Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Der Weltkrieg von Benjamin Netanjahu Von Gilad Atzmon

 

Binyamin Netanyahu’s World War

On 10 September Israeli Prime Minister Binyamin Netanyahu claimed he’d identified a third secret nuclear site in Iran where Iran allegedly „conducted experiments to develop nuclear weapons“. Yet, despite the hyperbole no one seemed to take Netanyahu seriously: the Israeli press was amused by the desperate election stunt.

Der Weltkrieg von Binyamin Netanyahu
12. September
Von Gilad Atzmon

Am 10. September behauptete der israelische Premierminister Binyamin Netanyahu, er habe einen dritten geheimen Nuklearstandort im Iran identifiziert, an dem der Iran angeblich „Experimente zur Entwicklung von Atomwaffen durchgeführt habe“. Doch trotz der Übertreibung schien niemand Netanyahu ernst zu nehmen: Die israelische Presse war amüsiert über den verzweifelten Wahlstunt. Seine politischen Rivalen verspotteten ihn und wenige Stunden nach seiner Pressekonferenz äußerte sein bester Verbündeter, Präsident Trump, den Wunsch, den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani zu treffen. Irgendwie wurden die Staats- und Regierungschefs der Welt davon unterhalten, den israelischen Premierminister zu sehen, der die gesamte Region mit dem Atomwaffenarsenal seines Landes bedroht und sein Opferspiel über die nukleare Leistungsfähigkeit des Iran führt.

Eine Woche vor den israelischen Wahlen befindet sich Netanyahu in einem Zustand der Verzweiflung. Er weiß, dass er im Moment keine rechte Koalition bilden kann, und ohne eine solche Koalition ist er dazu bestimmt, wegen einer Reihe krimineller Aktivitäten angeklagt zu werden, und wird wahrscheinlich wie sein Vorgänger, der ehemalige israelische Premierminister Ehud Olmert, hinter Gitter geraten.

Wie geht Netanjahu mit dieser drohenden Bedrohung um? Er präsentiert sich als der Retter der Nation. In den letzten Wochen hat Herr Benyamin Securityahu Angriffe auf Syrien, den Libanon, Gaza und angeblich den Irak gestartet. Er sucht ein Engagement mit dem Iran, das leicht zu einem regionalen, wenn nicht gar einem globalen Krieg eskalieren könnte.

Die wahrscheinliche Argumentation des israelischen Premierministers ist leicht zu verstehen. Wenn Netanyahus absehbare Zukunft Gefängnis und Erniedrigung beinhaltet, könnte ein globaler Krieg einen Ausweg aus seinem persönlichen und politischen Dilemma bieten. Ein Krieg würde die Wahl auf unbestimmte Zeit verschieben. Wenn Israel einen solchen Krieg überlebt, könnte Netanyahu durchaus zu einer heroischen Figur von biblischem Ausmaß werden. Und wenn Israel einen solchen Konflikt verliert, wird vom zionistischen Projekt sowieso nicht mehr viel übrig sein. Nach Angaben israelischer Militäranalysten werden die Städte Israels im nächsten Krieg von Tausenden von Raketen ins Visier genommen. Die Verwüstung ist unvermeidlich, und in einem solchen Szenario sagen sie voraus, dass von der Abschreckungskraft Israels wenig übrig bleiben wird.

Dies ist ein dunkles und beängstigendes Szenario, aber wir müssen bedenken, dass Netanyahu keine unbekannte Figur in der Nahostpolitik ist. Arabische und iranische Führer wissen, dass Bibi zwar gerne mit den Fähigkeiten Israels prahlt, aber er zögert, seine Stärke zu testen. Netanyahu beginnt keine Kriege. Er ist nicht so selbstbewusst und durchsetzungsfähig, wie er vorgibt. Wie sein Freund Trump, der das Universum regelmäßig mit amerikanischer Militäraggression bedroht, aber immer wieder auf der Suche nach einem Ausweg aus Situationen, die er selbst geschaffen hat, erwischt wird, ist Netanyahu nicht heiter gegenüber der militärischen Macht Israels. Er hat wahrscheinlich Angst vor dem Krieg, für den er zu kämpfen scheint, und das ist nicht unbedingt eine schlechte Sache.

Übersetzt mit DeepL.com/

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