Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Ein offener Brief von Walter Herrmann

walterherrmann

Im Bürgerzentrum Alte Feuerwache in Köln herrscht Krieg.

Zwei Hobbyschreiner Rolf Borrmann & CO wurden unlängst als Hausmeister im Bürgerzentrum eingestellt.
Die beiden treten arrogant und anmaßend gegenüber Inititativen auf, die seit Jahren
im Bürgerzentrum arbeiten. Der Vorstand lässt ihnen dabei freie Hand.

Die beiden haben sich in den Kopf gesetzt, den Bereich in der Lagerhalle, der von Inititative Klagemauer seit über 15 Jahren genutzt wird, für eine Holzwerkstatt in eigener Regie zu räumen.

Mit Rückendeckung des Vorstands, der es abgelehnt hat, mit mir die Situation zu besprechen, haben die beiden Hobby-Schreiner Ende Juni, während ich mit der Klagemaueraktion zu Gaza auf der Domplatte war, den Bereich der Klagemauer in der Halle geräumt und die dort gelagarten Installationen der Klagemauer in eine Ecke verfrachtet, die noch nicht mal 1/3 der ursprünglicher Fläche ausmacht.

Noch in der gleichen Nacht holte ich die wesentliche Teile des Klagemauerbestands in meinen ursprünglichen Bereich zurück.

Als Reaktion darauf, wechselten die Hobbyschreiner das Vorhängeschloss zur Halle aus und weigerten sich, der Inititative Klagemauer und anderen Gruppen, wie z.B der Fahradwerkstatt, einen Ersatzschlüssel auszuhändigen. Damit ist die Lagerhalle für die Projekte der Initiative der Klagemauer, zu denen auch das Projekt von Juttas Suppenküche auf der Domplatte gehört, blockiert.

Das Bürgerzentrum Alte Feuerwache ist aus einer Besetzungsaktion hervorgegangen und war für viele Jahre ein „Biotop“ für innovative gesellschaftliche Inititativen und das Projekt Klagemauer wurde von den Initiatoren des Bürgerzentrums tatkräftig unterstützt.

Das Projekt kölner Klagemauer, ausgezeichnet mit dem Aachener Friedenspreis, bekam für seine Arbeit das Pförtnerhäusschen und einen Teilbereich der Lagerhalle.

Als im Jahr 2011 der Abriss von Pförtnerhäusschen, Ausstellungshalle und Lagerhalle zu Gunsten des Bauprojektes „Kulturbotschaft“ kurz bevorstand, habe ich am Eingang zur Melchior-Straße Tag für Tag Unterschriften gegen das Bauvorhaben gesammelt.
Die Aktion fand starke Resonanz. Die Anwohner und die Inititative der Feuerwache waren ganz auf meiner Seite. Gemeinsam gelang es, das Bauprojekt zu kippen und damit die Gebäude zur Melichor-Straße, mithin auch die Lagerhalle, zu retten.

Für die seit kurzem als Hausmeister eingestellten Hobbyschreiner spielt die Geschichte des Bürgerzentrums Feuerwache überhaupt keine Rolle. Sie verhalten sich gegenüber den langjährigen Initiatativen der Feuerwache einfach unverschämt.

Als ich neulich die Gelegenheit nutzte, mich in der gerade geöffneten Lagerhalle umzuschauen, packte mich Ralf Borrmann, der Scharfmacher, der beiden Hausmeister, mit seinen Händen und stiess mich gegen den eisernen Türrahmen. Dabei schrie er mich an: „Hau ab! Verschwinde! Du kommst hier nicht mehr rein!“

Ich habe den Vorstand in 2 Briefen aufgefordert, den Konflikt mit Ralf Borrmann und &CO im Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung zur Diskusion zu stellen und mich dazu besonders einzuladen. Im Übrigen habe ich von ihm verlangt, dafür zu sorgen, dass die Inititative Klagemauer wie vorher freien Zugang zur Lagerhalle hat.

VORSCHLAG FÜR EINE ONLINE-PETITION

“ Wir solidarisieren uns mit der von Walter Hermann ins Leben gerufene Aktion
Kölner Klagemauer auf der Kölner Domplatte, seit 2006 speziell zum Thema
Palästina/Gaza und fordern den Vorstand der Alten Feuerwache auf, umgehend die gegen Walter Herrmann getroffenen Maßnahmen rückgängig zu machen.

Walter Herrmann ist ab Morgen den 06.07 wieder auf der Kölner Domplatte anzutreffen.

2 Kommentare zu Ein offener Brief von Walter Herrmann

  1. Honi soit qui mal y pense – Ein Schelm der Böses dabei denkt!
    Wer steckt dahinter, die Frage mag erlaubt sein!

  2. Sehr geehrte Frau Hecht-Galinski,
    dies zu lesen macht mich wirklich traurig.- Ich bewundere Walter Herrmann sehr und hoffe nur, dass ihm nichts weiteres zustößt.Eigentlich bräuchte er Personenschutz d.h. zumindest einen aus der Fangemeinde, der ihn bei entsprechenden Aktionen begleitet. – Ich hoffe, der Gedanke ist nicht zu weltfremd !
    Bei der Gelegenheit möchte ich mich noch für all Ihre aussagekräftigen und informativen Kommentare bedanken und Ihnen alles Gute wünschen !
    Ursula Schleier
    Schopfheim

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