Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

The Octupus of Facsism By Khalid Amayreh

THE OCTOPUS OF FASCISM

I don’t know how many years from now the Israeli government would appoint an inquiry commission to look into the reasons that made the Israeli society succumb to the Octopus of fascism. But it would probably be too late by then, as too much tears and blood would have been already shed.

Der Krake des Faschismus

Von Khalid Amayreh
Übersetzt von wunderhaft

Ich weiß nicht vor wie vielen Jahren die israelische Regierung einen Untersuchungsausschuß hätte einrichten sollen, um zu erforschen warum die israelische Gesellschaft dem Kraken des Faschismus erlegen ist. Jedoch wäre es inzwischen wahrscheinlich zu spät dafür, weil bereits zu viele Tränen und Blut darüber vergossen worden wären.
Karikatur von Dradin Kastell

In Israel: Faschismus ist klar und deutlich vernehmbar

1. März 2018, DESERTPEACE
Ich habe auf den Webseiten verschiedener israelischer Leitmedien und Medienkanäle die Aufmerksamkeit israelisch-jüdischer Provokateure und Kommentatoren auf mich gezogen.

Der oftmals hitzige Austausch von Argumenten hat verdeutlicht, in welche hohem Ausmaß Faschismus, Fanatismus, Rassismus und Borniertheit das Unterbewußtsein und die Gesinnung der israelisch-jüdischen Gesellschaft durchdrungen hat.

Ich habe, und nicht nur in diesem Forum, stets vertreten, daß sich die israelisch-jüdische Gesellschaft unglaublich weit in Richtung eines üblen Rassismus und Faschismus bewegt. Nach meinen letzten Erfahrungen mit den Cyberspace-Wächtern des sarkosanten Golem (Israel) bin ich ziemlich schockiert von der Richtigkeit meiner ehemaligen Annahmen.

Die zornigsten Kommentatoren und Provokateure auf den Webseiten israelischer Medienkanäle scheinen einen wesentlichen Querschnitt der israelisch-jüdischen Gesellschaft zu repräsentieren. Ich würde nicht ausschließen, daß diese Leute die Ansichten  der überwältigenden Mehrheit der israelischen Juden repräsentieren, besonders hinsichtlich des Konflikts mit den Palästinensern…
Nachdem ich ihre Botschaften sorgfältig studiert hatte, habe ich gemerkt, daß das Denken dieser Leute vollkommen von blindem religiösen Eifer durchtränkt ist und in hohen Maße realen Faschismus beherbergt. Beispielsweise würden diese Menschen das Prinzip der einfachen menschlichen Qualität nicht akzeptieren, und ich habe festgestellt, daß sie dazu tendieren in ihrem Diskurs recht beleidigend zu sein, indem sie regelmäßig und in hohem Maß Beschimpfungen und persönliche Angriffe verwenden, anstatt logischer Argumente und den Diskurs.

Sie haben reichlich von starken Beiwörtern, wie „Nazi“, Gebrauch gemacht, um schlechte Kritik an Israel und dessen Politik zu zu erwidern.

Als ich sie mit Passagen aus der Thora konfrontiert habe, welche die menschliche Gleichheit unterstützen, haben sie diese Passagen rundum zurückgewiesen oder ihre Bedeutung so verdreht, damit sie zu ihren rassistischen Überzeugungen passen.

Außerdem habe ich festgestellt, daß sie sämtliche Muslime als „Islamo-Nazis“ bezeichneten, und viele von Ihnen einen weltweiten Genozid forderten, der keinen Muslim am Leben ließe.

Einer dieser Provokateure, ein kürzlich aus Mineapolis nach Israel eingewanderter, hat geäußert, „das der Nationalsozialismus nur schlecht gewesen sei, weil er sich gegen Juden gerichtet hat…..andererseits jedoch eine herrliche Sache gewesen wäre, wenn er das Leben von sechs Millionen Muslimen ausgelöscht hätte“!

Als ich die Religion erörtert habe, habe ich festgestellt , daß israelisch-jüdische Provokateure eine besonders obszöne Sprache gegen die Symbole und Anhänger anderer Religionen einsetzen. Für sie sind alle Muslime „Terroristen“, die vernichtet werden müssen, und Mohammed ist der größte Terrorist! Jesus war der letzte Bastard und Maria die ultimative Hure!! Der giftige Haß und die Beleidigungen gegenüber Muslimen und in geringerem Ausmaß gegen Christen führt einen zu der Schlußfolgerung, daß diese Juden die größte Quelle für den in unserer Zeit existierenden Antisemitismus sind.

Die meisten israelisch-jüdischen Provokateure und Kommentatoren haben, wie vorherzusehen war, kriminelle, rassistische Vorstellungen von Palästinensern, von denen sie denken, daß sie entweder nach Arabien verbannt, von den Juden versklavt oder physich ausgerottet werden sollten.

Diejenigen, die die genozidale Lösung des Palästinenserproblems befürwortet hatten, haben damit argumentiert, daß die Welt diese kurz darauf aus ihrem Gedächtnis gelöscht haben würde! Interessanterweise waren Fragen nach menschenwürdigem Leben, den Menschenrechte und dem Völkerrecht bedeutungslos für sie.

Ich habe gegenüber einem jüdischen Siedler aus Kiryat Araba, nahe Hebron, ebenfalls einem  Einwanderer aus Nordamerika, argumentiert, daß die Ermordung unschuldiger Menschen eine schwere Verletzung der zehn Gebote sei, worauf er voller Überzeugung erwiderte: „Sie wollen mir meine Schrift erklären! „Du sollst nicht töten“, bedeutet, Du sollst keinen Juden töten.

„Die Besten der Nichtjuden jedoch, töte sie“

Diese Erfahrung hat bei mir zu einem besseren und genaueren Verständnis von Zeev Sternhells* Traktat darüber geführt, daß das heutige Israel in hohem Maße den frühen Jahren des nationalsozialistischen Deutschlands gleicht.

Ich weiß nicht vor wie vielen Jahren die israelische Regierung einen Untersuchungsausschuß hätte einrichten sollen, um zu erforschen warum die israelische Gesellschaft dem Kraken des Faschismus erlegen ist. Jedoch wäre es inzwischen wahrscheinlich zu spät dafür, weil bereits zu viele Tränen und Blut darüber vergossen worden wären.

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Khalid Amayreh ist ein in Dura, nahe Hebron lebender palästinensischer Jounalist, dem das Verlassen der West Bank verwehrt wird. Er war über viele Jahre von den israelischen Militärbesatzungsbehörden in seinem Heimatdorf gefangen. Er ist Autor verschiedener Bücher und ist sowohl von israelischen als auch von palästinensischen Behörden mehrfach schikaniert und von letzeren auch inhaftiert worden.
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DesertPeace ist ein Projekt von Steve Amsel, einem aus Amerika eingewanderten, in Jerusalem lebenden Friedensaktivisten und Menschenrechtlers. Sein Ziel ist die Herstellung eines gerechten und dauerhaften Friedens zwischen Israel und Palästina, während er gleichzeitig seinen weltweiten Kampf gegen Rassismus und für Frieden weiterführt.
 
Wie aus den mit DesertPeace verbundenen Seiten ersichtlich, besteht die Absicht des Autors darin, den Stimmen der Palästinenser und anderen eine Plattform zu geben, die an ihrem noblen Beweggrund, Gerechtigkeit zu erreichen, teilhaben.
Der mit dem * versehene Link wurde zusätzlich eingefügt.

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