Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Ein unglaublicher Antrag aller Parteien im Berliner Abgeordnetenhaus

 

Diese Original Drucksache des Berliner Abgeordnetenhauses möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten. Es ist ein so unglaublicher Vorgang, wie sich hier in einem gemeinsamen Antrag, aller im Berliner Abgeordneten vertretenen Parteien, ein Beschluss gefasst wurde, der aller demokratischen Werte zum Trotz, dass Völkerrecht negiert, wenn es sich  um den „Jüdischen Staat“ handelt. Ich bin entsetzt und schäme mich als ehemalige Berlinerin für diese politischen „Vertreter“, deren Schleimspur der  Unterwürfigkeit sich durch alle Parteien zieht!

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3 Kommentare zu Ein unglaublicher Antrag aller Parteien im Berliner Abgeordnetenhaus

  1. Wenn die im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien das im Völkerrecht nicht existierende Existenzrecht Israels bestätigen, so zeigt dies allein die Irrelevanz von deren Beschlüssen. Staaten existieren, einerseits qua Selbsterklärung, anderseits wird die Existenz durch den Beitritt zu den Vereinten Nationen noch einmal formell bestätigt. Von Existenrecht ist an keiner Stelle die Rede. Es muss sich wohl um eine Erfindung der Hasbara Israels handeln, ist aber deswegen nicht weniger Irrelevant. Die im Berliner Abgeordentenhaus vertretenen Parteien machen sich mit Ihrem schleimigen Beschluss im besten Fall lächerlich. Das weiß man natürlich auch in Tel Aviv.

  2. Der Antrag ist wirklich unglaublich. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass den alle so abgestimmt haben. Aber zu erwarten war so etwas leider allerdings von vielen Abgeordneten.

  3. Der Begriff „sekundärer Antisemitismus“ scheint wohl nur dazu erfunden worden zu sein, um berechtigte Kritik an Israel mit der Antisemitismuskeule zu bedrohen. Selbst jemand, der persönlich nichts gegen Juden hat und zu Einzelpersonen von ihnen oder Organisationen freundschaftliche Beziehungen unterhält, kann somit zum „Antisemiten“ erklärt werden, wenn er das zionistische Regime kritisiert.

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