Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

KenFM im Gespräch mit Evelyn Hecht-Galinski über: Großrazzia in Palästina

Während rund um den Globus Menschen derzeit die Fußball-WM genießen, findet im Schatten dieser WM eine gigantische Großrazzia in Israel statt, die sich auf die besetzten Gebiete konzentriert.

Auslöser dieser durch kein Recht der Welt gedeckten Aktion, bei der bereits fünf Palästinenser getötet wurden, ist das Verschwinden von drei jüdischen Jugendlichen. Sie lebten in einer illegalen Siedlung auf palästinensischem Grund und Boden, besuchten eine Talmud-Schule und kehrten nach dem Unterricht nicht nach Hause zurück. Alles, was man zu wissen vorgibt, ist, dass die Schüler getrampt sein sollen. Womöglich wurden sie entführt.

Nachdem die drei Israelis wie vom Erdboden verschluckt schienen, ordnete die Regierung in Jerusalem eine Großoffensive an. Rund 2000 israelische Soldaten wurden angewiesen, vor allem im Westjordanland jeden Stein umzudrehen. Es kam zu einer Verhaftungswelle, bei der willkürlich rund 400 Personen in israelische Gefängnisse verschleppt wurden.

Am Wochenende kam es zu einem weiteren Zwischenfall auf den Golan-Höhen, die von Israel ebenfalls seit Jahrzehnten illegal besetzt werden. Bei Grenzzaun-Arbeiten wurden der Sohn eines israelischen Bauarbeiters von syrischer Seite mit einem Kopfschuss getötet. Da der oder die Täter nicht gefasst werden konnten, reagierte Israel mit einem Militärschlag und bombardierte Ziele in Syrien.

Wie ist die Gesamtlage im Heiligen Land, was wird aus den hunderten von Palästinensern, die nachts verhaftet wurden, und warum ist die Weltgemeinschaft nicht in der Lage, einem Land wie Israel endlich mit den Mitteln internationalem Rechts zu begegnen, um das Willkür-Regime in Jerusalem auf den Pfad echter Demokratie zurückzuführen?

Fragen, die wir Evelyn Hecht-Galinski am Telefon stellten.

1 Kommentar zu KenFM im Gespräch mit Evelyn Hecht-Galinski über: Großrazzia in Palästina

  1. Frau Hecht-Galinski,

    ich habe durch ihr Intervie mit KenFM das erste Mal von Ihnen gehört. Nachdem ich dann Ihren Blog gefunden habe und mir einige Ihrer Beiträge durchgelesen habe, muss ich feststellen, dass Sie mir voll und ganz aus der Seele sprechen. Wie die Palestinenser in Israel behandelt werden ist alles andere als menschenwürdig. Ich finde es wichtig und richtig, dass Sie den Mut besitzen, diese Dinge anzusprechen, wo man doch hier speziell in Deutschland so schnell als Antisemit oder schlimmeres abgestempelt wird. Hut ab! Die deutsche Meidienlandschaft braucht mehr Menschen wie Sie und weniger Henryk Broders…

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