Ein paar Wochen vor dem 2014er Massaker in Gaza hat die Bundesregierung im Namen aller Deutschen Waffen (!) im Wert von 600 Millionen Euro an Israel abgedrückt.[6] Wie viel Millionen Euro aus deutscher Staatskasse als Geschenk, auch zum gezielten Töten an Israel jährlich gehen, der Steuerzahler erfährt es nicht.

Während in Deutschland an jeder Straßenecke über einen Stolperstein gestolpert werden kann, werden Tatsachen bewusst umgangen, bis verboten darüber aufzuklären.[7] Uffklärung? Watt wills ́de? Lessing, »Nathan der Weise« oder so, wa. Kenn ick, is hier nich jefracht.

Begraben unter Schutt von Planierraupen zusammengeschobener Leichen, unter betonierten Friedhöfen auf denen Trabantensiedlungen mit Swimmingpools und an die Reißzähne bewaffnete Wachschutzkompanien.

Mit einem geistigen Bäuerchen wusste die pseudolinke »taz« aufstoßend abzusondern: »Der umstrittene US-amerikanische Politikwissenschaftler Norman Finkelstein wird kommende Woche einen Vortrag in Berlin halten, veranstaltet von mehreren propalästinensischen Initiativen.« Ja, »Die Thesen von Herrn Finkelstein sind mit den Vorstellungen der Gemeinde nicht zu vereinbaren. Und ja, »Wir haben nicht bedacht, dass es solch einen Zirkus um die Person Finkelstein geben würde.« (taz; 19.10.2010) Und weiter geht`s mit dem reaktionären taz-Geschwafel: »Mehrere linke Gruppen und die Jüdische Gemeinde zu Berlin hatten dagegen protestiert…« Der zugeklebte Verstand fördert in einem Moment der Ruhe Klarheit zu Tage, denn: Die Veranstalter sind nicht propalästinensisch, sondern Aktivisten für Menschenrechte, die für die Palästinenser nie galten und somit Begins Aussage »Tiere auf zwei Beinen« scheinbar auf ekelhafteste Weise zugestimmt wird. Das Präfix »pro« unterstellt, dass derjenige auf den diese Vorsilbe angewendet wird auch ein contra habe. Das, so meinen Zionisten, muss sich dann auf jüdisch beziehen.

Im Jahr 2000 erschien das Buch: »Die Holocaust-Industrie« von Prof. Finkelstein.

Und 2010 dann, nanu, wen wundert‘s: 40.000.000 US-Dollar Betrug der Jewish Claim Conference wird bekannt. »Finanziert werden die Entschädigungsfonds von der deutschen Bundesregierung, betreut werden sie von der« JCC (Spiegel online 10.11.2010), was nur teilweise richtig ist. Die JCC und Israel bekommen von den Steuerzahlern aus Deutschland das Geld, die Bundesregierung gibt es nur aus. Doch auch schon »2007 zum Beispiel musste der langjährige JCC-Präsident Rabbi Israel Singer zurücktreten. Der Grund waren Gelder, die er in seiner anderen Funktion als Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses veruntreut hatte.« (Hinweis: Der Präsi d. JCC und Generalsekretär d. JWA!; zitiert aus: DER SPIEGEL 46/2010)

Prof. Finkelstein stellt keine Thesen auf. Er benennt verifizierte Fakten! Es wird also kein Zirkus um Prof. Finkelstein, in der Gesamtheit aller Kritiker des Zionismus und des israelischen Militärregimes gemacht, sondern um Tatsachen.

Dass die “jüdische” Gemeinde zu Berlin Veranstaltungen mit Wissenschaftlern, die durch wissenschaftlich belegte Fakten zwangsläufig Palästinaaktivisten sind, zu verhindern wusste, und zeitbegrenzt wissen wird, ist nun kein Geheimnis. Ein kultischer Anruf genügt. Wer erinnert sich da nicht auf skurrile Weise an den Film »Telefon« mit Charles Bronson und Donald Pleasence (USA 1977). Der Plot: Der böse Nikolai, russischer Agent, hat ein geheimes Telefonbüchlein. Wenn der böse Nikolai eine Nummer aus dem geheimen Telefonbüchlein anruft, wird der Angerufene zu einem erwachten Schläfer und beginnt einen Sabotageakt.

