Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

KenFM: McDonald‘s-Demokratie!

ken-2013detail1Wo soll man anfangen? Lohnt es sich ob der flächendeckenden  Verlogenheit unseres System überhaupt noch in die Tasten zu greifen? Wozu? Hat das Versorgen der Bevölkerung mit nackten Tatsachen je zu einer echten Empörung geführt? Oder ist – im Gegenteil – Engagement in Deutschland nur dann zu bekommen, wenn die Menschen via Propaganda verführt werden? Wenn man sie über embedddete Medien pauschal auffordert, für die „gerechte Sache“ in einen neuen Krieg zu ziehen?

Fragen, auf die Antworten, die der Wahrheit entsprechen, dem empathischen Menschen zwei Möglichkeiten nahe legen.

Drogen nehmen, oder sich einer terroristischen Vereinigung anschließen. Beides ist keine echte Option. Die Massen flüchten sich daher in den Rausch des Konsums und in TV- oder Game-Welten. Auch dieser Ausweg ist und bleibt am Ende des Tages dann aber eine Sackgasse, denn er schützt niemanden da draußen vor den Folgen eines Krieges, der in Europa immer wahrscheinlicher wird.

Wer die Nerven hat, sich der Realität zu stellen, kann jetzt weiterlesen, als Belohnung wird es am Ende des Artikels eine Form der Hoffnung geben, deren Umsetzung nicht utopisch ist. Alle anderen sollte hier wegzappen und sich wieder Zalando zuwenden.

Beginnen wir mit einer simplen Frage bezüglich der EU-Wahl.

Ist es möglich, durch die Wahl des Menüs bei einer Fastfood-Kette wie McDonald‘s, den Fastfood-Konzern grundlegend zu ändern? Wohl Kaum.

Entscheidend ist nicht die Warenausgabe, endscheidend ist der Wareneingang. Wer McDonald‘s ändern wollte, müsste den Wareneingang kontrollieren. Tut er aber nicht. Immer, wenn er sich am Tresen ein Menü, einen Burger, Pommes, Cola oder einen Salat kauft, gibt er McDonald‘s im Kern Recht. Er konsumiert.

Selbst, wenn er den Fraß nach dem Bezahlen zwar erst essen, aber dann kotzen würde, oder ohne den gesundheitsschädigen Umweg Magen direkt in die Mülltonne kippte – der Umsatz wäre bereits gemacht. Und nur um den geht es. Cash und Kotzen können parallel existieren.

Die unterschiedlichen Speisen bei McDonald‘s sind in unserem Fall eine Metapher, die der Parteienlandschaft entspricht. Du kannst dich auch in der Wahlkabine „entscheiden“, nur hat es eben keinerlei Einfluss auf den Wareneingang. Weder bei McDoof, noch bei McDemokratie.

Diese simple Weisheit ist aber immer noch viel zu vielen Menschen einfach nicht beizubringen. Sie glauben, sie könnten den politischen McDonald‘s-Betrieb auf Öko umstellen, solange sie sich alle vier Jahre nur für das richtige Menü entscheiden.

Diese aufgeklärten Demokraten gehen bis heute davon aus, ihre Stimme hätte einen Effekt auf den bereits angelieferten Demokratiebrei. Einfältigkeit und Recht und politisches Fastfood.

Echte Mitbestimmung ist nicht gewünscht, sondern wird – im Gegenteil – über Wahlen konsequent verhindert, denn nur, wenn die Massen in Parteien gespalten werden, sind sie beherrschbar. Ihre gemeinsamen Ideen heben sich auf, da sich die Parteien vor allem auf das konzentrieren, was die Bürger spaltet.

Was uns die einzelnen Parteien-Menüs als politisches Profil verkaufen, unterscheidet sich in Wahrheit nur durch die Dosis unterschiedlicher Geschmacksverstärker der selben Soße.

Merke(l): Kein Minister mit geliehener Macht würde dort, wo er sitzt, sitzen, hätte er nicht längst seinen Kotau vor der Industrielobby gemacht. Er wurde vorgecastet. Ins Amt  gewählt werden und im Amt bleiben, bedeutet immer, Moral und Ethik im Vorfeld zur Disposition gestellt zu haben. Immer.

Der vom Volk „gewählte“ Demokrat 2.0 ist so frei wie ein Tier im Zoo. Dass Du es hinter den Gittern der Macht bestaunen kannst, hat nichts mit dem freien Willen des hohen Tieres zu tun. Würde es den Käfig verlassen, wäre es politisch tot. Wer hier wie aufgezogen und völlig verhaltensgestört durch die künstliche Parteien-Landschaft eilt, hat einen Dachschaden und erhält als Schmerzensgeld Diäten und Jobs als Aufsichtsrat in Konzern X.

Und über allem schwebt das globale Überwachungs- und damit vor allem Messungstool NSA. Merkel, Gauck und Gysi beispielsweise haben eine mehr oder weniger dunkle DDR-Vergangenheit. Demokratie ist die Reste-Rampe der Industrie.

Das erklärte unlängst auch, und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, der britische Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald, bekannt geworden als erster Pressekontakt von Edward Snowden nach dessen Flucht aus der global operiereden Überwachungsmaschinerie NSA, oder, um es treffender zu schreiben: NS-A, bzw N-SA.

Greenwald sagte u.a.: „Durch die lückenlose Überwachung verwandelt sich die großartige Erfindung des Internets in den gigantischsten Überwachungsapparat, den es je gegeben hat. Wenn die meisten Menschen davon nichts mitbekommen, stellt sich in der Tat die Frage, wie demokratisch unsere Gesellschaften sind. Wenn in Wahlkämpfen keine Silbe darüber verloren wird, was haben die Wahlen einer neuen Regierung dann für eine Bedeutung?“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/glenn-greenwald-im-gespraech-mit-tilo-jung-ueberwachung-zielt-in-deine-eingeweide-12968692.html

 

Herr Greenwald, Wahlen sind Teil der Massenverblödung und haben den Effekt einer Vollnarkose. Ab ins Koma.

 

Wir alle lügen uns in die eigene Tasche, wenn wir so tun, als sei die Welt nach Snowden noch die selbe wie vor seinem „Verrat“.

Der Orwell-Staat ist Realität, aber das wird von unseren Regierungen verharmlost, und von uns geschluckt. Jetzt ist erst mal WM in Brasilien, wobei für die Bundesrepublik WM auch mit „Waffen und Munition“ gleichgesetzt werden kann. Brasilien hat in Deutschland kräftig eingekauft, damit während der Spiele nicht nur die deutsche Elf scharf schießen kann. Panzer statt Peace.

http://www.fr-online.de/politik/brasilien-waffenhandel-fussball-wm-brasilien-kauft-34-deutsche-panzer,1472596,22348654.html

 

Die Europawahl hat Europa gespalten. Die soziale Schieflage des Kontinenten hat in diversen Staaten einen massiven Rechtsruck verursacht. Besondern in Frankreich konnte eine Partei den Massen verkaufen, dass ihr Elend vor allem von Minderheiten herrühre.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/europawahl-rechtspopulisten-feiern-erfolg-in-europa-a-971648.html

Damit geht eine Taktik auf, die viele nicht sehen wollen, da das ihr Weltbild zu sehr erschüttern würde. Der Rechtsruck und damit die Spaltung Europas ist nichts, was einfach so passiert ist, eine Panne. Nein. Der Rechtsruck ist gewollt und wurde über diverse Hebel lanciert.

Wer hat die Europäische Gemeinschaft in diese massive Schieflage manövriert? Die Finanzwirtschaft mit Headquarter in den USA!

Spekulation und vorsätzliche Manipulation ganzer Staatshaushalte durch private Geldinstitute, die wieder besseren Wissens Kredite an Regierungen vergaben, wohlwissend, dass diese nie zurückgezahlt werden konnten. Das Ziel war nicht der Aufbau von Land X, das Ziel war die Pleite ganzer Volkswirtschaften, um im Anschluss das gesamte Tafelsilber zu Spottpreisen an die eigene Industrie-Lobby verramschen zu können.

Die Bankenkrise, die mit einer Rettung der „systemrelevanten“ Banken einherging, war ein von langer Hand geplanter Raubzug des Großkapitals, das parallel zur totalen Verarmung ganzer Regionen führte. Der daraus resultierende soziale Sprengstoff ist gewünscht. Er lässt Raum für Sondergesetze, die auf allen Gebieten ein Downcycling bedeuten.

