Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Evelyn Hecht-Galinskis Berliner Rede zu Gaza, Friedensmahnwache 19.7.2014

BerlinKenFM: Evelyn Hecht-Galinski ist gebürtige Berlinerin und wurde durch ihren Vater Heinz Galinski stark geprägt. Er stand 43 Jahre lang der Jüdischen Gemeinde in Berlin vor und verstand sich immer als überlebendes Mahnmal der Nazi-Diktatur. Sein Motto lautete „Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen“ und lebt in seiner Tochter Evelyn seit Jahrzehnten weiter. Sie engagiert sich ohne Pause für die Rechte der Palästinenser und verurteilt in aller Härte die permanenten Menschenrechtsverbrechen durch das israelische Regime.

Evelyn Hecht-Galinski nahm auch auf der ersten zentralen Mahnwache in Berlin kein Blatt vor den Mund und bezeichnete den aktuellen Gaza-Krieg als Völkermord, der in Den Haag vor dem Kriegsverbrechertribunal verhandelt werden sollte.


Für sie kann der Apartheidstaat Israel nur auf dem gleichen Weg wie das damalige Regime in Südafrika zum Einlenken gebracht werden: Boykott auf der ganzen Linie.
Frau Hecht-Galinski gehört zu den mutigsten und ausdauerndsten Menschen in diesem Land. Eine Menschenrechtsaktivistin, die sich nicht mundtot machen lässt. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Gaza war ihre Rede am 19. Juli in Berlin angebrachter denn je. Der 19. Juli ist auch der Todestag ihrer Vaters.

6 Kommentare zu Evelyn Hecht-Galinskis Berliner Rede zu Gaza, Friedensmahnwache 19.7.2014

  1. Izzeddin Musa on 21. Juli 2014 um 17:42
    Liebe Evelyn, wie immer machst du Nägel mit Köpfen. Du hast es nie gescheut, die Wahrheit offen und ehrlich heraus zu posaunen. Du sprichst mir ununterbrochen aus dem tiefsten Herzen. Dafür danke ich Dir innigst. Wie Du ja weißt, Israel will alles, aber nie Frieden. Am Ende will es die totale “ethnische Säuberung” Palästinas erreichen. Ein Palästina ohne Palästinenser, unter den Augen der “freiheitlich-demokratischen westlichen Werte-Welt”, Schützer der Menschenrechte und des Völkerrechts!?!?!
    Dein Izzeddin

  2. Liebe Frau Evelyn Hecht-Galinski, Ihre Rede, die von Herzen kommt und gleichzeitig rational Fakten darstellt, hat mich sehr beeindruckt. Ihre Haltung im Palästina-Konflikt als Mensch, als Jüdin, hat mich sehr berührt. Dafür danke ich Ihnen aufrichtig. Ich hoffe, dass es mehr jüdische Stimmen geben wird, die die Geschichte Palästinas verstehen, wie Sie es tun. Palästinenser brauchen deren Solidarität mehr als von irgendwem sonst. Neben dem palästinensischen Widerstand können nur kritische Juden und Jüdinnen in Israel und überall auf der Welt die Politik in Israel verändern. Ich hoffe, dass Palästinenser und israelische Juden sich nicht mehr von ihren jeweiligen politischen Führungen manipulieren lassen und dass sie eines Tages friedlich unter einem Dach zusammenleben. Danke, Frau Hecht-Galinski.
    Yasmeen, Deutsch-Palästinenserin in Ägypten

  3. Solange es Leute gibt, die glauben, dass es so etwas wie „die Juden“, „die Palästinenser“, ein „auserwählt-selektioniertes Volk“ etc. gibt (statt nur „Menschen“), solange wird sich nichts ändern.

    „Unsere“ so tolle Weltgeschichte in 10 Sekunden:
    Echnaton > Juden > Christen > Muslime > Ikonoklasten > Protestanten > Kapitalisten > Kommunisten > Nationalsozialisten > Hollywood > etc. etc.

    Leider werde ich nie in einer intelligenten Welt leben können (IQ > 200)

  4. Von meinem Großoma aus Gaza hörte ich ihre Erzählungen gerne zu, wie die Juden, Christen & Muslime vor 1948 alle friedlich gelebt haben. und die Geschichte über den hübschen jüdischen Jungen aus Gaza, die alle Frauen mochten sogar meine Oma! Respeckt und Hochachtung.. Mir fehlen die Worte, Ihnen zu danken. Machen Sie weiter so.

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