Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

SPD-Vorstoß gegen die „Klagmauer“

Klaus Franke

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt, nimmt einen Anlauf, um gegen die sogenannte „Klagemauer“ auf der Domplatte vorzugehen. Die SPD fordert ein rechtliche Einschätzung der Verwaltung. Die Sozialdemokraten begründen ihre Anfrage damit, dass die „Klagemauer“ die Kriterien des „Antisemitismus“ erfülle.
Verschiedene Gerichte hatten die „Mauer“ in der Vergangenheit als Versammlung eingestuft und hielten ein ordnungsrechtliches Einschreiten für unmöglich. Doch die SPD sieht inzwischen keine Grundlage mehr für diese rechtliche Einschätzung. Die „Klagemauer“ richte sich schon lange nicht mehr als Angebot an Passanten, ihre Meinung kundzutun. Die Plakate und Fotos stammten alleine vom Initiator. Einziges Thema: der Nahostkonflikt aus der Weltsicht des Initiators. Daher habe sich das Konzept deutlich geändert. (ron)
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„Kölnische Rundschau“ Köln, Seite 41 Samstag, 29. November 2014 Nr. 278
Walter Herrmann hat als Reaktion darauf, ab heute, wieder alle Fotos des letzten Gaza Massakers aus gestellt. Er lässt sich eben nicht einschüchtern. Er bekam heute dafür viel Zuspruch von den Passanten.

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4 Kommentare zu SPD-Vorstoß gegen die „Klagmauer“

  1. Es ist zwar so wie „Äpfel mit Birnen vergleichen“, sei aber trotzdem hier angemerkt. Um werdende Mütter in Israel – natürlich nur jüdische Mütter, nie und nimmer die arabischen Un- oder Untermenschen, von einer legal möglichen Abtreibung abzuhalten, wurden ihnen in Familienberatungsstellen Fotos vergaster jüdischer Kinder aus den KZs unter die Nase gehalten, mit der Frage, ob sie vorhätten, sich gleichsam dieses Verbrechens schuldig zu machen. Das ist nun bestimmt schon 30 Jahre her und ich habe die Pressemitteilung, aus der das hervorging, nicht aufbewahrt, kann also leider keine Quellenangabe machen. Gehen wir aber davon aus, dass eine Denkweise, die mit derartig taktlosen Mitteln der Einschücherung arbeitet, längst zum Mainstream im vermehrt rechtslastig-rassistischen Israel gehört und auch die Lobby von Broder bis Stawski voll erfasst hat, so ist es auch nur logisch, wenn „Berufsisraelis“ aus dieser Ecke mit dem Argument kommen, die Bilder von den phosphorverbrannten und zerstückelten Kindern würden einen traumatisierenden Eindruck erwecken und seien daher zu entfernen.

  2. In der Kölner SPD-Stadtratsfraktion glaubt man offensichtlich, man müsse den Botschafter anstelle der Täter „hängen“! Hat man bei den Kölner Genossen vergessen, dass Sozialdemokraten einst für die Rechte der Unterdrückten und Entrechteten standen? Ziehen sie es wirklich vor, mit einer rechtsextemistisch-rassistischen Regierung in Tel Aviv zu paktieren, deren Opfer jedoch zu verschweigen? Ja, es stimmt, die Botschaften Walter Herrmanns schmerzen. Sie sind fast unerträglich, aber wirklich unerträglich sind jene , die die Augen vor dem Unerträglichen schließen. Wo, in der Parteizentrale, höre ich vom Aufschrei gegen die Verbrechens-Leugner aus der Kölner SPD-Stadtratsfranktion?

  3. „Die Plakate und Fotos stammten alleine vom Initiator.“
    Das ist wirklich schlimm, ganz im Gegensatz zu anderen Versammlungen(wie Demos), bei denen die Plakate nie vom Veranstalter oder ihm politisch nahestehenden Personen/Organisationen stammen -.-

    „Einziges Thema: der Nahostkonflikt aus der Weltsicht des Initiators. Daher habe sich das Konzept deutlich geändert.“
    Und das ist verwerflich bzw. „antisemitisch“ weil…?

  4. Hinsichtlich des Vorgangs bin ich sprachlos.-

    Ich möchte hier nur sagen, wie sehr ich Herrn Walter Herrmann bewundere wegen der Initiierung und Aufrechterhaltung der Aktion Klagemauer, vor allem aber auch wegen seines derzeitigen Stehvermögens.
    Ich wünsche ihm weiterhin viel Mut und möglichst gute Gesundheit !

    Ursula Schleier
    Schopfheim

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