Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Palästinenser bald Opfer von Netanjahus Ermächtigungsgesetz?

Die aggressive „Politik“ von Netanjahu wird weiterhin Opfer in der palästinensischen Zivilbevölkerung fordern, die im größten Freiluftkonzentrationslager der Welt, dem GAZA Streifen, der israelischen Armee ausgeliefert sind. Das geplante Nationalgesetz des israelischen Staates wird eine nachträglich, durch demokratische Wahlen „legitimierte“ Fortsetzung der vielen Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen an den Palästinensern bedeuten. SVH

In Deutschland hat man die Kindermörder-Israel-Rufe von Palästinsern auf der Straße scharf verurteilt. Diese Bilder jedoch sprechen für sich:

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Am 6. Dezember war ich eingeladen, zu diesen Themen eine Rede im Palästinensischen Zentrum für Kultur und Integration in Wuppertal zu halten. Nachfolgend das Video von der Veranstaltung und meine Rede im Wortlaut:

Vortrag in Wuppertal bei der palästinensischen Allianz in Nordrhein-Westfalen vom 6.12.2014

Bibi, der Hokus Pokus König der Juden

Es ist mir eine große Freude, hier in Wuppertal in diesem neuen Zentrum für Kultur und Integration des Palästinensischen Freundschaftsvereins Wuppertal auf Einladung meiner palästinensischen Freunde sprechen zu dürfen.
Endlich gibt es ein solches Zentrum auch einmal von Palästinensern und für Palästinenser.

Gerade in Zeiten des Islamhasses, der als Islamkritik durchgeht, in Zeiten der Verleumdung von Palästinensern, Muslimen, Deutschen mit Migrationshintergrund, ist es so wichtig ein Zeichen zu setzen.

Ich möchte ein Zeichen setzen gegen ungerechtfertigte Verleumdungen und Vermischung von berechtigter Kritik gegen die Kriegsverbrechen des „Jüdischen Staates“, gegen die fortwährende Besatzung und gegen die fortwährende Demütigung des palästinensischen Volkes im „Jüdischen Besatzer Staat“!

Ich möchte ein Zeichen setzen als deutsche Bürgerin mit jüdischer Abstammung, dass ich mich weigere für diese Politik der Besatzung, der Missachtung des Völkerrechts sowie der Menschenrechtsverletzungen, die der „Jüdische Staat“ ständig begeht, zu sagen:

Nicht in meinem Namen!

Keine falsche Solidarität mit Kriegsverbrechen, sondern Solidarität mit den besetzten und unterdrückten Palästinensern.

Im Schatten der Krisen in Syrien, im Irak, der Ukraine und vielen anderen Brennpunkten, versteht es der „Jüdische Staat“ meisterhaft seine National-zionistische rassistische Besatzungs- und Besiedlungspolitik auszuführen.
In der Tat ist es ein positives Zeichen, wenn immer mehr europäische Staaten von Schweden bis Frankreich, insgesamt 135 der 193 UNO- Mitgliedsländer die Staatlichkeit Palästinas anerkennen.

Tatsächlich wird diese Anerkennung eines Staates, der faktisch gar nicht existiert, nichts bringen, da das Hauptproblem nämlich der „Jüdische Staat“ ist. Er ist nicht bereit, den Palästinensern ihren unabhängigen und mit allen Rechten ausgestatteten Staat zu zugestehen, wie es in der internationalen Staatengemeinschaft eigentlich selbstverständlich ist.
Solange diese Rechte nicht mit Druck gegenüber dem „Jüdischen Staat“ eingefordert werden, wird sich nichts ändern im jüdischen Apartheidstaat.
Diese symbolische Anerkennung ist ein Rufen in der Wüste gegen die Missachtung des palästinensischen Volkes und seines Freiheitskampfes, seit nunmehr über 66 Jahren.
Gerade die deutschen Politiker, die so vollmundig den Begriff der Freiheit verwenden, wenn es um Freiheit als Kampfbegriff gegen Russland und für die Ukraine geht, um uns durch diese Hintertür auf Auslandseinsätze einzustimmen.

Diese verlogene Politik des Missbrauchs des Wortes Freiheit, um uns Krieg zu verkaufen, so wie es mit den Grünen unter Joschka Fischer als Außenminister begann und sich wie ein roter Faden wie ein Dammbruch durch die deutsche neue Außenpolitik zieht.

Ja, geht es nach Bundespräsident Gauck, Verteidigungsministerin von der Leyen, Kanzlerin Merkel und auch Außenminister Steinmeier, dann müssen wir endlich bereit sein, auch Verantwortung zu übernehmen und unsere Freiheit weltweit verteidigen.

Allerdings hört diese Freiheit sofort auf, wenn es um unser spezielles Verhältnis zu Israel, also dem „Jüdischen Staat“ geht. Warum eigentlich? Haben wir nicht mindestens eine ebenso große Verantwortung für das palästinensische Volk, als eben auch Leidtragende des Holocaust?
Warum wird diese Verantwortung nicht wahrgenommen?
Warum war Kanzlerin Merkel, die erste, die auch diese, nur symbolische Anerkennung Palästinas kritisiert, mit dem lächerlichen Argument, dass diese einseitige Anerkennung des palästinensischen Staates den Friedensprozess und den Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung nicht weiter?
Da frage ich mich allerdings, von welchem Friedensprozess Frau Merkel eigentlich spricht?

Ist dies der sogenannte Friedensprozess, der eigentlich immer nur auf dem Papier existierte und durch die einseitige Unterstützung des „Jüdischen Staates“ immer nur Frieden und Sicherheit für Israel bedeutete?
Frau Merkel ich rufe Ihnen zu: Der Drang nach Freiheit lässt sich nicht dauerhaft unterdrücken, auch nicht von einer Bundesregierung die auch in diesem Punkt, wie in so vielen anderen, die Bürger nicht mehr hinter sich hat.
Kommt ein Friedensprozess nicht nur zustande, wenn dabei auch Frieden und Freiheit und Sicherheit für beide Verhandlungspartner auf gleicher Augenhöhe auf der Agenda steht?
Aber warum sollte der „Jüdische Staat“, der sich hervorragend auf diesem Status Quo der Besatzung eingerichtet hat, noch irgend einen Kompromiss eingehen, geschweige denn endlich den einzig denkbaren Friedensweg gehen und sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehen?

Aber dieser „Jüdische Staat“ ohne Grenzen und Verfassung will alles – nur keinen Frieden, das ist meine Feststellung seit vielen Jahren. Daher sehe ich mit großem Interesse, dass inzwischen viele, die sich mit diesem Thema befassen, zu dem gleichen Ergebnis kamen.
Kanzlerin Merkel versicherte dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu auch während des letzten Gaza Kriegs, einem Völkermord, begangen von der „Israelischen Verteidigungsarmee an einer wehrlosen eingeschlossenen Bevölkerung, dass sie Israels Recht auf Selbstverteidigung voll unterstütze und der „Jüdische Staat“ sich voll auf die Solidarität Deutschlands stützen könne.

Diese Kanzlerin, die ich eine christliche Zionistin nenne, die nie einen Hehl machte aus ihrer tiefen Verbundenheit zum „Jüdischen Staat“, die den Begriff der deutschen Staatsräson für Israels Sicherheit als Teil ihres Lebens sieht, stellt sich damit klar gegen den größten Teil der deutschen Bürger.
Durch diese für sie unverhandelbare Haltung, ermuntert Merkel den „jüdischen Staat“ geradezu, in seinen rassistischen Handlungen fortzufahren.
Tatsächlich haben wir momentan in Deutschland eine Stimmung, die Bürger immer mehr zum Schweigen bringen zu wollen, wenn es um Israel Kritik geht.
Dürfen wir Deutsche schweigen, wenn der „Jüdische Staat“ sich längst verabschiedet hat von demokratischen Gepflogenheiten, wenn er immer mehr versinkt in Völker und Menschenrechtsverletzenden Politik?

Dürfen wir schweigen, wenn sich dieser Staat als „Nationalstaat des jüdischen Volkes“ anerkennen lassen will, indem das jüdische Recht einen höheren Wert als die Gesetzgebung haben soll, indem die sowieso schon bestehenden Gesetze, in denen der „jüdische Charakter festgelegt ist, nochmals verschärft werden?