In Griechenland, aber nicht nur dort, ist heute Goldman-Sachs die eigentliche Regierung.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/derivategeschaefte-wie-goldman-sachs-den-griechen-zur-seite-sprang/3376400.html

Vor der Küste dieses völlig „maroden“ Landes wurden dann kurz nach der Pleite Erdgasfelder gefunden, die dreistellige Milliardengewinne versprechen. Gefördert durch US-Firmen, die jederzeit auf die Hilfe von Goldman-Sachs zählen können.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-10/griechenland-oel

Was wir in Europa erleben, ist ein stiller Putsch einer Wirtschaftsmafia, die nicht mit den Regierungen gemeinsame Sache macht, sondern die Regierungen stellt. Ihr Ziel ist das vollständige Ausgeliefertsein des Arbeitnehmer. Die Zerstörung der Sozialsysteme in Europa um in einem gemeinsamen globalen Markt Menschen ausbeuten und wegwerfen zu können, wie es der Elite gefällt. Sie nennen es TTIP. Wir sollten es Terror nennen.

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41455/1.html

Und dieser Terror kennt keine Grenzen, denn er kann nur überleben, wenn er wächst wie ein Tumor. Die gesamte Krim-Krise ist damit zu erklären. Nur nicht von unseren Massenmedien, denn die sind unterwandert, gekauft oder embedded.

Wie passt es zusammen, dass der aktuelle Außenminister Steinmeier Friedensaktivisten in Berlin zusammenschreit ( https://www.youtube.com/watch?v=AX5m5swD-QU ), während er zu den erneuten Bombardements der Faschistenregierung in Kiew schweigt?

http://www.jungewelt.de/2014/06-05/064.php

Der Mann ist eine Marionette, gelenkt aus D.C. und so überzeugend wie Opa, wenn der Enkel ihn erneut als Weihnachtsmann enttarnt hat.

Teile und Herrsche. Nach dieser immer gleichen Zuckerbrot-und-Peitsche-Methode regiert Washington deutlicher denn je in ganz Europa. Man muss ja nicht gleich Söldner in die Ukraine schicken ( http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-400-us-soeldner-von-academi-kaempfen-gegen-separatisten-a-968745.html ), es gibt ja immer noch die Softpower-Variante namens Geldstrafe.

Aktuell wird Frankreich zur Kasse gebeten, da sich das Land nicht an US-Embargo-Gesetze gehalten hat, die für Frankreich gar nicht gelten. Egal. Washington erpresst und die Franzosen werden wohl kuschen.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10152093049776583&set=a.402486811582.184264.352426141582&type=1

Parallel wird der Rest der Welt mit FACTA gefügig gemacht. Offiziell geht es bei diesem US-Gesetz um das Eindämmen von Steuerflucht. In Wahrheit geht es um etwas völlig anderes, wie der Schweizer Journalist René Zeyer schreibt:

„Hinter FATCA steht nicht der Wunsch der USA, an allenfalls von 6 Millionen im Ausland lebenden Amis versteckte Schwarzgelder heranzukommen. Hinter FATCA steht nicht der Wunsch, gegen im großen Stil steueroptimierende Multis vorzugehen, denn die betrifft das Gesetz gar nicht. Hinter FATCA steht einzig und alleine das Bedürfnis der momentan größten Militärmacht der Welt, auch nichtmilitärisch Kontrolle auszuüben.“

http://www.journal21.ch/die-herrschaft-des-imperiums

Und dann hätten wir da noch die ekelhaft kuschende deutsche Regierung, die bei der aktuellen Kieler Woche russischen Schiffen die Teilnahme verweigert.

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article128649122/Einlaufverbot-fuer-russisches-Kriegsschiff.html

Ob deutsche Seeleute dann auch in Seenot geratene russische Matrosen absaufen ließen?

Die einzigen, die die Eier haben, dem Befehl aus Washington den Mittelfinger zu zeigen, sind die Franzosen, die ihre Teilnahme in Kiel aus Solidarität abgesagt haben. Exzellent!

Soviel Selbstbewusstsein kann man in Berlin lange suchen. Hier haben Duckmäuser- und Mittätertum Ehre und Selbstwertgefühl vollkommen ersetzt.

