Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Ratiopharm und die jüdische Pharmalobby in Frankreich

pharmacie photo
Photo by flightlog

Hier ein interessanter Artikel zu Teva Pharma, ein Konzern, der auch die  Firma Rathiopharm aufkaufte, von 2012.
Teva ein Global Player mit Sitz ist  im „Jüdischen Staat“.

20% Rabatte nur für „jüdische Kunden“?

 Da sollte sich jeder einmal seine eigenen Gedanken zu machen!

Ob hier kartellrechtliche Verstöße oder Wettbewerbsverzerrung im Sinne bestehender gesetzlicher Bestimmungen vorliegen, das kann nur ein versierter Jurist eindeutig beurteilen, in jedem Falle aber liegt doch der Verdacht nahe, dass hier Lobbypolitik betrieben wird – zu Lasten der großen Mehrheit der Steuerzahler und Sozialversicherten nicht-jüdischer Herkunft in Frankreich, oder?


Auserwählte Preise!

Pharm’Adom von Guitel Ben-Ishay – Übersetzung von Christine Reynaud   – 3. Dezember 2012

Fast 70 Apotheker sind am 25. und 26. November (2012) aus Frankreich gekommen, um das 10-jährige Jubiläum der Vereinigung Pharm’Adom zu feiern. Das Ziel dieser von Didier Maarek gegründeten und geleiteten Vereinigung französischer Apotheker ist es, das  Gesundheits-system in Israel zu unterstützen und zu fördern, besonders bei den benachteiligten Schichten.  Sie handelt mit großer Wirksamkeit, besonders dank der logistischen Unterstützung der Stiftung Rachi.

So funktioniert die Vereinigung

Die Vereinigung Pharm’Adom funktioniert nach einen Partnerschaftssystem mit großen Pharmaherstellern, darunter der bekannteste, TEVA. Die Apotheker der Gruppe verpflichten sich, bei diesen Herstellern zu kaufen und diese Firmen schütten im Gegenzug ihre Gewinne zugunsten der Hilfswerke von Pharm’Adom aus. „Diese Verfahrensweise ermöglicht, dass alle etwas davon haben“ betont Didier Maarek.  „Die Pharmaproduzenten verkaufen ihre Waren in Frankreich, die Apotheker der Vereinigung  profitieren von  guten Handelsbedingungen, und wir holen genug Mittel heraus, um eine echte soziale Aktion in Israel durchzuführen“.

Heute umfasst Pharm’Adom 280 Apotheker in Frankreich. „Die große Mehrheit ist jüdisch“ gibt Didier Maarek an, aber auch Nichtjuden sind beigetreten. Sie werden gewiss von den Handelsvorteilen angezogen, aber nicht nur. Es ist unmöglich, dass sie nicht wissen, was wir mit den Gewinnen tun.  Sie unterstützen unsere Aktion in Israel. Sie haben zum Beispiel ihre Reise nicht storniert, wo doch die Operation „Wolkensäule“ gerade stattgefunden hatte und die Sicherheitslage angespannt war“.

Eine fruchtbare Aktion

Seit zehn Jahren hat Pharm’Adom an zahlreichen Stellen und bei einer großen Anzahl von Personen und Organisationen gewirkt. „Unsere erste militante Tat war, einen Krankenwagen für Maguen David Adom zu kaufen, daher unser Name „Pharm’Adom“, und dieser Partnerschaft folgten vierzehn andere mit Krankenhäusern aus dem ganzen Land, von Norden nach Süden, freut sich der Gründer der Vereinigung.  Pharm’Adom hilft auch Personen, die nicht für ihre medizinische Behandlung aufkommen können, die Medikamente zu finanzieren. „Diese Unterstützung wird über die Vereinigung Pharmatov, die aus Pharm’Adom entstanden ist, geleistet“ erklärt Didier Maarek. Im Übrigen trägt die Vereinigung das Institut „Zihron Menahem“ aus Jerusalem, das krebskranke Kinder und ihre Familien unterstützt. „Die ganze Aktion wird von der Stiftung Rachi in Israel ermöglicht. Sie hilft uns, neue Partner wie die Koupot holim, die öffentlichen und ministeriellen Dienststellen, andere Stiftungen, Verbände und Privatspender zu finden. Die Stiftung Rachi ermöglicht uns, zahlreiche Projekte zugunsten von Israel erfolgreich durchzuführen“ betont wieder Didier Maarek.

Desert Spirit: Die Oase von Pharm’Adom

Einmal im Jahr kommen die Apotheker von Pharm’Adom nach Israel und haben die Gelegenheit, an Ort und Stelle eine Bilanz ihrer Aktion aufzustellen. Dieses Jahr ihre Reise, anlässlich der zehn Jahre der Vereinigung wurde auch durch die Einweihung eines Zentrums für Drogen- und Alkoholabhängigen gekennzeichnet. „Es befindet sich in der Negev-Wüste, 40 km südlich von Beer Sheva“ erklärt der Vorsitzende der Vereinigung: „Es handelt sich um ein Rehabilitationszentrum durch Arbeit, ob auf den Feldern oder in Industriebetrieben der Gegend. Die Insassen finden dort auch die medizinische und soziale Hilfe, die sie für ihren Gesundheitszustand benötigen“.

Eine ermutigende Bilanz, die aber diskret bleiben muss

Didier Maarek hat allen Grund mit den Ergebnissen der Aktion von Pharm’Adom in Israel zufrieden zu sein. „Dank dem scharfen Blick der Stiftung Rachi über den Zustand des israelischen Gesundheitssystems stellen wir fest, dass es sich verbessert und wir können gezielter handeln. Heute konzentriert sich unsere Aktion auf die Risikogruppen: Drogenabhängige, Behinderten, Obdachlose und besonders in dem Umkreis“  sagt Didier Maarek abschließend. Die Feedbacks sind sehr positiv, die Vereinigung beginnt sogar in den höchsten politischen Kreisen des Staates Israel bekannt zu werden. „Dagegen muss sich die Vereinigung in Frankreich unauffällig verhalten“ gesteht ihr Vorsitzender. „In Anbetracht des Boykottkontextes, wollen wir keinen neuen Nährboden für den Antisemitismus schaffen. Wir kommunizieren nicht in den französischen Medien: das würde unsere Mission nur noch komplizierter machen. Nur die spezialisierten medizinischen Vereinigungen kennen uns“. Die „political correctness“ wird die guten Seelen nicht aufhalten, die wünschen und beweisen, dass die Solidarität mit Israel funktioniert‘ und seinen Kritikern widersteht.


http://www.leptithebdo.net/2012/12/03/pharmadom/

 

3 Kommentare zu Ratiopharm und die jüdische Pharmalobby in Frankreich

  1. Dies ist ein Beispiel „reziproken“ Antisemitismus! Ob „nur“ in Frankreich, die Frage ist, solange unbeantwortet, angebracht. Derartiges ist ein trauriges Ergebnis eines exklusiv „judeozentrischen“ anstatt humanistischen Weltbildes.
    Ein anderes Beispiel: gestern nahm ich an einer eintägigen Kinferenz über „Film in Conflict / Film in Action“ bei deutsch-israelischer Beteiligung in Marburg/Lahn teil. Eine anwesende ältere Dame, Mitglied (Vertreterin!) der erfreulicherweise wieder erstandenen Jüdischen Gemeinde in der Universitärsstadt verstieg sich mir gegenüber in die Behauptung, Palästinenser gebe es überhaupt nicht, sie seien „aus der Wüste zugewanderte Nomaden“, „allein das Jüdische Volk“, das älteste überhaupt, habe Anrecht auf das Land zwischen Mittelmeer und Jordan. Wohlgemerkt: die Konferenz war der gegenseitigen Wahrnehmung der gegensätzlichen Narrative im Konflikt gewidmet.

  2. Geschäft ist Geschäft. Scheinbar kommt es Bedürftigen zugute.
    Gerechtigkeit gibt es eh nicht.
    Und das es dem einen oder anderen einen Grund zum hetzen gibt ist anzunehmen.

    Deutsche Autos konnte man glaube ich auch vor Jahren in Spanien und div. südlichen Ländern viel günstiger kaufen als in – D -. In div. asiatischen und arabischen Ländern bekomme ich gewiß auch einen anderen Preis genannt als die Einheimischen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: