Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Zum Todestag von Heinz Galinski

Unvergessen:

Am 19.Juli 1992, heute vor 25 Jahren, verstarb mein unvergessener Vater, Heinz Galinski, dessen Lebensmotto „Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen“, seinem Andenken  habe ich meine Antriebskraft für Gerechtigkeit gewidmet . Er schwieg nicht, im Gegensatz zu seinen Nachfolgern, die er glücklicherweise nicht mehr erleben musste und in diesem Deinem Sinne: Ich schweige auch nicht!

Der Spiegel: GESTORBEN – Heinz Galinski

Das jüdische Gewissen der Nation

Heute vor 20 Jahren starb Heinz Galinski. Als Leiter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und des Zentralrats der Juden in Deutschland gab er den deutschen Juden ein Gesicht. Mit seiner Haltung zu Israel und Rechtsextremismus machte er sich nicht nur Freunde. Seine Nachfolger müssen nun hohen Erwartungen gerecht werden.

– Heinz Galinski – mehr als ein Repräsentant der Juden in Deutschland

Mit Heinz Galinski erhielt die jüdische Präsenz im westlichen Nachkriegsdeutschland einen besonderen Vertreter. Für ihn gab es keine Kollektivschuld, keine Verantwortung der jungen Generation für das Geschehene. Aber er erwartete, dass sich auch die Nachgeborenen mit der Geschichte ihres Landes auseinandersetzten.

3 Kommentare zu Zum Todestag von Heinz Galinski

  1. Der Tod von Heinz Galinski war für alle Deutschen ein großer Verlust. Er war einer der Überlebenden des Grauens, der sich bei Juden und Nichtjuden durch seine Haltung Respekt erworben hat.

  2. Ihr Vater übernahm den Zentralrat von einem Wirtschaftsverbrecher, der 40 Millionen DM aus den Entschädigungsgeldern in die eigene Tache gesteckt hatte. Spätestens seit Frau Knobloch den Vorsitz übernahm, wurde der ZdJ endgültig zur Außenstelle der Likudpartei. Herr Dr. Schuster muss es sich gefallen lassen, dass man ihm Unterwerfung unter den Islam andichtet, wenn er vor Rechtspopulisten warnt. Das deutsche Judentum selbst ist im freien Fall nach rechts begriffen. Judentum in Deutschland, das sind leider nicht nur Reformjudentum und die Tradition der Aufklärung, das sind in erster Linie H. M. Broder und Rafael Korenzecher.
    Ihr Vater war oft unbequem, nicht immer so gerecht, wie Sie ihn darstellen. Von ihm stammt auch der sinngemäße Satz, dass eine Welt, die ein Auschwitz nicht verhindert habe, kein Recht habe, über Israel zu richten. Das ist die Keule, die auch Sie oft genug zu spüren bekommen.
    Aber es bleibt die Erinnerung an einen Mann, der nicht anderswo fragen musste, was er denken und sagen darf.

  3. Liebe Evelyn, nich nur Du hast einen sehr guten Vater vor 25 Jahren verloren, sondern wir alle haben einen sehr kritischen.besonnenen und liebenswerten Menschen verloren.

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