Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Warum der Koran missbraucht wird

von Claudia Karras

koran photo
Photo by bortescristian

betr. den Ahmed Mansour-Text, der als „lesens/verbreitenswerter Text“ verbreitet wurde.

Genau so ist es!

http://www.deutschlandradiokultur.de/islamforscherin-neuwirth-warum-der-koran-missbraucht-wird.1270.de.html?dram:article_id=308438

Warum der Koran missbraucht wird – Angelika Neuwirth im Gespräch mit Joachim Scholl

Zum hören: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/01/12/drk_20150112_1011_c47c07fc.mp3

… Neuwirth spricht deutlich von einer „stumpfsinnig literalen, wortwörtlichen Lektüre des Koran“ unter Ausblendung jeder Kontextualität….

Dieser „Moslem“ ist ein Reaktionär und meilenweit von ernsthafter + sachlicher Analyse entfernt! Mansour bestätigt nur die alt bekannten Vorurteile gegen „die“ Muslime, kein Wunder also, wenn solche „Experten“ so gerne gehört werden…

 

Meiner Meinung nach haben „die“ Muslime auch keinen Anlass, sich zu „entschuldigen“ für Verbrechen, das Menschen verüben, die zufälligerweise Muslime sind. Wenn sich die Muslime auch noch selber den Schuh als „Kollektiv“ anziehen, bestätigen sie nur die „islamistische These“– und das entspricht einer typischen self-fulfilling-prophecy!

Würden wir verlangen, dass sich „die“ Juden für die Massaker der Israelis entschuldigen?! Gingen etwa die Deutschen auf die Straße, um sich als „Deutsche“ von Oberst Klein, dem Mörder unschuldiger afghanischer Kinder, zu distanzieren?

 

Ahmed Mansour hat eine erstaunlich ähnliche Lebensgeschichte wie der sog. „Islamexperte“ Hamed Abdel-Samad… http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Mansour_%28Autor%29

Er ist Mitproduzent der ARD-Sendung „Antisemitismus heute – wie judenfeindlich ist Deutschland?“ vom Oktober 2013.

Jürgen Jung von Salam Shalom schreibt: „…statt seriöser Information und Analyse bekommt der Zuschauer mehr oder minder geschickte Manipulation serviert und fragt sich am Ende, wer hierzulande eigentlich kein Antisemit ist?…“

http://kommunisten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4885:qwie-judenfeindlich-ist-deutschlandq-kritik-einer-doko-farce&catid=77:analysen&Itemid=154

 

und wie der Broder-Pudel Abdel-Samad unterstellt auch Mansour dem Islam dass er „in seinen unauffälligen, scheinbar demokratiekonformen Erscheinungen einen Nährboden für die Radikalisierung von Jugendlichen bilde“

 

Mansour gehört auch zum Expertenteam von European Foundation for Democracy

http://europeandemocracy.eu/expert/ahmad/

 

… Think-Tanks wie der European Foundation for Democracy (, die ausgiebig das Feindbild Islam pflegt)…

http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/07/20080920_Redemanuskript_Afghanistan-Kriegspropaganda.pdf

 

„…Die zu schaffende Europäische Demokratiestiftung solle ihr Wirken „nicht auf die Europäische Nachbarschaftspolitik begrenzen“, sondern vielmehr „der EU ein wirksames und flexibles Instrument an die Hand geben, welches weltweit einsetzbar ist“.(5)…“ s. link zu dieser Fußnote!

http://www.hintergrund.de/201309302827/politik/politik-eu/im-langen-schatten-des-antikommunismus.html

 

Hier verbreitet diese Truppe Lügen über das Waisenprojekt Libanon: „…Nach Angaben eines Berichts der European Foundation for Democracy (EFD) schleust das Waisenprojekt Libanon Spenden an die Al-Shahid Association im Libanon. Alexander Ritzmann, der den Bericht schrieb, sagte damals, Al-Shahid sei „getarnt als Menschenrechtsorganisation“ und „fördert Gewalt und Terrorismus im Nahen Osten unter Nutzung von in Deutschland und andernorts gesammelten Spenden“…http://haolam.de/artikel_13928.html

… und hier die Reaktion auf das Verbot des Spendenprojekts durch den eingeknickten BMdI, bitte lesen!

http://www.muslim-markt-forum.de/t643f2-Offener-Brief-an-Bundesinnenminister-Dr-de-Maizi-egrave-re-in-Dankbarkeit-fuer-ein-Vereinsverbot.html

 

Das genügt vorerst, glaube ich, um zu zeigen, wes Geistes Kind dieser Autor ist…

 

Und jetzt zum Text aus der Berner Zeitung:

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Die-Muslime-haben-keine-Antwort-auf-den-Radikalismus/story/26010017:

 

Schon die Überschrift ist daneben:

«Die Muslime haben keine Antwort auf den Radikalismus»

ER hat offensichtlich keine, aber „die“ Muslime?? Wie viele hat er befragt?

 

Er verortet die Muslime zwischen Radikalismus und Opferrolle.

„die“? und genau diese Behauptung wird auch immer von den Islamophoben vorgebracht!

 

…Was ich problematisch finde, sind religiöse Inhalte wie die Angstpädagogik. Dass also Kinder mit einem Gott aufwachsen, der mit Himmel, Hölle und Strafe droht und keine Zweifel an seinem Wort im Koran zulässt. Ich kritisiere, dass die Sexualität tabuisiert und als Sünde betrachtet wird. Dass Jugendliche nicht frei entscheiden können. …

Ahmed Mansour mag vielleicht ein guter Psychologe/Pädagoge sein, aber vom Islam hat er keine Ahnung!

Gerade die Christen wachsen mit der „Angstpädagogik“ auf, ebenso die Juden kennen den strafenden Gott, der keine fremden Götter neben sich lässt. Mitnichten ist Sexualität im Islam tabuisiert und wird schon gar nicht als Sünde betrachtet, hierüber hat die Feministin + Soziologin Fatima Mernissi etliche Bücher veröffentlicht. http://sowiport.gesis.org/search/id/gesis-solis-00099580#

 

Sind Sie ein religiöser Mensch?
Ja, auf meine Art und Weise. Religion ist aber meine Privatsache. Das ist etwas zwischen mir und Gott, das ich nicht mit der ganzen Welt teilen will. Ich orientiere mich auch nicht an Glaubensrichtungen. Ich bin weder Sunnit noch Schiit,…

Er ist ein „religiöser Mensch“, aber womöglich kein Muslim, weder Sunnit oder Schiit, bzw. wurscht, ob evangelisch oder katholisch?! Richtig ist, dass für jeden Muslim der Glaube bzw. die Beziehung nur zwischen ihm und Gott ist! er braucht definitiv keinen Vermittler! Deshalb gehört die überwiegende Mehrheit der Muslime hier in Deutschland auch keiner sog. „Gemeinde“ an.

…sondern richte mich nach moralischen und demokratischen Werten

Will er damit etwa sagen, dass sich der Sunnit oder Schiit, nicht nach moralischen Werten richtet?

 

Was stört Sie an unserer westlichen Betrachtungsweise des Islam?

Eine Konkrete Frage wird mit Nichtssagenden Floskeln beantwortet, ohne konkretes zu benennen. Wer und was wird verharmlost? Das sagen die Leute von PI auch, ohne konkret zu werden. und „Ängste werden geschürt“, ohne diese auch nur mit Argumenten aufzulösen usw…

 

Der Graben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen wächst?
Leider ja. Aber ich habe die Hoffnung, dass es genug vernünftige Menschen gibt, die eine Gegenkraft bilden und die freiheitlichen Werte verteidigen

Der Graben wächst auch durch solche Floskeln, konkrete Lösungsvorschläge Fehlanzeige.

 

Es gibt Vorwürfe an die Karikaturisten von «Charlie Hebdo». Sind sie zu weit gegangen? Sind ihre Karikaturen beleidigend?
Mich haben sie nicht beleidigt. Muslime, die sich davon beleidigt fühlen, sind sowieso beleidigt.

Definitiv und für jedermann nachzuvollziehen ging es in den Karikaturen von Charlie Hebdo nicht um „Kritik“, sondern sie waren rassistisch und islamfeindlich. Und das Beleidigtsein der Muslime gehört zum Argumentationsschatz der Islamophoben!

 

Sie arbeiten als Psychologe mit muslimischen Jugendlichen, die sich radikalisiert haben. Was erleben Sie dabei?

Als jemand, der mit muslimischen Jugendlichen arbeitet, sollte er in seine Überlegungen auch einbeziehen die Marginalisierung der Muslime, die fehlende Lebensperspektive, die fehlende Arbeitsmöglichkeiten (vor allem in Frankreich ist die Arbeitslosigkeit auch unter gut ausgebildeten Muslimen sehr hoch. Wer einen arabischen Namen hat, wird oft gar nicht erst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen (wie hier auch!)

 

Was sind das für Menschen, die anfällig sind für eine Radikalisierung?
Sie sind von unterschiedlicher Herkunft, aber die meisten sind eher instabile und narzisstische Persönlichkeiten auf der Suche nach Aufmerksamkeit. In ihrem jungen Alter kann das Leben sehr anstrengend sein. Es verlangt immer wieder nach Entscheidungen, und man hat Angst, falsch zu entscheiden. Die Jungen suchen in dieser Lebensphase nach klaren Antworten. Und die werden ihnen anscheinend von den Salafisten gegeben.

Wie oben… und kann nicht für jeden Jugendlichen, egal welcher Religion, „das Leben sehr anstrengend sein“ Mannomann, was für ein Gemeinplatz, ärgerlich. Die Jungen suchen Antworten. WER versagt denn hier? Die Gesellschaft, die keine Antworten geben will, so dass diese dann „von Salafisten gegeben werden“??

 

Wie kommt es, dass hier im Westen aufgewachsene junge Muslime radikal werden?
Junge Muslime langweilen sich in den Moscheen, die ihre einst in den Westen eingewanderten Eltern hier aufgebaut haben. Sie verstehen die Prediger gar nicht richtig, die dort auf Türkisch oder Arabisch predigen. Und diese Prediger kennen die Welt der Jugendlichen nicht. Jetzt kommen da auf einmal Salafistenprediger wie Pierre Vogel und sagen: Ihr braucht nicht mal in die Moschee zu gehen, ihr könnt unsere Predigt auf Youtube hören, auf Deutsch. Und wir reden über Themen, die euch betreffen, über die Unterdrückung und den Rassismus, den ihr als Muslime erlebt! Da fühlen sich viele Jugendliche endlich einmal verstanden. Leider haben die etablierten muslimischen Verbände keine Antwort auf diese Entwicklung. Sie bieten keine Jugendarbeit an, die die Jugendlichen erreicht

Das ist dummes Zeug und keine fundierte Analyse, warum im Westen aufgewachsene Muslime radikal werden. einige Punkte sind oben aufgeführt. Fehlende Anerkennung, Marginalisierung unserer Gesellschaft. Du kannst noch so viel machen, besser deutsch als ein Bayer oder Hesse, aber du bist immer Ausländer und Muslim. Es ist nicht die Aufgabe der muslimischen Verbände, sondern unserer Gesellschaft! Aber das Geld wird lieber in Kriege investiert

 

Fehlt es jugendlichen Muslimen an konstruktiven Vorbildern?
Ja, die gibt es leider kaum. Wir brauchen aber muslimische Jugendliche, die aufstehen und sagen: Ich bin religiös, aber das rechtfertigt nie, meine Schwester einzusperren, Menschen umzubringen oder sich einer Terrorgruppe anzuschliessen. Es gibt kaum muslimische Verbände und Vertreter, die hinstehen und sagen: Es kann nicht sein, dass das normale Islamverständnis eine Basis schafft für Radikalismus. Es darf nicht sein, dass Junge mit einem strafenden Gott aufwachsen, der klar sagt, was richtig und was falsch ist. Wenn nun eine Organisation wie die Salafisten solche Prinzipien verficht, beissen 5 Prozent der Jugendlichen an. Das sind 5 Prozent zu viel. Das sind dann die paar Hundert, die zum IS nach Syrien gereist sind. Wir müssen diesen jungen Leuten ein alternatives Islamverständnis anbieten.

Es fehlt vor allem an positiven Rollenmodellen als Vorbilder in jeder Beziehung. Schon im Fernsehen kriegt man ja mit, dass die Verbrecher und bösen Jungs immer die bösen Muslime/Araber sind. Und wieder bedient er das beliebte Vorurteil, dass Mädchen eingesperrt sind. Das sind Einzelfälle und in keiner Weise repräsentativ, nur weil das Negative immer in den Zeitungen durchgehechelt wird.

 

Würde die Anerkennung muslimischer Gemeinschaften als eine Art Staatskirche etwas bringen?
Der Islam ist längst ein Teil Europas. Aber welcher Islam? Der Islam meiner Mutter oder jener von Verbänden wie dem Islamischen Zentralrat? Wir müssen muslimische Kinder und ihre Eltern erreichen und ihnen erklären, dass sie ihre Kultur und ihren Glauben leben sollen, dass sie aber keine Angst vor westlichen Werten haben müssen. Dass junge Frauen ihren Partner selber wählen dürfen, dass kritisches Denken gut und notwendig ist. Gleichzeitig sollten wir anerkennen, dass Muslime positive Werte aus ihrer orientalischen Kultur mitbringen: Gastfreundschaft, Kinderfreundlichkeit, Zusammenhalt.

