Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

„Die Regeln werden immer noch eingehalten“

Eine Umfrage zeigt, wie die Palästinenser als Außenseiter am öffentlichen Leben in Israel teilnehmen. Die Umfrage, in der israelische Juden und israelische Palästinenser befragt wurden, betont, dass Israel den großen Segen hat, eine Minderheit zu haben, die zwar unter ihrem Status leidet, sich aber nicht gegen ihren zweitklassigen Status auflehnt, was aber wiederum nicht bedeutet, dass die Palästinenser für immer auf die Gerechtigkeit warten werden.

 

Von Richard Silverstein  @richards1052 | 8. Dezember 2015, deutsche Übersetzung von Milena Rampoldi von ProMosaik e.V.

 

SEATTLE — Während Europa sich mit der syrischen Flüchtlingskrise auseinandersetzt und gleichzeitig eine wachsende, islamfeindliche Tendenz erfährt, hat der Staat Israel mit einer Angelegenheit zu kämpfen, die seine Existenz betrifft.

Vor der Gründung des Staates Israels im Jahre 1948 war das Land, das nun Israel umfasst, die Heimat einer großen arabischen Mehrheit. Fast eine Million einheimischer, arabischer Bewohner wurden vertrieben. Aber 250.000 blieben. Und heute sind sie mehr als 1 Million.

Sie sind keine Flüchtlinge, wie diejenigen, die aus dem vom Krieg gebeutelten Libyen, Syrien und Irak nach Europa fliehen. Sie sind Staatbürger, die innerhalb der Grenzen des Staates geboren wurden und somit mindestens aus theoretischer Sicht das Recht haben, alle Rechte und Privilegien zu genießen, die auch der jüdischen Mehrheit zugesprochen werden.

Dieser Gegensatz findet sich im Herzen des Staates Israel. Er ist auf eine unglaubliche Angst, Schuld, Ignoranz und Feindseligkeit der Juden gegen ihre palästinensischen Mitbürger zurückzuführen. Und wo es Angst gibt, da gibt es auch Islamfeindlichkeit oder im Falle Israels „Arabophobie.“ Diese Einstellung ist sogar in den Ansichten der liberalsten und „aufgeklärtesten“ israelischen Akademiker präsent.

Prof. Sammy Smooha der Universität Haifa hat in seiner Karriere die Identität der arabischen Minderheit in Israel studiert und ihre Ansichten skizziert. Er veröffentlicht eine regelmäßige Umfrage über die öffentliche Meinung der palästinensischen Israelis mit dem Titel „Die Regeln werden immer noch eingehalten“ (eine wortwörtliche Übersetzung des hebräischen Titels wäre „Die Teller werden immer noch nicht gebrochen“). Er teilte die Ergebnisse seiner Umfrage von 2015 (in hebräischer Sprache) mit MintPress News.

Die Titel der Umfrage von Smooha betonen klar die Lage der Palästinenser als Außenseiter im israelischen Leben. Der englische Titel versucht die Israelis darüber zu versichern, dass die Minderheit immer noch gehorsam ist und sich an die Regeln hält, die von der jüdischen Mehrheit festgelegt werden, während der hebräische Titel eher ein Bild von Häuslichkeit vermittelt, in dem die „Araber“ zivilisiert und korrekt „in-house“ ausgebildet worden sind.

Die Umfrage wirft Fragen über die Stabilität und die „moderate“ Aussicht auf

[Anmerkung des Autors: Alle folgenden Bezugnahmen auf „Palästinenser“ meint die palästinensischen Staatsbürger Israels. Der Begriff „Araber“, der allgemein von den israelischen Juden verwendet wird, um die israelischen Palästinenser zu beschreiben, wird nur angeführt, um seine Verwendung im Rahmen der besprochenen Umfrage widerzuspiegeln.]

Die Umfrage von Smooha von 2015 wurde von Givat Haviva, einer arabisch-jüdischen NRO für das Zusammenleben gesponsert. Sie wurde letzte Woche veröffentlicht, obwohl die gesamten Fragen der Umfrage und die Ergebnisse in der letzten Woche noch nicht herausgegeben wurden. (Der vorliegende Bericht basiert auf einer hebräischen Zusammenfassung, die Smooha MintPress zur Verfügung gestellt hat.)

Smooha, ein Mizrahi-Jude irakischer Abstammung, hat ein entscheidendes Programm in seiner Umfrage. Seine Ergebnisse  untermauern konsistent ein Narrativ der israelischen Palästinenser als gute, gehorsame Staatsbürger, die „sich an die Regeln halten“. Sie sind vertrauenswürdige Mitglieder der israelischen Gesellschaft und bedrohen nicht das vorherrschende zionistische Narrativ. Auch wenn sie sie zum Abendessen einladen, werden sie nicht gegen die Regeln verstoßen.

Es handelt sich hierbei um ein liberales, zionistisches Standardnarrativ, das die „Araber“ als akzeptable Bürger beschreibt, die nicht nur toleriert, sondern sogar in die jüdische Mehrheit eingegliedert werden sollten. Dieses Narrativ muss den Extremismus, die Ablehnung und jegliche radikale Analyse des Status der palästinensischen Minderheit in der israelischen Gesellschaft abschwächen. Von der Rhetorik von Smooha geht ein Geruch von Moderation aus. In der Einleitung zur Umfrage wird folgende Erklärung angeführt:

„Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, zeigen die repräsentativen Umfragen der jüdischen und arabischen Gemeinschaften, die Prof. Smooha vorbereitet, auf, dass die entsprechenden Sichtweisen nicht im Begriff sind, sich zu radikalisieren. Innerhalb der arabischen Gemeinschaft gab es einen Prozess der Politisierung und Stärkung, der zur Zuspitzung von Standpunkten führte und auch eine bestimmte Stufe einer zunehmenden Radikalisierung erreichte. Diese Tendenz endete aber im Jahre 2013. Es blieb aber trotz der entfremdenden Auswirkung der Operation Protective Edge und der Wahlen von 2015 bei einer Unterbrechung dieses Prozesses.

Die langfristig durchgeführten Umfragen sprachen für Stabilität und bis zu einem bestimmten Punkt sogar von Moderation der Standpunkte der jüdischen Gemeinschaft gegenüber der arabischen Minderheit … Diese Stabilität besteht trotz der Verschiebung der jüdischen Bevölkerung in Richtung Religion und nach Rechts.“

Passagen wie diese werfen die Frage auf, ob Smooha wirklich dieselbe Gesellschaft betrachtet wie wir alle. Smooha gibt zwar die Radikalisierung der israelischen Juden zu, aber er erklärt gleichzeitig, dass diese keine Verschlechterung ihrer Beziehungen zu den „Arabern“ mit sich gebracht hat und auch keine Zunahme der feindseligen Ansichten ihnen gegenüber.

Auch wenn wir die Ereignisse der letzten zwei Monate ausklammern, ist es klar, dass die Standpunkte der Juden gegenüber den Arabern nicht stabil geblieben sind. Sie wurden viel gewalttätiger. Der Wille und sogar der von den israelischen Regierungsmitgliedern geäußerte Eifer, zur Tötung palästinensischer Demonstranten aufzurufen, scheinen diese These ganz offensichtlich zu untermauern.

Palästinensische Trauergäste tragen den Leichnam von Malik Shaheen, 21, der am 8. Dezember 2015 von den israelischen Truppen im Flüchtlingslager von Deheishe in der Nähe von Bethlehem im Westjordanland getötet wurde. (AP Foto/Majdi Mohammed)

Der Standpunkt von Prof. Smooha erinnert an Dr. Pangloss von Candide: „Alles für das Beste in dieser besten aller möglichen Welten“. Während der Optimismus, vor allem angesichts der Verzweiflung, an sich ja eine bewundernswerte Qualität ist, so unterstützt er aber nicht diejenigen, die die Beziehungen zwischen Juden und Palästinensern gerne realistisch betrachten möchten.