Der Sabotageakt im Fall freier Lehre und Meinungsbildung in Deutschland ist voll im Gang, die Bundesregierung schaut zu. Doch sabotieren die Unterdrücker der freien Meinungsbildung und Lehre allein die hochgepriesene Demokratie, deren Aushöhlung an Deutlichkeit zugenommen hat, die mit verkommen zur Verbalkultur eine höfliche Umschreibung erfährt.

Überlegt mal, ist es dem Grundgesetz Deutschlands seinem Wortlaut folgend demokratisch, einen militärisch hochgerüsteten Apartheidstaat mit noch mehr Kriegsgerät zu versorgen? – – – Es möge keiner mehr labern: “Uuah, das is ja voll antisemitisch, weil Israel ist ja schließlich die einzige Demokratie im Nahen Osten”, denn gerade das ist Israel nicht!

Es ist zutiefst undemokratisch einem Staat wie Israel Sonderschutz-Geländewagen, Teile für Kampfpanzer, gepanzerte Fahrzeuge, Nebelgeschosse, Flugkörperabwehr- systeme, technische Unterlagen für rückstoßfreie Schulterwaffen, Dual-Use-Systeme etc. zum teilweise Unterherstellungspreis auf Steuerzahlerkosten zu überreichen. Aufschrei Waffenhandel gibt klar Auskunft.

Was allerdings keine Tatsache ist, es hätten sich »linke Gruppen« mit der Berliner ”jüdischen“ Gemeinde eingesetzt. Na ma ran an die Buletten, mit den Neolinken ist es wie mit einem Mann der für eine Varité-Show Frauenkleidung anzieht, um einem ausgewählten Publikum die gewünschte Maskerade des weiblichen vorzugaukeln.

Ein deutsches Lokalblättchen toppt den zionistischen Schwachsinn mit einem Bild auf dem zu lesen steht: »Antisemitismus bekämpfen heisst – Solidarität mit Israel – antifaschistische Aktion.« Was kommt als Nächstes? Baruch Goldstein, den Massenmörder zu `nem Heiligen sprechen? Wurde fast gemacht. Eine Gedenktafel in Hebron, die Stadt Al-Khalil, gibt Auskunft: »…Gave his life for the people of Israel, the Torah and the land … – His hands are clean…« (Weitere Informationen über Israels Rassenwahn: www.hebronapartheid.org)

Es ist auffällig: Durch Pauschalaussagen erklärt sich die Neoantifa zu einem Apartheid- Befürworter. Israelische Scharfschützen der IOF knallen Kinder ab, wie zweifelsfrei u.a. durch Forensic Architecture [8] belegt, und die Neoantifa lässt sich von der Klatschpresse mit »Antisemitismus bekämpfen heisst – Solidarität mit Israel«. ablichten.

Oberzionkrakeler BTA Beck wird zitiert, der solche Veranstaltungen für eine »Schande« hält. Das ist Herrn Beck zuzutrauen. Andere halten es für eine Schande, wenn sich ein Bundestagsabgeordneter Crystal Meth reingezogen hat und vielleicht bundesdienstlich tätig war. Früher gab es einen Spruch bei den Grünen: Atomkraft – Nein danke! Neulich habe ich den Spruch über die Grünen: »Pervitin – Ja bitte!«, geträumt. Die Grünen haben aus Finkelsteins Besuch in Deutschland eine kleine Anfrage gemacht, einen 8-seitigen Fragenkatalog an die Bundesregierung gestellt. Betitelt ist die Drucksache 18/11459 (08.03.2017) und deren Beantwortung 18/11720 (27.03.2017) mit »…im Fall Dr. Norman Finkelstein«. Wissenschaftlern wie Prof. Finkelstein sollten alle Menschen in Deutschland besser zuhören, statt dass Einige den Wissenschaftler mit der Antisemitismusmasche versuchen zu kommen.

Und »Halle gegen Rechts« findet‘s unerträglich, wenn ein Wissenschaftler wie Norman Finkelstein »vehement antisemitische und antiisraelische Positionen vertritt« Welche Art »gegen« gemeint ist, bleibt unbeantwortet, scheint es sich jedoch um ein rassistisches »für« zu handeln. An alle Neolinken: »Für linke Politik sollte es rote Linien geben, die unter keinen Umständen überschritten werden dürfen. Dazu gehören Eroberungen und Besatzung. Ein militärisches Besatzungsregime, von wem auch immer errichtet, kann nie und unter keinen Bedingungen verteidigt werden. Die Solidarität für die von einem solchen Besatzungsregime unterdrückten Menschen ist selbstverständlich.« [9]

Überlegt, wenn „pro“palästinensische Aktivisten zu einer Veranstaltung einladen und Dritte gegen diese Veranstaltung sind, dann sind diese Dritte kontrapalästinensisch. Solche Kontrapalästinenser sind folgerichtig Palästinenserhasser.

