Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Medienterroristen betreiben Gehirnwäsche!

Medienterroristen

In den letzten zwanzig Jahren ist mir ein Phänomen aufgefallen, das sich inzwischen zu einer Epidemie ausgeweitet hat.

Die Gehirnwäsche gewisser Medien und deren eingebetteter Journalisten hat sich zu einer ansteckenden Seuche entwickelt. Allerdings besonders auffällig im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den „Jüdischen Staat“ und über Juden. Durch diese „Normalisierung“ der Besatzung, indem diese als normal hingenommen / hingeschrieben wird, bekommt diese in der Öffentlichkeit eine Legalisierung als unabdingbaren Zustand.

Es scheint inzwischen zu einem Sakrileg verkommen, wenn ein kritisches Wort im Zusammenhang mit den Besatzungsverbrechen oder im Zusammenhang mit dem Zentralrat der Juden fällt. Es ist das Verdienst der Mainstream-Medien, der Talkshows und der TV sowie Radioanstalten, dass es – mit ein paar kleinen Ausnahmen – nicht mehr möglich ist kritische Stimmen gegen die Politik des „Jüdischen Besatzerstaats“ zu erfahren. Alles wird weichgespült und in philosemitischer Berichterstattung dargestellt. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass für mich, die mit Zeitungen Lesen aufgewachsen ist, diese Tatsache einmal so relevant wird. Ich bin entsetzt, wie die Lobbyisten die Deutungshoheit über die Artikel übernommen haben. Die Gehirnwäsche soll den Lesern das Denken abnehmen und durch ständige Wiederholungen im Gehirn als Wahrheit gespeichert werden.

Haben sich gewisse Medien eigentlich einmal überlegt, warum iht Umsatz so rapide sinkt und warum Abonnenten und Käufer abspringen? Der Spiegel entließ soeben viele seiner Mitarbeiter, wie schon andere Zeitungen es zuvor taten. Die F.A.Z. ist inzwischen zu einer „Mogelpackung“ geworden, die lautlos Rubriken und Seiten kürzte oder strich. (1)

Leidtragende sind die aufrechten Journalisten, denen als erste gekündigt wird. Übrig bleiben, entweder die Überzeugungstäter oder die Angepassten, die eine Familie zu ernähren haben, aus Angst den Job zu verlieren und dadurch ihr Berufsethos vergessen und „bedarfsgerecht“ schreiben oder senden. Berufsethos, davon können die Journalisten nicht mehr essen, aber dabei sein ist alles. Die Grauzonen des eingebetteten Journalismus sind heutzutage nahtlos übergegangen in ein Netzwerk der Angepassten, von Atlantikbrücke bis vielen anderen politischen „Erziehungsanstalten“ für angepasstes Denken. Besonders treffend und richtig stellte das einmal die Kabarettsendung „Die Anstalt“ dar, als sie „korrupte Journalisten“ entlarvte. (2)

In diesen Netzwerken und Think Tanks treffen die Journalisten und Politiker dann hautnah aufeinander, in der Gewissheit sich danach nicht mehr weh zu tun. Waren es früher nur die Politiker, die sich nach Bundestagssitzungen, wo man sich eben noch gestritten hatte, in großer Eintracht zum Essen und Trinken traf, so haben wir heute das Phänomen, dass es wie gerade auch in der Berliner Republik ständig Partys, Empfänge oder kleine informelle Essen gibt, um sich gegenseitig „auszutauschen“. Da wird sich jeder überlegen, ob er es wagt auszuscheren, um damit sofort in Ungnade zu fallen.

Besonders auffällig ist es, wenn der Sonntag naht und ein neuer Presseclub im Ersten pünktlich um 12:00 gesendet wird. Immer dieselben Journalisten, denen sogar die Treue gehalten wird, sollten sie ihren Job verloren haben. Aber so gut wie unmöglich ist es, ein neues, nicht so angepasstes Gesicht zu sehen. So geht es auch in den unerträglichen Talkshows, mit den noch unerträglicheren Talkmasterinnen der Nation. Aus der Jauche kommen ständig Nachfolger, es stinkt zum Himmel.

Nehmen wir einmal als Beispiel, wie über Jürgen Todenhöfer der Stab gebrochen wurde, weil er sich für Naidoo und seinen Anti-Kriegssong „Nie wieder Krieg“ eingesetzt hatte. Was für ein bösartiges Shitstorm brach über ihn herein. Natürlich sind sie alle neidisch auf diesen Mann, der Interviews mit Assad oder anderen macht, an den Brandherden direkt, von Gaza bis Syrien und nicht im klimatisierten Studio? (3) (4)

Ja, Todenhöfer kennt sich aus als ehemaliger Burda-Journalist, aber er hat wenigstens das Denken nicht verlernt und besinnt sich auf sein Gewissen.