Die Fragen für diese Umfrage wurden zwischen Mai und Juli gestellt, d.h. vor der aktuellen Welle der Gewalt und des Blutvergießens, in der 90 Palästinenser und 19 Israelis ihr Leben ließen. Obwohl Smooha behaupten könnte, dass die Durchführung der Umfrage während dieser Revolte die Ergebnisse radikaler gestalten könnte, so kann man auch darüber streiten, ob die palästinensische Minderheit in Israel zu diesem Zeitpunkt die moderaten Standpunkte vertritt, die er auf der Grundlage der aktuellen Datenergebnisse ankündigt.

Smooha und die israelischen Medien missverstehen das Niveau der Unterstützung des Islamischen Staates

Der Titel auf Jerusalem Post zum Artikel über die Umfrageergebnisse von Prof. Smooha lautete: „17% der israelischen Araber unterstützen den Islamischen Staat, so ein Experte.“ Smooha schreibt, dass 82 Prozent der folgenden Behauptung zustimmten, dass der Islamische Staat „eine extremistische Gruppe ist, für die sie sich schämen“. Der Meinungsforscher fährt dann fort: „Diejenigen, die sich nicht ISIS widersetzen, sind 16,9% der Araber.“ Somit sollte Smooha persönlich Schuld am fragwürdigen Titel von Jerusalem Post sein.

Denn jemand, der meint: „Ich schäme mich nicht für ISIS“, muss ja nicht automatisch ein ISIS-Unterstützer sein. Um festzustellen, wie viel Unterstützung es für die terroristische Gruppe unter den Befragten gab, hätte die Umfrage diese Frage explizit stellen sollen.

Im Rahmen der Überprüfung der Gültigkeit von Umfragen ist es extrem wichtig, die Fragen ganz präzise zu stellen. Die ursprünglich gestellte Frage, die so formuliert war, um die These zu untermauern, dass die Palästinenser ISIS weitestgehend verabscheuen, spiegelt nicht legitim die Auslegung wieder, die von Smooha und Jerusalem Post dargeboten wurde. Die Verwendung des Begriffs „Scham“ in der Frage ist auch fragwürdig. Warum sollte man eine moralische Kategorie nutzen, wenn eine einfache Behauptung der Unterstützung oder Widersetzung reichen würde?

Es gibt andere Ergebnisse in der aktuellen Studie, die der sonnigen Version des Zusammenlebens von Juden und Arabern widersprechen. Beispielsweise rühmt sie, dass 52 Prozent der Juden dafür sind, dass Araber in der Nachbarschaft von Juden leben. Ehrlich gesagt ist dies ein eher kraftloses Ergebnis. Stellen Sie sich eine Umfrage vor, in der 50 Prozent der weißen Amerikaner dafür sind, dass Schwarze in ihrer Nachbarschaft leben. Die Medien würden sich händeringend darüber wundern, was wohl mit der amerikanischen Erziehung und ihren Werten der Toleranz schief gelaufen ist.

Smooha stellt fest, dass 52 Prozent der Juden der Ansicht sind, dass die breite palästinensische Koalition (mit einigen jüdischen Mitgliedern), die als Joint List bekannt ist, in die Regierungskoalition kommen sollte. Das ist in vielfacher Hinsicht eine Ironie. Erstens hat noch nie ein israelisches Kabinett je eine palästinensische Partei in eine Regierungskoalition gelassen, und dies nicht einmal, als die Labour-Partei regierte. Des Weiteren würde die jetzige Regierung, die eine von der Likud-Partei angeführte Koalition, die Israel seit 1977 (bis auf einen kurzen Zeitraum in den 1990er Jahren) stets regiert hat, niemals erlauben, dass eine Partei palästinensischer Israelis ins Kabinett kommt. Die Chancen, dass so etwas passiert, sind in der vorhersehbaren Zukunft gleich Null.

Nur 45 Prozent der Juden waren der Meinung, dass die letzten nationalen Wahlen die Kluft zwischen Juden und Palästinensern vergrößert hatten. Nur 42 Prozent der Juden nahmen den Tag der bedrohlichen Wahl von Premierminister Netanjahu als eine Lehre wahr, nach der die jüdischen Wähler „rassistisch“ wären. In diesem Zusammenhang stachelte er die Juden an, Likud zu wählen, indem er sie warnte, dass die „Ausländer“ (z.B. die Obama-Regierung) die Araber zahlten, damit sie in Massen zur Wahl strömten, um die Juden (d.h. Likud) von der Bühne der Macht zu vertreiben.

Es gibt noch mehr Ergebnisse, die Stimmungen verraten, die liberale Zionisten wie Smooha irritieren sollten: Nur 51 Prozent der israelischen Palästinenser akzeptieren Israel als „einen jüdischen demokratischen Staat“. 42 Prozent akzeptieren das Recht Israels, eine jüdische Mehrheit beizubehalten. Dieses Ergebnis erscheint widersinnig – mit 2 von 5, die offensichtlich ihren Status als Bürger zweiter Klasse akzeptieren.

Smooha warf auch eine andere geladene Frage in die Umfrage, die ihm ein Ergebnis lieferte, das einen liberalen Zionist stolz machen würde. Die Teilnehmer der Umfrage wurden gefragt: „Wenn Sie sich die Unruhe und Instabilität in der arabischen Welt ansehen, seit der Arabische Frühling begonnen hat, denken Sie dann, dass es gut ist, in Israel zu leben?“

Anstatt raffiniertere, tiefgreifendere Fragen über die Einstellungen der israelischen Palästinenser gegenüber den Werten und Ergebnissen des Arabischen Frühlings zu stellen, fokussiert Smooha auf den negativen Aspekten des Phänomens und fragt dann, ob die Befragten zufrieden sind, in einem vermutlich ruhigeren, stabileren Israel zu leben. Im Wesentlichen hat der Meinungsforscher eine Leitfrage gestellt und das erwünschte Ergebnis erhalten.

In den Fragen an die israelischen Juden hat der Meinungsforscher  Leitfragen gestellt, die eine Märchenversion von Israel ergeben haben, die nicht existiert. Drei Viertel der Juden erkannten das Recht der „Araber“ an, „als Minderheit“ in einem Israel zu leben, in dem sie „volle Bürgerrechte genießen“, während 70 Prozent der israelischen Juden diese Minderheit als „volle Mitglieder“ der israelischen Gesellschaft akzeptieren. In der Tat genießen die Palästinenser nicht die vollen Bürgerrechte und sind somit keine gleichberechtigten Mitglieder der Gesellschaft. So beschwört Smooha eine Gesellschaft herauf, die nur auf dem Papier in der israelischen Unabhängigkeitserklärung und sonst nirgendwo existiert.

Warum sollte man den Juden die Ehre verleihen, aufgeklärte Ansichten über die Integration der Palästinenser in die israelische Gesellschaft geben, wenn jene Gesellschaft so wenig getan hat, um diese Vision auch umzusetzen?  

Die Studie dokumentiert das israelische Apartheidsystem sich selbst zum Trotz

Die israelische Grenzpolizei überprüft palästinensische Personalausweise bei einem Kontrollpunkt in Jerusalem, am Donnerstag, den 22. Oktober 2015. (AP Foto/Oded Balilty)

Trotz dieser Schwächen enthält die Umfrage von Smooha nützliche Daten, die manchmal sich selbst zum Trotz das Apartheidsystem, unter dem die nicht-jüdische Minderheit lebt, dokumentieren.

Zum Beispiel glauben 67 Prozent der Juden, dass Israel vorrangig und vor allem ein „jüdischer Staat“ sein sollte und nur an zweiter Stelle ein „demokratischer Staat“. Und 67 Prozent von ihnen befürworten ein „jüdisches Nationalgesetz“, das gewährleistet, dass die Demokratie der jüdischen Natur des Staates nicht „schadet“.

Die palästinensischen Befragten im Rahmen der Umfrage von Smooha schienen auch dem ruhigen Portrait zu widersprechen, das er von ihnen malte: 55 Prozent sind der Ansicht, dass die israelischen Juden „ausländische Siedler sind, die sich nicht in der Region integriert haben und deren Schicksal es ist, [Israel] zu verlassen, das dann wieder an die Palästinenser fallen wird.“ 62 Prozent der Juden unterstützen die Ansicht, dass die Palästinenser Araber sind, die „sich in einem Land niedergelassen haben, das dem jüdischen Volk gehört“, und 54 Prozent der Juden glauben nicht an die Nakba, d.h. nicht daran, dass die palästinensischen Einwohner zu Flüchtlingen wurden und ihre Dörfer zerstört wurden.

Von den befragten Palästinensern, bezeichneten 63 Prozent deren eigene Identität als eine teilweise oder vollständig palästinensische Identität (36 Prozent sahen sich hinsichtlich der eigenen Identität als „Araber“). 66 Prozent der Juden glaubten, dass jeder Araber, der sich als „Palästinenser“ ansieht, nicht „loyal gegenüber dem Staat Israel und seinen Gesetzen“ sein kann. Dieser Umfrage zufolge definieren diese Juden die palästinensische Identität als eine Art von illegitimer und „subversiver“ Identität im Verhältnis zu Israel.

Während 60 Prozent der Palästinenser dem zustimmen, dass deren gemeinschaftliche Organisationen und Dorfräte sie zuverlässig und legitim vertreten, und dies einschließlich der Islamischen Bewegung, die von der israelischen Regierung verboten wurde, stimmten nur 35 Prozent der Juden dieser Perspektive zu. Fast 40 Prozent der Palästinenser brachten verschiedene Niveaus der Unterstützung der islamischen Bewegung zum Ausdruck. Diese spielte eine Schlüsselrolle im Aufruf der Palästinenser zur Verteidigung von Haram al-Sharif (der Heiligen Stätte, die die Juden als Tempelberg kennen), nachdem die israelische Regierung den muslimischen Zutritt zur Heiligen Stätte eingeschränkt hatte. Dies führte zur oben beschriebenen Revolte.

80 Prozent der Juden vertrauen nicht einer palästinensischen, politischen Führung in der Israelischen Knesset, und 30 Prozent sind der Meinung, dass der Joint List keine politische Teilnahme gewährt werden darf.

32 Prozent der Palästinenser unterstützen die Boykottierung der Knesset-Wahlen, und 19 Prozent würden sogar die Anwendung von Gewalt rechtfertigen, um der Unterdrückung zu widerstehen, die sie in der israelischen Gesellschaft erfahren. Und 54 Prozent würden einer inländischen Intifada oder einem Volksaufstand zustimmen, wenn diese die Möglichkeit böten, ihre Lebensbedingungen und Rechte wesentlich zu verbessern. Während 67 Prozent der Palästinenser der Ansicht sind, dass sie als Bürger zweiter Klasse oder als Staatsfeinde behandelt werden, sehen nur 29 Prozent der Juden den Status dieser letzteren so.

Aus der Lektüre dieser Studie kann man ableiten, dass Israel den Segen einer Minderheit genießt, die ihren Status als Bürger zweiter Klasse zwar ablehnt, aber nicht dagegen rebelliert. Die Palästinenser haben Reife und Geduld gezeigt und haben sich eine Veränderung erhofft und sich in diesem Sinne engagiert. Aber ihre Geduld ist nicht unendlich. Israel irrt sich gewaltig, wenn es davon ausgeht, dass das Modell der „aufgeschobenen Gerechtigkeit” eine akzeptable, langfristige Lösung für die Palästinenser sein kann. Die Palästinenser werden nicht akzeptieren, dass ihnen die Gerechtigkeit definitiv und für immer vorenthalten wird. Und gerade darin besteht ein unausgesprochenes Ziel der jüdischen Mehrheit.

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