Was war mit der Beugung der Lehrfreiheit von Veranstaltungen mit Prof. Ilan Pappe? [10] Oh, dieser Pappe, ein Antisemit schlimmster Gangart, wenn der in Israel geborene Historiker mit seinem Buch: »Die ethnische Säuberung Palästinas« allein Tatsachen ausspricht, welche dem Oberkommando der IDF seit ihrer Gründung bekannt sind.

Und was war mit der Veranstaltungsunterdrückung des israelischen Soziologen Prof. Dr. Moshe Zuckermann April 2017 in Tutzing bei München? Zuckermann, ein ganz schlimmer Antisemit. Muss er ja sein, sonst hätte er in Deutschland Lehr- und Meinungsfreiheit.

Und was war mit Jurist Prof. Dr. Norman Paech [11], als dieser von Parteichef Gysi angepfiffen wurde, Paech solle mal nicht so viel Wahrheit ob der Palästinenser erzählen, die Linke wolle schließlich von irgendwem Koalitionspartner werden. Sagte doch Jurist Dr. Gysi, so zu lesen in seinem Buch »Freche Sprüche«, gerichtet an einen seiner Kollegen im Bundestag Anfang der 90er, dieser möge mal zuhören dann könne selbst er [sie] noch was lernen. Wem sagt diese simple Wahrheit nun Herrn Dr. Gysi?

Und über Prof. Noam Chomsky heißt es, dass er nur ein ordinärer Antisemit ist, ist erst einmal ein »Anarchist« und wird mit Begriffen wie »verkürzte Kapitalismuskritik« und »Verschwörungstheorien« erwähnt. [12] Hirnloses Gelaber: »Personifizierung des Kapitalismus«, »Sphäre der Zirkulation«, dazwischen der inhaltlich entleerte Begriff Antisemitismus. »Weltverschwörung«, »rechts-links-Radikale«, »manichäisches Weltbild« und, das darf nicht fehlen, die »antisemitisch konnotierte Eigenschaften«. Ne Menge studiert und doch nichts dazugelernt. Das erinnert an die Zionsirene BTA Beck, obgleich Beck allein anstudiert ist. So bleibt die Tatsache: Wer nichts an Wahrheit zu sagen hat, ist besser beraten nichts zu sagen.

Na und der Dieter Hallervorden, der is ja och janz schlimm, aba so richtich schlimm is der ja antisemitisch is der aba sowat von. »Magst du Netanjahu nit bist du gleich ein Antisemit.« Wer steht denn nicht in den Billboard-Charts der Worst anti-semitics der Wiesenthal Inc. & Co. der sich nicht dem Diktat des Zionismus unterworfen hat? Vor allem: Wen interessiert´s?! Großes Gekeife, wer in Deutschland schon alles von irgendwem als Antisemit betitelt wurde. Ja, toll, und nun? Die Antisemitismusunterstellungsmasche ist ausgeleiert.

Das Antisemitismusgegröle wird noch `ne Weile seine Versuche unternehmen, aber wie jede lahme Serie in der Glotze, ist die Antisemitismusunterstellung ausgelatscht. Wenn Menschen in Deutschland sagen: »…und ich appelliere an Sie, mutiger zu sein, auch und gerade, wenn es um Kritik an den Verbrechen des “Jüdischen Staates” geht.« [13] (E. Hecht-Galinski), wenn Menschen sagen: »Ich glaube, dass Waffenlieferungen eher zur Eskalation beitragen.« [14] (N. Chomsky)

Menschen, die Empathie für ihre Mitmenschen haben. Ein Mensch der Mensch genug ist die Wahrheit auszusprechen. Ein Mensch der Kritik an der Zersetzungs- und Fehlpolitik der zionistischen Bundesregierung äußert. Diese Menschen sollen Antisemiten sein?