Das schafft Neid und Hass, von den vielen „Kollegen“, die niemals in Krisengebiete reisen würden, um von dort aus hautnah zu berichten! Warum machen Kleber, Roth und Co. nicht Interviews mit Assad, Nasrallah, Mursi im Gefängnis, oder mit sonstigen Personen der Zeitgeschichte? Sogar die Journalisten in den USA oder Großbritannien stellen ihren Politikern noch echte, harte Fragen. Im Gegensatz dazu die weich gespülten, vorgefertigten, ehrfürchtigen Journalisten-Interviews mit deutschen Politikern. Nachfragen, Nachbohren niemals, immer nur die Antworten hinnehmen, dass sind die üblichen Mediengespräche in Deutschland, bloß nicht Anecken. Besonders schleimig wird es allerdings immer dann, wenn der jeweilige Botschafter des „Jüdischen Staates“ in der Leitung ist!

Entzückt zeigen sich Feuilletons und Medien allerdings, als die „starke Merkel“ – nachdem sie am 2. Dezember mit dem Abraham Geiger-Preis für Verdienste um das Judentum ausgezeichnet worden war – Zentralratspräsident Schuster, nach seinen rassistischen Anmerkungen sofort verständnisvoll beipflichtete, indem sie ihre „Sorge um Antisemitismus auch im Hinblick auf die Menschen aus anderen Ländern, in denen Antisemitismus und Hass auf Israel Teil des öffentlichen Lebens sind und von Kindesbeinen an vermittelt werden“.

Aber hallo, Frau Merkel, war das schon Ihre CDU-Integrationspflicht-Passage, dass alle Flüchtlinge das Existenzrecht des „Jüdischen Staates“ anerkennen müssen und Israel-Liebe entwickeln sollen? Passt es zum deutschen Grundgesetz, Frau Merkel, dass man den einzigen Besatzerstaat in der Welt, der das Völkerrecht und die Menschenrechte mit Füßen tritt, anerkennen soll?

Nein Frau Merkel, das ist nicht in unserem demokratischen Sinne, wenn Sie, ebenso wie Sie den Syrien-Einsatz völkerrechtlich in der Grauzone im Eilschritt beschlossen haben, wie vorher schon die Energiewende, Griechenland-Finanzierung und die Flüchtlingswende. Was steht uns unter Ihrem hoffentlich nicht mehr alternativlosen Diktat noch alles bevor? Sie sind völlig unglaubwürdig, Frau Merkel, denn Sie drehen sich nach dem Wind und der könnte Sie (hoffentlich!) bald wegwehen!

Wir befinden uns in einem Krieg, der inzwischen zu einer „Kriegsgeilheit“ geführt hat, die uns suggerieren will, dass unsere Armee die Freiheit für uns verteidigt. Es ist grausig, wenn ich lese, wie der Oberkommandeur der Deutschen Luftwaffe, Karl Müllner, der schon kurz nach seinem Amtsantritt 2012 für den Einsatz bewaffneter Drohnen plädierte, jetzt fast am Ziel seiner Wünsche ist, indem er nach dem Baltikum und Afghanistan jetzt in Syrien „aufklären zum lizenzierten Töten“ darf. Touren doch momentan „Bundes-Ursel“ von der Leyen zur Truppenbetreuung in Afghanistan und Steinmeier im Irak. Alles nach dem Motto, „Frieden schaffen, mit mehr Waffen“!

Tatsächlich ist es doch bezeichnend, wenn SPD-Vize Gabriel, jetzt ausgerechnet in der springernden „Bild am Sonntag“ Saudi-Arabien angriff, wegen der Finanzierung von religiösem Terrorismus. Hätte er dazu nicht schon lange Gelegenheit gehabt, besonders während seiner Saudi-Arabien-Reise mit einer 90-köpfigen Wirtschaftsdelegation, um deutsche Produkte zu vermarkten, sowie Rüstungsgüter „nur zur Sicherung der Landesgrenzen“ zu verkaufen, Menschenrechte waren am Rande im Gepäck? (5) (6)

Es ist schon immer wieder schön zu lesen, wenn die Politiker aller Parteien, besonders gern am Wochenende, „vom Sofa aus“, das Volk unterrichten, bevorzugt über Springer-Medien oder neuerdings auch über die Funke-Gruppe!

