Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Israels Beihilfe zu Völkermord und Staatsterror in Guatemala

von Dieter Neuhaus

Am 4. August 2010 berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter der Überschrift „Archiv des Staatsterrors“ von einem ungewöhnlichen Fund in der Nähe eines Schrottplatzes der Hauptstadt Guatemala-Stadt: dorthin hatten die Behörden das riesige Archiv der berüchtigten Nationalpolizei entsorgt und dort waren die Dokumente vor fünf Jahren durch Zufall entdeckt worden. Seitdem werden die insgesamt 80 Millionen Dokumente gesäubert, gesichtet und gesichert. In dieser unvorstellbar riesigen Zahl von Akten ist auch der Krieg dokumentiert, den guatemaltekische Regierungen zwischen 1960 und dem Abschluss eines Friedensvertrags 1996 gegen weite Teile ihrer Bevölkerung geführt haben. Aber die sozialen und gesellschaftlichen Probleme Guatemalas sind trotz des Friedensvertrags weiterhin ungelöst. Große Armut der indigenen Bevölkerungsmehrheit, Gewalt und Drogenkriminalität, Entführungen und Morde kennzeichnen das Land noch immer. In dem jahrzehntelangen Krieg des Staats gegen die in ihrer Mehrheit indigene Bevölkerung, Nachfahren der Hochkultur der Mayas, wurden mindestens 200.000 Guatemalteken getötet. Dies stellte die Wahrheitskommission der Vereinten Nationen unter Vorsitz des deutschen Völkerrechtlers Christian Tomuschat 1999 in ihrem Abschlußbericht fest (Tomuschat leitet seit kurzem das Expertenkomitee, das im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats die im Goldstone-Bericht zum Gazakrieg erhobenen Vorwürfe gegenüber Hamas und Israel untersucht).

Da viele Leser kaum etwas über die zentralamerikanische Republik Guatemala wissen werden, zunächst eine kurze Einführung in das von Vulkanen und seinen indigenen Hochlandbewohnern geprägte, landschaftlich und kulturell äußerst reizvolle Land: Guatemala grenzt südlich an Mexiko an. In den 70’er Jahren hatte Guatemala etwa 6 Millionen Einwohner. Die Eroberung durch Spanien ab dem Jahr 1524 beendete die Blüte die Maya-Hochkultur. Auch heute noch leben die Maya-Nachfahren überwiegend in kleinen Dörfern, meist in großer materieller Armut, oft sogar Elend. Vom Staat und seinen Institutionen (Bildung, Gesundheit) werden die „indígenas“ auch weiterhin vernachlässigt und von den tonangebenden „Eliten“ des Landes verachtet. Guatemala wird seit Jahrhunderten beherrscht von einer außerordentlich reichen und einflussreichen weißen Oberschicht sowie den Spitzen der oft durch Korruption und illegale Aneignung riesiger Gebiete wohlhabend gewordenen Militärführungen. Die Vermögens- und Einkommensverteilung war in den 70’er Jahren so ungleich wie in keinem anderen Land der westlichen Hemisphäre. 1954 zerstörte ein von den USA mit Hilfe von Verbündeten durchgeführter Staatsstreich die hoffnungsvollen Ansätze von Demokratie in Guatemala, als die reformfreudige, auf sozialen Ausgleich hin arbeitende Regierung von Präsident Arbenz vom US-Geheimdienst CIA gestürzt wurde. Zwischen 1954 und 1986 folgte eine Militärdiktatur der anderen. Es kam mehrfach zu Staatsstreichen. In den 60’er Jahren führten die sozialen Missstände in Guatemala und die staatliche Verfolgung Oppositioneller durch die rechtskonservativen Regierungen und das Militär zu ersten Guerillaaktivitäten. In den folgenden Jahren eskalierte die staatliche Gewalt gegen tatsächliche oder vermeintliche Oppositionelle in unvorstellbarem Ausmaß. Ein Beispiel: am 9. September 1979 wurde der Bruder von Rigoberta Menchú, der späteren Friedensnobelpreisträgerin aus dem Volk der Mayas, vom Militär entführt und 16 Tage lang in einer Weise gefoltert, die wegen ihrer unvorstellbaren Grausamkeit hier nur angedeutet wird. Zusammen mit etlichen Mitgefangenen wurde der 16-jährige schließlich vor den Augen der Familie mit Benzin übergossen und verbrannt (Quelle: Rigoberta Menchú: An Indian Woman of Guatemala). Drei Monate später besetzte eine 36-köpfige Gruppe von indigenen Bauernführern die Botschaft Spaniens in der Hauptstadt mit dem Ziel, das Land verlassen zu können, um die Welt über die Gewalt, den Völkermord und die Repression in Guatemala aufzuklären. Beim Angriff der Armee auf die Botschaft wurden alle Besetzer, unter ihnen Rigobertas Vater, sowie das Botschaftspersonal ermordet. Allein der Botschafter überlebte das Massaker. Der einzige Überlebende der Gruppe war schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden: er wurde kurz darauf von dort entführt und ebenfalls ermordet. Dieses Ereignis, das weltweit den Blick auf die Verhältnisse in Guatemala lenkte, war ein Wendepunkt in den Auseinandersetzungen, denn jetzt schlossen sich unzählige indianische Gemeinden dem Widerstand gegen das Terrorregime an, was eine noch intensivere Repression des Staates nach sich zog.

