Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Konstantin Wecker zum Göttinger Friedenspreis

Rundmail vom 2.3.2019

Andreas Zumach Vorsitzender der Jury des Göttinger Friedenspreises
Re.: Ort der Preisverleihung Göttinger Friedenspreis am 9. März/ Videoaufzeichnung/ Symbol für Ansteckknopf

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe FreundInnen und Freunde „Die Stadt Göttingen selbst ist schön, und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht.“ Fast hätten wir dieser Empfehlung von Heinrich Heine aus seiner 1824 veröffentlichten „Harzreise“ (siehe Anhang) folgen müssen, und die Verleihung des Göttinger Friedenspreises an die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost am 9.März auf einer Wiese vor den Toren der Stadt veranstalten müssen. Denn nachdem Oberbürgermeister Köhler und Universitätspräsidentin Beisiegel am 19. Februar ihre Unterstützung für die Preisverleihung  unter dem Druck der Antisemitismusverleumdungen gegen die Jüdische Stimme  zurückgezogen und die Aula sowie alle anderen Räume und öffentlichen Plätze der Universität und der Stadt für die  Verleihfeier gesperrt hatten,erhielten wir bei der Suche nach Alternativen  fast nur Absagen (Details im Anhang). Zum Teil wurden diese Absagen wortgleich begründet wie der Rückzug von Stadt und Universität. Als einzige bereit, ihre Räume für die Verleihfeier zur Verfügung zu stellen, waren eine Göttinger Tanzschule ( die sich aber als viel zu klein erwies) sowie die Galerie Alte Feuerwache Ritterplan 4 37075  Göttingen (Einlass über Burgstraße) (www.galerie-alte-feuerwache.de) Hier wird die Verleihfeier ab 12 Uhr stattfinden. ALLERDINGS ist auch hier die Zahl der Plätze leider begrenzt und wahrscheinlich zu gering. Geplant ist bereits die Übertragung per Video aus dem Hauptgebäude der Alten Feierwache in ein Nebengebäude. Wer plant, an der Verleihfeier teilzunehmen, sollte bitte umgehend eine E-Mail senden an das Organisationskommittee schicken  mit Kopie an mich: anmeldung@goettinger-friedenspreis.de zumach@taz.de Auch das ist keine Garantie für einen freien Platz. Je früher Sie an der Alten Feuerwache eintreffen,desto größer die Chance. Die Verleihfeier wird vollständig per Video aufgenommen und wird am Sonntag, 10.3. im Internet  auf Youtube eingestellt unter dem Stichwort „Göttinger Friedenspreis für Jüdische Stimme“ Die Finanzierung der Verleihfeier ist gesichert dank der großartigen Resonanz auf den Spendenapell in meiner Rundmail vom 20.Februar.Dafür an dieser Stelle schon einmal einen ersten ganz herzlichen Dank an die bislang über 260 SpenderInnen. Über Details,die genaue Verwendung der Spenden und des Überschusses für Friedens- und Menschenrechtsorganisationen in Israel und Palästina werde ich, wie in meiner Rundmail vom 20.2. angekündigt, unmittelbar nach der Preisverleihung vom 9. März detailliert informieren. Eine zweckgebundene Spende ermöglichte die Herstellung eines Symbols und von Ansteckbuttons für die Preisverleihung  (im Anhang einmal zur Ansicht und einmal als Druckvorlage). Die Ansteckknöpfe werden bei der Preisverleihung am 9.3. vorrätig sein und können auch per E-Mail bei mir bestellt werden.

Das Symbol kann  und soll auch gerne beliebig verwendet werden zum Nachdruck auf Flugblättern, Plakaten etc., zur Weiterverbreitung im Internet, über Facebook etc. Das Copyright liegt bei mir. Herzliche Grüße aus Genf Andreas Zumach — Andreas Zumach Salle de Presse 1 Palais des Nations CH-1211 Genf 10 Mail:  zumach@taz.de Tel. CH  0041/78/6316589 Tel. D   0049/172-6172375

 

 

Besser spät als nie meldet sich Konstantin Wecker als ehemaliger Göttinger Friedenspreises zu Wort, um für die jüdische Stimme seine Stimme zu erheben

Konstantin Wecker zum Streit um den Göttinger Friedenspreis 2019: „Unfassbar“, „eine ungeheure Anmaßung“

(PN) 04.03.2019 – In den Streit um die diesjährige Vergabe des Göttinger Friedenspreises an die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. hat sich jetzt auch der Musiker, Liedermacher, Komponist, Schauspieler und Autor Konstantin Wecker eingeschaltet. Wecker erhielt den Friedenspreis im vergangenen Jahr. In einem Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, der Präsidentin…

Antisemitismus ist mehr als ein Label

Am kommenden Samstag wird wie jedes Jahr seit 1999 der Göttinger Friedenspreis verliehen. Das lief 20 Jahre lang in der Regel so friedlich ab, wie von einem Preis dieses Namens zu erwarten. Nicht so dieses Jahr: Die Jury unter Vorsitz des UN-Korrespondenten der taz, Andreas Zumach, entschied sich im letzten Jahr, den Preis 2019 an die „ Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ zu vergeben.

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