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Der Rufmord wird fortgesetzt von Anneliese Fickentscher und Andreas Neumann

Karl-Rahner-Tribunal richtet über Walter Herrmann
Der Rufmord wird fortgesetzt
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Am 15. November 2016 hat die Karl-Rahner-Akademie eine Veranstaltung mit dem Titel „Der Erinnerung wert? Walter Herrmann, die Klagemauer, der Antisemitismus und die Aufgabe historischer Archive“ durchgeführt, moderiert von einem Redakteur des Kölner Stadt-Anzeiger. Bereits der Titel führt in eine Richtung, in die israelische Rassisten die Debatte zu steuern versuchen – in Richtung der verunglimpfenden Behauptung, Walter Herrmann sei ein Antisemit. Demgemäß saß auf dem Podium der Veranstaltung (fast) niemand, der ihn vom abwegigen Vorwurf des Antisemitismus hätte frei sprechen können. Und die Karl-Rahner-Akademie hatte es trotz mehrfacher Anfragen abgelehnt, jemanden vom Förderkreis Kölner Klagemauer für Frieden e.V. oder eine kritische Jüdin wie Evelyn Hecht-Galinski ins Podium aufzunehmen. So konnte der Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeiger den Ball aufnehmen und seinen Ruf mordenden Kommentar „Das vergiftete Erbe von Walter Herrmann“ verfassen und den Friedenspreisträger, der jahrelang gegen den israelischen Rassismus und dessen Propagandamaschinerie gekämpft hat, einen „verblendeten Antisemiten“ nennen.

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23320

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