Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Gauck über Deutschkenntnisse: Nicht hinnehmbar Von Patrick Bahners

 

Patrick Bahners rechnet mit Ex-Bundespräsident Gauck und seinen „nicht hinnehmbaren“ Thesen ab. Bedauerlicher Weise  wurde diese konzertierte Aktion des „Krebsgeschwürs der deutschen Medien“ 40 Millionen mal GRATIS ungefragt in deutschen Briefkästen verteilt. So werden gezielt Vorurteile und Hass verbreitet. Das ist nicht meine Heimat!

Gauck über Deutschkenntnisse: Nicht hinnehmbar

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hat der „Bild“-Zeitung ein Interview gegeben, für ein Extrablatt zum Thema „Heimat“, von dem 40 Millionen Exemplare gratis verteilt worden sind. Gauck sagt dort, er finde „es nicht hinnehmbar, wenn Menschen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, sich nicht auf Deutsch unterhalten können“.

2 Kommentare zu Gauck über Deutschkenntnisse: Nicht hinnehmbar Von Patrick Bahners

  1. Es ist absurd, von Einwanderern perfekte Deutschkenntnisse zu fordern, gleichzeitig jedoch selbst die deutsche Sprache zu verderben, denn das tun die Deutschen derzeit.
    Es scheint, als sei die Rechtschreib-„Reform“ (richtiger: Deformierung) nicht genug, die sich einige schwachsinnige Sprachwissenschaftler ausgedacht haben, und die von nicht weniger schwachsinnigen Politikern abgesegnet worden ist. In weiten Teilen geht sie vor die von Konrad Duden eingeführten Verbesserungen und Erleichterungen zurück. In kaum einer Sprache ist es zulässig, daß drei gleiche Buchstaben unmittelbar hintereinander stehen. Die Schreibung „Mißstände“ ist jedenfalls übersichtlicher als „Missstände“, und diejenigen die früher „daß“ mit „das“ verwechselten, verwechseln heute „dass“ mit „das“. Bei der Verwendung von ss anstelle von ß können sich bei dicken Büchern ein paar (unnötige) Seiten mehr ergeben.
    Warum ersetzt man ohne Notwendigtkeit gute deutsche Wörter, wie „Gemeinschaft“ durch „Community“ und „Ereignis“ durch „Event“? Die Verfremdung kommt nicht durch ein paar Einwanderer aus muslimischen Ländern, sondern schwappt in einem gewaltigen Tsunami von Anglizismen und Amerikanismen über den Atlantik herüber.
    Hinzu kommt die verrückte Idee, auch in der Sprache Geschlechtergleichberechtigung (wobei Gleichberechtigung mit Gleichmacherei verwechselt wird) schaffen zu wollen, was bei einer natürlich gewachsenen Sprache, wie dem Deutschen jedoch nicht geht, ohne sie zu zerstören oder zumindest schwer zu verunstalten. Dazu müßte man eigens eine Kunstsprache, wie Esperanto oder Volapük, kreieren, um in ihr von Anfang an diese vermeintliche Geschlechtergleichberechtigung zu schaffen. Anstatt jeweils einmal die männliche und die weibliche Form in der Anrede im Plural zu gebrauchen, meinen diese Leute, sie müßten jetzt stets die weibliche Form voransetzen. Das ist jedoch keine Geschlechtergleichberechtigung, sondern krasser Feminismus! Wir haben seit über hundert Jahren die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren …“ gebraucht. Wollte man sprachliche Geschlechtergleichberechtigung schaffen, dann müßten wir von nun an dieselbe lange Zeit nur noch „Sehr geehrte Herren und Damen …“ sagen und schreiben.

  2. Gauck, wie auch sein „protestantischer“ Rigorismus, das ist nicht meine „Cup of Tee“, wirklich nicht.
    Jedoch halte ich es zumindest für unerträglich, wenn tausende Deutsche in Frankreich*, wegen leichterer Grundstückssuche (?) vornehmlich im elsässischen Grenzgebiet jahrzehnte lang hier leben, ohne sich je einen einzigen Gedanken darüber gemacht zu haben, dass Sie hier nicht nur Nutznieser (das ist zweifelhaft, aber, sei’s drum) sind, nicht aber am gesellschaftlichen wie politischen Leben des Gastlandes auch nur im
    Geringsten teilnehmen wollen, da, wegen fehlender Sprachkenntnis, nicht können. Der Geist aus der Zeit dt. Kolonien sollte wirklich der Vergangenheit angehören, auch innerhalb Europas. Gehört zum „europäischen Gedanken“ nicht auch, oder zu allererst, unsere Nachbarn, auch sprachlich und in ihrer kulturelen Besonderheit, anzuerkennen?

    *in den deutschen Neu-Kolonien Spaniens, im Mittelmeer und auf den Kanaren dürfte das noch ausgeprägter sein. Aber nicht weniger abschreckend und peinlich.

    Dies zu unterlassen ist eine Beleidigung MEINES Deutschseins, und peinlich für alle anderen Deutschen allemal. Und, es ist eines angeblichen Kulturvolkes unwürdig.
    Will heißen: damit ist eine ebenso höfliche wie selbstverständliche Aufforderung verbunden, sich der Sprache eines Landes, in dem man wohnt,
    mindestens „zu nähern“, wenn auch die Beherrschung derselben nicht jedem gegeben ist…

    Falls der Pfarrer Gauck das gemeint haben sollte, so ist es berechtigt. Allerdings, seine Sprache lässt es erkennen, hat er es SO nicht gemeint.
    Denn, Sprache – und die Kultur des Anderen – erwirbt man nicht per Ordre du Mufti…

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: