Fass ohne Boden? US-Konzern Intel will 10 Milliarden Euro Steuergelder für Standort Magdeburg

Deutsche Politik “America First”-anstatt “Germany First”. Deutsche Steuerzahler müssen das Geschäft der USA noch mehr ankurbeln. Wo doch ein Großteil vom Dax schon in US-Hand ist.  Evelyn Hecht-Galinski

Fass ohne Boden? US-Konzern Intel will 10 Milliarden Euro Steuergelder für Standort Magdeburg

Letztes Jahr verkündete der US-Tech-Gigant Intel, eine große Halbleiter-Fabrik bei Magdeburg mit 10.000 Arbeitsplätzen errichten zu wollen. Nun muss der Bund dafür tief in die Tasche greifen: Zu den Gründen zählen der von den USA begonnene Subventionskrieg mit der EU und die teuren Energiepreise in Deutschland.

 

Fass ohne Boden? US-Konzern Intel will 10 Milliarden Euro Steuergelder für

Standort Magdeburg

Letztes Jahr verkündete der US-Tech-Gigant Intel, eine große Halbleiter-Fabrik bei Magdeburg mit 10.000 Arbeitsplätzen errichten zu wollen. Nun muss der Bund dafür tief in die Tasche greifen: Zu den Gründen zählen der von den USA begonnene Subventionskrieg mit der EU und die teuren Energiepreise in Deutschland.
Fass ohne Boden? US-Konzern Intel will 10 Milliarden Euro Steuergelder für Standort MagdeburgQuelle: www.globallookpress.com © Klaus-Dietmar Gabbert

Was kommt da auf den deutschen Steuerzahler zu? Der US-Konzern Intel fordert laut einem Bericht des Handelsblattes für seine geplanten Werke in Magdeburg inzwischen Subventionen vom deutschen Steuerzahler in Höhe von fast zehn Milliarden Euro. Bisher hat die Bundesregierung “lediglich” knapp sieben Milliarden zugesagt.

Die Nachricht von Intel vom März 2022, eine hochmoderne Chipfabrik in Sachsen-Anhalt errichten zu wollen, hatte für Freude in der Region und bei der Bundesregierung gesorgt. 17 Milliarden Euro waren vor einem Jahr im Gespräch: Die wolle der zweitgrößte Chiphersteller der Welt in Magdeburg investieren. Inklusive Zulieferern könnten angeblich insgesamt 10.000 Arbeitsplätze entstehen.

Doch mittlerweile droht das Projekt zu scheitern. Schuld sind die USA selbst: Die Regierung in Washington lockt mit enormen Fördersummen “klimafreundliche” Industriegiganten ins Land ‒ unter anderem sind BASF und die deutsche Autoindustrie bereits hellhörig geworden. Hierbei geht es auch um die “Auslagerung” deutscher Arbeitsplätze über den Großen Teich.

Vor einigen Wochen sei Intel auf das zuständige Bundeswirtschaftsministerium zugegangen. Die Frage steht im Raum, ob sich für den Chiphersteller die Ansiedlung in Deutschland noch lohne. Deswegen fordere man mehr Geld. Das nächste Treffen soll voraussichtlich an diesem Freitag stattfinden.

Doch nicht nur die veränderte Situation in den USA spielt in der Subventionsfrage eine Rolle: Der Technikgigant aus dem Silicon Valley hält die zusätzlichen Milliarden wegen der gestiegenen Energiepreise in Deutschland für notwendig ‒ diese seien schließlich die höchsten weltweit.

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