Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Was auch noch gesagt werden muss!

peres-merkel

Während der „Schlächter von Qana“, der „Friedensnobelpreisträger“ und zionistische Vater der Nakba, des Siedlungsbaus und der „jüdischen Atombombe“, auf dem Herzl Berg beerdigt wurde, kündigte das Netanjahu-Besatzerregime 98 neue illegale Wohnungen für judaistische Siedler an. (1)

Peres wurde von allen Seiten als letzter Vater Israels, der den „Jüdischen Staat“ über Jahrzehnte geprägt hatte gelobt, und von der ganzen „westlichen Wertegemeinschaft“ betrauert und beweint. Was war das für ein gleich geschalteter Chor, der Peres so scheinheilig würdigte. Selten hat man so viele verlogene Reden und Nachrufe gehört wie für diesen falschen Friedensengel. Peres war ein Nationalist und Zionist, der nur eines wollte: nämlich einen Judenstaat aufzubauen, aber im ganzen Palästina! (2)

Sein Ziel war immer, ein „Groß-Israel“ zu erreichen, und diesem Wunsch kam Peres auch immer näher, da der Frieden in weiter Ferne steht, aber die ethnische Säuberung stetig voran schreitet. Er war ein Meister in Vermarktung seiner Person als Friedensbotschafter, mit Stiftungen, die seinen Namen tragen, mit dem Friedensnobelpreis, der ihm allerdings nur auf Drängen der Israel-Lobby verliehen wurde. Aus gut unterrichteten Kreisen wurde bekannt, dass Peres eigentlich nicht als Preisträger vorgesehen war neben Rabin und Arafat, aber als die Israel Lobby Druck machte, war auch er dabei.

Selten verstand es ein Politiker wie Peres, der so für Krieg und Eroberung stand, der diese illegale Eroberung auch mit Sicherheit und Recht auf Selbstverteidigung der Juden verteidigte, so im Friedensfokus. Sein Frieden allerdings war, anders als in der Öffentlichkeit bekannt, ein Frieden nur für Juden, der mit allen Mitteln verteidigt werden sollte. Niemals ging es um Recht und Gerechtigkeit für die Besetzten, sondern immer nur um die Sicherheit für den „Jüdischen Staat“ ohne Grenzen, der sich täglich für diese „Sicherheit“ vergrößert, also illegal palästinensisches Land enteignet und ethnisch säubert. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die berüchtigte israelische Justizministerin Shaked letzte Woche während einer Rede in der Columbia University den sogenannten „Peres-Plan“ ins Spiel brachte, der die illegale Besatzung Palästinas für immer legalisieren will und damit die legitime palästinensische Selbstbestimmung für immer zunichte gemacht werden soll. (3)

Peres wollte seinen Frieden, mit ganz Palästina als Land des „Jüdischen Volkes“, inklusive der illegal besetzten Gebiete, und all das konnte er so darstellen, dass sich die westliche „Wertegemeinschaft“ seinen, den zionistischen Werten hinzugeneigt fühlte. Wenn man also richtig hinschaut, dann war Peres, wie all die anderen Politiker im „Jüdischen Staat“, niemals bereit, ein Selbstbestimmungsrecht, also einen selbstbestimmten Palästinenser-Staat, neben dem „Jüdischen Staat“ zu dulden. Peres war ein Wolf im Schafpelz, ein Mann der zwar ein ewiger Wahlverlierer war, es aber trotzdem verstand, im Ausland seine wirklichen Intentionen als Friedensvisionen zu verkaufen.

Kanzlerin Merkel und Kollegen, die sich Peres und seinem Vermächtnis verpflichtet fühlen, sollten sich schämen. Seit Merkel an der Macht ist und die Sicherheit des „Jüdischen Staates“ als deutsche Staatsräson verordnet hat, haben sich die illegalen jüdischen Siedler auf besetztem palästinensischen Land auf über 500.000 erhöht, genauso wie die Siedlungen. Kein Wort gegen die täglichen Menschenrechtsverbrechen, die auch vor Kindern, Jugendlichen und wehrlosen Kranken nicht Halt machen.

