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Der Corona-Irrsinn deutscher Politiker und die Befreiung durch Gottesdienste Von Yavuz Özoguz

Der Corona-Irrsinn deutscher Politiker und die Befreiung durch Gottesdienste

Der Corona-Irrsinn deutscher Politiker und die Befreiung durch Gottesdienste Nein, ich will Corona nicht verharmlosen! Und Nein, ich behaupte auch nicht, dass keine Maßnahmen gegen Corona nötig sind.

Der Corona-Irrsinn deutscher Politiker und die Befreiung durch Gottesdienste

Von Yavuz Özoguz

 

Der Corona-Irrsinn deutscher Politiker und die Befreiung durch Gottesdienste

Nein, ich will Corona nicht verharmlosen! Und Nein, ich behaupte auch nicht, dass keine Maßnahmen gegen Corona nötig sind. Aber wenn ich sehe, wie unsere Politiker mit einer Krankheit umgehen, die bisher – Gott sei Dank – noch zu keiner Notsituation im Land geführt hat und die immer noch beherrschbar scheint, dann muss man sich wirklich Sorgen machen, in welches Chaos unser Politiker das Land stürzen werden, wenn es ernst wird.

Stellen wir uns zur Verdeutlichung eine junge deutsche Familie vor, noch jung verheiratet mit einem, sagen wir einmal, zehnjährigem Kind. Wie ein jungverheiratetes Paar ein zehnjähriges Kind haben kann, ist hier nicht Gegenstand der Diskussion! Diese Kleinfamilie, die für deutsche Verhältnisse fast schon eine Großfamilie ist, lebt in NRW. Der Vater hat einen Bruder in NRW, der damit auch der Onkel des zehnjährigen ist. Die Eltern der Mutter sind geschieden, was ja auch völlig normal wäre, und ein Elternteil lebt in Niedersachsen und der andere in Bremen. Die kleine Familie nutzt das Wochenende, um Gutes zu tun und die Verwandten zu besuchen, da alle drei Verwandten Probleme haben, die in persönlichen Gesprächen am besten zu lösen sind. Zuerst liegt die Wohnung des Bruders bzw. Onkels aus NRW auf dem Weg. Sie kommen an, steigen alle drei aus – also Vater, Mutter und Kind – und gehen in die Wohnung des Bruders. In NRW gilt die sogenannte Einpersonen-Besuchsregel nur im öffentlichen Raum. In Privaträumen dürfen die drei gemeinsam hinein. Sie lösen bei einem Glas Tee und Kuchen das Problem des Bruders, setzen sich in den Wagen und fahren zur Mutter in Niedersachsen. Hier darf nur eine Person in das Haus der Mutter, was auch für Kinder gilt. Die anderen beiden bleiben im Auto. Nachdem der erste Besucher das Problem der Mutter gelöst hat, steigt er in den Wagen, und nacheinander gehen auch die anderen beiden rein, um die Schwiegermutter bzw. Oma zu grüßen. Für Tee und Kuchen reicht die Zeit nicht, da sonst die anderen im Auto frieren würden. Und weiter geht es zum Schwiegervater bzw. Opa in Bremen. Hier darf ein Ehepartner zusammen mit dem zahnjährigen Kind in das Haus, da hier bei der Einpersonenregel Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt werden. Das Kind kann in der Wohnung bleiben und die Eltern müssen sich abwechseln. Für Tee und Kuchen reicht die Zeit wieder nicht, da sonst einer im Auto frieren müsste. Aber dreimal Kuchen an einem Tag wäre ohnehin nicht gesund.

Die obige Schilderung scheint übertrieben. Und wenn Viren lachen könnten, wären die Regeln möglicherweise die beste Virenbekämpfungsmethode, da die Viren sich totlachen würden, aber leider handelt es sich um den Ernst, mit dem uns unsere Regionalpolitiker ihre Kompetenz vorleben. Parallel dazu mussten wir uns monatelang anhören, wie Politiker und Presstituierte uns erklärt haben, dass die überwiegende Mehrheit des Volkes sich geradezu auf die Impfung freuen würde, und wir kamen uns einsam vor in unserer Impfskepsis – fast wie ein Außenseiter. Jetzt aber erklären uns die gleichen Politiker und Presstituierten, wie wir uns anstrengen müssten, um die plötzlich aus dem schwarzen Loch entwichene Impfskepsis zu überwinden. Das sagen uns übrigens die gleichen Politiker, die während der größten Pandemie unserer Lebensgeschichte dutzende Krankenhäuser im Land abgewickelt und unzählige Intensivstationsbetten abgebaut haben.

Die Impfskepsis wird allerdings noch durch einen sehr merkwürdigen Umstand befeuert: Das religiöse Oberhaupt der Islamischen Republik Iran Imam Chamenei – den meine Wenigkeit als Heiligkeit unserer Zeit ansieht – hat die Einfuhr des amerikanischen Impfstoffes verboten. Er sagte in einer jüngsten Rede [1]: „Wenn die US-Amerikaner in der Lage gewesen wären, einen Impfstoff herzustellen, wäre der Corona-Skandal nicht in ihrem Land aufgetreten, bei dem an einem Tag etwa 4.000 Menschen gestorben sind, gleichzeitig sind sie grundsätzlich nicht vertrauenswürdig und manchmal werden diese Impfstoffe an anderen Nationen getestet.“ In seinem Twitter-Account veröffentlichen einige Anhänger Imam Chameneis seine Reden in Kurzbotschaften. Ausgerechnet diese Passage der Rede wurde aber von Twitter gelöscht [2]. Andere Passagen, die viel heftiger die USA kritisieren, wurden stehen gelassen wie: „Haben Sie die Situation in den USA gesehen? Dies ist ihre Demokratie und dies ist ihr Wahl-Fiasko. Heute werden die US-amerikanischen und “amerikanischen Werte” sogar von ihren Freunden lächerlich gemacht.“ [1] Was veranlasst Twitter die Skepsis eines Mannes gegenüber einer Impfung, der in der westlichen Welt ohnehin kaum wahrgenommen oder gar ernstgenommen wird, zu löschen?

Das Ehepaar ist wieder zuhause und liest Statistiken. Demnach ist der absolut überwiegende Anteil aller Todesfälle und damit die zuvor die Intensivbetten belastenden Personen über 60 Jahren [3]. Alle Maßnahmen dienen ja vor allem dazu, die Intensivbetten zu entlasten. Doch warum muss man dann die Kitas schließen? Das Argument lautet, dass die Enkel ja schließlich ihre Großeltern besuchen könnten. Doch das ist ja auch verboten, denn welches 4-jährige Kinde könnte alleine seine Großeltern besuchen?

Zum Abschluss noch etwas wirklich Wissenschaftliches: Dr. Felix zur Nieden vom Statistischen Bundesamt schreibt in seinem erst jüngst veröffentlichen Beitrag „Sonderauswertung der Sterbefallzahlen 2020“ unter anderem: „Der Blick in andere Länder zeigt auch, dass die Corona-Pandemie in Deutschland bisher vergleichsweise geringe Auswirkungen im Hinblick auf eine etwaige Übersterblichkeit hatte. Ein Zusammenhang der erhöhten Sterbefallzahlen mit dem gleichzeitigen Auftreten von COVID-19-Todesfällen in gleicher Größenordnung ist zwar naheliegend, jedoch wurden beispielsweise die Dimensionen der Grippewelle 2018 nicht erreicht.“ [4]

Meine Wenigkeit als Autor dieses Artikels will auf keinen Fall die Gefährlichkeit der aktuellen Krankheit herunterspielen! Aber angesichts der Tatsache, dass alle bisher ergriffenen Maßnahmen ausschließlich dazu geführt haben, dass die Reichen dieser Welt noch reicher geworden sind und die Schere zwischen reich und arm noch heftiger auseinandergedriftet ist, angsichts der Tatsache, dass unser Mittelstand zerstört und unseren Kindern ihre Bildung geraubt wird, erlaube ich mir Skepsis an der Kompetenz der Entscheidungsträger auszudrücken, wenn sie nicht korrumpiert sind.

Eine kleine Frage zum Abschluss. In allen Bundesländern sind Gottesdienste unter den bekannten Hygiene-Auflagen weiterhin erlaubt. Hier könnte man an alle praktizierenden Juden, Christen und Muslime folgende Frage stellen: Sollte nicht eine jede Zusammenkunft von gottesehrfürchtigen Menschen eine Art Gottesdienst sein?

[1] https://parstoday.com/de/news/iran-i5520…t_uns_nachteile
[2] https://www.derstandard.de/story/2000123…ichem-oberhaupt
[3] https://de.statista.com/statistik/daten/…ach-geschlecht/
[4] https://www.destatis.de/DE/Methoden/WIST…publicationFile

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