Russischer Haushalt verliert rund 90 Milliarden Rubel beim Öl- und Gasverkauf

Russland kann keinen Preisdeckel akzeptieren, warum auch?     Evelyn Hecht-Galinski

Russischer Haushalt verliert rund 90 Milliarden Rubel beim Öl- und Gasverkauf

Laut dem russischen Finanzministerium hat der Haushalt des Landes im November 90,2 Milliarden Rubel verloren. Grund dafür sei der Rückgang der Öl- und Gaseinnahmen. Dennoch rechnet das Ministerium für Dezember mit einem deutlichen Überschuss.

Russischer Haushalt verliert rund 90 Milliarden Rubel beim Öl- und

Gasverkauf

 

Laut dem russischen Finanzministerium hat der Haushalt des Landes im November 90,2 Milliarden Rubel verloren. Grund dafür sei der Rückgang der Öl- und Gaseinnahmen. Dennoch rechnet das Ministerium für Dezember mit einem deutlichen Überschuss.
Russischer Haushalt verliert rund 90 Milliarden Rubel beim Öl- und GasverkaufQuelle: Sputnik © Witali Timkiw

Am Montag hat das russische Finanzministerium über den Rückgang der Öl- und Gaseinnahmen des Landes eine Erklärung abgegeben. Im November seien die Einnahmen gegenüber des erwarteten monatlichen Volumens und des geschätzten monatlichen Basisvolumens um 90,2 Milliarden Rubel (umgerechnet rund 1,37 Milliarden Euro) gesunken.

Energie-Krieg der EU: Preisobergrenze für russisches Öl

Nach Angaben des Ministeriums werde der erwartete Umfang der zusätzlichen Öl- und Gaseinnahmen im Bundeshaushalt im Dezember auf 176,1 Milliarden Rubel (umgerechnet 2,6 Milliarden Euro) geschätzt. Die Prognose ergebe sich aus dem Überschuss des tatsächlichen Ölpreises über das Basisniveau. Unter Berücksichtigung der Senkung im November erwarte das Ministerium zusätzliche Öl- und Gaseinnahmen in Höhe von 85,9 Milliarden Rubel (rund 1,31 Milliarden Euro). In diesem Zusammenhang erinnert das Finanzministerium daran, dass diese Finanzmittel aufgrund der Aussetzung bestimmter Haushaltsvorschriften für Devisen- und Goldkäufe nicht genutzt werden dürfen.

Die EU hatte sich zuvor auf die Höhe eines Preisdeckels für russisches Öl geeinigt. Demnach soll Russland sein Erdöl für höchstens 60 US-Dollar (etwa 57 Euro) pro Barrel verkaufen. Anfang Oktober hatten die Produzenten der OPEC+ vereinbart, die Ölförderung ab November um täglich zwei Millionen Barrel zu reduzieren. Die OPEC+ begründete ihren Schritt damit, dass sie damit rechne, künftig weniger Öl nach China verkaufen zu können. Auch auf dem Weltmarkt werde weniger Öl benötigt.

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