Es fehlt nur noch, dass Papst Franziskus ihn als ersten Juden selig und heilig sprechen wird! Von Merkel bis Gauck, von Wulff bis Wolffsohn, keiner wollte es sich nehmen lassen, seinem Vermächtnis zu folgen und als Verpflichtung weiter zu machen. Speziell Kanzlerin Merkel, die diesem Traum des „friedlichen Traums des Nebeneinander“ weiter folgen will, sollte sich als deutsche Kanzlerin schämen für solche Aussagen. Näher einzugehen auf diese Würdigungen ist überflüssig, da sie nur das Verlogene dieser übersteigerten „Israel-Liebe“ zeigen. Tatsache ist doch, dass Peres’ angebliche Träume zu Alpträumen für die Palästinenser geworden sind. Seine dunkle Seite wird in deutschen Medien verleugnet. (4)

Er, der immer nur auf die Sicherheit des „Jüdischen Staates“ bedacht war, der ewige Optimist, wie man ihn bezeichnete, war in Wirklichkeit ein knallharter Zionist, der Palästinenser und Juden immer als ungleiche Partner sah, und Juden immer über Palästinenser stellte, begleitete den „Jüdischen Staat“ von Anbeginn an in den moralischen Abgrund und in die Apartheid! (5)

Warum hat es nicht eine deutsche Zeitung gewagt, Artikel über den wahren Peres zu veröffentlichen? Warum liest man in keiner Zeitung diesen Artikel von Ilan Pappe, der einen Nachruf aus der Perspektive der Opfer schrieb? (6)

Dafür konnte man z.B. in der FAZ eine ganzseitige Anzeige für Peres „bewundern“, die über den großen Verlust trauerte, sein Werk für die gesamte Gesellschaft würdigte und auch noch als „führendes Licht“ für uns alle bezeichnet wurde. Gerade VW, der Konzern der es verstand, seine Betrügereien so lange zu vertuschen, passt natürlich grandios zu Peres und seinen verlogenen Sprüchen. Man kann sich nur angewidert davon abwenden, dass ausgerechnet Konzerne, die früher die meisten Naziverbrechen unterstützt und Zwangsarbeiter beschäftigt haben, sich heute wieder schuldig machen an der Unterstützung von Besatzungsverbrechen und ethnischer Säuberung. Die Zeiten ändern sich, die Menschen nie!

Alle wichtigen Blogs und Websites veröffentlichten historische Nachrufe auf Peres, während deutsche, europäische und us-amerikanische Sayanim nur verlogene Zeilen schrieben. Können sich diese Sayanim eigentlich noch im Spiegel ansehen, und schämen sie sich nicht, dass sie so viel Unwahrheit von sich geben? Tatsache ist doch, dass der „jüdische Staat“ seit Jahrzehnten durch Politiker wie Peres eine einmalige und unmenschliche Besatzung aufrecht erhält, die eben auch nur durch diese willfährigen Politiker- und Medien-Unterstützung fortgeführt werden kann.

Es ist diese unerträgliche Instrumentalisierung des Holocaust, die alles gestattet, nur um die „Sicherheit“ und das „Existenzrecht“ eines einmaligen Besatzer-Staates aufrecht zu erhalten. Der Historiker Saul Friedländer machte in einem Süddeutsche Zeitung Interview vom 30. September nachdenkenswerte Aussagen. Ihn störte, dass es in Israel heißt „nie wieder“, was aber nur heißt, „nie wieder schwach sein“, dass damit das Gedenken an die Opfer für eine bestimmte Politik instrumentalisiert wird, oder dass bei einer Zeremonie in Auschwitz drei Flieger der israelischen Luftwaffe über das Gelände donnerten, was ihm widerwärtig war. Friedländer, der sich Israel sehr verbunden fühlt, würde seinen Freunden raten, nicht mehr dorthin zu fahren, wenn es zu einem Apartheid-System komme. Allerdings sehe ich im Gegensatz zu Friedländer den Apartheidstaat schon als Realität bestehen und fahre deshalb nicht mehr in diesen Staat! Friedländer liegt in einem völlig richtig, zulässig als einziger Grund, die Shoah/Holocaust zu instrumentalisieren und Lehren daraus zu ziehen, sei: „Humanität, Toleranz und sich menschlich zu verhalten.“ Aus diesem Grund habe ich auch den Wahlspruch meines Vaters Heinz Galinski verinnerlicht, „ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen“!

