Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Erneute Schmutzkampagne wegen angeblicher Volksverhetzung gegen OB Schröter

Offener Brief an Chefredakteur Riebartsch - OTZ zum Volksverhetzungsvorwurf gegen Albrecht Schröter

Volksverhetzung SchröterSehr geehrter Herr Riebartsch,

als deutsche Bürgerin mit jüdischen Wurzeln,  bin ich entsetzt darüber, dass sich die OTZ an einer Schmutzkampagne gegen den OB von Jena, Herrn Dr. Albrecht Schröter beteiligt.
Ich beziehe mich auf den offenen Brief von dem ehemaligen SPD MB, Gerd Weißgerber in ihrer Zeitung.

Dieser Brief ist eine Beleidigung für jeden nachdenkenden Bürger, der sich gegen Völkerrechtsverbrechen, gegen Besatzung und Menschenrechtsverbrechen einsetzt, die der „Jüdische Staat“ täglich gegenüber dem palästinensischen Volk begeht.

Dieser offene Brief strotzt vor Verdrehungen und Falschaussagen, die zeigen das Herr Weißgerber sich überhaupt nicht mit dem Palästinakonflikt befasst hat, sondern er nur seine philosemitischen Phantasien zu Papier gebracht hat, völlig unkritisch als Sprachrohr der Israel-Lobby.

Hat nicht gerade eine Thüringer Zeitung die Pflicht zu prüfen, bevor sie so einen Brief gegen den OB von Jena abdruckt, sich der Pflicht bewusst sein zu informieren, anstatt zu diffamieren?
Ja, es ist eine gezielte Diffamierungskampagne an die sich leider auch die OTZ beteiligt. Anstatt stolz darauf zu sein einen aufrechten Politiker wie Albrecht Schröter als OB von Jena zu haben und ihn zu unterstützen, versucht man ihn gezielt als Antisemiten zu verunglimpfen.

Wäre es nicht wirklich überfällig auf die Vorschläge von Albrecht Schröter einzugehen, nämlich das Deutschland endlich seine Rolle im Nahost-Konflikt ändert, sowie seine vornehme Zurückhaltung  gegenüber Israel als Besatzerstaat heraustritt.

Natürlich wurzelt die Flüchtlingkrise in der Politik des Westens, ebenso wie die islamfeindliche US-Politik der vergangenen Jahre ihre Früchte trägt, da stimme ich Jochen Schröter 100% zu!
Was ist mit der gezielten Islamophobie Kampagne der letzten Zeit, an der sich auch maßgeblich jüdische Publizisten wie H.M. Broder , einem ehemaligen Pornoverfasser und sich selbst als „Hardcore-Zionisten“ bezeichnenden Springer/Welt Kolumnisten beteiligten?

Ich halte es auch für unerträglich wenn muslimische Migration immer wieder als „Antisemitismus fördernd“ hingestellt wird. Es ist absolut kein Antisemitismus wenn sich muslimische Bürger gegen die jüdische Beatzungspolitk, die sich ihre palästinensischen Glaubensgenossen ausgesetzt sehen, zu kritisieren.

Allerdings möchte ich hinzufügen, dass gerade Deutschland eine mehr als unrühmliche Rolle im Palästinakonflikt spielt, indem der „Jüdische Staat“ unter Kanzlerin Merkel bedingungslos unterstützt wird, die Sicherheit des „Jüdischen Staates“ zur deutschen Staatsräson erhoben wurde. Waffenlieferungen und U-Boote mit Steuergeldern subventioniert an den „Jüdischen Staat“ geliefert wurden und wir uns damit an der illegalen Besatzung Palästinas durch durch die Regierung des „Jüdischen Staates“ aktiv mitschuldig machen.

Wer kann eigentlich noch die Tatsache das der „Jüdische Staat“ ein Besatzerstaat ist bestreiten, außer Gunter Weißgerber in seinem offenen Brief?

Warum berichtet OTZ nicht die beinahe täglichen tödlichen Einsätze und Razzien der „Jüdischen Verteidigungsarmee“?

