Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Rechtssache Al Durra: Philippe Karsenty, der Verleumder von Charles Enderlin, wurde endlich verurteilt

Von CAPJPO EuroPalestine

Der französische Kassationsgerichtshof hat gerade den von Philippe Karsenty eingelegten Revisionsantrag zurückgewiesen. P. Karsenty wurde wegen Verleumdung des Fernsehkorrespondenten von France 2 in Israel, Charles Enderlin, verurteilt. Damit ist nun die Entscheidung endgültig.

Aber, soweit uns bekannt ist, hat sich die Mehrheit der Medien wohl davor gehütet, da Thema zu behandeln, das doch lange Zeit hohe Wellen schlug.

Im Juni 2013 hatte das Berufungsgericht von Paris den Herausforderer Philippe Karsenty zu 7000 € Schadensersatz zugunsten Charles Enderlin verurteilt, der fast fünfzehn Jahre lang Opfer einer Hasskampagne der zionistischen Lobby gewesen ist.

Karsenty beschuldigte wiederholt Charles Enderlin, den Tod des palästinensischen Kindes Mohammed Al Durra am 30. September im Gazastreifen durch israelische Kugeln erfunden zu haben.

Charles Enderlin und der Sender konnten noch soviel Beweise liefern, dass sie professionell gearbeitet hatten, um ihrem Publikum die genauest mögliche Information zu liefern, nichts  half.

Karsenty hatte die Unterstützung eines Rudels Schakale erhalten, von der “Ligue de Défense Juive“ (Jüdische Verteidigungsliga) bis zu Finkielkraut, über den ehemaligen Präsidenten des CRIF[1], Richard Prasquier, und, nicht zu vergessen, die „Journalisten“ der Kategorie Elisabeth Levy, Daniel Leconte oder Luc Rosenzweig sowie den „linksliberalen“ Zionist Elie Barnavi, alle geeint in ihrer Verschwörungstheorie: „Das Kind Mohammed Al Durra ist nicht tot; indem er einen gefälschten Bericht erstattet hat, der in der ganzen Welt gesendet wurde, hat Enderlin die israelischen Soldaten als Kindermörder dargestellt; ohne ihn hätte es keine zweite Intifada gegeben!“. Natürlich  ist es diesen Typen egal, dass seit 2000 in der wirklichen Welt mehr als 2000 palästinensische Kinder von der israelischen Armee ermordet wurden.

Enderlin hatte also Strafanzeige wegen Verleumdung erstattet und 2006 eine erste Verurteilung von Karsenty erreicht. Dennoch sprach 2008 das Berufungsgericht von Versailles Karsenty frei, nicht weil er keine diffamierenden Aussagen gemacht hätte, sondern weil es aus „Gutgläubigkeit“ gewesen sei.

Charles Enderlin und France Télévisions legten dann Berufung beim Kassationsgerichtshof ein, der 2012 das Urteil des Berufungsgerichts aufhob und die Angelegenheit an eine andere Kammer zurückverwies. Und am 26. Juni 2013 gab das Berufungsgericht von Paris Enderlin Recht und verurteilte Karsenty.

Charles Enderlin hat ein sehr einleuchtendes Buch über die Hasskampagne, deren Opfer er viele Jahre lang gewesen ist, veröffentlicht. Das Buch heißt:“ Un enfant est mort“*.

 * Un enfant est mort –Netzarim, 30 Septembre 2000 (Charles Enderlin, Ed. Don Quichotte, 204 Seiten, 18 €)

[1] Conseil Représentatif des Institutions Juives de France, ähnl. Zentralrat der Juden in Deutschland

1 Kommentar zu Rechtssache Al Durra: Philippe Karsenty, der Verleumder von Charles Enderlin, wurde endlich verurteilt

  1. Das war zu erwarten, allzu verleumderisch war die Vorgehensweise gegen den angesehenen Journalisten Charles Enderlin! Was aber ist mit der Strippenzieherin in Frankfurt, Esther Schapira, die dem Verleumder Philippe Karsenty sogar mit einer filmischen „Dokumentation“, im ARD-Fernsehen über den HR ausgestrahlt, sekundierte? Ich hab an den Intendanten von HR geschrieben und um eine Erklärung gebeten, ggf. eine Distanzierung des HR von Schapira gefordert. Eine Antwort hab ich bisher nicht erhalten. Das Ausbleiben einer Antwort gibt kein gutes Licht auf diesen öffentlich-rechtlichen, von allen Funk- und Fernseh-Nutzern finanzierten Sender. Nicht umsonst weigert man sich, die Sitzungen des Rundfunk-u. Fernseh-Rates öffentlich zu machen.

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