Sicht vom Hochblauen

Evelyn Hecht-Galinski

„Zugeschustert“ und „Abgeferkelt“

Stephan Kramer Verfassungsschutz

Deutschland 2016: Mit „wir schaffen das“ und „wir sind ein starkes Land“ ist es nicht mehr getan!

Zuversicht und Gottvertrauen, um dann die Rüstungsindustrie und die Soldaten in Stellung zu bringen, erst recht nicht! Während wir in Ramadi die Straßen aufbauen wollen, verrotten unsere Straßen zusehends und nicht nur die.

Wie sieht die Machtverteilung aus? Wie werden Posten verteilt? Welche Interessenvertreter haben es in der Hand, ihre „Interessen“ zu vertreten?

Wie ist es möglich, dass ein ehemaliger „Diplom-Sachbearbeiter“ gegen alle Regeln und einer normalerweise geforderten Befähigung zum Richteramt, also mit einem abgeschlossenen Jura-Studium und Staatsexamen, den Posten des Leiters des Thüringer Verfassungsschutzes und einen „Master-Abschluss“ an der Fachhochschule Erfurt, „zugeschustert“ bekam?

Dazu fällt mir der Sketch von Loriot ein , in dem Evelyn Hamann eine Jodelschule besuchte, um mit dem „Jodel-Diplom“ auch etwas „eigenes“ zu haben! (1)

Tatsächlich scheint es so, als ob es in der Vergabe von hochpolitischen Posten nicht mehr um Befähigung und Ausbildung geht, sondern nur noch um „geferkelte“ Machtpolitik.
Wie kann ein so brisanter Posten wie der des Chefs des Thüringer Verfassungsschutzes an einen mehr als umstrittenen ehemaligen Generalsekretär des Zentralrats der Juden gehen? Ja, Stephan Kramer hat es weit gebracht; ihm hat der Eintritt/Übertritt in das Judentum und die Beschneidung nur Vorteile gebracht.

Kramer ist ein geschmeidiger „Wendehals“; als SPD Mitglied arbeitete er früher einmal für CDU Bundestagsabgeordnete, dann als Assistent des ex-Zentralratspräsidenten Bubis (FDP), und brachte es bis zum Generalsekretär des Zentralrats. Nach seinem Abgang wurde er Direktor des Büros zur Bekämpfung von Antisemitismus in Europa.
Ja, in der Tat, Kramer sieht Antisemitismus allerorten; als er sich angepöbelt fühlte, witterte er sofort Antisemitismus und fuchtelte mit einer Pistole herum, die er als „gefährdete Person“ tragen durfte. Die Staatsanwaltschaft konnte allerdings keinen Antisemitismus ermitteln und stellte das Verfahren ein. (2)

Damals ließ Kramer verlauten, dass sein Vertrauen in die Justiz erschüttert ist.
Inzwischen hat er ein angeblich gesundes Rechtsempfinden, indem sein Weltbild keinen Platz lässt für einen gläsernen Verfassungsschutz, aber die Gefahr sieht, die von Dschihadisten und Islamisten in Thüringen ausgeht.

Was für ein Denken! Dschihadisten und Islamisten in Thüringen? Die sieht vielleicht Zentralratspräsident Schuster, der ja in den „arabischstämmmigen“ Flüchtlingen Juden-und Israel-Hasser sieht, was für ein gefährlicher Schwachsinn!

Ob allerdings gerade Kramer den Thüringer Verfassungsschutz optimieren kann, erscheint mir mehr als unwahrscheinlich. Bis heute hat der Verfassungsschutz den Anschlag auf das Grab meines Vaters, Heinz Galinski, nicht aufgeklärt! bloß kein zweiter Roewer!(3) (4)

Auch hier reiht sich SPD-Mitglied Kramer in den Schwachsinn von SPD-„(Fl)Oppermann“ ein, der doch tatsächlich Merkel beschuldigte, durch ihre CDU-Politik die Konservativen heimatlos zu machen und damit die AfD zu stärken.

Ich schlage vor, dass die SPD, die ja längst ihre linken Wähler in die Flucht geschlagen hat und nur noch in die überfüllte Mitte strebt, sich als Asyl-Partei für die Konservativen der CDU anbietet.
Aber zurück zu „Rambo-Kramer“: Nach dessen Vorgänger Roewer als Chef des Thüringer Verfassungsschutzes kann eigentlich die Thüringer nichts mehr schrecken.