Warum hat die Tatsache das die jüdischen Siedler-Extremisten, die den mörderischen Anschlag gegen eine Familie im illegal besetzten Westjordanland begangen haben und der Regierung bekannt sind, laut Verteidigungsminister Jaalon nicht belangt werden, um eingeschleuste V-Leute nicht zu gefährden?

Ich wäre sogar bereit mit Herrn Weißgerber zu diskutieren, um seine falschen Fakten zu widerlegen.

Es ist unerträglich für mich, wie heute jüdische Funktionäre von Zentralratspräsident Schuster, oder Ex- Präsidentin Knobloch „deutsche Werte“ in der Flüchtlingsfrage preisen, aber kein Wort über den jüdischen Werteverfall im „Jüdischen Besatzerstaat“ verlieren.

Deutschland heute ist von triefendem Philosemitismus, gerade bei Politikern und gewissen Medien überhäuft. Aber ich möchte Sie daran erinnern, dass Philosemitismus genauso gefährlich ist wie Antisemitismus.

Vor diesem schrecklichen Phänomen warnte mich schon mein Vater, Heinz Galinski. Auch das ist ein Grund dafür, dass ich mir sein Lebensmotto: „Ich habe Auschwitz nicht überlebt um zu neuem Unrecht zu schweigen“.

Ich schweige nicht, wenn der „Jüdische Staat“ Unrecht, begeht.

Deshalb möchte ich mich mit diesem offenen Brief mit Politikern wie Albrecht Schröter solidarisieren.

Wie viel mutige und aufrechte Politiker gibt es heute noch in der deutschen Politik?

Evelyn Hecht-Galinski, Publizistin

Auch Günter Schenk hat hierzu einen weiteren offenen Brief verfasst:

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Reinhard Schramm,

ich beziehe mich auf den Beitrag in der gestrigen Thüringischen Landeszeitung, in dem Sie den Oberbürgermeister der Stadt Jena, Partnerstadt von Beit Jala in Palästina, beschuldigen
– ich zitiere – „Dr. Schröter bedient Klischees“.

Das gerade tut OB Schröter, nach allem was ich von ihm weiß, gerade nicht. Er, anders als viele, jedoch wie wir, die internationale BDS-Bewegung, unterscheidet nicht nur,
selbstverständlich, zwischen Juden und Israel, nein, er geht noch weiter: er unterscheidet – aus gutem Grund, schon wegen seiner persönlichen guten Freunde in Israel – zwischen
israelischen Juden und der Politik Israels!

So tut er nicht einmal das, wozu vor genau 10 Jahren eine große Anzahl, d.h. die führenden zivilgesellschaftlichen Gruppen, Palästinas aufgerufen haben, Israelische
Waren per se zu boykottieren und damit eine Kehrtwende der israelischen Politik gegenüber der palästinensischen Ursprungsbevölkerung herbeizuführen. Gemeinsam
mit Pax Christi behieht sich seine Boykott-Forderung nur auf Waren aus den besetzten Gebieten (in Israel:OPTs), womit er in voller Übereinstimmung mit der EU ist, wie auch
dem EuGH in Luxemburg ist.

Dass Israel Besatzerstaat ist, wird Ihnen auf Anfrage gern auch das Auswärtige Amt bestätigen, ebenso ist dies keine Meinung, sondern tatsächlicher Sachverhalt, nach
allen Regeln des Völkerrechts und des Internationalen Rechts. Dies zu benennen, ist demnach gerechtfertigt, es zu leugnen, ein nicht-hinnehmbarer Fehler.

Wenn Sie aber, Gt behüte, Israel und „Die Juden“ gleichsetzten, so begäben Sie sich, sehr geehrter Herr Professor Dr. Schramm, auf gefährliches Glatteis und damit in die Nähe von Antisemiten (was Sie natürlich nicht beabsichtigen!).

Ich möchte hier nicht weiter auf den „Nahost-Konflikt“ eingehen – mit Fontane zu sprechen, „ein weites Feld“, aber doch betonen, dass es sich bei diesem seit dem Jahr 1948 nicht nur, wie Sie sagen, „um einen tragischen Nahostkonflikt handelt, dessen Lösung leider nicht in Sicht ist“, sondern um die ausschließliche Folge einer Politik des Staates, der sich anmaßt, im Namen aller Juden zu handeln“ und dessen fehlender Bereitschaft, sich an Internationales Recht zu halten und die mehrfachen Resolutionen der Vereinten Nationen, beginnend mit der Staatsgründung, zu befolgen.