Davidstern Flagge, Hymne, Einwanderungs-Rückkehrrecht nur für Juden aus der ganzen Welt. Während den Ureinwohnern, den vertriebenen Palästinensern dieses Recht verweigert wird. Ein Recht auf Selbstbestimmung steht allein dem jüdischen Volk zu, dass Arabische soll seinen Rang als gleichberechtigte Amtssprache verlieren.
Dieses angestrebte Gesetz verdient nur eine Bezeichnung, nämlich rassistisch nationalistisch! Einmalig in der Welt ein Gesetz für ein, ich zitiere den israelischen Historiker Schlomo Sand „nicht existierendes Volk“.

Hier wird also eine Religionsgemeinschaft zu einem Volk erklärt, daraus wird wiederum ein Nationalstaat des Jüdischen Volkes, in einem Land, das bis heute keine Verfassung und keine definierten Grenzen besitzt. Auch das ist einmalig in der Welt!
Mit diesem Gesetz wird der Apartheidstaat, also die Trennung von jüdischer und nicht jüdischer Bevölkerung immer deutlicher, nach der räumlichen Trennung, der Apartheidmauer, den Straßen extra gebaut nur für jüdische Siedler, vielleicht noch demnächst die gekennzeichneten Pässe nur für Nicht-Juden, dann kommen mir ungute Erinnerungen hoch, noch verstärkt durch die Sippenhaft,

Kollektivbestrafung und Häuserzerstörungen, die der „Jüdische Staat“ als Abschreckung gegenüber Palästinensern ausführt.

Ich nenne das Staatsterrorismus, ebenso wie die gezielten Tötungen – ich sage gezieltes Morden dazu – und die Willkürverhaftungen. Allein im vergangenen November wurden über 600 Palästinenser einfach verhaftet, darunter auch, wie schon so oft zuvor, Kinder und Jugendliche.

Was ist mit den vielen Tausenden von Palästinensern, die noch in israelischen Gefängnissen sitzen, was ist mit den vielen Flüchtlingen, vor allen Dingen aus Afrika, die in extra für sie gebauten Gefängnissen sitzen und auf ihre Abschiebung warten?

Der „Jüdische Staat“ gibt zwar allen Juden die Möglichkeit zurückzukehren und die sofortige Staatsbürgerschaft zu bekommen, aber bei Asylanträgen ist man überhaupt nicht großzügig, sondern erkennt so gut wie gar keine an.
Übrigens habe ich, wie viele andere jüdische Bürger, die sich für die palästinensische Gerechtigkeit einsetzen, auf dieses sogenannte Rückkehrrecht verzichtet.

Denn da muss ich natürlich fragen, soll ich als geborene Berlinerin, als deutsche Bürgerin in ein fremdes Land zurückkehren?

Ich würde mich schämen, wenn man mich auf geraubtem Land wohnen ließe!
Schon seit Jahren hat der israelische Außenminister Lieberman, der selbst in einer Siedlung auf geraubtem Land lebt, Vorschläge, wie man die Palästinenser loswerden

könnte. Vor Jahren Machte er den Vorschlag, von allen palästinensischen Bürgern in Israel zu verlangen, dass sie einen Loyalitätseid auf den Staat Israel zu schwören sollten.

Lieberman wollte ihnen auch offiziell durch immer neue Gesetze noch mehr Rechte entziehen, die ihnen durch die ständigen Diskriminierungen im Alltagsleben sowieso schon versagt wurden. Sein neuester Vorschlag ist noch perfider, er möchte den palästinensischen Israelis Geld dafür bieten, damit sie den „jüdischen Staat“ verlassen“ um in einen künftigen Staat zu ziehen.
Wie man sich diesen Staat vorzustellen hat, dass wissen wir inzwischen nur allzu gut: Ein zusammengeflicktes Gebilde, das weiter unter israelischer Hoheit steht und überhaupt nicht lebensfähig ist, ein Staat von jüdischen Gnaden, der den Namen Staat überhaupt nicht verdient.

Ein Ghetto, umgeben von Militär und Checkpoints, Drohnen überwacht aus der Luft und von See, ohne eigene Armee, aber von israelischen Militär und kollaborierenden palästinensischen Sicherheitsleuten umgeben, die von der israelischen Verteidigungsarmee ausgebildet wurden. Das ist ein anderes Trauerspiel.
Andererseits wissen wir, die sich schon länger mit dem Palästina Problem befassen, dass die sogenannte Zwei-

Staatenlösung eigentlich immer nur eine politische Fata Morgana war und nie als Tatsache gedacht war.

Der israelische Historiker Ilan Pappe, ein guter Freund, der auch das Vorwort für mein Buch schrieb und so viele wegweisende Bücher veröffentlichte, darunter auch das Standardwerk für jeden Menschen, der etwas über die Geschichte seit der Staatsgründung des „Jüdischen Staates“ 1948 und der Nakba der Katastrophe und Vertreibung für die Palästinenser wissen möchte, deckte diese Tatsache schon lange auf.
Tatsächlich wird diese Vertreibung der Palästinenser, die Nakba im „Jüdischen Staat“ bis heute übergangen. Aber im Gegenzug erfanden jüdische ultrarechte, extremistische Politiker einen neuen Gedenktag, um von den Vertreibungen der Palästinenser abzulenken und Dank dieser neuen Verordnung wird seit dem 30. November, zum ersten Mal, ab jetzt immer wieder jährlich, ein neuer jüdischer Gedenktag gefeiert.

Einen Gedenktag für Exodus und Vertreibung für vertriebenen Juden aus arabischen Ländern. Allerdings ist das ein mehr als verlogener Gedenktag, denn schließlich half die Jewish Agency kräftig nach bei diesem Exodus der sehr speziellen Art. Man versuchte mit allen Mitteln, unter anderem mit Brandanschlägen auf Synagogen in Bagdad diese jüdische Auswanderung aus den arabischen Ländern so besser zu motivieren, um so den „Jüdischen Staat“ mit Juden zu füllen.

Weiter soll dieser Gedenktag dazu dienen, um vorzubauen und etwaigen Entschädigungszahlungen an Palästinensern Paroli bieten zu können, unter dem Einwand, dass jüdische Flüchtlinge bis heute keine Entschädigung für den Verlust ihres Eigentums und ihrer Heimat erhalten haben.

Die ultrarechten zionistischen Extremisten sind nicht verlegen darum, immer neue Verdrehungen der Tatsachen zu erfinden und zu verbreiten. Auch in Schulen sollen diese Gedenkveranstaltungen begangen werden und die israelischen Botschaften in der ganzen Welt wurden verpflichtet, dieses Thema publik zu machen.

Dagegen weiß ich von vielen jüdischen Freunden in Israel, dass sie in der Schule nichts über die Nakba erfuhren!
Der „Jüdische Staat“ siedelt immer mehr, raubt immer mehr palästinensisches Land, judaiisert Jerusalem immer mehr, schafft damit immer mehr Tatsachen. Die Ausschreitungen am Tempelberg sind nur eine Folge der ständigen Schikanen und Provokationen sowie Bauvorhaben im besetzten Ost-Jerusalem.
Der „Jüdische Staat“ will ganz Jerusalem, israelische Politiker betonen immer wieder das Jerusalem die ewig ungeteilte Hauptstadt des „Jüdischen Staates“ bleiben wird!

Die etwa 300.000 Einwohner von Ost-Jerusalem werden diskriminiert und schikaniert, wie alle Palästinenser im besetzten Palästina.

Kennen sie ein Land, meine Damen und Herren, wo ein Besatzerregime Betenden Vorschriften macht, oder das Beten vom Alter abhängig macht?

Man spricht immer von der Einmaligkeit des Anschlags auf die Synagoge in Jerusalem, vergisst dabei aber, dass vorangegangene Anschläge auf Moscheen, kaum beachtet wurden, dass Schmierereien, wie „Tod den Arabern“ auf Moscheen und Häuserwände, Brandanschläge, Zerstörungen der Oliven Bäume durch jüdische Extremisten so gut wie keine Beachtung finden in deutschen Zeitungen.

Über jedes jüdische Opfer wird groß berichtet, aber die palästinensischen Opfer finden kaum Beachtung. Das macht mich zornig, diese Ungerechtigkeit. In diesem Fall gibt es keine Ausgewogen und keine Einseitigkeit, es gibt nur ein Eintreten für Freiheit, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und das Heimatrecht.

Was in Gaza diesen Sommer geschah, war ein Völkermord an einer wehrlosen, eingeschlossenen Bevölkerung. Es war ein Genozid begangen von der „Jüdischen Verteidigungsarmee“, es war ein Abschlachten von etwa 2100 Palästinensern, hauptsächlich Zivilisten, Frauen und Kindern, es waren mehr als 550.

Traumatisierte Waisen, obdachlose herum irrende Menschen, dieser Zustand im Konzentrationslager Gaza und ich sage Konzentrationslager, weil sich hier im größten Freiluftgefängnis der Welt, Menschen konzentrieren, die nirgendwo hin fliehen können, wenn sie angegriffen werden.

Bis heute hat sich an diesem Zustand so gut wie nichts geändert. Israel lässt so wenig Baumaterialien nach Gaza, dass ein Wiederaufbau in weiter Ferne liegt.

Und noch eins, darf der „Jüdische Staat“ auch noch für die Zerstörungen belohnt werden, indem wir immer wieder für den Wiederaufbau bezahlen?

Nein, damit machen wir uns und auch die UNO, die immer wieder bezahlt, schuldig an diesen Verbrechen. Diese Zahlungen sollte allein der „Jüdische Staat“ bezahlen, es gibt eine Genfer Konvention, die verpflichtet den Besatzer für die Besetzten aufzukommen!
Auch das Argument mit den Kassam Raketen gegen Israel, die schuld sind an dem Beginn des Gaza Krieges ist falsch. Schuld daran ist zuerst einmal die Abrieglung und Besatzung.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmals auf den Beginn des Gaza-Angriffs, des „jüdischen Staates“ hinweisen.

Nicht die Hamas begann damit, indem sie die Raketen in den „Jüdischen Staat“ schickte, sondern die „Jüdische Verteidigungsarmee“ ermordete mehrere Hamas-Führer und wartete dann nur auf eine Gelegenheit, die neue Einheitsregierung zu Fall zu bringen. Da kam der Fall der Entführung und Tötung der drei Besatzer- Siedler-Söhne und Talmud Schüler gerade zur rechten Zeit.

Die „Jüdische Verteidigungsarmee“ vertuschte ihre Kenntnis über den Tod der drei, nutzte die Gelegenheit, um bei der angeblichen Suche nach den drei Entführten eben einmal eine Razzia im besetzten Westjordanland eine kollektive Bestrafung der Palästinenser, mit dem Ziel besonders Zerstörung der Hamas durchzuführen.
Für Israel war und ist jeder Gaza Krieg ein Rüstungsgeschäft der Sonderklasse, danach und während verkauften die israelischen Waffenschmieden so viel neue Waffen, die sie im Laboratorium Gaza am lebenden Objekt vor zahlendem Publikum ausprobieren konnten, wie nie zuvor. Darüber berichtete die israelische Zeitung Haaretz schon mehrmals!
Klar, dass der „Jüdische Staat“ keine Untersuchungskommission akzeptiert, die von der UNO eingesetzt wurde und die jeweiligen Mitglieder verleumdet und ihnen die Einreise verweigert. Übrigens hatte die Hamas nichts gegen die Kommission einzuwenden!
Auch verhinderten laut Schweizer Zeitungen Israel und die USA eine Nahost Konferenz in Genf, die Schweizer UNO-Diplomaten mit Vertragsstaaten der Genfer Konvention organisieren sollten, warum wohl?

Weil wohl ein Entwurf der Schlusserklärung vorliegt, der die Vertragsstaaten der Genfer Konventionen am Ende zustimmen sollen, indem diesmal der „Jüdische Staat“ nicht geschont werden würde, es wird in dem Papier Israel auf seine Pflichten als Besatzer hingewiesen:

„Die Besatzungsmacht, während sie sich selbst schützt, der Bevölkerung in den besetzten Gebieten ein so normales Leben wie nur möglich garantieren muss und dabei insbesondere auf demografische Charakteristiken achten soll.“

Daneben sieht die Schlusserklärung vor, dass erhebliche Verletzungen von internationalem Recht untersucht und die dafür Verantwortlichen vor ein Gericht gebracht werden müssen.
Worin solche Verletzungen in der Regel bestehen, auch das ist in der Schlusserklärung festgehalten:

