Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Und was ist mit jüdischen Dschihadisten?

Marokko: Ersuchen um strafrechtliche Verfolgung der Juden, die in der israelischen Armee trainieren

israel dschihad

NGOs ersuchen die marokkanische Regierung, dieselben Maßnahmen gegen die jungen Juden zu ergreifen, die zum Training in die israelische Armee gehen,  wie sie sie gegen diejenigen ergreift, die sich Da’esh anschließen.

Die neulich von ca. dreißig jungen marokkanischen Juden im Rahmen eines Programms unter der Schirmherrschaft des Verteidigungsministeriums unternommene Reise hat erneut eine Kampagne der Anti-Normalisierungskreise im Königreich ausgelöst. In einem an den Regierungschef Abdelilah Benkirane adressierten Brief verlangen sie, dass eine „ehrliche“ und „transparente“ Untersuchung in dieser Sache beschlossen und eröffnet wird.

Die Unterzeichner des Briefes schreiben, dass „dies die Sicherheit des Königreiches gefährdet“ und verlangen, dass „die Verantwortlichen“ hinter der Organisation dieses Programms „identifiziert werden“ und dass die „notwendigen Maßnahmen getroffen werden“. Sie verlangen auch, dass „alles unternommen wird, um neue derartige Fahrten zu verhindern (…) und dass jede Person, die an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im besetzten Palästina teilgenommen hat oder beabsichtigt, welche zu begehen, strafrechtlich verfolgt wird“.

Die NGOs bezeichnen den israelischen Staat als „Apartheidsregime“ und beteuern, dass der Besuch „genauso gefährlich ist, als sich der Organisation Da’esh anzuschließen“. Sie erklären, dass „die Bildung einer bewaffneten Bande marokkanischer Personen die Nationalsicherheit bedroht, ganz egal welche terroristische Partei sie rekrutiert und sie trainiert“.

Die Verfasser dieses Briefes beteuern, dass man „Militärtrainings im zionistischen System unter politischen oder sonstigen Vorwänden keinesfalls unterschätzen darf, wenn die Stabilität und die Sicherheit in unserem Land bedroht werden“. Sie erinnern auch an die Enthüllungen des Generals Amos Yadlin, ehemaliger Direktor des Nachrichtendienstes der Streitkräfte „Aman“, im Oktober 2013 vor einem Fernsehsender seines Landes, wo er sagt, dass Israel über ein Spionage- und Subversionsnetz verfügt, der in der Lage sei, Marokko falls nötig zu destabilisieren.

Der Regierungschef ist also einer neuen Interpellation der antiisraelischen Kreise konfrontiert, die Taten fordern. Vor einem Jahr hatten praktisch dieselben NGOs um sein Eingreifen ersucht, um die Aktivitäten der israelischen Gesellschaft ZIM, Eigentum einer öffentlichen Holding, in den marokkanischen Häfen zu verbieten.

Und Frankreich? Vergessen wir nicht, dass Fabius 2014 ein Übereinkommen mit Israel unterschrieben hatte, um jungen Franzosen die Integration in die israelische Armee zu erleichtern, und dass wir die einzigen waren, die gegen diese skandalöse Vereinbarung demonstriert hatten.

 

aus:

CAPJPO-EuroPalestine – übersetzt von Christiane Reynaud


 

Wenn zwei das Gleiche machen, ist das noch lange nicht dasselbe:

 

Die Israelin Gill Rosenberg kämpft mehrere Monate lang zusammen mit den Kurden gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Nun kehrt die 32-Jährige nach Israel zurück. Der Geheimdienst stellt ihr unangenehme Fragen. Frankfurter Rundschau

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