Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Methode und Wahnsinn von Norman G. Finkelstein

Methode und Wahnsinn

In den vergangenen sieben Jahren hat die israelische Armee den Gaza-Streifen dreimal angegriffen. „Operation Gegossenes Blei“ (2008/2009), „Operation Säule der Verteidigung“ (2012) und „Operation Fels in der Brandung“ (2014) kosteten fast viertausend Palästinensern das Leben, Tausende wurden schwer verletzt. Der Gaza-Streifen ist bis heute ein Trümmerfeld, und die UN erklärte, spätestens 2020 sei dieses größte Freiluftgefängnis des Planeten unbewohnbar.

2 Kommentare zu Methode und Wahnsinn von Norman G. Finkelstein

  1. Dass die versprochenen Hilfsgelder aus der EU und von andern Ländern nie in Gaza angekommen sind, ist eine riesige Schweinerei. Woran liegt das?

  2. Zweifellos ein wichtiges Buch! Erneut wagt sich der LAIKA-Verlag an ein auf dem deutschen Buchmarkt schwer unterzubringendes Thema, wofür er zu loben ist. Zur aufschlussreichen Beurteilung Altbundespräsident Herzogs „…Den Teufelskreis der Gewalt in Israel und Palästina zu durchbrechen wäre entscheidend. Und in diesem Sinne ist Finkelsteins abschließendes Plädoyer für einen gewaltfreien palästinensischen Widerstand zwar naiv, aber interessant, denn es wäre ein Lackmustest für die Behauptung, dass auch die radikal-islamischen Palästinenser bereit seien, friedlich mit Israel zu leben.« ist zu sagen, dass auch der oft als Beispiel angeführte Nelson Mandela erst von Gewalt gegen die weißen Unterdrücker abschwur, als diese selbst eine Kehrtwende vollzogen hatten. Wer sagt (Roman Herzog), die „radikalislamistischen Palästinensere“ seien nicht Realpolitiker genug, zu gegebener Zeit Nelson Mandela zu folgen. Erst dann ist ein Lackmus-Test möglich. Noch aber fehlen die geringsten Anzeichen einer Kehrtwende auf israelischer Seite.

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