Tatsächlich gehört es heute zum Standardrepertoire, dass jeder offizielle Besucher des „Jüdischen Staates“ Yad Vaschem besuchen muss, nicht einmal, nicht zweimal, nein immer wieder, so wird schon einmal das „richtige Klima“ geschaffen, um alle Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Nochmals, es war ein furchtbares Schauspiel, dass sich alle einflussreichen politischen Persönlichkeiten versammelten, um dem Nationalisten Peres, der für Kriegsverbrechen stand, die letzte Ehre erwiesen. Und fälschlicherweise bezeichnete der Bruder im Geiste, der Drohnenkrieger Obama, fälschlicherweise Jerusalem als Hauptstadt des „Jüdischen Staates“, und erst das Weiße Haus musste diese Falschaussage richtig stellen. (7)

Es war ein Schmierentheater der schlimmsten Art, an dem sich sogar Palästinenserpräsident Abbas beteiligte und dem Besatzer seines Volkes huldigte. Nicht Peres sollte er betrauern, sondern seine illegal besetzten Landsleute und seine Kollaboration mit dem Netanjahu-Regime, die dem palästinensischen Volk den Todesstoß versetzen wird, sollte es so weiter gehen wie bisher. Abbas verteidigte seine Teilnahme, die von palästinensischer Seite, von Fatah bis Hamas, zu Recht kritisiert wurde, als Zeichen, dass Palästinenser Frieden wollen, und als diplomatischen Schritt. Was für ein trauriger Witz. Frieden mit Israel? Will der Präsident ohne Mandat so seine Zusammenarbeit mit den jüdischen Besatzern legitimieren, um seine Sicherheit zu sichern? Ja, man kann die Hamas im illegal blockierten Konzentrationslager Gaza verstehen. Es war ein Tag des Zorns, der einen packen konnte angesichts der trüben Aussichten für Palästina, den Nahen und den Mittleren Osten!(8)

Alles was noch gesagt werden muss, blieb ungesagt, aber Günter Grass, einer, der den Literaturnobelpreis verdient hat im Gegensatz zu vielen „Friedensnobelpreistägern“, die diesen überhaupt nicht verdient haben, fand die richtigen Worte in seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“

Was gesagt werden muss / von Günter Grass
Warum schweige ich, verschweige zu lange,
was offensichtlich ist und in Planspielen
geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
wir allenfalls Fußnoten sind.
Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
der das von einem Maulhelden unterjochte
und zum organisierten Jubel gelenkte
iranische Volk auslöschen könnte,
weil in dessen Machtbereich der Bau
einer Atombombe vermutet wird.
Doch warum untersage ich mir,
jenes andere Land beim Namen zu nennen,
in dem seit Jahren – wenn auch geheimgehalten –
ein wachsend nukleares Potential verfügbar
aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
zugänglich ist?
Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er mißachtet wird;
das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig.
Jetzt aber, weil aus meinem Land,
das von ureigenen Verbrechen,
die ohne Vergleich sind,
Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität
darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
dorthin lenken zu können, wo die Existenz
einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
sage ich, was gesagt werden muß.
Warum aber schwieg ich bislang?
Weil ich meinte, meine Herkunft,
die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
dem Land Israel, dem ich verbunden bin
und bleiben will, zuzumuten.
Warum sage ich jetzt erst,
gealtert und mit letzter Tinte:
Die Atommacht Israel gefährdet
den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
Weil gesagt werden muß,
was schon morgen zu spät sein könnte;
auch weil wir – als Deutsche belastet genug –
Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
durch keine der üblichen Ausreden
zu tilgen wäre.
Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
weil ich der Heuchelei des Westens
überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
den Verursacher der erkennbaren Gefahr
zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
gleichfalls darauf bestehen,
daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle
des israelischen atomaren Potentials
und der iranischen Atomanlagen
durch eine internationale Instanz
von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.
Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
mehr noch, allen Menschen, die in dieser
vom Wahn okkupierten Region
dicht bei dicht verfeindet leben
und letztlich auch uns zu helfen.

6 Kommentare zu Was auch noch gesagt werden muss!

  1. SIE SAGT, WAS GESAGT WERDEN MUSS. Eines aber lässt mich nach Zeiten der Hoffnungslosigkeit doch wieder hoffen: „Das abgesagte Konzert am Freitag Abend hatte zur Folge, dass das Thema „Redeverbot für Israelkritiker“ endlich in Deutschland öffentlich gemacht wurde. Nachdem die Süddeutsche Zeitung in ihrer Freitagsausgabe ausführlich und sehr ausgewogen über die Münchner Vorgänge berichtet hatte, waren etwa 150 Menschen gekommen, um zunächst einer Performance von Nirit Sommerfeld vor der Kirche zuzusehen, in der sie im wahrsten Sinne Gesicht zeigte und unmissverständlich deutlich machte, sie sei „manchmal sprachlos“, doch „niemals mundtot“. Danach öffnete der Pfarrer die Kirchenpforten zum Gespräch und überließ zunächst dem Pianisten Michael Leslie, dann Nirit Sommerfeld und schließlich dem Publikum für Fragen das Mikrofon. Ein kurzer Bericht darüber findet sich in der Wochenendausgabe der SZ.“

  2. Sehr geehrte Frau Hecht-Galinski,
    danke sehr für Ihre Aufklärung (die mir über KenFM bekannt wurde).
    Sie sind nicht allein! Denken Sie z.B. an Daniel Barenboim!
    Ihre S.H., DD

  3. Und wie gut Du das wieder gesagt hast! Das Verhältnis des israelischen Staates zu Palästina ist ein Trauerspiel und Simon Perez sein Regisseur – von Dir eindrucksvoll in allen verbrecherischen Einzelheiten beschrieben. Nur dass es bitterste Realität ist. Wichtig auch, dass Du Günter Grass‘ Gedicht über die unkontrollierte Atommacht Israel und die Gefahr, die von ihr für die ganze Welt ausgeht, noch einmal zitierst. Es war ja damals ein beschämendes Schauspiel, wie über Nacht die gesamte deutsche Presse, die den Dichter früher gefeiert hatte, Grass nun zum Antisemiten und politischen Narren erklärte. Wie Recht er hatte, erfuhr man jetzt, da Perez sich posthum (diese Information durfte erst nach seinem Tod publik gemacht werden) damit brüstete, den kriegswütigen Netanjahu vom Einsatz der israelischen Atombombe gegen Iran abgehalten zu haben. Das Unisono-Trauern und Reinwaschen des schlimmsten Zionisten Perez zeigt wieder einmal den gradezu unheimlichen Einfluss Israels auf die Politik und Presse der westlichen Welt.

  4. Viele die in Israel Regierungsverantwortung mitgetragen haben waren vorher in Terrorgruppen aktiv. Man sollte über Tote nichts Schlechtes sagen. Jeder hat die Möglichkeit sich über den Werdegang dieser „Menschenfreunde“ zu informieren. Herr Pappe hat dazu ein sehr interessantes Buch geschrieben…“Die ethinsche Säuberung Palästinas“…So falsch wie die Judenverfolgung im Dritten Reich war, so falsch ist die Lobhudelei für Zionisten, Israelis,Juden heute. Ein sachlicher, krtikfähiger Umgang mit Fakten wäre angebracht. Da aber sähen die Zionisten, Israelis, Juden heute nicht sehr gut aus wenn das Völkerrecht korrekt angewandt würde. Dies ist aber nicht gewollt. Vor diesem Hintergrund würde das ach so hochgelobte Lebenswerk mancher israelischer Politiker wohl in einem ganz anderen Licht erscheinen.

