Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Solidarität mit Dieter Hanitzsch, nächstes Jahr in einem freien Palästina

Dank an Dieter Hanitzsch für diese treffende Karikatur und seine klare Aussage“, die ich voll unterstütze. Solidarität mit Dieter Hanitzsch.

Während Erdogan Schmähgedichte und Mohammed Karikaturen bejubelt werden, hat die  Hasbara der Israel-Lobby, angeführt von der „Springernden Bild“, wieder einen perfekten Grund gefunden, von den Massaker in Gaza abzulenken.

Nächstes Jahr in einem freien Palästina.

Mit diesem Artikel in der SZ vom 19./20. Mai hat  Kurt Kister genau den Niedergang dieser Zeitung dargestellt. Jeder entblößt sich so unanständig, wie er kann. Einfach unständig, so mit einem Kollegen umzugehen und nochmals nachzutreten, es scheint die Redaktion ist voll in der Hand der Israel-Lobby.

Stereotype und Klischees

Kurt Kister erklärt die Haltung der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“ zur Netanjahu-Karikatur und die Gründe, die zur Trennung vom langjährigen Karikaturisten Dieter Hanitzsch geführt haben. Am Dienstag erschien auf der Seite Vier eine Zeichnung unseres langjährigen Karikaturisten Dieter Hanitzsch.

Jetzt hat sich also die SZ mit sofortiger Wirkung von Dieter Hanitzsch getrennt,  auch Redaktionskollegen wie Adrian Kreye fielen ihm in den Rücken. Wenn  sich die Israel-Lobby sich beschwert, dann wird sofort der Presserat eingeschaltet.  Während „große Ohren“ antisemitisch sind, dürfen Islamhasser Mohammed und den  Islam ungeniert diffamieren. Die süddeutsche sollte mit  Leserprotesten überhäuft werden. man muss ja keine SZ lesen und kaufen! Dieter Hildebrandt der alte Freund von Hanitzsch wird sich im Grabe umdrehen, wie es seinem Freund ergeht. Seine Karikaturen sind eine Bereicherung für uns alle und sollten demnächst in anderen Zeitungen erscheinen, wenn sie nicht zu feige sind!

Antisemitische Karikatur: „Süddeutsche“ entlässt Dieter Hanitzsch

Bayerns bekanntester Karikaturist hat Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu als kriegslüsternen Raketenmann mit wulstigen Lippen und Riesenohren dargestellt. Die „Süddeutsche Zeitung“ hat sich mit sofortiger Wirkung von Dieter Hanitzsch getrennt, ihrem bekanntesten Karikaturisten. Das bestätigte Chefredaktor Wolfgang Krach am Donnerstag auf Anfrage im Gespräch mit der „Neuen Zürcher Zeitung“.

Her ein sehr gutes Interview mit Dieter Hanitzsch, dass die Süddeutsche entlarvt. Sicher werden viele Leser ihre Konsequenzen ziehen….

SZ-Karikaturist: „Ich habe die Zeichnung nicht in den Druck gegeben!

INTERVIEWDieter Hanitzsch „Ich habe die Zeichnung nicht in den Druck geschmuggelt“ Von Jonas Mueller-Töwe Karikaturist Dieter Hanitzsch: Als antisemitisch wurde seine Zeichnung kritisiert, die „Süddeutsche Zeitung“ beendete daraufhin die Zusammenarbeit. „Ich fühle mich ungerecht behandelt“, sagt der Zeichner. (Quelle: Archivbild/Matthias Balk/dpa) Dieter Hanitzsch ist einer der bekanntesten Karikaturisten Deutschlands – und nun aufgrund von Antisemitismus-Vorwürfen seinen Job los.

Krach hatte bereits am Mittwoch schriftlich um Entschuldigung gebeten. Viele Redaktoren der «SZ» waren ausser sich und kritisierten die Zeichnung intern scharf. In einer Konferenz soll Feuilletonchef Andrian Kreye gefordert haben, bei Karikaturen künftig ganz auf das Stilmittel der Überzeichnung zu verzichten, um solche rassistischen Stereotype zu vermeiden. Der Zeichner selbst zeigt indes keinerlei Einsicht. «Dass sich die Redaktion entschuldigt, ist ihre Sache. Ich entschuldige mich nicht», sagte er der «Jüdischen Allgemeinen». Auch der Vorwurf des Antisemitismus treffe ihn nicht: «Die Politik Netanyahus möchte ich kritisieren können, auch als Deutscher.» Mittlerweile hat er die Trennung auf seiner Facebookseite bestätigt.

Hanitzsch, inzwischen 85 Jahre alt, hat jahrzehntelang für die «SZ» und andere Medien gezeichnet. Er ist der bekannteste lebende Karikaturist Bayerns. Vor vier Jahren verlieh ihm der damalige Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und erklärte, es sei auch Hanitzsch zu verdanken, «dass die Kunstform der Karikatur wesentlich zur demokratischen Kultur in der Bundesrepublik Deutschland» gehöre.

 

 

Farce um „antisemitische“ Karikatur in der SZ

Die Macht transatlantisch-zionistischer Propagandisten, den Diskurs in den Medien in ihrem Sinne zu lenken, zeigt sich u.a. immer wieder dann, wenn Kritik an israelischer Politik und staatlichen Verbrechen als „antisemitisch“ gebrandmarkt wird. Die Liste deutscher „Antisemiten“ ist mittlerweile so oppulent (und wertlos), dass es geradezu eine Ehre ist, neben Dichtern wie Günter Grass oder Journalisten…

Kommentar – Diese Karikatur hätte auch im „Stürmer“ stehen können!

„Ich bin ein Deutschjüdischer Patriot“. Das habe ich seit Jahrzehnten immer wieder vorgetragen. Heute frage ich mich, ob wir Juden in Deutschland ohne Gefahr für Leib und Leben oder auch nur Hetze, Häme und Beleidigung eine sichere Zukunft in Deutschland haben. Nein, nicht wegen der viel zu starken AfD mache ich mir diese Sorgen.

 

In einem Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen widerspricht der Zeichner: »Dass sich die Redaktion entschuldigt, ist ihre Sache. Ich entschuldige mich nicht.« Zur Aussage, dass man die Zeichnung als antisemitisch auffassen kann, sagte Dieter Hanitzsch: »Der Vorwurf trifft mich nicht. Habe es so nicht gemeint. Die Politik Netanjahu möchte ich kritisieren können, auch als Deutscher.«

Hanitzsch verstehe Netanjahus Ankündigung »Nächstes Jahr in Jerusalem!« als Provokation, »weil Jerusalem höchst umstritten und nicht Israels offizielle Hauptstadt ist«. Die Rakete mit dem Davidstern sei ein »Symbol für seine nicht sehr friedensfördernde Politik«.

Ich danke Roland Rogers für seine Beiträge.

Obige Karikatur von Dieter Hanitzsch am 15. Mai 2018 hat zur sofortiger Kündigung der langjährigen Zusammenarbeit mit der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG geführt. Völlig unverständlich. Man erinnere sich an die mutige Rede von Daniel Barenboim in der Knesset in Jerusalem am 9. Mai 2004.

 

 

Von: Roland Ropers <roparadise@gmx.de>

Betreff: die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG hat ihre Glaubwürdig-keit verloren – Karikatur von DIETER HANITZSCH u.a.m.

Datum: 19. Mai 2018 um 08:22:18 MESZ

An: KRACH Wolfgang Chefredakteur Süddeutsche Zeitung <wolfgang.krach@sueddeutsche.de>, „KISTER Kurt Chefredakteur Süddeutsche Zeitung >“ <kurt.kister@sueddeutsche.de>, „PRANTL Prof.Dr.jur. Heribert – Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung“ <Heribert.Prantl@sueddeutsche.de>

Kopie: HANITZSCH Dieter <info@hanitzsch.net>, „STEINMEIER Dr.Jur. Frank-Walter – Bundespräsident“ <bundespraesidialamt@bpra.bund.de>, MAAS Heiko – Außenminister der Bundesrepublik Deutschland <mail@heiko-maas.de>, SCHUSTER Josef Präsident Zentralrat der Juden in Deutschland <info@zentralratjuden.de>, „GRÜTTERS Prof. Monika Staatsministerin für Kultur und Medien“ <monika.gruetters@wk.bundestag.de>, kulturzeit@3sat.de

 

 

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG ist offenbar von den Machthabern und Befür-wortern israelischer Politik erpressbar.

Man muss davon ausgehen, dass die Berichterstattung von Vorgängen in Israel und Palästina der Zensur unterliegt und nicht als objektiv betrachtet werden kann. Diese Medienmanipulation ist unerträglich.

Die Rede von Daniel Barenboim in der Knesset von Jerusalem am 9. Mai 2004 (anbei) sollte jeder „gebildete“ Bürger in Deutschland genau studieren.

Nicht antisemitisch, jedoch antiisraelisch!

Wie weit muß die allgemeine Gefälligkeit gegenüber der Regierung von Israel noch gehen?

Israel wird als einziger nicht-europäischer Staat zum „European“ Song Contest zugelassen!

Israel wird von gefälligen Wettbewerbern mit einem – naja – schwachen Song zum Sieger des Wettbewerbs gekürt.

Israel wird somit bestimmungsgemäß im nächsten Jahr diesen Wettbewerb in seinem Staat ausrichten.

Natürlich darf man annehmen, daß sich Herr Netanjahu – sowie die ganze Regierung und der mehrheitliche Anteil der Bevölkerung – darüber freut. Und natürlich nicht aus musikalischen Gründen, sondern weil es eine willkommene Propaganda dieser militaristischen Regierung ist. In Dieter Hanitzsch´ Karikatur ist Netanjahu mittels vergrößerter Ohren sowie mit einer Rakete in der Hand verdeutlicht. Hätte er ihn als Schönheitsideal und mit einer Friedenstaube in der Hand darstellen sollen? Ist dies antisemitisch? Kann die SZ immer noch nicht unterscheiden zwischen antiisraelisch und antisemitisch?

So lang die SZ ihren Fehler nicht einsieht und den großartigen und hochverdienten Dieter Hanitzsch nicht wieder vertraglich aufnimmt, werde ich die SZ gewiss nicht mehr kaufen.

Rolf von Criegern

 

Im Sommer 2012 berichtete der SZ-Co-Chefredakteur Heribert Prantl von einem privaten Essen im Haus des Präsidenten des Bundesverfassungs-gerichts Professor Dr.jur. Andreas Voßkuhle. Diese Einladung hatte nie statt-gefunden.

Dazu war in DIE ZEIT vom 2. August 2012  zu lesen:

 

Aus der Feder des ehemaligen Chefredakteurs Robert Leicht

Trunken vom Arbeitsweinchen

Wie Heribert Prantl ein Richterporträt gründlich misslang

Als Journalist, so sagte es einmal ein erfahrener Kollege, verliere man lieber einen Freund als eine gute Pointe. Heribert Prantl, der Leitartikler der Süddeutschen Zeitung, hatte eine schöne Geschichte zu erzählen gehabt, aber inzwischen die Pointe verloren – und nicht einmal einen Freund gewonnen.

In einem Porträt des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts auf der prestige-trächtigen Seite Drei der SZ schrieb Prantl, wie Andreas Voßkuhle als Richter agiere, ahne man erst, wenn man bei ihm daheim bei einem Symposion gewesen sei – zu Deutsch: bei einem Gastmahl. Bei Voßkuhle »setzt man sich nicht an die gedeckte Tafel und wartet, was aufgetragen wird«. Die Einladung beginne in der Küche: »Der eine Gast putzt die Pilze, der andere die Bohnen, der dritte wäscht den Salat. Zu diesem Arbeitsessen gibt es ein Arbeitsweinchen. Natürlich hat der Gastgeber alles sorgfältig vorbereitet, natürlich steht die Menüfolge fest; aber es entsteht alles gemeinsam. Jeder hat seinen Part, jeder hat was zu schnippeln, zu sieden und zu kochen, jeder etwas zu reden: Es geht um die Nudel, die Küchenrolle und um die Welt.«

Nun aber lässt das Gericht durch seine Sprecherin mitteilen: »Ich kann Ihnen versichern, dass Herr Prantl weder für diesen Artikel noch zu einem anderen Zeitpunkt von Herrn Voßkuhle zu einem privaten Essen eingeladen wurde, geschweige denn aus persönlicher Anschauung mit den Kochgewohnheiten des Präsidenten vertraut sein kann.« Ein Akt richterlicher Notwehr. Voßkuhle musste zwangsläufig auf Distanz gehen, wenn er nicht riskieren wollte, dass jemand einmal sagt: »Was Wunder, dass der Prantl niemals eines seiner Urteile zerpflückt, wenn er in der Küche den Salat zerpflücken darf.«

Es war von jeher so, dass ein Kommentator, der sich, wenn schon nicht als oberster Richter, so doch als hoher Moralhüter gibt, sich bei solchen Geschichten der Gefahr der Lächerlichkeit aussetzt. Doch hat die Causa auch etwas Grund-sätzliches. Es könnte ja sein, dass an Prantls Geschichte alle Fakten stimmen – nur eben die Pointe nicht zutrifft, Prantl stehe in einer sehr persönlichen Beziehung zum obersten Richter des Landes, wenn auch nur als dessen Küchenhilfe. Hätte Prantl den Zusatz angebracht: »wie Gäste von Voßkuhle berichten«, hätte man immer noch viel über Voßkuhle erfahren, nur eben weniger über Prantl. Jetzt aber, nach dem Dementi, wissen wir mehr über Prantl, als diesem lieb sein kann.

Die vorab nicht über Prantls Recherchetechnik informierte Redaktion der SZ, nicht der Autor selbst, hat mittlerweile bedauert, dass der Eindruck entstanden sei, Prantl habe bei Voßkuhle in die Töpfe geschaut. »Das war nicht der Fall. Der Autor hat sich die Szene vielmehr von Teilnehmern der Küchenrunde schildern lassen, ohne dies ausdrücklich kenntlich zu machen.« Das sei ein Fehler gewesen, hieß es am Dienstag in einer Fußnote auf der Seite Drei.

In der Sache geht es um den Unterschied zwischen »etwas erfahren« und »etwas erleben«. Warum müssen Journalisten immer wieder diese Grenze verwischen? Prantl hätte gewarnt sein müssen. War doch im Mai 2011 einem Spiegel Autor der Henri-Nannen-Preis wieder aberkannt worden, weil sein Text den Eindruck erweckte, er habe von Horst Seehofers Modelleisenbahnertum nicht nur erfahren, sondern es selber erlebt – in dessen Hobbykeller.

Die Pointe ist eben diese: Journalisten sollen die Wahrheit transportieren und nicht in Wahrheit sich selber. Die Literaturtheorie weiß, dass die Geschichte erst im Kopf des Lesers entsteht. Manchmal entsteht sie nur im Kopf des Journalisten. 

Von: Roland Ropers <roparadise@gmx.de>

Betreff: Ihre Karikatur, die zur sofortigen Trennung von der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG führte

Datum: 18. Mai 2018 um 08:33:07 MESZ

An: HANITZSCH Dieter <info@hanitzsch.net>

Kopie: KRACH Wolfgang Chefredakteur Süddeutsche Zeitung <wolfgang.krach@sueddeutsche.de>, „IPPEN Dr.jur. Dirk – Verleger“ <ippen@tz.de>, KLEBER Claus Chef-Moderator ZDF Heute Journal <kleber.c@zdf.de>

 

Sehr geehrter Herr Hanitzsch,

gerade haben Sie Ihren 85. Geburtstag gefeiert, seit Jahrzehnten haben Sie erfolgreich mit der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG zusammengearbeitet. Sie sind ein hochbegabter Meister Ihres Fachs.

Ihre Karikatur vom 15. Mai war in der Aussage völlig gerechtfertigt. Es hat mit Anti-Semitismus nichts zu tun.

Benjamin Netanjahu ist ein kriegerisch-orientierter Diktator, den unsere deutsche Regierung offenbar bedingungslos unterstützt.

Es wäre die Aufgabe und Pflicht der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG gewe-sen, den Unterschied von israelischen Machtpolitikern und Juden ihren Lesern deutlich zu vermitteln.

 

Man denke nur an die mutige Rede des jüdischen Künstlergenies Daniel Barenboim in der Knesset am 9. Mai 2004. Diesen Text sollte man immer wieder in diversen Medien veröffentlichen

Brumlik schwieg zum Gaza Massaker und zu den Mohammed „Karikaturen“, aber hier tritt er nach. Da lobe ich mir Prof, Benz!

Gaza: Zahl getöteter Palästinenser steigt auf 114 – darunter 14 Kinder – inzwischen mehr als 10.000 Palästinenser verletzt

(PN) 15.05.2018 – Bei Demonstrationen im Gazastreifen am Montag haben israelische Scharfschützen ungeachtet aller internationalen Appelle 58 Palästinenser erschossen, darunter sechs Kinder – fünf Jungen und ein Mädchen. Das jüngste Opfer, Izz Eldin Mousa al-Sammak, war 14 Jahre alt. Am Dienstagmorgen gab das Gesundheitsministerium in Gaza bekannt, dass ein acht Monate altes Mädchen, Laila Anwar…

6 Kommentare zu Solidarität mit Dieter Hanitzsch, nächstes Jahr in einem freien Palästina

  1. Es gibt doch immer noch Menschen mit Durchblick und Rueckgrat. Bravo, Dieter Hanitzsch!
    Hermann Dierkes, ehem. Ratsmitglied Duisburg/Stadtältester

  2. Mein Leserbrief an die Südd.Ztg.:

    Sehr geehrte Forum-Redaktion.

    Ich möchte meine volle Solidarität mit Dieter Hanitzsch ausdrücken und meine Beschämung über die feige Reaktion des zuständigen SZ-Redaktors W.Krach.

    So ruiniert man die durch das Grundgesetz gewährleistete Meinungsfreiheit. Die Karikatur ist zu recht israelkritisch aber nicht antisemitisch.
    Die Israellobby will nach US-Vorbild die Gleichsetzung von Israelkritik mit Antisemitismus auch den deutschen Medien diktieren.

    Bitte geben Sie mein Statement an Dieter Hanitzsch weiter.

    Wolfgang Behr

  3. Antisemitismus an der Deutschen Oper am Rhein am 04. Mai 2013: Es wird von widerlichen Szenen berichtet, die das Publikum schockierten. Nackte Darsteller in gläsernen Würfeln werden dort „vergast“. In der ersten Szene der Oper wird eine jüdische Familie von Nazis ermordet. Dabei fließt viel Blut, überall sind Hakenkreuze und SS-Uniformen präsent.

    Ich habe die Leitung des Opernhauses und das Regieteam angezeigt. Am 24. November 2014 und 17. Februar 2015 hieß es im Antwortschreiben der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und des Generalstaatsanwalts: „Kunst ist einer staatlichen Stil- oder Niveaukontrolle nicht zugänglich; die Anstößigkeit einer Darstellung nimmt ihr nicht die Eigenschaft als Kunstwerk (zu vgl. BVerfG, Beschluss vom 07. März 1990, I BvR 266|86, I BvR 913187, zitiert nach juris).“ Die Anzeige wurde fallen gelassen.

  4. Ein Regionalblatt titelt am 15.5.18 einen Artikel : „Triumph in Israel– Tod im Gazastreifen“
    Am 15.5.18 , in der Süddeutschen, ging auch der begnadete Karikaturist Dieter Hanitzsch punktuell auf das Ereignis in Israel/Palästina ein. Seine Karikatur, die ich von der Qualität her ganz in der Linie Daumiers sehe, ist für mich in genialer Weise das, was eine exzellente Karikatur ausmacht: Den Betrachter zum Nachdenken anregen, Widersprüche aufzeigen, Sachverhalte ins Bild bringen..etc. auf satirische, ironische-sarkastische,humoristische Art und Weise.
    Was sich dann ab dem 16.5.18 für den Zeitungsleser darstellte, kann ich nur als Irrsinn bezeichnen.
    Auszug: SZ-Karikatur „Solche Bilder hätte ich im ‚Stürmer‘ erwartet“!“ (WELT 17.5.18, Interview Mike Samuel Delberg, Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Vizepräsident der Jüdischen Studierendenunion Deutschland) »Wir erwarten ein bedingungsloses Einschreiten gegen weitere antisemitische Äußerungen und Darstellungen ihrer Redakteure und Karikaturisten.«, »Die gesamte deutsche Bevölkerung muss, unter der Mitarbeit von deutschen Medien, an vorderster Front gegen antisemitische Tendenzen auf allen Ebenen vorgehen.« (aus JA vom 16.5.18). Ein orchestriert-inszenierter Aufschrei der üblichen Akteure: Ch. Knobloch, M. Wolffsohn, jüdische Gemeindevorsteher, 3 der neuernannten Antisemitismusbeauftragten, etc.. Und hierauf die jämmerliche Reaktion von Karch & Co.: 17.5.18 „Nach Kritik an einer als antisemitisch kritisierten Karikatur beendet die »Süddeutsche Zeitung« (SZ) ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem Zeichner Dieter Hanitzsch.“
    Die Möchtegern- Robespierres haben gesprochen!
    Was sagt mir dieser unwürdige Vorgang, welche Fragen stellen sich mir? Ist in Deutschland freie Meinungsäußerung, auch in Form von Karikaturen, noch gegeben? Oder ist Meinungsfreiheit nur ein leere Hülle? Ist die Freiheit der Meinungsäußerung, stehend unter der Fuchtel von Moralisierung, Duckmäuser- Denunziantentum, rivalisierendem Machtkampf, Wichtigtuerei von Funktionären, usw. nicht schon längst verkommen? Ist es nicht jedes Bürgers Pflicht sich für sein grundgesetzlich-versichertes Recht einzustehen, sich in aller Deutlichkeit zu dagegen zu wehren, wenn ihm die Meinungsfreiheit abgesprochen wird, egal aus welcher Richtung das geschieht?
    Der „Antisemitismusvorwurf“ wird als verbales Fallbeil eingesetzt.
    Ich beobachte die Reaktionen der Medienschafffenden und es überrascht mich keineswegs, daß fast alle nur eine dpa-Meldung am 17.5.18 abdruckten. Keiner will sich die Finger verbrennen oder auch vom Bannstrahl erfaßt werden. So viel zu den Qualitätsmedien. Eine Ausnahme: Der DLF läßt Herrn Wolfgang Benz am 17.5.18 zu Wort kommen: „Empörung über Karikatur in „Süddeutscher Zeitung““Ich erkenne keinen Antisemitismus“. Der langjährige Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung hält die Kritik an einer Karikatur in der SZ für ungerechtfertigt. Die Zeichnung sei unfreundlich für Israels Ministerpräsidenten, aber nicht judenfeindlich, sagte Wolfgang Benz im Dlf.“

    Herrn Dieter Hanitzsch möchte ich meine Solidarität und Hochachtung zum Ausdruck bringen.
    Frau Evelyn Hecht- Galinski danke ich sehr für die Möglichkeit dies hier öffentlich machen zu können.

    Inge Soder

    18.5.18

  5. Kritik am Israelischen Präsidenten , bzw, an Israel wird nicht geduldet. – Wer Kritisch über den Präsidenten Israels , die israelische Siedlungs Politik berichtet, wird zum Antisemiten abgestempelt. Die vernetzte Israel-Lobby hat in das Sagen in Amerika , bzw. der westlichen, Welt ! Die makababren Geschichten des Israelischen Geheimdienstes sprechen für sich, wie mit Gegnern dieses
    Regimes verfahren wird ! Europa muß zusammen stehen um sich v. einem
    Amerika unter Trump zu lösen.

  6. January 27, 2015, marked the 70th anniversary of the liberation of Auschwitz. The media reported extensively on this event and on comments made by politicians and some of the 300 remaining survivors. All of them called for efforts against intolerance, indifference and antisemitism. A former prisoner, Roman Kent, said that, were this possible, he would like to add an Eleventh Commandment: „You should never be a bystander.“

    The German President, Joachim Gauck, has said that throughout his life he has never been able to comprehend the fact that the German nation, blessed with such an honorable culture, had been capable of committing the most monstrous of human crimes. “The society in which we live,” said the German President, “will only thrive if the dignity of the individual is respected and solidarity is practiced.” Yes, the society will only thrive if solidarity with the Palestinians is also practiced, because we are all Palestinians, even in Germany.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: