Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Von der Meinungsfreiheit gedeckt

Mein heutiger Solidaritätsleserbrief, erschienen  in der Badischen Zeitung .

https://www.badische-zeitung.de/kandern/von-der-meinungsfreiheit-gedeckt–162381095.html

Leserbriefe

Evelyn Hecht-Galinski

Von Evelyn Hecht-Galinski

Fr, 28. Dezember 2018

MEINUNGSFREIHEIT
Plakat ist ein Gewinn für die Stadt
Zum Artikel „Von der Meinungsfreiheit gedeckt“, BZ 23. Dezember.

 

Immer wenn ich nach Kandern fahre, um meine Einkäufe zu erledigen, dann bin ich ermutigt, dass es noch junge Menschen gibt, die sich politisch äußern und nachdenken. Das Banner, das Daniel Freund an seinem Fenster in der Bahnhofstraße aufgehängt hat, kann ich nur unterstützen. Alles, was er in dem Artikel ausspricht, kann ich voll unterstreichen und mich mit ihm solidarisieren. Solche jungen Menschen braucht das Land. Auch sehe ich die bis heute unbewiesene Behauptung, dass Assad einen Giftgasanschlag in Syrien ausführte, nur als Vorwand, den Militärschlag der drei Großmächte Frankreich, Großbritannien und USA zu legitimieren. Aber dieser Militärschlag verstößt eindeutig gegen das Völkerrecht und ist durch nichts zu legitimieren. Ja, man fühlt sich ungut an den Beginn des Irak-Krieges erinnert, als die USA mit gefälschten Beweisen Saddam Hussein überführen wollten, dass er Massenvernichtungswaffen besitze. Ähnliche Geschütze fährt übrigens der israelische Ministerpräsident und Kriegsminister Netanjahu gegen Iran auf. Die Stadt Kandern und Bürgermeister Renkert sollten sich doch darüber freuen, einen so politisch engagierten Bürger in ihrer Mitte zu haben. Dieses Plakat ist wichtig und ein Gewinn für die Stadt.

Evelyn Hecht-Galinski

  • Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Fr, 28. Dezember 2018:

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1 Kommentar zu Von der Meinungsfreiheit gedeckt

  1. Liebe Evelyn,
    wie recht Du hast, aber leider sehen einige das mit der Meinungsfreiheit noch immer etwas anders. Ganz extrem ist jedoch die rechtsextrem- radikal- zionistische „Zeitung für christliche Kultur und Politik“, die „Rheinische Post“, kurz „RP“, die heute in ihrer Printausgabe wieder einmal bewiesen hat, lediglich billiges Sprachrohr der rechtsextremen Zionisten zu sein. Da wird beispielsweise einer Bank in Köln Antisemitismus unterstellt, weil bei dieser die Organisation „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, die sich für eine gerechte Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern einsetzt, ein Konto führt. Zudem werden Roger Waters und einer US- amerikanischen Organisation, ersterer ist Unterstützer der BDS Kampagne und letztere hat kürzlich Siedlerhäuser und Wohnungen von jüdischen Siedlern (Westank) aus ihrem Angebot genommen, Hass auf Israel und Antisemitismus vorgeworfen. Im Klartext: Laut RP muss man sich nur für die Einhaltung von Menschenrechten, internationalen Gesetzen und einer gerechten Lösung zwischen Israel und den Palästinensern einsetzen, schon ist man Antisemit und schürt Hass auf Israel. Das die RP sich dabei auch noch „Zeitung für christlische Kulur und Politik“ schimpft, lässt böses für das sogenannte Christemtum erwarten.

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