Dass diese Poltitik nicht im Interesse aller Juden ist, dass es vielmehr eine zutiefst anti-jüdische Politik ist, in vollem Gegensatz zu elementaren Werten des, besonders europäischen – Judentums (Moses Mendelssohn!) muss ich Ihnen gegenüber gewiss nicht erläutern.

Darum halte ich Ihre Reaktion auf Aussagen Dr. Schröters für eine vielleicht aus Gruppendenken verständliche, aber gewiss gefährlich reflexartige. Können Sie sich nicht vorstellen, dass auch Sie, wenn Sie Verbrechen der Regierung Israels nicht als solche beim Namen nennen, in Gefahr geraten, für gerade jene Verbrechen in Mithaftung genommen zu werden? Darin seh ich eine wirkliche Gefahr!

Dass aber alles im Nahen Osten, auf die eine oder andere Weise, oft zu Unrecht und um von eigenen Fehlern abzulenken, mit Israel und der ungelösten Frage der Existenz Palästinas zusammen hängt, wird Ihnen, sehr geehrter Herr Professor Schramm, kaum verborgen gebliebens sein. Apropos Syrische Flüchtlinge und Israel: wie ist es möglich, dass die einzige Demokratie „in der Nähe“ und dazu ein reicher Staat, Isael, den anderen Nachbarstaaten (Königreich Jordanien, Libanon, Türkei) Millionen Flüchtlinge zumutet, selbst aber dem wichtige jüdischen (!) Gebot, dem Fremden Schutz zu gewähren („denn auch Ihr ward Flüchtlige…“ in keiner Weise Folge leistet. Das versteht die Welt nicht!

Was nun die, so nimmt der Leser das wahr, die von Ihnen mitgetragene,Medienkampagne gegen Jenas OB Schröter angeht, so ist die Bezeichnung „unanständig“ eine höfliche Unterreibung. Dass Sie sich aber dabei der Sekundierung eines Mitgliedes einer „messianisch-jüdischen Gemeinde bei Augsburg und dazu eines offensichtlich „christlichen Zionisten“, des ehemaligen SPD-Politikers Gunter Weißgerber bedienen, ist besonders bedauerlich und für die Jüdischen Gemeinschaften Thüringens schädlich.

Weiß man doch, wie zwiespältig gerade diese sich philosemitisch (sozusagen als gewendete Antisemiten) Gebenden „christlichen Zionisten“ und messianischen „Juden“ (?) ganz anderes im Sinn haben, als das Wohlergehen jüdischer Gemeinden in aller Welt und jüdischen Lebens in Thüringen. (als Sachkundigen muss ich Ihnen das gewiss nicht weiter erklären)

Kurz zurück zur Anzeige, bzw. „Staatsanwaltlicher Ermittlung“ gegen OB Albrecht Schröter, so ist sie hanebüchen und kann nur als ungeeigneter Versuch gewertet werden, einer bestimmten, Israel-Staats-nahen Sichtweise Publizität in Thüringen zu geben. Ungeeignet und gefährlich für die Betreiber, meine nicht nur ich.

Ein auch nur annähernd informiertes Gericht würde die Anschuldigungen zurückweisen.