Gestützt auf die vierte Genfer Konvention sind dies unter anderem Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte wie Schulen, Spitäler, Transportfahrzeuge und die Zerstörung von privatem Eigentum, das nachweislich nicht militärischen Zwecken dient.
Mehr als einleuchtend, dass der „Jüdische Staat“ genau weiß, dass alle diese Fakten genau zutreffen und was da auf ihn zukommen würde.
Alle diese „jüdischen Kriegsverbrecher“ gehören vor den internationalen Gerichtshof in Den Haag! The Day of Judgemnet will arrive!
Es ist eine Schande wenn Deutschland immer neue U-Boote, Korvetten und Rüstungsgüter an den „Jüdischen Staat“ liefert.
Während des Gaza- Angriffs wurden am Strand von Gaza mehrere palästinensische Kinder ermordet, als sie Fußball spielten. Man schoss auf sie, von einer Korvette der jüdischen Verteidigungsarmee aus, vor den Augen vieler ausländischer Journalisten!
250 Bundeswehr Soldaten sollen im „Jüdischen Staat“ im Tunnelkampf von den jüdischen Kameraden ausgebildet werden.
Wer wundert sich eigentlich noch darüber, dass bei diesen Nachrichten muslimische junge Menschen, die friedlich in Deutschland leben, sich mit den Palästinensern solidarisieren?
Ja, ich kann auch verstehen, dass sie „Kindermörder Israel“ auf Demonstrationen riefen. Sind sie deshalb Antisemiten, wie man uns weismachen will? Auf keinen Fall!

Ja, die „Jüdische Verteidigungsarmee“ hat hilflose Kinder in Gaza ermordet und das darf auch ausgesprochen werden. Der Zentralrat der Juden begann zusammen mit der Springer-Presse eine Antisemitismuskampagne als Ablenkungsmanöver, der sich viele Politiker und Prominente anschlossen.

Kein Wort der Empathie für die Eingeschlossen in Gaza, kein Wort der Anteilnahme für die Ermordeten in Gaza, nur den Blick auf die Antisemitismuskampagne gerichtet, die bewusst Antisemitismus und Israel- Kritik vermischte.
Man versucht tatsächlich jede Parteinahme für Palästina zu kriminalisieren, man versucht jede Kritik zu verhindern, indem man alles zu Judenhass werden lässt.

Was natürlich noch einfacher wird, wenn Israel der „Jüdische Staat“ ist und dann alle Kritik zu Judenhass stilisiert wird.

Das geht inzwischen so weit, dass Mithilfe von der Linken Vize des Bundestags, Petra Pau, dem Grünen Volker Beck und dem SPD Mann Reinhold Robbe von der Deutsch Israelischen Gesellschaft zwei jüdischen Journalisten aus Israel und den USA, eine Veranstaltung in Berlin am 9. November verhindert wurde, indem man auf Drängen der Drei, die versprochenen Räume in der Berliner Volksbühne nicht mehr zur Verfügung stellte.

Auch der Fraktionschef der Linken, Gregor Gysi verweigerte einer Veranstaltung die Nutzung des Sitzungssaals der Linksfraktion im Berlin.

Wenn das kein Antisemitismus ist, am 9. November in Berlin zwei jüdischen Journalisten, David Sheen und Max Blumenthal, die von zwei linken Abgeordneten eingeladen worden waren, zu Verweigern in einer Veranstaltung mit dem „Titel Russell Tribunal on Palestine- Israels Kriegsverbrechen in Gaza zu berichten?

Aber dieser neue Antisemitismus der besonderen Art hat inzwischen Tradition in Deutschland. Schon vor Jahren wurden Ilan Pappe, dem jüdischen Historiker und Sohn deutscher Holocaustüberlebender die bereits gemieteten Räume in München, auf Druck von Oben nicht zur Verfügung gestellt, oder dem leider vor kurzem verstorbenen

Holocaustüberlebenden Hajo Meyer die Räume in der Uni Würzburg auf besonders jüdischen Druck verweigert.

Gerade der 9. November sollte eine Verpflichtung sein, um auf dieses Unrecht der Besatzung, diese Unterdrückung sowie diese Kriegsverbrechen aufmerksam zu machen
Es ist ein Trauerspiel des Zusammenwirkens der Politik, gewisser Medien und jüdischer Organisationen, wie hier versucht wird, alle Kritiker mundtot zu machen.
Die Linke schafft das allerdings jetzt selbst, indem sie Boykott gegen israelische Waren, das Existenzrecht Israels und Holocaustleugnung in einen Topf wirft und daraus eine ekelerregende, ungenießbare Suppe kocht, die zum Schluss alle Parteien an einem Tisch auslöffeln.

Auf der Strecke bleiben sollen die Mutigen und Wahrhaftigen, die sich nicht einschüchtern lassen wollen. Dazu braucht es natürlich Zivilcourage, wenn man weiß, dass man das richtige tut und sich nicht zum Schweigen bringen lässt. Ich für meinen Teil werde nicht schweigen!

Noch ein Satz speziell an meine palästinensischen Freunde gerichtet.

Am 17. März des kommenden Jahres, werden voraussichtlich Neuwahlen im „jüdischen Staat“ stattfinden, wo Ministerpräsident Netanjahu versuchen wird, eine noch rechtere Koalition zu schmieden, die es ihm und seinen rassistisch faschistischen Partnern ermöglichen soll, noch mehr Pläne für die ethnische Säuberung Palästinas im „Nationalstaat für das Jüdische Volk zu schmieden.

Sagen sie also ihren in Israel lebenden Verwandten und Freunden:

„Geht wählen, damit auch andere Parteien gewählt werden!“

Natürlich weiß ich auch, dass das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und nichts verhindern kann, da der Großteil der jüdischen Bevölkerung im „Jüdischen Staat“ und besonders erschreckend dabei, gerade auch die jungen Leute, immer radikaler und rassistischer sind und wählen.

Es gibt ein Recht auf Selbstbestimmung und es gibt ein Recht auf Widerstand, auch für das palästinensische Volk, sich auch mit bewaffneten Kräften gegen die Unterdrückung zu wehren.
So ist für mich die Hamas auch keine Terrororganisation, sondern eine Widerstandsbewegung.

Nur eine Einheitsregierung auf gleicher Augenhöhe zwischen den Parteien kann gegen den „Jüdischen Staat“ auftreten, klar dass dieser das mit allen Mitteln verhindern will.
Ich kann sehr gut die zunehmende Frustration und daraus entstehende Radikalisierung der Palästinenser, in dieser trostlosen Situation ohne Zukunftsaussichten nachvollziehen.
Wo Besatzung zu Recht wird, da wird da wird Widerstand zur Pflicht.

Es lebe ein freies Palästina!

3 Kommentare zu Palästinenser bald Opfer von Netanjahus Ermächtigungsgesetz?

  1. …sagte Steinmeier, in Israel seien die Strände leer, weil sich die Menschen wegen des Raketenbeschusses durch die radikale Palästinenserorganisation Hamas nicht mehr ans Meer wagten.

    Darauf habe Davutoglu (türkische Außenminister) in der Ministerrunde erwidert, im Gazastreifen seien die Strände nicht leer, sondern voller toter Kinder. Damit spielte er auf den Tod mehrerer Kinder beim Beschuss durch Israel an einem Strand in dem Küstengebiet an.

    http://www.rp-online.de/politik/ausland/gaza-tuerkischer-minister-soll-steinmeier-zurechtgewiesen-haben-aid-1.4416470

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/kraftwerk-abgeschaltet-tuerkischer-aussenminister-weist-steinmeier-zurecht/10263012-2.html

  2. Sehr geehrte Frau Hecht-Galinski,
    geprägt durch meine Schulbildung habe ich bis jetzt mit einem tiefen Schuldgefühl gegenüber den Menschen jüdischen Glaubens und ihrer Geschichte gelebt. In meinem Bekanntenkreis wird jede Diskussion bezüglich der Kriegsverbrechen des israelischen Militärs reflexartig abgewehrt, aus Sorge als Antisemit betitelt zu werden. Ich danke Ihnen für Ihre sehr offenen Worte. Es hilft mir, meinen Blick aus Platons Höhle auf andere Wahrheiten zu wenden. Mit freundlichen Grüßen B. Franke

  3. Es gibt sehr wenige Leuchttürme in die sen schrecklichen Zeiten der gezielten, begrifflichen Verwirrungen. Die Sicht vom Hochblauen zähle ich, uneingeschränkt, dazu.
    Weiter so, und jetzt erst recht……..

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