Was hat das alles aber mit dem Staat Israel zu tun, der sich schon damals als „einzige Demokratie im Nahen Osten“ gesehen hat und an dieses Selbstbild auch heute noch glaubt? Dass Israel eine unheilige politische und militärische Allianz mit dem rassistischen Apartheid-Südafrika eingegangen war, ist weithin bekannt. Aber wie war die Verbindung von Israel vor über 30 Jahren mit den blutigen Jahrzehnten schlimmster Diktaturen im Guatemala der 70’er und 80’er Jahre?

Ein Blick zurück in das Jahr 1977 führt zur Antwort: in diesem Jahr trat Jimmy Carter sein Amt als US-Präsident an. Carter beendete die bis dahin intensive und langjährige militärische Zusammenarbeit der USA mit Guatemala als einem Staat, dem damals weltweit schlimmste Verletzungen der Menschenrechte vorgehalten wurden: eine Politik der verbrannten Erde, Bombardierung und Ausradierung von indigenen Dörfern, ungezählten Massakern in den ländlichen Gebieten, Todesschwadronen im ganzen Land. Nach dem Rückzug der USA aus der Zusammenarbeit mit den guatemaltekischen Staatsterroristen 1977 fanden sich rasch neue „Freunde“, die allzu bereitwillig den Diktatoren die Fortsetzung ihres schmutzigen und blutigen Handwerks ermöglichten. Dies waren an vorderster Front der Besatzerstaat Israel, aber auch der rassistische Apartheidstaat Südafrika und das brutale Militärregime in Argentinien. Allerdings arbeitete die CIA auch in diesen Jahren weiter mit dem israelischen Mossad in Guatemala zusammen.

Im Auftrag der israelischen Regierung sorgten ab 1977 mehrere Hundert israelische „Berater“ und Mitarbeiter des Geheimdienstes Mossad für einen stetigen Fluss israelischer Waffen zur „Aufstandsbekämpfung“ durch die guatemaltekische Diktatur. Mit den israelischen Waffen wurden die riesigen guatemaltekischen Sicherheits-, Geheimpolizei- und Militärapparate in der Lage versetzt, ihre grauenhaften Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung auch weiterhin und noch gründlicher als zuvor zu verüben. Mindestens genauso wichtig aber war die intensive und breit angelegte israelische „Beratung“, die Hunderte israelischer „Spezialisten“ ihren guatemaltekischen Counterparts in Politik und den „Diensten“ angedeihen ließen: Training der äußerst brutalen und korrupten Polizei, der Geheimdienste und des Militärs: Spitzelwesen, elektronische Überwachung, Verhörmethoden, Spionage, Informationsbeschaffung und –auswertung (siehe unten). Zu dieser Zeit hatte die guatemaltekische Armee bereits Hunderte von indianischen Dörfern zerstört, große Teile der Bewohner gefoltert oder getötet. Die Überlebenden dieser Massaker wurden in Flüchtlingslagern und neu geschaffenen „Modelldörfern“ angesiedelt, wo sie der Kontrolle des Militärs und der Geheimdienste unterlagen.

Die militärischen Lieferungen Israels waren genau auf die Vorstellungen der guatemaltekischen Diktatoren zur „Aufstandsbekämpfung“ abgestimmt:

– 11 Flugzeuge für schnelle Transporte von Soldaten in entlegene ländliche Regionen, in denen die Truppen dann oft Massaker an der Landbevölkerung verübten. Die Flugzeuge waren speziell für die Kampfeinsätze im guatemaltekischen Hochland umgerüstet worden (Bordkanonen, Bombenabwurfeinrichtungen).
– Mehrere Kfir C-2-Kampfbomber und 10 Panzer.
-Viele Tausend Maschinengewehre, Granatwerfer, Kommunikationsgeräte, große Mengen von Munition aller Art.
-Errichtung von zwei Fabriken zur Herstellung militärischen Geräts (Elektronik, Munition und Waffen).

Die israelischen „Beratungsleistungen“ für den Folter- und Unterdrückungsapparat der guatemaltekischen Diktatoren waren nicht minder umfassend:

-Techniker des israelischen Militärs modernisierten das sog. „Regionale Telekommunikationszentrum“ der guatemaltekischen Geheimdienste und übernahmen seine Leitung. Dieses Zentrum koordinierte alle Unterdrückungs-, Spionage- und Spitzelaktivitäten im Lande (Geheimpolizei, Militärgeheimdienst, paramilitärische Gruppen, Todesschwadronen). Eines der Ergebnisse der Modernisierung durch Israel war die computermässige Erfassung und Fortschreibung der staatlichen Todeslisten.
-Trainingsmaßnahmen für die guatemaltekische Armee, die Geheimdienste und die Geheimpolizei („Befragungstechniken“, Aufstandsbekämpfung, Überwachung der Bevölkerung, Taktiken der „Befriedung“ indigener Dörfer). An diesen Maßnahmen waren häufig israelische Mossad-Agenten beteiligt. Zu den „Begünstigten“ der israelischen Trainingsmaßnahmen gehörten auch verschiedene paramilitärische Gruppen und Todesschwadronen sowie die besonders brutale und gefürchtete „Kaibiles“-Einheit. Israelische Berater vermittelten deren Soldaten Techniken für die Entvölkerung weiter Landstriche durch Terror.
-1982 wurden mit konzeptioneller Unterstützung der israelischen Berater landesweit alle Dorfbewohner, die indigenen Ursprungs waren, in die so genannten „Zivilen Selbstverteidigungskomitees“ gezwungen, um ihre Dörfer vor Angriffen der inzwischen erstarkten Aufständischen zu schützen und um dem Militär Verdächtige in den eigenen Reihen zu melden.
-Mit israelischer Unterstützung errichtete die guatemaltekische Armee 74 so genannte „Modelldörfer“, in denen Überlebende der Massaker und Dorfzerstörungen angesiedelt wurden; die israelischen Berater betrachteten diese Maßnahmen als Beitrag zur „ländlichen Entwicklung“. Der zwangsweise Transfer der guatemaltekischen Bauern in die „Modelldörfer“ beruhte auf den Erfahrungen, die die israelischen Besatzer bei der Vertreibung der Araber 1948 und der völkerrechtswidrigen Besiedlung des Westjordanlandes gemacht hatten. Damals war bei den guatemaltekischen Militärs die Rede von der „Palästinaisierung“ der guatemaltekischen Maya-Bevölkerung.

Der von Israel unterstützte Krieg der guatemaltekischen Diktatoren gegen das eigene Volk hatte kaum vorstellbare schreckliche Ergebnisse:

-200.000 Menschen fielen den Terrorakten von Regierung, Armee und Geheimdiensten zum Opfer.
-Allein bis 1985 hatten bis zu 200.000 Kinder mindestens ein Elternteil verloren, 55.000 von ihnen waren Vollwaisen.
-In den Jahren ab 1978 und vor allem in 1982 verübte die Armee in Maya-Dörfern unzählige Massaker an Zivilisten, oft mit mehreren Hundert Ermordeten.
-Mindestens 400 indianische Dörfer wurden im Rahmen einer „Strategie der verbrannten Erde“ völlig zerstört; ihre Bewohner, die der Sympathie für oder gar Beziehungen zur Aufstandsbewegung verdächtigt wurden, wurden vor den Augen der Dorfbewohner gefoltert und getötet.
-Die Zahl der so genannten „Verschwundenen“ (d.h. Ermordeten) liegt vorsichtigen Schätzungen zufolge bei 40.000. Unter ihnen waren auch viele Vertreter der „geistigen Elite“ Guatemalas sowie Männer der Kirche.
-Alleine im Jahr 1980 ermordete die Armee 230 Grundschullehrer, fast 400 Studenten und 90 Professoren, die der Sympathie für die Aufständischen oder einer sozialreformerischen Einstellung verdächtigt wurden.
-Die äußerst brutale Aufstandsbekämpfung ab 1982 unter dem Diktator Rios Montt hatte eine riesige Fluchtwelle zur Folge: 100.000 Guatemalteken suchten Zuflucht im nahen Ausland (v.a. Mexiko), die Zahl der Binnenflüchtlinge soll bei einer Million gelegen haben.

Die breite Weltöffentlichkeit nahm in diesen Jahren kaum Notiz von den Geschehnissen in Guatemala. Auch der FAZ waren die Ereignisse über Jahre hinweg nicht wichtig genug, als dass sie es auf die Titelseite geschafft hätten. Die letzte große Meldung zum Konflikt in Guatemala bezog sich auf die Entführung und Ermordung des deutschen Botschafters Karl Graf von Spreti in Guatemala im Jahr 1970 durch die linksgerichtete Guerilla. Der Ost-West-Konflikt, der Umsturz im Iran, die Ermordung des ägyptischen Präsidenten Sadat oder das Zerbrechen der sozialliberalen Koalition ließen Nachrichten über den „stillen Völkermord“ in Guatemala für lange Jahre in den Hintergrund treten, auch in Israel.

Doch nun, nach dem spektakulären Fund der 80 Millionen Dokumente über den Terror in Guatemala, ist zu erwarten, dass weitere der inzwischen sicher verwahrten 80 Millionen „Dokumente des Terrors“ auch eines zeigen werden: der Staat Israel hat sich in hohem Maße mitschuldig gemacht an den furchtbaren Verbrechen, die vor 30 Jahren guatemaltekische Diktatoren an Hunderttausenden ihrer Landsleute begangen haben.

Dr. Milton Jamail urteilte 1985 in seiner Arbeit über Israels militärische Rolle in den Staaten Zentralamerikas: „Ebenso wie Israel in der Westbank und in Gaza eine Besatzungsarmee ist, so ist auch Guatemala eine Besatzungsarmee. Israelische Pläne in den Besetzten Gebieten und guatemaltekische Pläne, die die Israelis für die Besatzung der Bevölkerung entwickelt haben und durchgeführt haben, sind sehr ähnlich“.

Wie eng die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der blutigen Militärdiktatur Guatemala und dem Besatzerstaat Israel waren, verdeutlichen die folgenden Aussagen von zwei seiner Armeeführer dieser Zeit:

-„Israel ist unser Hauptlieferant für Waffen und allerbester Freund von Guatemala“ (Armeechef General Hector Lopez, Anfang 1983).

-„Wir wissen Israel zu schätzen; für uns ist der israelische Soldat der beste auf der ganzen Welt, und für uns ist er ein Vorbild“ (Armeechef Lucas García).

Und so heißt es in dem Buch „Albtraum oder Realität – Guatemala in den 1980’er Jahren“ von Angela Delli Sante zutreffend: „Jedes Land, das den guatemaltekischen Repressionsapparat unterstützt hat, ist mitverantwortlich für den Völkermord, die ‚Verschwundenen’, für Folter, die Vertreibung der Bevölkerung, sozialen Aufruhr und weitere Vergehen aller Art“. Israel ist an vorderster Stelle mitverantwortlich für die unmenschlichen Massenvertreibungen der indianischen Bevölkerung und den Versuch, die legitime und reiche Kultur der Maya-Nachfolger zu zerstören. Deshalb ist es keine Übertreibung, von einer „Beihilfe Israels zu Völkermord und Staatsterror in Guatemala“ zu sprechen. Und Bishara Bahbah, kenntnisreicher Autor des Buchs „Israel und Lateinamerika – die militärische ‚Connnection’“ fragt sich zu Recht: „Wie kann es sein, dass Israel auf der ganzen Welt Nazis verfolgt, aber andererseits keine Bedenken oder Scham hat, sich am Völkermord an Bauern in Guatemala zu beteiligen?“