Er wiederholt wieder die altbekannten Vorurteile. Der Islam hat mit Zwangsehen nichts zu tun, im Gegenteil: Frauen sollen ihre Partner selber auswählen. Und Kritisches Denken und aufklärerische Kritik gab es IMMER und zu allen Zeiten in Ländern des Islam. Davon will der Westen nichts wissen und unterstützt lieber die repressiven Regime.

 

Liegt das auch daran, dass der Koran, das heilige Buch des Islam, unantastbar ist?
Das war in der Geschichte des Islam nicht immer so, es gab vor 400 Jahren kritische innerislamische Debatten. Aber seit 200 Jahren herrscht Stillstand. Das hat auch damit zu tun, dass der Islam dominiert wird von politischen Mächten wie Saudiarabien, das den Salafismus unterstützt und das mit seiner rigiden Auslegung der Religion sein Regime stützt

Ja, es gab und gibt immer innerislamische Debatten. Von Stillstand kann gar keine Rede sein, er hat keine Ahnung! Dass die saudische rigide Islamauslegung dominiert, liegt auch daran, dass wir genau diese Regime unterstützen und aufrüsten!

 

In Ihrer Jugend neigten Sie selber zur Radikalisierung. Wie kam das?
Ich war ein Streber, habe nicht so gut Fussball gespielt und wurde gemobbt. Das haben meine Lehrer nicht gemerkt, der Imam aber fragte mich, ob ich in seine Koranschule kommen wolle. Da habe ich Freunde gefunden, eine Aufgabe bekommen. Mein Leben in einem langweiligen kleinen Dorf in Israel kam in Bewegung, wir sind von einer Veranstaltung zur anderen gefahren. Am Anfang war alles harmlos. Aber dann begann ich meine Nachbarin zu verachten, weil sie kein Kopftuch trug. Ich rebellierte gegen meine damals nicht religiösen Eltern, ich entwickelte Feindbilder. Meine Rettung war dann, dass ich beim Psychologiestudium an der Universität Tel Aviv Bücher zu lesen begann und beim Diskutieren mit jüdischen Studenten merkte, dass sie gar keine Feinde sind.

Aber aus seiner Geschichte hat er offenbar nicht gelernt: Es ist die Gesellschaft, die ignoranten Lehrer, dass er sich in die Koranschule begeben hat… ah ja, die Rettung kam in Gestalt der jüdischen Studenten, nicht durch selber denken? Zu schön um Hasbara zu sein…

 

Sie reden nur von den Müttern, wo bleiben die Väter?
Viele muslimische Familien sind patriarchalisch und als Pyramiden aufgebaut mit dem Vater als Familienoberhaupt. Alle anderen müssen sich ihm unterordnen. Die Väter fühlen sich aber nicht für die Erziehung zuständig. Vielen radikalen Jugendlichen fehlt eine Vaterfigur. Ein autoritärer Imam oder der strafende Gott wird ihr Ersatzvater. Das macht die radikale Ideologie für sie auch so attraktiv

Gelingt es den Schulen nicht, die radikalen Jugendlichen anzusprechen?
Ich höre von Lehrern, dass Schüler Bestnoten in Mathetests schreiben, aber nicht in der Lage sind, in einem Aufsatz eine eigene Meinung zu formulieren. Weil sie es in ihren patriarchalen Gemeinschaften und Familien nicht dürfen. Dagegen muss man doch antreten. Ich frage die Lehrer: Warum schafft man es nicht, den Schülern in zehn Schuljahren kritisches Denken beizubringen? Und warum bemerkt man die Radikalisierung der Schüler nicht? Die passiert ja nicht über Nacht.

Wieder so eine Generalisierung, dabei kommen gerade die Konvertiten und plötzlich religiös gewordenen Jugendlichen aus eben nicht solch Lehrbuchmäßigen patriarchalen Familien

 

Es gibt die Aussage, dass IS-Terroristen gar keine richtigen Muslime sind. Was finden Sie?

IS ist ein Kind der USA, von der Kriegsmafia bezahlt.

 


 

 

 

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