Alles Feinde, alles Terroristen, das verbindet uns dann auch wieder besonders mit dem „Jüdischen Staat“, der ja nur von Feinden umgeben ist! Feinde schaffen, heißt immer einen Grund finden, um Kriege zu führen und Angriffe zu starten. Was für ein Horror-Szenario, in das wir uns derzeit dank unserer Politiker herein manövriert sehen!

Besonders unerträglich wird es natürlich, wenn es emotional wird, also um den „Jüdischen Staat“ geht, noch unerträglicher in diesem Jubiläumsjahr zum Gedenken an die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vor 50 Jahren.

Erlebten wir doch gerade die Reise von „Pfarrer Präsident“ Gauck in den „Jüdischen Staat“, im Gepäck das Gewandhausorchester und den Leipziger Thomaner-Chor. (7)

Gauck hat sich nicht geändert, ganz im Gegenteil, er versteht alles, was die jüdischen Besatzer angeht. und hat emotionale Momente, nur wenn es um Juden geht. Wie zu erwarten, bekam er die (Un)Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität. (8)

In seiner Dankesrede erwähnte „Pfarrer Gauck“ mit keinem Wort die Besatzung, den alltäglichen Terror, den die besetzten Palästinenser durch die „Jüdischen Verteidigungssoldaten“ erfahren, noch die Anschläge und Übergriffe der jüdischen Siedler-Extremisten, dem sie ausgesetzt sind. Stattdessen versicherte er die unerschütterliche Freundschaft zum „Jüdischen Staat“ und zeigte Verständnis für den großen Sicherheitsbedarf des „Jüdischen Staates“. Allein schon Passagen dieser Rede wurden von einer besonders schlimmen Vertreterin der „journalistischen Giftsuppenküche“, der SZ Journalistin, Constanze von Bouillon, als „leise Unhöflichkeiten“ beschrieben. Was für ein Schwachsinn! (9)

Es ist kein „Wunder der Freundschaft“, es ist nur ein Wunder, dass es Überlebende des Holocaust gab. Umso schlimmer, wenn aus diesem Wunder die Vertreibung und illegale Besatzung Palästinas entstand, die heute auch noch beiderseits gefeiert wird! Immerhin sind drei Jahre vergangen, seit „Pfarrer Präsident“ Gauck seinen ersten Besuch im „Jüdischen Staat“ absolvierte. Damals schrieb ich ihm einen offenen Brief vor seiner Reise, um ihn zu bitten, auch die Freiheit für die besetzten Palästinenser einzufordern. (10)

Dieser Besuch reiht sich in die unzähligen Schleimbekundungen für den „Jüdischen Staat“, oder jüdische Vertreter und Politiker. So berichtete die Jerusalem Post darüber, dass Bundestagspräsident Lammert die EU-Richtlinie zur Kennzeichnungspflicht in Frage stellte und für unnötig und nicht weise hält.

Übrigens fielen diese Aussagen von Lammert in derselben Veranstaltung anlässlich eines Berlin-Besuches des „Blut-Diamanten“ Juli Edelstein, dem rechtsradikalen Vorsitzenden des Parlaments, der Knesset im „Jüdischen Staat“. (11)

Da frage ich schon, sollte das stimmen, ist ein Bundestagspräsident noch tragbar, der das EU-Recht und das Völkerrecht in Frage stellt?

Ebenso skandalös war die „Deutsch-Israelische-Justizkonferenz zu Rechtsstaat und Demokratie“, die am Montag begann und mit einem „Festlichen Abendessen“ im Jüdischen Museum in Berlin am Sonntagabend eingeläutet wurde. Wohlbemerkt, eine Konferenz zu Rechtsstaat und Demokratie, mit einem „Jüdischen Besatzungs-Apartheidstaat“, der Judaisierung als Staatsräson betreibt. Mit einem rechtsradikalen Regierungsmitglied, der berüchtigten Justizministerin Ayelet Shaked, die für ihre rassistischen Äußerungen bekannt ist. Hätte sie diese in Deutschland gemacht, so hätte sie sicherlich schon eine Anklage wegen Volksverhetzung am Hals. (12)

So aber empfing sie ihr SPD-Kollege Maas, mit kollegialem Respekt! Derselbe Maas allerdings findet ja auch den Syrien-Einsatz als völkerrechtlich gedeckt, dem die Völkerrechtler widersprechen. Aber so sind die deutschen GRO/KO-Politiker; sie verteidigen mit unseren Kriegseinsätzen die Freiheit am Hindukusch bis Syrien, aber die der Palästinenser interessiert sie nicht! (13)

Aber langsam erscheint es mir immer hoffnungsloser, denn es gibt die unzähligen Politiker in allen Parteien, die in diesem deutsch-israelischen Chor mitsingen, gegen die Meinung der Bevölkerung!

