Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

BTTE HELFT, ZENSUR ZURÜCKZUWEISEN EMPÖRT EUCH!

im Disput

17.11.2017

Diether Dehm, Wolfgang Gehrcke, Christiane Reymann

BITTE HELFT, ZENSUR ZURÜCKZUWEISEN

EMPÖRT EUCH!

Am 14.Dezember soll im Berliner kommunalen Kino Babylon der Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik an den Journalisten und Medienmacher Ken Jebsen vergeben werden. Ob es bei dem Ort bleibt, ist derzeit unsicher, denn Kultursenator Klaus Lederer (DIE LINKE) übt Druck aus. Er schrieb am 13. November auf Twitter: Der Preisträger sei „durch offen abgründigen Israelhass, die Verbreitung typisch antisemitischer Denkmuster und kruder Verschwörungstheorien in Erscheinung getreten … Ich bin entsetzt, dass ein Kulturort in Berlin diesem Jahrmarkt der Verschwörungsgläubigen und Aluhüte eine Bühne bietet. Vom Geschäftsführer des Kinos Babylon würde ich mir angesichts dessen die Courage wünschen, zu sagen: Als Plattform für diesen Wahnsinn stehen wir nicht zur Verfügung.“ Finanziell von der Kulturbehörde abhängig, hat sich das Babylon vorerst dem Druck von oben gebeugt. Dieser Druck hat einen Namen: ZENSUR!

Wir bitten Euch und Sie:
Verbreitet den untenstehenden Text,
sendet Unterschriften und Kommentare an: post@wolfgang-gehrcke.de.
Die Veröffentlichung erfolgt auf www.wolfgang-gehrcke.de.

 

EMPÖRT EUCH!

Das Kino Babylon liegt am traditionsreichen Platz, der den Namen Rosa Luxemburgs trägt. Ihr Gedanke von der Freiheit der Andersdenkenden ist dem Kino in seiner cineastischen Tradition und politischen Arbeit nah; der Kulturort Babylon ist genau der richtige Raum, um Ken Jebsen und die Arbeit von KenFM zu würdigen. Der Druck aus der Berliner Kulturbehörde ist das Gegenteil von der Freiheit der Andersdenken, er zeugt vielmehr von Zensur. In unserer Gesellschaft sind Freiheit der Kultur und Meinungsäußerung in höchstem Maß gefährdet. Auch in der linken Geschichte hat Zensur eine leidvolle und zerstörerische Schneise geschlagen.

Manche meinen: So ist eben DIE LINKE. Wir sagen: Das Vorgehen des Kultursenators ist weder links noch emanzipatorisch. DIE LINKE orientiert sich in ihrem Programm und ihrer Praxis so gut sie kann am freiheitlichen und kritischen Geist Rosa Luxemburgs. Der wird heute nicht zuletzt angegriffen von denjenigen, die allzu leichtfertig, dafür umso verbissener und leider auch raumgreifender kritische Geister als Verschwörungstheoretiker, Antiamerikaner, Antisemiten, Querfrontler diffamieren. Zu einem ihrer Lieblingsobjekte ist Ken Jebsen geworden. Allein: Er ist zwar umstritten und ob seine Art und Weise oder seine Argumente im Einzelnen gefallen oder nicht, sei dahingestellt, er ist weder rechts noch antisemitisch, er stellt sich kontroversen Debatten, er hilft Griechenland, unterstützt Flüchtlinge, er ist Teil einer breiten Friedensbewegung.

Wir möchten mit Euch gegen diese Zensur protestieren und wir wünschen uns mehr gemeinsame und konzentrierte Aktionen gegen den zerstörerischen Ungeist von Stigmatisierungen und Zensur. Auch in den eigenen Reihen.

Diether Dehm, Wolfgang Gehrcke, Christiane Reymann

Liebe  Christiane, lieber Dieter und Wolfgang, 
Freue mich über Eure Initiative und unterstütze sie gern. Diese Hetzerei gegen Ken ist wirklich unsäglich und absolut zu verurteilen! Ich hoffe, dass es bei der Preisverleihung im Babylon bleibt!
Solidarische Grüße 
Annette 
PS Kopie an Evelyn Hecht-Galinski, die mit Ken befreundet ist
Annette Groth 

 

Tausend Dank dafür, dass ihr euch gegen das Verbot der Preisverleihung an Ken Jebsen im Kino Babylon durch den Berliner Säuberungs-Senator Klaus Lederer positioniert. Weder ist Ken Jebsen rechts noch antisemitisch, deshalb schließe ich mich aus vollem Herzen eurem Protest an. Es ist eine Schande, dass ausgerechnet ein Kultursenator und Mitglied der Linken einen mutigen Journalisten durch Diffamierung und Lügen zum Schweigen bringen will. Dieser furchtbare Fake-Linke sollte zurücktreten, denn solche Pseudolinke Neocons wie Lederer, der nebenbei bemerkt noch kein einziges Mal gegen die vor unser aller Augen stattfindende ethnische Säuberung Palästinas und die jahrzehntelange Entrechtung seiner Bevölkerung seinen Mund aufgemacht hat und zu diesem schreienden Unrecht feige schweigt, braucht kein Mensch!

Solidarische Grüße – stay human!

Claudia Karas

1 Kommentar zu BTTE HELFT, ZENSUR ZURÜCKZUWEISEN EMPÖRT EUCH!

  1. Es ist nicht hinnehmbar, für mich unfaßbar, wie ein Kino so unter Druck gesetzt wird,das kann nur Angst vor der Wahrheit sein.Wacht auf,hier passiert vor unseren Augen Unrecht, das dürfen wir nicht wieder zulassen!!
    Ken Jebsen im Babylon am 14.12.2017 !!

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