Statt sich die NSA vom Hals zu schaffen, die deutsche Industrie und den deutschen Bürger von der StaSi 2.0 zu befreien, will die Prostituierte der NSA, der BND, jetzt auch kräftig in das Ausspionieren investieren. 300 Millionen. Steuergelder zur Unterdrückung der Steuerzahler. Und wir lassen uns das alles gefallen! Steht endlich auf und jagt diese Verräter an der Demokratie aus dem Amt.

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20414

Und sonst? Wird Europa wieder fit gemacht für den Krieg im eigenen Wohnzimmer. Notwenig dafür ist das neue/alte Feindbild Russland. Es kann nicht sein, dass z.B. Deutschland sich mit Russland zu gut versteht und Geschäfte macht. Wo bleibt denn da die Abhängigkeit von den USA? Also immer hübsch destabilisieren und im Anschluss „Schutz“ für ganz Osteuropa anbieten.

http://www.sueddeutsche.de/h5Q38S/2050389/Obama-verspricht-Osteuropa-Schutz.html

Und weil dieser Schutz nicht nur mit Drohnen zu bekommen ist, muss immer noch echtes Kanonenfutter ran. Rufnahme S.O.L.D.A.T

Soll Ohne Langes Denken Alles Tun.

Da senkt Schützengraben-Uschi das Bundeswehr-Eintrittsalter auf 17 und wirbt u.a. mit Flachbildschirmen und hellen Schränken für den Dienst an der Waffe.

„Es geht um mehr Familienfreundlichkeit, eine bessere Zukunftsplanung und um mehr Wohlfühlen in den Unterkünften.“ Die Bundeswehr soll zum attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands werden.

http://www.focus.de/politik/deutschland/von-der-leyen-erklaert-ihre-agenda-flachbildschirme-auf-den-stuben-wie-viel-luxus-braucht-die-bundeswehr_id_3896476.html

Wie uns Willy Wimmer in einem Interview, das sich derzeit im Schnitt befindet, erläuterte, arbeitet man hinter den Kulissen daran, den sogenannten Parlamentsvorbehalt abzuschaffen. Bisher musste immer noch der Bundestag entscheiden, ob die Bundeswehr ins Ausland geschickt werden sollte oder nicht. Das will man jetzt nach Brüssel auslagern.

So kann Washington dann über den Sitz der NATO in Europa – Brüssel – deutsche Soldaten auch weiter an jene Orte schicken, die selbst unter Hitler nicht erobert werden konnten. Dass die Bundeswehr auch in Deutschland im Innern zum Einsatz kommen kann, ist seit 2012 zugelassen. Bei Terrorgefahr.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-darf-im-inland-militaerische-mittel-einsetzen-a-850562.html

Und der Terror lauert überall. Z.B. wenn im Herbst die Spitzen des Großkapitals den EZB-Tower in Frankfurt am Main einweihen wollen.

http://www.zeit.de/2013/46/architektur-europaeische-zentralbank-frankfurt

 

Und jetzt?

Die einzige Möglichkeit dieser völlig aus den moralischen Angeln gehobene Welt zumindest in Europa ein Stop zu setzen: Generalstreik.

In anderen europäischen Staaten erlaubt und stattfindend, in der BRD rechtswidrig. Setzten wir uns kollektiv darüber hinweg. Ziviler Ungehorsam ist das Gebot der Stunde.

Blockiert das Land. Es geht um Euch. Lasst Euch nicht länger zum Narren halten. Ihr seid rund 80 Millionen Bürger. Niemand kann Euch aufhalten, wenn Ihr nur fünf Tage auf die Straße geht, und wenn Ihr das durchzieht, könnt Ihr den ganzen Kontinent verändern.

Ihr könntet ein Zeichen setzen. Frei sein. Ihr wärt die Wirtschaftsmafia los, der Krieg in Europa würde beendet werden, und wir alle könnten uns auf gute Nachbarschaft einigen.

Ist das ein Ziel, für das es sich lohnt, für fünf Tage den Aufstand mal nicht nur zu proben?  Friedlich? Uns trennen nur FÜNF TAGE ziviler Ungehorsam von einer völlig neunen Weltgemeinschaft.

 

Denkt darüber nach.

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Ken Jebsen

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