Wenn es in der deutschen Öffentlichkeit ein Politiker erst geschafft hat, als Staatsmann anerkannt zu werden, angekommen zu sein, wenn er dem „Jüdischen Staat“ seine Referenz erweist (Ramelow!), so zeugt das vom Niedergang der deutschen Politik, Kultur und Medienlandschaft! (14)

Derweil geht das Morden im „Jüdischen Staat“ weiter, wo immer mehr palästinensische Kinder aus Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit keinen anderen Ausweg mehr sehen, als mit Messern bewaffnet Widerstand zu begehen gegen die Besatzer!

Das ist auch kein „Kindertraum vom Töten“, wie es eine zynische Überschrift in der F.A.Z. vom 30.November bezeichnete, sondern nackte Verzweiflung, weil diese Kinder dank der jüdischen Besatzung keine Kinderträume mehr haben dürfen.

Das ist kein Terror, sondern legaler Widerstand gegen die Besatzung in ihrem Kampf für ein freies Palästina! 


 

4 Kommentare zu Medienterroristen betreiben Gehirnwäsche!

  1. die zwangsfinanzierten öffentlich rechtlichen Medien sind eine verschworene Gruppe (umgangssprachlich würde man diese Vereinigung „Vetterleswirtschaft“ nennen). Am weitesten kommt man, wenn man Studienabbrecher ist und sich mainstreamförmig (man könnte auch unterwürfig sagen) verhält. Früher nannte man diese talkmaster/innen schlicht Hofberichterstatter. Dafür werden sie mit Geld zugeschüttet. Die sogenannte Unabhängigkeit des jeweiligen Journalisten wird damit gleich zugeschüttet. Kritische Meinungen in den Kommentarspalten werden zensiert. Dass dabei die kritische und sachliche Berichterstattung über die Zustände in den durch Israel besetzten Gebieten unter die Räder kommt ist eben ein colateral. Dem deutschen Volk wurde ja 70 Jahre der erhobene Zeigefinger gezeigt. diese Saat ist in der Zwischenzeit aufgegangen. Israelkritik ist sogleich Antisemitismus, den es sofort zu bekämpfen und verurteilen gilt. Amerikanische Politik ist stark von Zionisten beeinflußt. Dies merkt man auch in Deutschland. Aus diesem Grunde werden die zionistischen Verbrechen in Palästina so gut wie nie kritisiert und/oder gar verurteilt. Von den beiden Staatsdienern an der Spitze unseres Staates ist und kann man dies auch nicht erwarten. Sonst dürften sie dort erst gar nicht mehr verweilen. Die Verbrechen des zionistischen Besatzerstaates werden erst dann aufhören, wenn der amerikanische Hegemon seine Einflußmöglichkeiten verliert.Auch das weit verbreitete Verleihen von Orden, Ehrendoktorwürden und Auszeichnungen ist der Versuch Menschen an eine Organisation zu binden, sie kritikunfähig gegenüber diesen Organisationen zu machen. Was nur sehr schwer zu verstehen ist, warum ausgerechnet unsere Staatsspitze die größtmögliche Empathie Flüchtlingen entgegenbringt (zumindest öffentlich zur Schau gestellt) im selben Moment die zionistischen Verbrechen gegen die palästinensische Bevölkerung seit Jahren zur Kenntis nimmt ohne dagegen auf’s Schärfste zu opponieren. Stattdessen werden noch Rüstungsgeschenke in diese Krisenregion verbracht. Sind wir denn nur noch nützliche Idioten?

  2. Wenn doch dieser Weckruf an unsere Medien und Politiker von ihnen gehört würde! So aber ist zu vermuten, dass sie sich wegducken, sich verunglimpft fühlen, anstelle nachzudenken, was denn das „faul sein könne, im Staate D.“ Meine Angst, ja mein Alptraum: es können am Ende rechtsextremistische Kräfte sein, die den Gewählten und den Meinungsführern in Presse, Funk und Fernsehen klarmachen, dass man sie nicht mehr wünsche… Das aber wäre ein schlimmes Ende…siehe, aktuell, Frankreich und seine Wähler….
    Dabei ist es so einfach, glaubwürdig zu sein, vor Wählern und Medienkonsumenten – durch Ehrlichkeit; Käuflichkeit und Leisetreterei von Mächtigen und die sich dafür halten, ausgeschlossen. Dazu braucht es aber neben Mut, einer jeder Erpressbarkeit standhaltenden reinen Weste.

  3. Sehr geehrte Frau Hecht-Galinski

    Sie sprechen mir aus der Seele. Vielen Dank für diesen Artikel.
    Mit freundlichen Gr¨ssen
    Inge Schwank

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