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Die zwei Gesichter des Shimon Peres

Peres war der Vater des Siedlungsbaus und der Atombombe!

Frieden war nicht sein Hauptanliegen, sogar die Witwe von J. Rabin, Leah Rabin verachtete Peres aus tiefstem Herzen!

Herausragend die Biografie über Peres von Tamar Amar Dahl

Die zwei Gesichter des Shimon Peres

Er hat den Friedensnobelpreis gewonnen und gilt vielen als „Visionär“: Israels Präsident Shimon Peres. Doch jetzt ist eine Biographie erschienen, die ein deutlich kritischeres Bild des mittlerweile 87-Jährigen zeichnet.
Schimon Peres verlässt seine Partei

Der israelische Staatspräsident Shimon Peres genießt weltweit einen ausgesprochen guten Ruf. Er ist ein gern gesehener Gast in den westlichen Hauptstädten, internationale Konferenzen schmücken sich mit seiner Anwesenheit. Selten wird sein Name ohne das Attribut „Friedenspolitiker“ genannt. Überall, wo er auftaucht, eilt ihm der Ruf des Visionärs voraus. Wirklich überall? Nein, sagt die israelische Historikerin Tamar Amar-Dahl. In Israel selbst sei Peres weitaus weniger populär als im Ausland. Er sei dort durchaus umstritten. Und das liege daran, dass niemand wisse, wofür er eigentlich stehe. Obwohl er seit der Staatsgründung im Jahr 1948 in der israelischen Politik mitmische, zunächst als Beamter, später als gewählter Politiker, sei für die meisten Israelis unklar, welche Positionen er vertrete. „Bevor ich mit meinem Projekt begann, war auch mir nicht klar, wie er einzuordnen ist“, sagte Amar-Dahl.

Eine Peres-Biographie in deutscher Sprache
Buchcover Shimon Peres Friedenspolitiker und Nationalist von Tamar Amal-Dahl

Das Projekt der jungen Historikerin ist eine umfangreiche politische Biographie des israelischen Staatsmannes, die jetzt im Ferdinand-Schöningh-Verlag erschienen ist. „Shimon Peres – Friedenspolitiker und Nationalist“ heißt das fast 500 Seiten dicke Werk, an dem die Autorin fünf Jahre lang gearbeitet hat. „Mein Buch ist eine Doktorarbeit“, betont sie, es sei eine wissenschaftliche Analyse von Peres Schriften. Dafür hat Amar-Dahl Peres´ zahlreiche Bücher, Artikel und Interviews in ihrem jeweiligen historischen Kontext untersucht. Herausgekommen ist dabei das Bild eines schillernden Politikers, dessen facettenreiches und langes Leben durch eine Konstante geprägt war: den unbedingten Willen, im Zentrum der Politik zu stehen und den zionistischen Staat zu gestalten und abzusichern. Die Arbeit an dem Werk habe ihr nicht immer nur Spaß gemacht, sagt die Historikerin mit einem feinen Lächeln. Letztendlich aber habe es sich gelohnt, denn bislang sei ihr Buch in Deutschland sehr gut aufgenommen worden.

http://www.tagesschau.de/ausland/peres-tod-101.html

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Von tagesschau.de

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