Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Frag den Rabbi!

Haarsträubend ist die Tatsache, das diese Zitate aus einer Kolumne „Frag den Rabbi“ stammen, zeigt es doch nur, was der Talmud und das alte Testament so zu bieten hat und wie weit man es damit bringen kann! Es, es liegt sicherlich nicht am „vergessenen googeln, dass dieser judaistische Hetzer, Kräfte freisetzte, die ihn nun zum Chef-Rabbiner der „moralischsten aller jüdischen Verteidigungsarmeen“ beförderte! Ein jüdischer „Hass-Prediger, aber man sucht ja immer nur nach angeblichen muslimischen „Hasspredigern“ in Moscheen, warum wird sich nicht einmal in Synagogen umgehört, was da so gepredigt wird?

Keine Doppelstandards bitte, wenn es um Religionen geht….

Es ist tatsächlich haarsträubend, was an Zitaten von Karim ausgegraben wurde. Die meisten stammen aus den Jahren 2002ff, in denen er von der Warte der Halacha, des jüdischen Rechts aus die Leser einer frommen Webseite namens „Kipa“ belehrte. In der Kolumne „Frag den Rabbi“ äußerte er sich unter anderem zu Vergewaltigungen durch Soldaten in Kriegszeiten mit der Ansicht, dass es zur Hebung der Kampfmoral nicht unbedingt verboten sei, „eine üble Neigung zu befriedigen, in dem man mit einer attraktiven Nichtjüdin gegen ihren Willen zu liegen kommt“. Jahre später distanzierte er sich davon, alles sei aus dem Zusammenhang gerissen und so weiter. Aber die Liste seiner Fehltritte ist lang.
Ein Zitat des designierten Chef-Rabbiners klingt nach einem Aufruf zur Befehlsverweigerung

Schwule und Lesben zum Beispiel hat er als „krank und deformiert“ bezeichnet. Terroristen sind für ihn „wie Tiere“, verwundete Attentäter sollten sofort getötet werden. Frauen, die in Israel ebenso wie Männer der Wehrpflicht unterliegen, seien beim Militär „vollkommen verboten“, urteilte er. Sorgen macht er sich dabei vor allem um die Männer, die dann „ihre Augen nicht von ihnen lassen können“. Als Tiefschlag für die Moral der Truppe erscheint allerdings eher Karims Einschätzung, dass Soldaten „einen Befehl, der der Halacha widerspricht, nicht befolgen sollen“. Das klingt nach einem Aufruf zur Befehlsverweigerung.

Israel – Streit-Kräfte

Oberst Eyal Karim soll neuer Chef-Rabbiner der israelischen Armee werden – über die Personalie wird heftig gestritten. Wer in der israelischen Armee das hohe Amt des Chef-Rabbiners bekleiden will, der sollte ebenso fromm wie kampferprobt sein. Oberst Eyal Karim, dessen weißer Bart sich weit hinab auf der Uniform kräuselt, schien also der ideale Mann zu sein für diesen Posten.

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