Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Staatsterror und Angriffskriege erzeugen weltweiten Terrorismus!

united states of terror

Was die jüdischen Besatzer nicht erledigen, schaffen die „Vichy-Kollaborateure“ der Palästinenserbehörde unter dem Präsidenten ohne Mandat, Abbas.

Es gab eine Razzia im besetzen Westjordanland, in der die Abbas-Behörde eben mal 108 Hamas-Mitglieder festgenommen hat. Unter der mehr als im Sinne des „Jüdischen Staates“ klingenden Begründung, die der Sicherheitsbeauftragte der Palästinenserbehörde, Adnan Dameri verbreiten durfte: „Diese Hamas Mitglieder hätten Anschläge auf den „Jüdischen Staat“ geplant und wir können es nicht zulassen, dass die Hamas unsere Sicherheit untergräbt und unser Land ins Blutvergießen zieht“.

Wohlgemerkt, diese Sätze stammen nicht von den jüdischen Besatzern, sondern von den palästinensischen Kollaborateuren.

Schon Hoffmann von Fallersleben stellte treffend fest: “Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant“.

Das palästinensische Volk ist also nicht nur durch die jüdischen Besatzer in Unfreiheit, sondern auch durch eine korrupte Palästinenserbehörde in Ramallah, die alles versucht, um sich selbst an der Macht zu halten und sich diesen Status Quo zu stabilisieren. Was stört da am meisten? Eine Konkurrenzorganisation, eine demokratisch gewählte Regierung im durch jüdische und ägyptische Abriegelung abgesperrten Gazastreifen. Anstatt sich vehement für die Schwestern und Brüder in Gaza einzusetzen, wird versucht, die Hamas-Regierung in ihrem verzweifelten Widerstandskampf durch die Palästinenserbehörde noch zu schwächen.

Tatsächlich kann nur unermüdlich wiederholt werden: Ist es nicht das legitime Recht der Hamas und von Palästinensern, die völkerrechtswidrige jüdische Besatzung zu bekämpfen und auf keinen Teil des geraubten Palästina zu verzichten?

Ist es nicht sogar eine Pflicht, auf das legitime Rückkehrrecht der von zionistischen Eroberern vertriebenen Palästinenser zu bestehen?

Hat nicht auch die Hamas schon mehrmals den „Jüdischen Staat“ in den Grenzen von 1967 anerkannt? Einen Staat, der – einmalig in der Welt – die illegale Besatzung eines Volkes aufrecht erhält, das größte Freiluftgefängnis in der Welt, Gaza, führt und in einem jüdischen Apartheidstaat den nichtjüdischen Bürgern die gleichen Bürgerrechte wie jüdischen Bürgern vorenthält.

Inzwischen gibt es „jüdische Rassengesetze“, die fatal an braune Zeiten erinnern. Immer erklärten sich die jüdischen Eroberer und Besatzer als die „Auserwählten“, auf Grund von göttlichen Verheißungen.

Ich schrieb schon einmal: „Mit der Tora in der Hand, besiedeln sie das ganze Land“ – ganz nach dem Motto „Davide et Impera“. David herrscht, teilt aber nicht, der „Jüdische Staat“ will alles, nur keinen Frieden.

Einen Friedensprozess gab es nie und eine „Zwei-Staaten-Lösung“ ebenso wenig. Aus diesem Grund brauchte und züchtete sich der „Jüdische Staat“ auch immer so bequeme Partner, wie die Palästinenserbehörde, die immer wieder bereit war, sich an diesem Schauspiel der Friedensverhandlungen zu beteiligen. Die jüdischen „Friedenspartner“ mit der ausgestreckten Hand bestanden immer auf Verhandlungen ohne Vorbedingungen, was nur natürlich war, denn schließlich hatte der „Jüdische Staat“ schon alle Bedingungen geschaffen, damit die palästinensischen Friedenspartner gar nichts mehr hatten, um Bedingungen zu stellen.

