Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

The Leader of the Pac!

NRHZSicher hatte sich Israels Ministerpräsident Netanjahu seinen Besuch beim US-Präsidenten anders vorgestellt. Stahl ihm doch der Ukraine-Putsch die geplante Show. So aber landeten Netanjahus alt bekannte Phrasen, dort wo sie hingehören, in der Versenkung. Schon vor seiner Ankunft hatte er in einem kurzen Statement bekräftigt, dass er sich noch nie Druck von außen gebeugt habe und dies auch zukünftig nicht tun werde.

So kam es wie es kommen musste, Obama kritisierte Netanjahu wegen des „aggressiven Siedlungsbaus“ und forderte Kompromisse und drängte auf die schwierigen Entscheidungen bis zum Ende April, dem Ablaufen der Verhandlungsfrist für die Friedensgespräche mit den Palästinensern. Tatsächlich sind diese sogenannten Friedensgespräche und der Rahmenplan „Framework“ mit Kompromissvorschlägen von US-Außenminister Kerry längst kalter Kaffee, der in den Ausguss der unendlichen Nahostgeschichte gehört. Hier nämlich hat sich erneut gezeigt, wie der US-Vermittlungsversuch ein Plan ist, der einzig und allein den israelischen Interessen dient und deren Bestreben, endlich den „jüdischen Staat“ für immer zu zementieren.
Netanjahu: „Keine Ausreden mehr, die Zeit ist für die Palästinenser gekommen, endlich den jüdischen Staat anzuerkennen und die Geschichte nicht zu leugnen!“
Ich sage, wer die „Nakba Leugner“ und Geschichtsleugner in diesem Konflikt sind, das wissen wir seit 1948!
Netanjahu weiter an Abbas: „Machen Sie den Palästinensern endlich klar, die Fantasie aufzugeben Israel mit palästinensischen Flüchtlingen zu überfluten“!
Hierzu noch ein hervorragendes Interview mit dem palästinensischen Verhandlungsführer Mohammad Shatayyeh und Richard Chaim Schneider vom BR für die ARD. Dieses in Englisch auf dem BR-Blog nachzuhörende Interview (1) ist hörenswert und lässt Richard Chaim Schneider mehr als alt bzw. sprachlos aussehen, wie ich meine. Hier kann man genau die minimalen legitimen Forderungen der Palästinenser erklärt bekommen und sich seine Gedanken über die „Friedensangebote“ der Israelis machen.
Nebenbei bemerkt, auch der ehemalige palästinensische Chefunterhändler Nabil Shaath, bezeichnete Netanjahus Anspruch auf Israels Anerkennung als „jüdischer Staat“ als völlig unannehmbar und die Forderung nach Beibehaltung von IDF-Truppen im Jordantal, als Ankündigung zur Beendigung der Friedensverhandlungen!
Auch der Sprecher von Präsident Abbas, Nabil Abu Rudeinah sieht in Netanjahus (unannehmbaren!) Forderungen nur den Zweck der Zeitschindung, um ein Friedensabkommen nicht zustande kommen zu lassen.
Nichts desto trotz gibt es für das israelische Besatzer-Regime unter Netanjahu überhaupt keine Vorschläge die es akzeptieren würde, weil es eben keinen Frieden mit den Palästinensern will, sondern sich ganz phantastisch, auch dank breiter Unterstützung in diesem „Status Quo“ als Unterdrücker und Besatzer inmitten der Siedlungen eingerichtet hat.
Dazu passen dann vorzüglich seine Aussagen: „Israel hat seinen Beitrag zum Frieden geleistet“, „Die Palästinenser haben im Gegensatz zu Israel ihren Beitrag nicht geleistet“, Er müsse dem Willen seines Volkes folgen und wegen der Zukunft des Staates Israel hart bleiben, „Wir wollen keinen Frieden auf Papier, sondern wirklichen Frieden“, „Nicht die Siedlungen sind das Problem“.
So wiederholte Netanjahu den ganzen „Schmus“ erneut. Konnte er sich doch sicher sein, dass es außer ein bisschen Kritik von Obama keine weiteren Konsequenzen geben würde . Mit dieser Gewissheit das zwischen das US-Bündnis mit dem „51 Staat der USA, Israel“, kein Blatt Papier, oder gar Friedensvertrag stören wird, zog er also frohen Mutes vor die AIPAC, dass American Israel Public Affairs Committee, eine der mächtigsten jüdischen Pro- Israel-Lobby Organisationen in den USA. Konnte er sich dort doch, in gewohnter Manier seiner Standing Ovations sicher sein.