Was aber versteht der unbedarfte Leser im Land? „Thüringische Juden kritisieren den OB Jenas, weil er sich mit den Palästinensern solidarisch erklärt“

Dies wäre dann wirklich klischeehaft, um Ihren Begriff zu verwenden. Dumm und gefährlich

Vielleicht, sehr geehrter Herr Professor Schramm, lassen Sie sich meine hier dargelegten Gedanken einmal durch den Kopf gehen. Es wäre gut für den Ruf der Juden Thüringens
und es wäre gut für den sozialen Frieden und die notwendige Wiederherstellung der nicht nur von Ihnen zu unrecht angezweifelten Ehre von Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Schenk

– membre du Collectif Judéo Arabe et Citoyen pour la Palestine, Strasbourg
– Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (1966)

2 Kommentare zu Erneute Schmutzkampagne wegen angeblicher Volksverhetzung gegen OB Schröter

  1. Was besonders erschreckend ist: dieser Kampagnen-Journalismus, in allen Blättern der – frühere Regime lassen grüßen! – vollkommen gleichgeschalteten Funke-Mediengruppe in Thüringen. Was spielt sich hier ab? Es kann einem das Grausen kommen. Auf der einen Seite wird geflissentlich „jüdisch“ und „israelisch“, oder auch „zionistisch“ in einen Topf geworfen, auf der anderen bedient sich diese Kampagne nicht-jüdischer und jüdischer Sayanim… und einer, s.o. gleichgeschalteten Presse. Der Begriff Völkerrecht, Freiheitskampf eines Volkes, Widerstand, Solidarität mit den Unterdrückten, all diese geraten unter die Räder. Haben diese in unserem Land ihren Wert verloren?

  2. „Sie scheinen eher etwas gegen Deutsche zu haben“

    Mit Entsetzen nahm ich diese Reaktion der „Wissensmanufaktur“ zur Kenntnis, nachdem ich eines ihrer Videos (siehe Link) mit „Was früher die Hatz gegen Juden, ist heute die Hatz gegen Muslime“ kommentiert hatte.

    „Sie scheinen eher etwas gegen Deutsche zu haben“. Eine Aussage die wohl auch in die antijüdische Propaganda von Goebbels gepasst hätte: Wenn man gegen die antijüdische Hatz ist, hat man (eher) etwas gegen Deutsche oder Deutschland. Die Reaktion von “Wissensmanufaktur“ eignet sich auch als Mundtotmacher.
    Wenn die „Hatz“ gegen Muslime „nur“ in Deutschland aktuell wäre, so wäre es mir wohl nicht in den Sinn gekommen meinen Eintrag unter das Video zu machen. Aber leider verfängt dieses, von den US/Nato-Geheimdiensten vorgegebene, Feindbild auch in den umliegenden Ländern Deutschlands.

    Erstaunlich, dass die wissenden Damen und Herren von „Wissensmanufaktur“ nicht wissen, dass „Islam/Muslime“ mit 9/11 von den USA als Feindbild kreiert wurde zur Rechtfertigung und Legitimierung ihrer Kriege im Nahen Osten und der Unterstützung Israels. Erstaunlich, dass sie auch nicht wissen, dass sie das Feindbild „Islam/Muslime“ im Interesse der USA und der Machteliten propagieren, im Video kaschiert hinter Kritik an Frau Merkel. Und das soll im Interesse Deutschlands sein? Und wie ist es mit Destabilisierung, mit gegeneinander aufhetzen? Die Liebe zu Deutschland und die Kenntnisse der deutschen Kultur des kanadischen Demagogen im Video müssen gewaltig sein, dass er sich dermassen respektlos, beleidigend gegenüber der Repräsentantin Deutschlands, also gegenüber der deutschen Bevölkerung, äussert.

    „Wissensmanufaktur“ betreibt eine Polemik gegen Menschen die Opfer sind der menschenverachtenden, verbrecherischen Politik des Westens. Seiner Ausbeutungen, seiner Kriege. Nicht Täter. 10.44 Minuten lang Polemik ohne die wirklichen Ursachen, die wirklichen Verursacher und Schuldigen der Armut, des Leids, des Flüchtlingselends beim Namen zu nennen. Ein Vorgehen, das US/Nato-Propagandisten kennzeichnet.

    Aus meiner Sicht betreibt „Wissensmanufaktur“ ganz offensichtlich Propaganda im Interesse der USA, im Interesse der Machtelite.

    Mit lieben Grüssen
    an Frau Hecht-Galinski und allen Freundinnen und Freunde von Evelyn Hecht-Galinski
    Beat Wick

    „Deutschland in den Selbstmord? Kanadischer Journalist über Merkels grenzenlosen Einwanderungsaufruf“

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: