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Offizielle Abkehr von einem Staat Palästina nach dem 20.Januar 2017, von Andreas Friedrich

Israel: Offizielle Abkehr von einem Staat Palästina nach dem 20. Januar 2017

Kommentar von Andreas Friedrich, 29.12.2016 Wie der WDR- Hörfunk heute in den 10:00 Uhr „ Nachrichten” berichtete, hat ein „ rechtsgerichteter Minister”, es handelt sich um den ultrarechten Erziehungsminister Bennett aus dem Netanjahu- Kabinett, erklärt, das das Thema „ Staat Palästina, bzw.

2 Kommentare zu Offizielle Abkehr von einem Staat Palästina nach dem 20.Januar 2017, von Andreas Friedrich

  1. Es hat niemals einen „Friedensprozeß“ gegeben, da praktisch alle israelischen Regierungen mehr oder weniger nach dem Masterplan vorgegangen sind, sich das gesamte Gebiet des historischen Palästina anzueignen, und dieses möglichst ohne dessen arabischen Bewohner. Zu diesem Zweck hat man versucht, sie von ihrem Land zu vertreiben und sie beständig derart zu drangsalieren, bis einige von ihnen in ihrer Verzweiflung durchdrehen, so daß man sie als „Terroristen“ bekämpfen kann.
    Unter den gegenwärtigen Umständen wäre trotz eines sofortigen Siedlungsstops ein palästinensischer Staat gar nicht erst lebensfähig. Es gibt keine Zweistaatenlösung, da das zionistische Regime keinen gleichwertigen und gleichberechtigten Nachbarn auf palästinensischem Boden duldet. Es würde stets danach bestrebt sein, einen unabhängigen palästinensischen Staat zu strangulieren oder zumindest schwach zu halten.
    Die heuchlerischen Politiker haben jahrzehntelang dieses Spiel von einem vorgeblichen Friedensprozeß mitgemacht und die Weltöffentlichkeit diesbezüglich belogen. Die Führung der Palästinensischen Selbstverwaltung unter Mahmud Abbas hat dieses üble Spiel deshalb mitgemacht, weil sie korrupt ist, und sie nur dann finanzielle Unterstützung, insbesondere von der EU, erhält, wenn sie es mitmacht. Es geht ihren Mitgliedern darum, eine auch nur noch so geringe Macht auszuüben und sich von den Mitteln die Taschen zu füllen. Ginge es ihnen wirklich nur um die palästinensische Sache, dann hätten sie den Wahlsieg der Hamas im Jahre 2006 anerkannt und aufrichtig versucht, mit dieser zusammenzuarbeiten, anstatt sich gegen sie zu stellen.
    Nachdem durch den extensiven Siedlungsbau unumkehrbare Tatsachen geschaffen sind, das falsche Spiel mit dem „Friedensprozeß“ allmählich durchschaut worden wird und sich das zionistische Regime durch die Unterstützung der USA so stark wie nie zuvor wähnt, sieht es anscheinend keine Veranlassung mehr dafür, das Täuschungsmanöver mit der Zweistaatenlösung beizubehalten. Es scheint darauf zu vertrauen – wie bisher – alle gegen es ergangenen und noch ergehenden UN-Resolutionen ignorieren und sich über die Gesetze der Weltgemeinschaft ungestraft hinwegsetzen zu können.

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