Klar, dass man bei dieser Farce der Friedensinszenierung unter schändlicher Hilfe der Staatengemeinschaft schnell einen neuen Feind finden musste. So wurde kurzerhand die Hamas als Terrororganisation gebrandmarkt, um so nur noch mit den „gemäßigten“ Abbas – Palästinensern verhandeln zu können, wenn überhaupt.

Allerdings hat sich nach den Angriffen auf Gaza gezeigt, dass es einen Staatsterror durch den „Jüdischen Staat“ gibt, der den Gazastreifen in Trümmer legte, über 2.200 Palästinenser ermordete und eine illegale militärische Blockade gegen das Völkerrecht aufrecht erhält.

Der „Jüdische Staat“ fühlt sich immer im Recht, negiert wie schon UN-Beschlüsse auch regelmäßig die Gaza Reporte und legitimiert seine Verbrechen immer als Selbstverteidigung.

Auch die neue Resolution des UN-Menschenrechtsrats wurde sofort von Netanjahu kritisiert, wo doch westliche Diplomaten extra dafür sorgten, dass dieser Bericht weniger hart für den „Jüdischen Staat“ ausfiel als 2009 der erste Gaza-Report. So stimmten diesmal auch alle acht EU-Staaten, inklusive Deutschland, für die Resolution, es gab nur ein Veto, das der USA!

In dem Bericht steht auch, dass mutmaßliche Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen sind. Ich kann es nur immer wiederholen: Alle Politiker und Befehlshaber dieses Völkermords in Gaza gehören nach Den Haag, vor den internationalen Gerichtshof!

Nur durch die Mitschuld der Weltgemeinschaft ist dieses Vorgehen des „Jüdischen Staates“ möglich. Wie viel Leid hat dieser „Jüdische Staat“ schon für Palästinenser oder Nachbarstaaten wie den Libanon gebracht?

Tatsache ist auch, dass die Hisbollah eine anerkannte politische Partei ist, die im Libanon an der Regierung beteiligt ist, und eine Widerstandsorganisation ist, keine Terrororganisation, wie der „Jüdische Staat“ und die „Wertegemeinschaft“ es darstellen.

Ich habe das Leid in den Flüchtlingslagern der Palästinenser im Libanon gesehen, ich beteiligte mich am Jerusalem-Marsch der Schande gegen den „Jüdischen Staat“, sah das unbeschreibliche Elend der palästinensischen Nakba-Flüchtlinge, ein Leid, das sich seitdem nochmals verschlimmert hat, seit in Syrien der Terror freien Lauf hat. (1)

Jeder jüdische Siedler, der im besetzten Westjordanland getötet wird, bekommt eine Schlagzeile in den deutschen Medien, aber die unzähligen von der „Jüdischen Verteidigungsarmee“ ermordeten Palästinenser, auch Jugendliche, finden keine Erwähnung.

Hierzu erschreckende Zahlen vom „Palestine Israel Ecumenical Forum“ (PIEF), einer internationalen ökumenischen Friedensinitiative, die zum Weltrat der Kirchen gehört und regelmäßig über die Situation in Israel/Palästina informiert. Diese Zahlen sind es wert, verbreitet zu werden, besonders gerichtet an MedienvertreterInnen, PolitikerInnen und KirchenvertreterInnen sowie an alle, die sich mit dem „Jüdischen Staat“ Israel freundschaftlich verbunden wissen und eine besondere Solidarität mit dem Apartheid- und Besatzungsregime in Israel praktizieren.

Auf diese schrecklichen Fakten, die das Gegenteil der Propaganda im „Jüdischen Staat“ belegen, muss hingewiesen werden.

Hier die traurige Todes-Bilanz:

Während der letzten drei Monate haben israelisches Militär und illegale Siedler 12 Palästinenser getötet, 317 verletzt und ungefähr 1118 Palästinenser festgenommen. Jüdische Siedler haben ihre Angriffe gegen palästinensische Zivilisten und ihr Eigentum verstärkt, mit der vollen Unterstützung der israelischen Armee.

