Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

„Man liebt die Juden solange sie weit weg sind“ FR-Interview mit Hanno Loewy

In diesem brisanten Interview mit dem Direktor des ‚Jüdischen Museums‘ in Vorarlberg,
Hanno Loewy, lässt er  sich  nicht von dem Bild von „Israel als Opfer“
fixierte Interviewer, Arno Widmann, auf`s  Glatteis führen. Offenbar will Widmann hören, dass Loewy auch
für Österreich nach einem Antisemitismus-Beauftragten ruft.

http://www.fr.de/kultur/interview-man-liebt-die-juden-solange-sie-weit-weg-sind-a-1444817,0#artpager-1444817-0

Anstelle dessen erhält Widmann eine Abfuhr, die ihresgleichen
sucht: Loewy stellt fest – was weder GRÜNE noch SPD oder LINKE sehen
wollen – dass der Bundestagsbeschluss die Juden gegen den Islam funk-
tionalisiert und versucht den Antisemitismusvorwurf auf Muslime abzu-
wälzen. Im weiteren Verlauf erklärt Loewy unter anderem (!), dass Israel
keine Demokratie sondern ein Apartheidregime sei und warum die Zwei-
Staatenlösung nicht Realität werden darf. Endlich einmal eine scharfe Abrechnung mit dem „Jüdischen Staat“ und seiner Beurteilung die ich selten so klar von einem jüdischen Vertreter und in einem deutschen Medium gelesen habe! Weiter so, ist es doch genau mein Thema, ständig Muslime mit Antisemtismusvorwürfen zu konfrontieren!

1 Kommentar zu „Man liebt die Juden solange sie weit weg sind“ FR-Interview mit Hanno Loewy

  1. Ich habe es in einem Leserbrief an die FR auch zum Ausdruck gebracht. Abertausende von Beleidigungen gegenüber Muslimen, die unter Generalverdacht als Terroristen gestelt werden durch die Vertreter der Israellobby mag niemand zählen oder thematisieren. Unablässig donnern die Breitseiten auf den „PI-News“, der „Achse des Guten“, des Blogs „Numeri 24:9“ des „Islamnixgut“ in der „Bild“, der „Welt“ und dem „Focus“ und niemanden interessiert es, außer denjenigen, die darüber jubeln. Das ganze Land lebt in der Vorstellung, dass Juden in Deutschland scharenweise drangsaliert und verletzt oder ermordet werden, und dann liegen endlich die Zahlen auf dem Tisch: 1650 antisemitische Straftaten wurden angezeigt, zumeist Schmähungen und Volksverhetzung im Intenet. Das sind Taten, die zugenommen haben, weil die (a)sozialen Netzwerke sie erleichtern, nicht weil es mehr Hass auf Juden gibt. Dann fallen darunten 160 Fälle von Vandalismus und 32 Körperverletzungen. An wie vielen Taten konnten muslimische Tatverdächtige ermittelt werden? An 25 Taten. Ja, es stimmt, wir brauchen ungedingt einen Bundestagsbeauftragten für Antisemitismus, das ist alles viel wichtiger als solche Banalitäten wie Taschendiebstahl oder Einbruch.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: