Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Solidarität mit dem Vermächtnis der Kölner Klagemauer und Walter Herrmann!

Solidarität mit dem Vermächtnis der Kölner Klagemauer, im Andenken an Walter Herrmann.

Schändlich, wie sogar am Tag der Beerdigung die Hetze in Köln gegen Walter Herrmann fortgesetzt wird. Die Kölner Klagemauer und Walter Herrmann waren niemals antisemitisch, sondern Walter prangerte das schreckliche Leid und Unrecht der Vertreibung und Besatzung der Palästinenser an. Wenn ein IHK Geschäftsführer und Chef des Kuratoriums Stadtgedächtnis sich nicht schämt einen aufrechten Demokraten und Aachener Friedenspreisträger bei der Kölner Oberbürgermeisterin anzuschwärzen, so zeigt das nur, dass dieser Mann nichts verstanden hat und sich als Unterstützer eines Besatzer Regime outet. Die großzügige Schenkung meines Freundes Walter an das Stadtmuseum und Archiv ist eine Bereicherung für das Museum, ja für die Stadt Köln, für Nordrheinwestfalen, ja für ganz Deutschland . Das Image der Stadt Köln leidet nicht durch mutige und aufrechte Menschen, wie Walter Herrmann und die Kölner Klagemauer, sondern durch Funktionäre vom Schlage des IHK Geschäftsführers Ulrich Soenius. Glücklicherweise hatte die Kölner Klagemauer und Walter Herrmann viele prominente Freunde und Unterstützer in Köln, die sich sicher für das Erbe einsetzen werden. Der Express Kommentator Robert Baumanns irrt gewaltig, nicht die Mauer muss weg, sondern die Apartheid Mauer im „Jüdischen Staat“ und die Besatzung, erst dann ist auch keine Kölner Klagemauer mehr nötig. Es lohnt sich das Gedenken an Walter Herrmann und die Kölner Klagemauer aufrecht zu erhalten für Freiheit in Palästina und für die Menschenwürde, die unteilbar ist und für die mein Freund Walter immer kämpfte. Ich hoffe sehr, dass sich die neue Oberbürgermeisterin Henriette Reker für das Erbe und Vermächtnis von Walter Herrmann einsetzt, im Interesse der Menschenwürde auch für die vertriebenen und gedemütigten Palästinenser unter jüdischer Besatzung. Das wäre ein wichtiges Fanal das gerade von Köln ausstrahlen sollte. Zoff sollten wir alle gegen die Verleumder von Walter Herrmann machen!

Zoff um Klagemauer-Schenkung: Herrmann vermacht Papptafeln an Stadtmuseum und Archiv

Jetzt geht der Zoff erst richtig los: Der verstorbene Aktivist Walter Herrmann (77) hat die Tausenden Papptafeln seiner „Klagemauer“ per Schenkung dem Kölnischen Stadtmuseum und dem Historischen Archiv vermacht. Dagegen regt sich heftiger Widerstand. IHK-Geschäftsführer Ulrich Soénius hat als Chef des Kuratoriums der Stiftung Stadtgedächtnis Oberbürgermeisterin Henriette Reker (59, parteilos) und den Fraktionsvorsitzenden des Rates geschrieben.

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