Während der letzten drei Monate verübten jüdische Siedler 196 Angriffe gegen Zivilisten, im Durchschnitt zwei täglich, eine erschreckende Statistik.“

Am Sonntag schrieb Gideon Levy von Haaretz über die „Todesurteile“ gegen Steinewerfer im besetzten Westjordanland, durch die „Jüdische Verteidigungsarmee“. (2)

Und was ist mit den über 5.500 Palästinensern in jüdischer Haft, zum großen Teil ohne Anklage? Was hat sich im Konzentrationslager Gaza nach dem jüdischen Schlachtfest vor einem Jahr verändert? Nichts, außer dass dort ein Abbas-Vertrauter und ehemaliger Palästina-Gesandter in Deutschland, Abdallah Frangi, als Gouverneur in seiner Villa in Gaza mit seinen Vertrauten und seinem Personal sitzt. Was hat dieser Gouverneur erreicht für die leidende Bevölkerung in Gaza? Er spricht gern von Versöhnung der beiden Parteien, während sein „Chef“ Abbas die Razzien gegen die Hamas Konkurrenten durchführen lässt. (3) (4)

Es verletzt das palästinensische Volk zutiefst, dass es von eigenen Leuten so verraten und verkauft wird, als ob es nicht schon genug durch die zionistische Landnahme und ethnische Säuberung Palästinas zu tragen hätte.

Aber was kann dem „Jüdischen Staat“ und der Israel-Lobby, der westlichen Wertegemeinschaft denn Besseres passieren, als schwache palästinensische Verhandlungspartner zu haben gegenüber einem starken westlichen Bollwerk der Christlich-Jüdischen Interessen als Bollwerk gegen den Islam? Dass es dabei auch um christliche Palästinenser, Schikanen gegen Christen im „scheinheiligen“ Land geht, wird in Kauf genommen und als gemeinsamer Kampf gegen den Terror verkauft.

Da hilft es auch nicht, wenn die Israel-Lobby „mobil macht“, um von den Kriegsverbrechen abzulenken, und die Antisemitismuskeule weltweit schwingt! (5)

Die Israel-Lobby in Gestalt des umstrittenen No-Al-Quds-Bündnisses, wird am 11. Juli in Berlin demonstrieren. Dagegen wird es hoffentlich eine große Gegenbewegung geben. Auf dieser Demonstration der Schande werden neben den bekannten „Lobby-Persönlichkeiten“, wie Reinhold Robbe, SPD, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, sprechen und Deidre Berger vom AJC. Aber bemerkenswerterweise werden auch Klaus Lederer von der Linken (!) und Ulrike Sommer, Ehefrau des ehemaligen DGB-Chefs Michael Sommer, SPD, auf dieser illustren Rednerliste vertreten sein! (6)

Große Sorge sollte es auch bereiten, wenn in deutschen Medien voll auf die Position vom „Jüdischen Staat“ eingegangen wird, z.B. dass dieser sich bedroht fühlt von Dschihadisten, die von Norden und Süden immer näher rücken und dass Netanjahu in seiner unnachahmlichen Hasbara- Propaganda vollmundig tönt, „der IS steht an unseren Toren und pocht an unsere Türen“.

Deshalb vertraut auch der „Jüdische Staat“ darauf, dass die Putsch-Pharaonen, das ägyptische Diktatur-Regime von Al-Sisi, die Kontrolle über den Sinai behält. Denn obwohl die Sinai Halbinsel seit dem Friedensvertrag zwischen beiden Ländern weitgehend entmilitarisiert ist, erlaubte der „Jüdische Staat“ den Ägyptern, dort seine Truppen zu verstärken, sowie Panzer und Kampfflugzeuge zu stationieren und nebenbei, das Al-Sisi Militär noch mit eigenen Geheimdiensterkenntnissen zu versorgen.

Tatsächlich war der „Jüdische Staat“ noch froh darüber, dass das ägyptische Putsch-Regime hart gegen die Hamas vorging und diese immer mehr in Bedrängnis brachte. Obwohl die Hamas, entgegen falscher Propaganda, sich zu Recht als Befreiungsbewegung sieht, liegt sie doch nachweislich ideologisch überhaupt nicht auf der Linie der Dschihadisten des IS, die sie sogar auf einem IS-Video zum Feind erklärt haben.

Tatsache ist es allerdings, dass der „Jüdische Staat“ die Al-Nusra-Front unterstützt – alles im Kampf um die Besatzung der Golanhöhen und die Blockade des Gazastreifens aufrecht zu erhalten und den Schulterschluss mit dem ägyptischen Putsch-Regime sucht.

Ein Terror-Regime, das gerade ein neues Anti-Terrorgesetz verabschiedete, nach dem alle Journalisten, die nach Terroranschlägen „falsche“ Opferzahlen verbreiten, die den offiziellen Regierungsangaben widersprechen, mit mindestens zwei Jahren Haft zu rechnen haben. Fügt sich das nicht gut in die neue Partnerschaft dieser beiden Regime, wo doch die neue Netanjahu-Regierung auch ständig über neue Gesetze berät, die es Kritikern und Besetzten immer schwerer machen sollen? (7) (8) (8a)

Alle Propaganda im Kampf gegen den Terror seit 9/11 hat dem „Jüdischen Staat“, ebenso wie den USA, in die Hände gespielt. Willkürlich werden seitdem Menschen zu Terroristen erklärt, neue Ministerien, wie z.B. das US-Heimatschutzministerium installiert und gnadenlos die demokratischen Rechte von uns allen eingeschränkt und ohne Skrupel wird abgehört, dass die Leitungen glühen. In „Zeiten des Terrors“ ist alles möglich und erlaubt.

Aber war es nicht der Staatsterror, der Kriege und der Besatzungen durch die christlich-jüdische Wertegemeinschaft, der „Lichter des Friedens“ der USA und des “Jüdischen Staates“ und die Fackel des Terrors entzündete und über die Welt trug?

Waren es nicht die willigen europäischen Helfer, die sich bereitwillig an diesem Kampf und diesen Einsätzen beteiligten?

Angefangen in Deutschland mit den „Braun-Grünen“ unter Joschka Fischer in einer Rot-Grünen Regierung waren wir wieder wer und sahen den Krieg als Quantensprung.

Pfarrer-Präsident Gauck forderte diese Einsätze, SPD-Außenminister Steinmeier, ganz in seinem Fahrwasser, schwamm sofort auf dieser Kriegswelle mit und die Verteidigungsministerin, „Bundes-Ursel“ von der Leyen, träumt gestylt auf Hochglanzfotos, auf Fregatten und Panzern von durch sie geführten Einsätzen ihrer Bundeswehrjungens.

Diese Art der Truppenbetreuung ist genau nach dem Geschmack der vor Ehrgeiz triefenden „Schattenkanzlerin“, die sich überall in der Szene coachen lässt, auf Besuchen bei der NATO, auf hoher See, im Anti-Schleuser-Einsatz und im „Jüdischen Staat“. Vergessen wir nicht, das wird alles sehr teuer für uns, auf US-Befehl. Rüstungsaufstockung anstatt das marode Straßensystem und die Infrastruktur in Deutschland zu verbessern und zu erneuern. (9) (10) (11)

Alles läuft darauf hinaus, dass der Jüdische Staat“ einen Freibrief für Gaza-Angriffe, willkürliche Kriege und „Anti-Terrormaßnahmen“ bekommt. Eine gefährliche Gesamtsituation, die von den USA gesteuert und durch unsere Hilfe, gezielt den Terror und Kriege durch die Welt trägt.

In der Tat sollte es uns große Angst machen, dass die USA schon wieder davor warnen, dass durch Russland und China eine wachsende Kriegsgefahr besteht, um so den Kalten Krieg und neue Feindbilder zu erfinden. (12)

Durch diese propagandistisch aufgebauschten vermeintlichen Bedrohungen, denen die USA angeblich ausgesetzt sind, erzeugt man immer wieder neue Gegner, um so den Boden für eigene Kriegs- und Putschvorbereitungen zu schaffen.

 


 

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