Einen menschlichen Grund die NAKBA zu verschweigen gibt es nicht. Aber es besteht die Pflicht die NAKBA als das bis heute anhaltende Menschenrechtsverbrechen frei zu äußern! Wer NAKBA-Ausstellungen, die Ausstellung von Kinderzeichnungen aus Gaza [15], wer kritische Veranstaltungen mit nationalen und internationalen Rednern unterdrückt, der fördert eine hochgefährliche Kategorisierung von Verbrechen, und zwar:

Der Massenmord an Menschen aus ganz Europa zur Zeit des deutschen Faschismus zu recht als verachtenspflichtig zu benennen, jedoch den Massenmord an den Palästinensern seit dem zionistischen Überfall auf das Dorf Deir Yasin als ein Versehen hinzustellen. Zu unterscheiden zwischen jüdischen Opfern (dt. Massenmord) und palästinensischen Opfern (israel. Massenmord).

Das ist Rassismus und Befürwortung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit! So soll die Lehre aus der Geschichte, die die Deutschen und alle ihre Steuerzahler zu »immerwährenden Mittätern« machen, aussehen?

Zwischen Massaker Deir Yasin 1948 und Massaker »Cast lead« 2008 mit Feuerregen [16] gibt es, von Modernisierung und steigenden Opferzahlen abgesehen, kein Unterschied. Von der Ermordung des 19jährigen Fadi Samir Alloun [17] in Al Quds am 03.10.2015, von Rassenwahn bis Menschenversuche [18] gegen Gazaner; bis Landraub, Brandschatzung und Mordgier, hat sich nichts geändert. Es hat sich seit Balfour 1917, über die Logenbrüderentscheidung der UN 1947 mit der Installation Israels 1948 bis zu den Alltagsverbrechen19 in Schießrael nichts, aber auch gar nichts geändert. Es ist die immerwährende israelische Blutbadekur.

 

[1] Alan Hart: Der Zionismus: Der wirkliche Feind der Juden; (Kpt. 10: Zionistischer Terrorismus und ethnische Säuberung), S. 282; Zambon Verlag 2016

[2] Weiterer zionistische/israelische Massaker: Dschanin – 2002, Dahmash Mosc., Dawaymeh, Tantura, Beit Daras, Schuscha, Naser Al-Din im Jahr 1948, Kafr Qassem – 1956, Mabaat abr wa-Štl – 1982, Jabalia – 1994, Ibrahim Mosc. – 1994, Al Aksa Mosc. – 1990, Al Sasmmou – 1966, Kibya – 1953, Sharafat – 1951, Protective edge – 2014

[3] https://english.palinfo.com/news/2015/4/10/Deir-Yassin–Unforgettable-Massacre

[4] Gaza – Mensch bleiben; Zambon Verlag 2012; S. 119. Der Palästinaaktivist Vittorio Arrigoni wurde am 15.04.2011 ermordet. https://vittorioarrigoni.wordpress.com/in-memoria-di-vittorio-arrigoni-3/

[5] www.maannews.com/Content.aspx?id=777067

[6] www.aufschrei-waffenhandel.de/Israel.268.0.html

[7] https://deutsch.rt.com/inland/40046-heidelberg-untersagt-ausstellung-von-kinderzeichnungen/

[8] www.forensic-architecture.org/case/nakba-day-killngs/

[9] Michael Ingber; Rosa Luxemburg-Stiftung; Schriften 2008

[10] www.kritisches-netzwerk.de/forum/prof-ilan-pappe-ueber-die-zerstoerungsmaschinerie-israel-[…]

[11| Zusammen mit Annette Groth und weiteren Friedensaktivisten auf dem Schiff Marvi Marmara 2010 vor Gaza vom Israel Marine Core gekapert

[12] Interview A. Rosenfeld in der JA v. 02.08.2007

[13] Mahnwache Karlsruhe 10/2014

[14] »Der Freitag« vom 18.04.2013

[15] https://deutsch.rt.com/inland/40046-heidelberg-untersagt-ausstellung-von-kinderzeichnungen/

[16] www.hrw.org/de/news/2009/03/25/israel-einsatz-von-weissem-phosphor-eindeutig-kriegsverbrechen

[17] http://revcom.us/a/409/drones-lynch-mobs-and-occupation-more-outrages-and-crimes-en.html

[18] The Lab; Yotam Feldman, IL/B/F 2013

[19] www.rt.com/news/217559-israel-shot-palestinian-child/

 

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