Außerdem hatte Israel in den 70’er Jahren im zentralamerikanischen Nicaragua auch den korrupten und diktatorisch regierenden Präsidenten Anastasio Somoza mit Waffen (Flugzeuge, Helikopter, Maschinengewehre, Munition) unterstützt, als sich die Welt schon längst von diesem brutalen Regime abgewandt hatte. An manchen Tagen wurden bei den Angriffen auf die verarmte und gegen die Diktatur protestierende Bevölkerung über 500 Nicaraguaner getötet. Aber die israelische Mühe, den Diktatoren-Clan der Somozas zu retten, war vergeblich: am 17. Juli 1979 siegten die Aufständischen und die Somoza-Familie musste das Land fluchtartig verlassen.

Schlussbemerkung

Die Völkergemeinschaft hat über viele Jahre hinweg geschwiegen zu dem Unrecht und der unvorstellbaren Gewalt, die guatemaltekische Diktatoren und ihre Folterknechte ihren Mitmenschen angetan haben. Man wollte die Schreie der Gequälten und Verzweifelten nicht hören. Vertreter der Kirchen und Menschenrechtler gehören zu den wenigen, die ihre Stimme mahnend erhoben haben. Aber Israel hat in diesen Jahren nicht geschwiegen, sondern hat Partei ergriffen: für die Folterknechte und ihre staatlichen Auftraggeber, für die Mordbrenner, für die Bewahrung der elenden sozialen Verhältnisse der breiten Bevölkerungsmehrheit in Guatemala. Schon damals, Ende der 70’er Jahre, begann Israel mit der Zerstörung des moralischen Fundaments, auf dem der so hoffnungsvoll gegründete jüdische Staat beruhte. Und die heutige Politik Israels gegenüber den Palästinensern im eigenen Staat und in den Besetzten Gebieten? Der Staat Israel scheint den unheilvollen Weg weiter gehen zu wollen, der für seine Existenz hochgefährlich ist: heute gefährden totalitäre Tendenzen, gravierende Einschränkungen der Meinungsfreiheit, fundamentalistische Religionsführer, rassistische Parteien in der Regierung und eine unheilvolle Besatzungspolitik Israels Existenz. Wie schrieb Stefan Reinecke im August in der „Tageszeitung“: „In Israel deutet vieles darauf hin, dass die systematische Unterdrückung auf Dauer die eigene offene Gesellschaft zerstört“.

Wichtigste Quellen für diesen Text sind das Buch „Nightmare or Reality – Guatemala in the 1980s“, von Angela Delli Sante (1996), das Hunderte von Hinweisen auf Quellen und weiterführende Literatur enthält. Das Buch gibt im Wesentlichen das Ergebnis einer umfangreichen sozialwissenschaftlichen Untersuchung der Autorin wieder. Eine weitere wichtige Quelle sind Auszüge aus dem Buch „Israel and Latin America: The Military Connection“, von Bishara Bahbah (1986). Der Text berücksichtigt ebenfalls das Ergebnis einer Internet-Recherche zum Thema.

Dieter Neuhaus

1 Kommentar zu Israels Beihilfe zu Völkermord und Staatsterror in Guatemala

  1. Der Autor Dieter Neuhaus war viele Jahre lang in offizieller Mission für Entwicklungshilft in Mittelamerika tätig und dessen Menschen sind ihm ans Herz gewachsen. Ist es da ein Zufall, dass er sich nun gleichermaßen auch für die entrechteten Palästinenser, sowie für die in Deutschland Hilfe- und Schutzsuchenden Flüchtling einsetzt? Für Dieter Neuhaus ist Menschlichkeit unteilbar. Menschlichkeit als Aufgabe! Dank an Evelyn Hecht-Galinski, ihn hier gewürdigt zu haben!

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