Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

Wer andern in die Suppe spuckt

suppe photo

… der schreibt heutzutage bei der Süddeutschen und heisst passenderweise Constance von Bullion. Der Name ließe eine gute Kinderstube vermuten, wenn da nicht dieser übel angerührte Eintopf zustande gekommen wäre mit lauter unappetitlichen Zutaten:

Die gute Dame verwechselt Rechts mit Links und andersherum, füllt den Salzstreuer „versehentlich“ mit Toilettengate, fügt statt Petersilie eine fette Prise Holocaustleugnung garniert mit Antisemitismus hinzu. Die Fleischeinlagen stammen dieses Mal von Ken Jebsen und meiner Person.

Zerstückelt und in falschen Kontext wieder zusammengesetzt, wie sonst nur unsere Zitate, landen wir dieses Mal in Persona in der braunen Brühe der Süddeutschen Zeitung:

 

Wissen, wo links und rechts ist

Am Freitag entscheidet sich, ob Bodo Ramelow in Thüringen zum ersten linken Ministerpräsidenten der Bundesrepublik gewählt wird – oder eben nicht.

Viele Linke erhoffen sich von Ramelows Wahl eine Aufwertung der gesamten Partei….Fünf Bundestagsabgeordnete der Linken haben einen Demonstrationsaufruf unterzeichnet. An der Demo nehmen auch scharfe Israelkritiker und Friedensaktivisten teil, die den Ruf haben, rechtslastige Verschwörungstheoretiker zu sein.

Geradezu gruselig durfte auch noch eine TAZze Berliner Gülle in die übel riechende Pampe gekippt werden:

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehört Evelyn Hecht-Galinski. Die Tochter des verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, ist eine scharfe Israelkritikerin, die das Kabinett Netanjahu als „faschistisch-rassistische Regierung“ bezeichnete. Aber auch der einstige RBB-Radiomoderator Ken Jebsen ruft zur Demonstration gegen Gauck auf. Ihm wurden immer wieder antisemitische Äußerungen vorgeworfen.

Der RBB hat sich von Jebsen getrennt, inzwischen halten ihn viele für einen rechtslastigen Verschwörungstheoretiker, der mal radikale Zionisten für die Unterwanderung der US-Medien verantwortlich mache, mal US-Spezialtruppen für die Eskalation in der Ukraine.

 

So der Text im Wortlaut, wer jetzt noch nicht genug davon hat, kann hier noch eine Kostprobe davon nehmen:

SZ -Wissen wo rechts und links ist

 

Mir ist der Appetitt vergangen. Am Ende bleibt noch die Frage, ob Frau Bullion nicht in der Tradition mit dem Kreuzfahrer Gottfried von Boullion steht, der ähnlich klingende Name ließe eine Affinität durchaus vermuten. Im Orient gilt der werte Ahnherr im Geiste auch heute noch als Menschenfresser, denn sein Süppchen soll er der Legende nach aus heidnischen Knaben gekocht haben…


 

Photo by cyclonebill

4 Kommentare zu Wer andern in die Suppe spuckt

  1. „Ihm wurden immer wieder antisemitische Äußerungen vorgeworfen.“
    Das ist doch mal Journalismus, aber sie scheinen dazuzulernen – es ist nicht justiziabel.

  2. Ja, so kann man sich eben in die Herzen der kommerzmedial Verantwortlichen schreiben! Derartige Suppenköche gibt es leider zuhauf. Man kann ihre Suppen auch alle zusammenrühren und es kommt immer das Gleiche heraus, der Geschmack des stramm Transatlantischen! Noam Chomsky hat das in seinem Buch „Media Control“ ausgezeichnet beschrieben.
    http://wipokuli.wordpress.com/2012/08/28/must-read-if-you-want-to-understand-present-day-politics/
    Andreas Schlüter
    Soziologe
    Berlin

  3. Hallo, guten Abend. Diese Meldung erhalte ich, wenn ich den Link zur SZ anklicke. Könnt Ihr etwas tun, dass der Link funktioniert?

    Forbidden

    You don’t have permission to access /wer-andern-in-die-suppe-spuckt/´http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/linkspartei-wissen-wo-links-und-rechts-ist-1.2247127 on this server.

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