Zu diesem „Leader of the Pac“, passt wie ich meine ein Reuters-Foto, das ich in Haaretz und in der Zeit zu diesem Auftritt von Netanjahu fand, mit einem Gruß der „besonderen Art“ und mehr als passend für diesen „Führer. (2) Begann Netanjahu seine diabolische AIPAC Rede, doch mit der erneuten Mahnung an Palästinenser Präsident Abbas, „endlich Israel als jüdischen Staat anzuerkennen“. In dieser Chuzpe-Manier meinte Netanjahu auch noch, damit wäre dann das „einzige Hindernis“ für eine Einigung im Friedensprozess beseitigt. Nein, nicht die Siedlungen oder die ständige, für Israels Sicherheit notwendige Militärpräsenz sind das Problem, sondern natürlich immer nur die zu keinem Frieden bereiten Palästinenser.
Konnte sich „Bibi“ dadurch unter etwa 14.000 „Geistesverwandten“ für die Schmach der Nichtbeachtung seines Besuches in der Öffentlichkeit die vermisste Anerkennung holen, zumal er dafür seine Frau Sara so enorm „aufgebrezelt“ hatte?
Allerdings muss ich hierzu noch etwas abschweifen und einen Artikel aus der Jerusalem Post vom 5. März 2014 erwähnen, der darüber berichtete wie die berühmten Hollywood-Größen sich noch von der Sonntagnacht der Oscar Gewinner-Partys erholten und „Bibi und Sara“, die anderen Stars die Paramount Studios besuchten, um sich dort die Premiere „ihres“ Films „The Royal Tour“ anzusehen, in dem sie mitgewirkt hatten und in dem kein anderer, als „Bibi“ Netanjahu der Star war. „Bibi und Sara“ konnten unter 500 „handverlesenen“ Premierengästen diese Filmpremiere anschauen. In dem Film des US-Journalisten Peter Greenberg durfte sich Netanjahu in der Rolle des „Reiseführers“ präsentieren, und laut Netanjahu, „das schöne Gesicht Israels, des Landes wo Milch und Honig fließen“ (gilt das nicht nur für Juden, wenn überhaupt?) vorführen. Seine Erwartung, dass dieser Film den israelischen Tourismus merklich ankurbelt. Die Ein-Stunden-Show des Public Broadcasting Sevice PBS soll nämlich wie schon vorher Greenbergs Wirken 200.000 zusätzliche Touristen in den „jüdischen Staat“ bringen. Die Hoffnung von Netanjahu ist offenbar, dass nach dem Greenberg-Film mit dem jordanischen König Abdullah II., der diesem 20% mehr Touristen nach Jordanien brachte und den Filmen in Jamaika, Peru und Mexiko, die auch mit den Staats- und Regierungschefs gedreht wurden, und laut Greenbergs Aussagen deren Tourismus um 10% ansteigen ließen, nun das gleiche mit dem Israel-Tourismus passieren wird! Er und Greenberg lassen nichts aus an „schönen Dingen, die der „jüdische Staat“ zu bieten hat, Jetski am See Genezareth, Fahrradfahren am Strand von Jaffa, Dünenfahrt mit einem Buggy, eine Wanderung nach Masada oder ein Bad von beiden im Toten Meer, mit Zeitung in der Hand. (3) Also ein Premier „zum Anfassen“, ganz wie du und ich!
Ein weiterer Höhepunkt ein Nachtclubbesuch in Tel Aviv, natürlich nicht „nur“ unter Männern, sondern mit Sara und dem gemeinsamen Sohn Yair. Natürlich durfte auch ein Besuch im Technion in Haifa, dem Israel Institute of Technology nicht fehlen. (4)
Warum aber ließen Greenberg und Netanjahu, Punkte wie Dimona nahe dem Negev Nuclear Research Center aus? (5)
Ebenso war Jerusalem, die laut Netanjahu für immer „ungeteilte“ Hauptstadt des „jüdischen Staates“ in dem Film ausgeklammert. Gleichfalls die Siedlungen im besetzten Judäa und Samaria. Pech für Netanjahu, dass auch der Besuch in Hollywood, sowie sein Treffen mit dem kalifornischen Gouverneur Jerry Brown, in Los Angeles, einem Treffen mit „High-Tech Mogulen“ im Silicon Valley und einem Hollywood Gala Dinner mit Stars, gesponsert vom israelisch-amerikanischen Film-Produzenten Arnon Michan, bekannt nicht nur durch Filme wie, „Pretty Woman“ und „Rosenkrieg“, sondern auch als Produzent mit einem „Doppelleben“, als Waffenhändler und Nachrichtendienstler, der Waffen für Israel kaufte, medial so in die Hose gingen. (6)
So konnten auch diese illustren Sponsoren nicht für den richtigen „Bibi und Sara“-Glamour sorgen, so dass dieser Besuch nicht medial gewürdigt wurde. Also beschloss Netanjahu, für die Zukunft die logistische Arbeit, die Verantwortlichkeit für solche Aktivitäten dem Außenministerium wegzunehmen (momentan streiken die israelischen Botschafter!) und in die eigene Verantwortung, also das Premierminister-Büro zu verlegen. Ich allerdings glaube nicht, dass bei solchen Sympathieträgern wie „Bibi und Sara“ mehr Besucher in den Besatzer Staat gelockt werden, außer ein paar christlichen Zionisten, oder Philosemiten….
Zurück zu der AIPAC Veranstaltung mit Netanjahu. Nach den Palästinensern waren also die Iraner dran und bekamen ihr Fett weg. Netanjahu bestand weiter auf der Zerstörung ALLER Zentrifugen und dem generellen Verbot der Uran-Anreicherung für den Iran. Eine Fortsetzung der Anreicherung würde die „Büchse der Pandora“ im Nahen Osten und in der ganzen Welt öffnen, erklärte er. Wer die Büchse der Pandora längst geöffnet hat und eine Gefahr für den Weltfrieden ist, wissen wir doch nur zu genau, oder Herr Netanjahu?
Übrigens griff die israelische Kriegsmarine „genau zur richtigen Zeit“, während Netanjahu im Weißen Haus weilte, ein Schiff in internationalen Gewässern im Roten Meer auf. „Natürlich“ war das für die Palästinenser im Gazastreifen, also für die Hamas-„Terroristen“ bestimmt. Welch wunderbare Fügung, so die Verbindung herzustellen zu können, um dann nochmals wirksamer auf den „Schurkenstaat“ Iran hinzuweisen. Man hatte diese Inszenierung und die Aufbringung des Schiffes nicht den Amerikanern überlassen wollen, sondern sich diesmal medienwirksam selbst zeigen wollen, nach dem Desaster der „Mavi Marmara“ für Israel, das bis heute unvergessen und ungestraft geblieben ist, worüber die NRhZ berichtete!
Natürlich leugnete der Iran solche plumpen Anschuldigungen, die Israel wieder einmal genau passend zum Washington-Besuch Netanjahus präsentierte. Diesmal waren es keine „Nebbich“ Raketen die aus Gaza geflogen kamen, sondern eine Nummer größer: Raketen auf dem Schiff Iran/Gaza! (7)
Also wieder zum AIPAC Jahrestreffen. Dass Dessert hatte Netanjahu mit einem Sahnehäubchen getoppt. Er erfand für die BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) die blumige Formel „Bigotterie, Unehrlichkeit und Schande“ (Bigotry, Dishonesty und Shame) und bezeichnete alle BDS-Befürworter als Antisemiten! (8)
Also heißt das für uns, am Ball bleiben mit BDS, der einzigen wirksamen Waffe im Kampf gegen den jüdischen Besatzer- und Apartheidstaat Israel.
Lassen sie mich zum Schluss noch etwas ganz persönliches schreiben. Die Russische Armee, die Auschwitz befreite, verlor etwa 13,6 Millionen Soldaten im Kampf gegen Nazi-Deutschland, dazu außerdem etwa 7 Millionen Zivilisten, mehr als 1700 zerstörte Städte, mehr als 700.000 zerstörte Dörfer und mehr als 25 Millionen Obdachlose im Kampf zu beklagen hatte, dazu die Leningrader Blockade durch die deutsche Armee vom 8. September 1941 bis zum 27.Januar 1944 mit mehr als einer Million verhungerter Menschen durch diese systematische Aushungerung und Abriegelung der Stadt, einem der schlimmsten deutschen Kriegsverbrechen, dessen gerade am 27.Januar im Deutschen Bundestag gedacht wurde.
Was die deutsche, europäische und US-Politik nicht daran gehindert hat, gegen Russland und Putin als russischem Präsidenten in verlogenster Art und Weise vorzugehen.
Es widert mich an, mit ansehen und anhören zu müssen, wie Tatsachen verdreht werden, um den Putsch in der Ukraine als ein Zeichen von demokratischem Volkswillen darzustellen. Mit zum Teil mehr als schändlichen Kräften, die diesen mehr als fragwürdigen Maidan-Aufstand tatkräftig unterstützt haben.
Unter dem Druck der Maidan Horden, hat man Russland das Gesicht genommen. Unter dem Regime dieser „neuen Kräfte“ wurde in einem unglaublichen Bündnis von Rechten, ehemaligen israelischen Soldaten und othodoxen Juden ein Mythos aufgebaut. (9) Von Beginn an besuchten die westlichen Freunde und Politiker, meiner Meinung nach gezielt gesteuert, mit vereinten Kräften fast täglich die Demonstrationen auf dem Maidan. Hat man nicht versucht von Beginn an die Ukraine als Kampfmittel gegen Putin zu benutzen? Hat man nicht von Beginn an Agreements missachtet?
Es ist ein Schande, wenn Merkel und Obama es wagen, das Völkerrecht und die Menschenrechte in diesem Zusammenhang zu missbrauchen.
Hat die Nato nicht schon mehrfach ohne Rücksicht auf Verluste gegen das Völkerrecht verstoßen? Auch im Jugoslawien-Krieg ohne UN-Mandat haben die Nato-Staaten gegen das Völkerrecht verstoßen. Müßig, alle Kriege und ungesetzlichen Angriffe aufzuzählen.
Die, die jetzt die größte Lippe haben, wie auch die Grünen, waren es doch, die uns damals in den Krieg führten. Was sind sie doch alle für ein verlogenes Pack, die Journalisten, die uns diese Manipulationen „embedded“ verkaufen? In einer einmaligen Hetze wird Putin zum bösen Diktator abgestempelt und wir werden an den Rand einer neuen „Eiszeit“ gebracht.
In der Tagesschau sehe ich den „Kriegsphilosophen“ und „Kriegs-Einflüsterer“ des französischen Präsidenten Hollande, wie er dort neben diesem steht und Klitschko begrüßt. In welcher Funktion eigentlich? Hatte BHL nicht vorher aufwiegelnd auf dem Maidan gesprochen und für die „neuen Kräfte“ in der Ukraine geworben: „Europa muss euch helfen“? Wie diese Hilfe von BHL aussieht, wissen wir schon aus Libyen, Syrien u.s.w.! (10)
Nicht umsonst ist Israel in dieser Krise erstaunlich ruhig geblieben. Verständlich. Denn alles, was man jetzt Russland vorwirft, passt doch viel besser auf das „jüdische Besatzer-Regime Israel“!
Wo bleiben Sie, Friedensnobelpreisträger und Drohnenkönig Obama?
Wo bleiben Sie, Kanzlerin Merkel, mit ihren vielen Orden?
Wo bleiben Sie, Präsident Gauck? Warben Sie in ihrer Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz nicht für die Enttabuisierung von Kriegseinsätzen der Bundeswehr in der Welt?
Waren Sie es nicht Herr Gauck, der als erster in Deutschland ohne Not verkündete, die Olympischen Spiele von Sotschi zu boykottieren? Was wussten Sie damals schon, und fing damit das ganze Elend nicht an?
Es ist eine Schande, die ich empfinde, wenn ich „unsere“ Politiker“ agieren sehe.
Es ist auch eine Schande, wenn der Linken Partei nichts andres einfällt. als Beate Klarsfeld für die Ehrenbürgerschaft in Berlin vorzuschlagen! (11)
Es ist eine Schande, wenn die ukrainische „Oligarchin“ Julia Timoschenko, frisch gestylt und blondiert mit „BDM Frisur“, aus Dublin kommend, vorher mit Merkel parlierend, diesmal direkt in der Berliner Charité behandelt wird. (12)
Es erstaunt mich allerdings nicht, dass jetzt auch noch einer der größten Putin Gegner, nämlich der jüdische Oligarch und ehemalige Ölmilliardär von Yukos, Michchail Chodorkowski in Kiew auftritt. (13) Er, der erst im letzten Dezember von Putin aus der Haft verurteilt wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Geldwäsche und Steuerhinter-ziehung. begnadigt wurde und der heute mit seinen restlichen Millionen und Frau und Kindern in der Schweiz lebt, trat zusammen mit dem ehemaligen Innenminister Luzenko auf dem Maidan auf und wollte damit die neue pro-westliche Regierung der Ukraine unterstützen. Wird Chodorkowski der neue Mann des Westens Kiew werden, an der Seite von Timoschenko? Was für ein „Traumpaar“!
Hier zeigt sich die neue/alte Verbindung und welche Personen und welche Interessen hinter diesem Putsch stecken. Es fehlen nur noch die grölenden Pussy Riots auf dem Maidan! Mich erstaunt auch nicht, dass die neue, pro-westliche Interims-Putsch-Regierung ankündigte, mehrere Verletzte zur weiteren Behandlung nach Israel ausfliegen zu lassen, passt das doch zu den Hintergründen des Maidan Putsches!
Lassen wir uns nicht von der Feindbild Propaganda beeinflussen, lassen wir die Krim in einem Memorandum selbst entscheiden, zu wem sie gehören will, dass ist ein demokratisches Recht!
Warten wir also ab, wie der Volksentscheid am 16. März über die Zukunft der Krim ausgehen wird.
Die westlichen, „lupenreinen“ demokratischen Regierungen sollten den Ausgang des Referendums genauso anerkennen, wie es Russland angekündigt hat und nicht schon vorher, so wie es diverse Journalisten versuchen, das kommende Referendum als Fälschung zu diffamieren. (14)
Russland und Putin beharrt doch völlig zu Recht auf Umsetzung der von den Verhandlungsführern, den 3 EU-Außenministern, Frankreich, Fabius, Deutschland, Steinmeier und Polen, Sikorski am 21.Februar ausgehandelten Vereinbarung über die Regulierung der Krise zwischen den damaligen Oppositionsparteien und Präsident Janukowitsch, wie es so schön hieß.
Danach vereinbarte man, eine neue Verfassung zu erstellen und Neuwahlen bis Ende des Jahres durchzuführen. Was passierte stattdessen nach dem Händedruck zwischen Janukowitsch, Klitschko und den EU Verhandlungsführern? Janukowitsch wurde auf Druck der Straße mit einer bewaffneten Machtergreifung abgesetzt. Timoschenko kam frei und die neue Putsch-Interims Regierung unter Jazenjuk hatte nichts besseres zu tun, als das Gesetz, das die Amtssprache Russisch auf der Krim akzeptiert, außer Kraft zu setzen. Nebenbei gesagt fährt Jazenjuk nächste Woche in die USA, um sich neue Anweisungen zu holen und neue Forderungen zu stellen
Wie würden denn die USA reagieren, würde man ihnen einen geopolitischen Punkt, wie den für Russland wichtigsten Stützpunkt im Schwarzen Meer, den Marine-Stützpunkt Sewastopol auf der Halbinsel Krim einfach wegnehmen wollen?
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat doch vollkommen recht, wenn er eine Verhandlung mit den westlichen Partnern auf gleicher Augenhöhe fordert, sowie eine unabhängige Untersuchung der OSZE zu den tödlichen Schüssen während des Maidan Putsches.
Darf sich die Nato wie eine Krake überall ausbreiten, dürfen Staaten mit Raketenabwehrschirmen provoziert werden?
Ich möchte ganz klar betonen, dass ich nur auf Tatsachen hinweisen möchte und Russland keineswegs als „lupenreine“ Demokraten preise. Aber sind das etwa die USA oder Israel oder die gesamte EU? Menschenrechte und Völkerrecht nach Gutdünken, dass kennen wir zu Genüge!
Bis hierhin und nicht weiter!
Es gibt ein altes, dem Gedanken der Toleranz verpflichtetes Sprichwort, aus der Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert:
„Leben und leben lassen.“ (PK)

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