Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Wer hat meinen Vater umgebracht? Von Edouard Louis, Fischer Verlage

Edouard Louis ist ein beeindruckender junger französischer Schriftseller, dessen Wut ich sehr gut nachvollziehen kann. Sein neues Buch „Wer hat meinen Vater umgebracht“, schildert auf 77 Seiten, mit großem Mitgefühl von seinem Vater und dessen Wut gegen eine Gesellschaft, in der die Schwächsten keine Platz haben. Gilt das nicht ähnlich auch für uns und unsere Gesellschaft? Ist die gelbwesten-Bewegung nicht ein Ausdruck dieser Hilflosigkeit, die sich momentan entlädt? So trifft  Edouard Louis genau den Nerv dieser Geschehnisse. Was sich in Frankreich abspielt und wogegen der Selbstdarsteller Macron kein Rezept hat, sollte uns alle wachrütteln. Ein kleines Buch, dass es in sich hat und so fesselnd ist, dass es mehr Appetit auf Edouard Louis, diesen durch und durch politischen Autor macht.

Evelyn Hecht-Galinski


Édouard Louis Wer hat meinen Vater umgebracht

Wer hat meinen Vater umgebracht

Édouard Louis Wer hat meinen Vater umgebracht

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Inhalt

Bibliografie

Pressestimmen

Ein zorniger junger Autor auf Erfolgskurs – ein emotionales, persönliches und hochpolitisches Buch

»Literatur muss kämpfen – für all jene, die selbst nicht kämpfen können.« Édouard Louis

»An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung« lautet der erste Satz in Édouard Louis‘ Roman »Das Ende von Eddy«. In seinem neuen Buch »Wer hat meinen Vater umgebracht« sieht Louis das anders, mittlerweile versteht er die Gewaltausbrüche seines Vaters, der unter der sozialen Ungerechtigkeit einer Gesellschaft leidet, die für Menschen wie ihn keinen Platz hat. Louis erinnert sich an einen liebevollen und fürsorglichen Vater, der seinem Sohn wünscht, aus den einfachen Verhältnissen auszubrechen. Édouard Louis hat es geschafft. Eine überwältigende Hommage an den eigenen Vater und dessen gescheiterte Träume.

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Hardcover
Originalsprache: Französisch
Übersetzt von: Hinrich Schmidt-Henkel

Preis € (D) 16,00 | € (A) 16,50
ISBN: 978-3-10-397428-7
lieferbar

80 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
S. FISCHER
Preisänderungen & Lieferfähigkeit vorbehalten.

»zugleich eine zärtliche Liebeserklärung, eine heftige Abrechnung und eine Art offener Brief«
Romain Leick, Der Spiegel, 21.01.2019

»visionär«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 23.01.2019

»Im Zuge der Gilet-jaunes-Bewegung könnte sein neues Buch nicht aktueller sein«
Jonas Dreyfus, Sonntagsblick, 20.01.2019

»Das Buch ist am Ende gleichzeitig eine Trauerrede, ein Versöhnungstext und ein romantischer Aufruf zur Revolution. Sehr eindringlich und unbedingt lesenswert.«
Marcela Drumm, Westdeutscher Rundfunk, 22.01.2019

»Édouard Louis neuestes Buch ist eine Kampfschrift – mutig und hellsichtig.«
Hannah Rau, Westdeutscher Rundfunk, 28.01.2019

»Man liest Édouard Louis‘ Anklage so atemlos, wie er sie geschrieben hat.«
Renée Zucker, Rundfunk Berlin Brandenburg, 27.01.2019

»Der Zorn tut gut, und er funktioniert, weil er auf dem zärtlichen Blick auf den Vater beruht.«
Jörg Magenau, Rundfunk Berlin Brandenburg, 28.01.2019

»Ein schmales Büchlein, aber mit der Schlagkraft eines Zola’schen ›J’accuse‹ oder der aufrührerischen Schrift ›Empört Euch!‹ von Stéphane Hessel.«
Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten, 31.01.2019

 https://www.fischerverlage.de/autor/edouard_louis/23008
https://www.zeit.de/2019/05/vater-umgebracht-edouard-louis-buch-frankreich-gelbwesten
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/05/edouard-louis-schriftsteller-name-freiheit-rettung

 

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