Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Hier wächst zusammen, was längst zusammen gehört Von Evelyn Hecht-Galinski

 

 

Hier wächst zusammen, was längst zusammengehörtEvelyn Hecht-Galinski (Malsburg-Marzell)

Von Evelyn Hecht-Galinski (Malsburg-Marzell)

Sa, 13. Oktober 2018

Leserbriefe

Hier wächst zusammen, was längst zusammengehört

AFD Von Evelyn Hecht-Galinski (Malsburg-Marzell) Sa, 13. Oktober 2018 Leserbriefe Zu: „Ansprechpartner für jüdische Fragen“, Interview mit Wolfgang Fuhl von Thomas Steiner (Politik, 6. Oktober) Mit Erstaunen habe ich das BZ-Interview mit Wolfgang Fuhl, dem ehemaligen Vorstand der jüdischen Gemeinde in Lörrach und langjährigem Mitglied des Oberrats der israelitischen Religionsgemeinschaft Baden und heutigem Sprecher der AfD im Kreis Lörrach und Gründungsmitglied und Initiator des Vereins „Juden in der AfD“, gelesen.

Zu: „Ansprechpartner für jüdische Fragen“, Interview mit Wolfgang Fuhl von Thomas Steiner (Politik, 6. Oktober)

Mit Erstaunen habe ich das BZ-Interview mit Wolfgang Fuhl, dem ehemaligen Vorstand der jüdischen Gemeinde in Lörrach und langjährigem Mitglied des Oberrats der israelitischen Religionsgemeinschaft Baden und heutigem Sprecher der AfD im Kreis Lörrach und Gründungsmitglied und Initiator des Vereins „Juden in der AfD“, gelesen. Schließlich passt dieser Verein doch genau, liest man die Interviewaussagen von Fuhl, zur offiziellen Politik der Israel-Lobby und allen den Organisationen, die sich jetzt so kritisch dagegen äußern.

Ich erinnere mich noch (un-)gut daran, dass gerade der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, einer der Ersten war, der immer vor „muslimischem“ Antisemitismus warnte und „Obergrenzen“ für Flüchtlinge forderte, nicht anders als die AfD. Ebenso taten dies seine Vorgängerin Charlotte Knobloch und der neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Sie alle schürten damit Vorurteile und Hass gegen Muslime.

Auffallend ist, wie gerade europäische Rechtspopulisten – von Geert Wilders und Marine Le Pen über Heinz-Christian Strache bis Viktor Orbán – ihre „uneingeschränkte Solidarität“ mit dem „jüdischen Staat“ bekundeten und die AfD sich damit brüstet, im Kampf gegen „islamische Terrorbedrohung“ und „muslimischen Antisemitismus“ an der Seite der Juden zu stehen. Hier wächst zusammen, was längst zusammengehört. Kämpft man doch auf allen Seiten für die „christlich-jüdische Tradition“ und gegen den gemeinsamen muslimischen Feind. Da werden meiner Meinung nach gefährliche Allianzen geschmiedet, die wir mit allen Mitteln verhindern und bekämpfen sollten.

Evelyn Hecht-Galinski, Malsburg-Marzell

  • Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Sa, 13. Oktober 2018:

 

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2 Kommentare zu Hier wächst zusammen, was längst zusammen gehört Von Evelyn Hecht-Galinski

  1. Besonderer Dank gebührt der Leserbrief-Redaktion der Badischen Zeitung, diesen wichtigen Leserbrief, trotz seiner Länge, abgedruckt zu haben!

  2. Liebe Evelyn,
    hervoragend! Auffällig ist in diesem Kontext auch die Verbindung sog. „christlicher“ Medien zur AfD.
    Beispiel: Die „Rheinische Post“ (RP), diese nennt sich immerhin Zeitung für „christliche Kultur“, hat seit langem inhaltlich eine starke Nähe zur AfD hergestellt, dies wird zudem durch „antimuslimische“ Leserbriefe sowie Leserbriefe gegen Flüchtlinge und arabischer Ausländer untermauert. Für mich taucht insbesondere die Frage auf, weshalb sich die sog. „christlichen Kirchen“ und deren Funktionsträger nicht von einem derartigen Medium, welches ganz offen Hass gegen Flüchtlinge und Muslime schürt, distanzieren, aber Rassismus, zumindest gegen Muslime, und Flüchtlinge, scheint offenbar bei den christlichen Kirchen mittlerweile in Mode gekommen zu sein.

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