Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Kölner Klagemauer soll verschwinden: #BRINGBACKOURKLAGEMAUER

An alle Unterstützer und Freunde der Kölner Klagemauer:

Bitte um Veröffentlichung folgenden Briefes von Walter Herrmann (Kölner Klagemauer)   Köln den 21.06.2014

Nach Karneval 2013, spähten Mitarbeiter des Ordnungsamtes Köln, Abend für Abend aus, wo wir die Standfüße der Palästina-Klagemauer vorübergehend deponierten und ließen Sie über Nacht verschwinden, sogar von privaten Grundstücken. Um uns die Fortführung der Aktion Klagemauer zu ermöglichen, verhandelte der Kölner Polizeipräsident Albers mit dem Vorstand von Gulliver, der „Überlebensstation“ für Obdachlose unter der Hohenzollernbrücke, das wir in dessen Bereich die Standfüße sicher vor den Zugriff der Stadt- Köln deponieren könnten. Der Vorstand von „Gulliver“ erklärte sich bereit, einen Platz zur Unterbringung der Standfüße anzubieten. Der Geschäftsführer von Gulliver, Herr Mombauer, bot mir den Platz auf dem rechten Randstreifen des Autotunnels an, der an Gulliver angrenzt. Dort habe ich des Abends regelmäßig die Standfüße ordentlich aufgeschichtet und mit dicker Eisenkette und Schloss gesichert deponiert. Die Standfüße waren mit der Aufschrift: „Gulliver“ gekennzeichnet. Sowohl „Gulliver“ als auch das Logo für die Standfüße der Klagemauer, befanden sich auf Bahngelände.Als ich am Sonntag, den 15 Juni, gegen 22 Uhr, die Standfüße der Klagemauer an gewohntem Platz deponierte und mit Kette und Schloss, gegen Diebstahl sicherte, erfuhr ich von einem Obdachlosen mit Hund, der dort seit mehr als 1 Jahr seinen Schlafplatz hatte, das sich das Ordnungsamt der Stadt-Köln, für den nächsten Tag angekündigt hatte, um den Müll, den andere dort abgestellt hatten, wegzuräumen. Dass sie auch den Schlafplatz des Obdachlosen und die Standfüße der Klagemauer verschwinden lassen würden, hatten sie nicht verraten.

Als ich heute Morgen die Standfüße für den Aufbau der Palästina-Klagemauer auf der Domplatte mit meinem Handwagen holen wollte, musste ich leider feststellen, dass sowohl die Schlafhütte des Obdachlosen, als auch die Standfüße der Klagemauer, der Säuberungsaktion des Ordnungsamtes der Stadt- Köln, zum Opfer gefallen sind. Somit ist ein weiteres Arbeiten der Kölner Klagemauer nicht möglich.

Walter Herrmann   

 

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Für die Meinungsfreiheit. An alle Kölner, Helfen Sie Walter Herrmann! Gegen „Buurmänner“ und andre Nachbarn!

Ich protestiere gegen diese ungeheuerliche Säuberungsaktion der Stadt Köln gegen die Kölner Klagemauer und   Walter Herrmann. Eine Schande für die Stadt Köln. Die Klagemauer muss bleiben. „Gewisse Kreise“, die schon seit geraumer Zeit versuchen die Klagemauer die sie an Schandtaten erinnert, die sie nicht öffentlich gemacht haben will, es sind die selben Kreise die auch die Nakba Ausstellung verhindern wollen, auch das gelang nicht! Ich solidarisiere mich mit meinem Freund Walter Herrmann und der Kölner Klagemauer! Sie gehört auf die Domplatte, wie der Kölner Dom!
Evelyn Hecht-Galinski 21.Juni 2014

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