  5. Ein paar Dinge fehlen noch :-). Peres war am Vertuschungsversuch der Lavon-Affäre beteiligt. Er erhielt als Verteidigungsminister Israels umgerechnet 3,5 Millionen Dollar Bestechungsgelder von Lockheed Aircraft, die auf einem Geschäftskonto seines Bruders deponiert wurden (Ari Ben-Menashe: „Profits of War“, pp. 21 ff.). Was mit dem Geld geschah, wurde nie ermittelt. Peres war auch am Iran-Contra-Skandal beteiligt (Ebd., pp. 56 ff., 150 ff.). Und schließlich war es auch Peres, der als erster israelischer Vertreter in Südafrika vorstellig wurde und später Waffenverträge unterschrieb.

  6. -Friedländer liegt in einem völlig richtig, zulässig als einziger Grund, die Shoah/Holocaust zu instrumentalisieren und Lehren daraus zu ziehen, sei: „Humanität, Toleranz und sich menschlich zu verhalten.“-
    Sehr geehrte Frau Hecht Galinski,
    trotz oder vielleicht wegen eines in der westlichen Wertegemeinschaft staatlich verordneten Geschichtsverständnisses über Rassismus, Antisemitismus, Shoah/Holocaust, den Tribunalen von Nürnberg etc., meldet Wikipedia:

    „Es sind weltweit mindestens 25 Millionen Menschen nach Ende des Zweiten Weltkrieges durch Kriege gestorben.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen

    Was ist da falsch gelaufen?

    Könnte es sein, dass das durch die anglo-amerikanische psychologische Kriegsführung geprägte Geschichtsbild und Justizwesen eine wesentliche Ursache für fortdauernden Rassismus, Intoleranz und Unmenschlichkeit ist? Das dieses Bild die Ursachen mehr verschleiert als sie benennt.

    Denn wenn 2 das Gleiche tun ist es lange nicht dasselbe.

    Ein Beispiel: Zur Evian-Konferenz. F.D.R konnte für die Juden nichts tun,
    „..da ihm [Roosevelt] ja durch ein äußerst restriktives Einwanderungsgesetz die Hände gebunden waren.“
    Saul Friedländer, Das Dritte Reich und die Juden, Verlag C.H. Beck 2007, II Seite 269

    Auch dem SS Mann Hanning waren durch Eid und eine restriktive Gesetzgebung die Hände gebunden.
    Man kann dem Volksschüler Hanning vorwerfen, dass er sich hätte zur Front melden können.
    Wer warf dem Harvard Absolventen und Präsidenten der USA vor, dass er nicht vom Amt zurücktrat, als er sah, dass er gegen die restriktive Gesetzgebung nichts machen konnte?

    Wikipedia schreibt:
    „Roosevelt ging als einer der prägendsten Präsidenten in die amerikanische Geschichte ein und gehört zu den bedeutendsten Staatsmännern des 20. Jahrhunderts.[…] auch sein Agieren als politischer Führer im Zweiten Weltkrieg werden sehr positiv bewertet.“

    Ich finde es wird Zeit, dass der Einfluss der anglo-amerikanischen psychologischen Kriegsführung auf die Geschichtsbetrachtung, speziell des NS Systems zurückgedrängt wird.

    Ein Blick auf Arthur Ponsonboy und Prof. Rothfuß könnte da weiterführen.
    In seinem Buch Falsehood in Wartime (1928) untersuchte und beschrieb er die Methoden der Kriegspropaganda der Kriegsbeteiligten im Ersten Weltkrieg.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Ponsonby,_1._Baron_Ponsonby_of_Shulbrede
    Rothfuss
    Prof. Dr. Rainer Rothfuß: Feindbildgenese, Konfliktforschung & Medien (deutsch) [12/2014]
    https://www.matrixwissen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1453:rotfuss-feindbildgenese-und-konfliktforschung&catid=97&lang=de&Itemid=510
    https://www.youtube.com/watch?v=QFUbsLZWMtE
    Die Techniken von heute sind die gleichen wie anno dunnemals.

    Bleiben Sie weiterhin kritisch. Angepasste haben wir genug im Lande.

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