Wieder miteinander reden, statt übereinander zu schimpfen Von Jochen Mitschka

 

 

Die vergessenen Lehren von Auschwitz Von Jochen Mitschka Nibe Media

 

Politicum Illustrati – Ein Diskussionsforum

Wieder miteinander reden, statt übereinander zu schimpfen

Von Jochen Mitschka

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Spaltung der Gesellschaft anscheinend eine erfolgreiche Politik der Regierenden ist, um das Narrativ der herrschenden Kreise zu beschützen. War es früher nicht nur in der Wissenschaft sogar der Wunsch von Autoren, dass ihre Thesen kritisch hinterfragt wurden, damit sich die eigene Meinung entweder verfestigt, oder verändert werden konnte, gilt heute nur noch das „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“. Das Produkt von „teile und herrsche“ zur Bewahrung der Hoheit über die einzige Wahrheit umfasst heute nicht nur das Hetzen von Links gegen Rechts, von Jung gegen Alt, von Frauen gegen Männer, von „Transatlantiker“ gegen „Putinversteher“. Als ob das noch nicht genug wäre, gibt es nun auch noch innerhalb der bisher relativ homogen erscheinenden Gruppen die Spaltung in „Corona-Leugner“ und „Impfbefürworter“. Immer werden Extrempositionen und Einzelfälle genutzt, und dann zu Menschen in eine Schublade gesteckt. Wodurch jede Annäherung unmöglich wird. Das ist eine gesellschaftliche Sackgasse.

Da ich zum 1. Juni die Aufgaben des Herausgebers beim Alitheia-Verlag übernehme, entschloss ich mich, eine anspruchsvolle alternative Diskussionsplattform bereit zu stellen. Unter dem Begriff „Politicum Illustrati“ wurden in der Vergangenheit Texte als E-Book veröffentlicht, die für ein Buch zu klein, aber für einen Artikel zu groß waren. Dieses Format wollen wir nun erweitern.

Nachdem Autoren ihren Text eingereicht haben, und er veröffentlicht wurde, wird der Herausgeber des Verlages in Zukunft eine Reihe von Persönlichkeiten anschreiben, und ihnen eine Kopie des Papiers zukommen lassen. Dabei wird die Bitte zum Ausdruck gebracht, einen oder mehrere Punkte in dem Essay zu kritisieren, und auf 2 Seiten oder mehr, die Kritik zu begründen. Gleichzeitig werden alle an dem Thema interessierten, die bereit sind ihre Meinung nieder zu schreiben, gebeten, ein Rezensionsexemplar anzufordern, und eine Replik zu verfassen.

Die eingehenden Kritiken werden dem Autor übermittelt, der seine Antwort darauf schreibt. Und der Verlag erstellt dann einen Replik-Sammelband, der unter dem gleichen Titel mit dem Zusatz (Replik) erscheinen wird. Sollte dann von Seiten der Kritiker der Wunsch bestehen, auf diesen Band der Repliken zu antworten, folgt eine dritte Veröffentlichung.

Am Ende des Verfahrens wird aus den 2 oder 3 E-Books eine Buchversion kompiliert, welche auch in gedruckter Form erscheinen soll.

Die Hoffnung besteht, dass von diesem Verfahren nicht nur die Leser profitieren, die nun keine einseitige Indoktrination erhalten, sondern eine Information, welche das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Ein Vorgang, den sonst die Leser selbst mühsam hätten vornehmen müssen, um sich umfassend zu informieren.

Wir wollen beginnen mit einem Thema, das sicher sehr kontrovers diskutiert werden kann, nämlich einem Essay über „Faschismus, Deutschland und Israel“ (1).

Faschismus in Deutschland und Israel als Inhalt eines Essays ist eine Gradwanderung. Aber die Basis für die Analysen, die in diesem Essay vorgetragen werden, stammen aus Veröffentlichungen, die in Israel und unter wissenschaftlichen Ansprüchen erstellt wurden. Es geht nicht darum, festzustellen, ob es in Israel derzeit einen Faschismus gibt, sondern der Autor analysiert die Hintergründe der Politik, die offensichtlich mit faschistoider Politik kokettiert. Dies wird durch das Titelbild deutlich gemacht, welches als Screenshot aus einem Wahlwerbevideo einer ehemaligen Ministerin stammt.

Tatsächlich wird versucht zu analysieren, inwieweit sich die politische Entwicklung Israels mit der vor-faschistischen Zeit vor dem Erreichen des Höhepunkts der faschistischen Bewegung vergleichen lässt. Insofern dient Deutschland nur als Beispiel für die Anfang des letzten Jahrhunderts weit verbreiteten ideologischen Entwicklung in vielen Staaten.

Der wichtigste Beitrag, über den diskutiert wird, wurde im Rahmen des israelischen Wissenschaftsrates finanziert und von Professor Yoav Rinon erstellt. Zusätzlich werden Einwände aus deutscher Sicht besprochen und weitere Diskussionsbeiträge.

Das Ergebnis wird den einen oder anderen Leser verunsichern. Aber die Politik Israels ist nach Ansicht des Essays leider an einem Scheideweg angelangt, an dem sie sich wird entscheiden müssen, welchen Weg die Gesellschaft weiter gehen will. Der Beitrag von Professor Yoav Rinon ist daher ein Diskussionsbeitrag für Israel, während dieses Essay das Gleiche unter deutschen Vorzeichen realisieren soll.

Wer an der Erstellung einer Kritik, Gegendarstellung oder Rezension, egal wie man es nennt, interessiert ist, sollte bitte ein Rezensionsexemplar, gerne auch direkt bei mir (herausgeber@alitheia-verlag.de), und seinen Text zur Veröffentlichung einreichen. Bitte reichen Sie diese Nachricht auch an Personen weiter, von denen Sie der Meinung sind, dass Sie bereit wären, einen Beitrag zur Diskussion zu leisten.

Politicum Illustrati – Faschismus, Deutschland und Israel

Politicum Illustrati – Faschismus, Deutschland und Israel: Faschismus in Deutschland und Israel als Inhalt eines Essays ist eine Gratwanderung. Aber die Basis für die Analysen, die in diesem Essay vorgetragen werden, stammen aus Veröffentlichungen, die in Israel und unter wissenschaftlichen Ansprüchen erstellt …

1 Kommentar zu Wieder miteinander reden, statt übereinander zu schimpfen Von Jochen Mitschka

  1. Dialog setzt ‘gleiche Ebene’ (Gleichwertigkeit), gleiches Ziel (Allgemeinwohl) voraus. So die Palästinenser Edward Said («Orientalismus») und Sari Nusseibeh («Palästina ein Staat?»). Sie sind arabische Denker. Edward Said der mit dem europäischen Denken durch und durch vertraut war, wusste deshalb schon zum Voraus, dass (das europäisch-zionistische) Israel in Verhandlungen ein Instrument der Zerstörung von Palästina sieht. Er versuchte deshalb alles, um Palästina von Verhandlungen mit Israel abzuhalten. Dass auf keinen Fall mit Israel verhandelt werden darf sah auch etwas später Sari Nusseibeh ein.

    Dialog und auch Konsens sind dem Mitteleuropäer, vor allem dem Deutschen völlig fremd, nicht nachvollziehbar. Bei ihm gilt letztlich das Recht des Stärkeren, das er mit seinen unverbindlichen, unkonkreten, ufer- und endlosen Diskussionen zu überdecken, zu verdrängen versucht. Für ihn gilt jenes Rachedenken das er den anderen unterstellt. Auch Zionismus ist ein Produkt dieses europäischen Denkens.

    Das Ziel Deutschlands ist es eine Supermacht zu werden. Über andere zu bestimmen. Mit der militärischen Wideraufrüstung Deutschlands wurde, kaum war der 2. Weltkrieg, begonnen und wird heute zusätzlich beschleunigt. Deutschland besetzt wichtige Schlüsselpositionen bei der EU und der Nato. Von Seiten Jochen Mitschkas und jenen die ihm nahestehen wird dies alles nicht einmal erwähnt. Schon gar nicht gibt es konkreten Widerstand gegen die weiteren Supermachtbestrebungen und der Dominanz Deutschlands über Europa. Dies heisst dass sie dies loyal befürworten, unterstützen.

    Herr Mitschka?
    Was und wer verhindert Dialog und warum? Was und wer verhindert das Konkrete, das Verbindliche, zum Beispiel ganz konkreten und nicht nur rein unverbindlichen, verbalen Widerstand gegen die Sanktionspolitik gegen Kuba, Syrien, Iran und andere Bevölkerungen mehr?

    Auch dies(was ich gerade erhalten habe) ist nur ein Beispiel worüber die Kreise um Herr Mitschka schweigen.
    https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8289/

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