Zumal Kramer die wohlwollende Begleitung des ersten linken Ministerpräsidenten Thüringens, Bodo Ramelow, genießt dem bekennenden christlichen „Israel-Liebhaber“, der gut vernetzt in die Israel-Lobby ist, der erst im Amt angekommen ist, seit ihn deutsche Medien für seine Israel-Reise lobten, die er machte, um Antisemitismus-Vorwürfe gegen seine Partei, die Linke, zu widerlegen. (5) (6)

Ramelow ist der „Liebling des linken Realismus“, der inzwischen auch bedeutet, dass das „Existenzrecht Israels“ (dem einzigen Staat ohne Grenzen) wichtiger Faktor in der linken Außenpolitik ist, und der ehemalige Fraktionsvorsitzende Gysi nun für die Super-Illu schreibt!

Umso merkwürdiger, wenn der „Stahlhelmjude“, der überzeugte deutsche Patriot, ehemaliger „jüdischer Verteidigungssoldat“ und Israel-Bewunderer Michael Wolffsohn, wieder einmal einen Hetzartikel gegen die „Israel-hassende“ Linke schreibt.

Tatsächlich diffamiert der „Herkunftsjude“ Wolffsohn den „Herkunftsjuden“ Karl Marx als Antisemiten. Bei Wolffsohn sind alle linken Israel-Kritiker per se schon einmal Antisemiten. Solche Kolumnisten werden geliebt im deutschen Blätterwald. (7)

Die Aussichten für Deutschland 2016 werden nicht anders sein als in den vergangenen Jahren: Der „Jüdische Staat“ erhält weiter eine „besondere“ Behandlung in einem „besonderen“ Verhältnis. Schlimmer noch, das „gelobte Land“ wird uns von der trollenden schreibenden Zunft auch noch als Vorbild empfohlen, wenn es um die Integration von Flüchtlingen geht.

Was für eine Verdrehung der Tatsachen: Einwanderer in den „jüdischen Staat“ sind dort nur genehm, wenn sie Juden sind, aber bloß keine schwarzen äthiopischen Juden und schon gar nicht die palästinensischen – nach der jüdischen Staatsgründung vertriebenen – Flüchtlinge! Schwarze Flüchtlinge und Asylbewerber werden eingesperrt, oder abgeschoben! Ist das ein Vorbild? (8) (9)

Als deutsche Bürgerin habe ich es satt, von Interessenvertretern, die über alles und jeden bestimmen, „zugeschustert“ und „abgeferkelt“ zu werden. Es scheint mir inzwischen auch so, als ob die Vergangenheit uns eingeholt hat nach dem Motto: „Wer ein guter Jude ist, bestimmen wir“!

Die „Guten“ (der Pro-Israel-Lobby) in die Medien, die „Schlechten“ (alle Israel-Kritiker) ins Abseits! Es gibt aber nur ein Abseits, nämlich die jüdische Besatzung Palästinas, einmalig in der Welt, unter den Augen der westlichen Werte-Heuchler!

In diesen gefährlichen Zeiten, den geschürten religiösen Konflikten, angetrieben durch die zielstrebige US-gesteuerte Machtpolitik, der wir verfallen sind, wird es an der Zeit, mit dem Umdenken zu beginnen.

Wir haben genug von der gleichgeschalteten Kriegspolitik, die uns immer tiefer in den Abgrund und noch mehr Menschen in die Flucht treibt.

4 Kommentare zu „Zugeschustert“ und „Abgeferkelt“

  1. Eine notwendige Beurteilung einer mehr als fragwürdigen Besetzung des Posten des Präsidenten des Landesverfassungschutz des Freistaats Thüringen! Der eigentliche Skandal könnte sich aber dahinter verbergen: was versprechen sich die Posten- oder Auftraggeber von Herrn Kramer? Bereits die damalige Besetzung des Präsidentenstuhls der Bundeszentrale für politische Bildung mag Beispiel dafür sein, wie Abhängigkeiten (besonders durch fehlende Eignung) zu dauerhafter „Auftraggeber-Treue“ führt. Unabhängigkeit im Amt ist somit von Anfang an zu bezweifeln. So stellt sich für den kritischen Betrachter weniger die Frage, was Herr Kramer in seinem Amt vor hat, als die, „was man mit ihm, in diesem Amt vor hat“.

  2. Auf Bundesebene könnte es noch schlimmer kommen: Unter einem Pegida-Bundeskanzler Höcke wird Sacha Stawski Innenminister und Fritz Goldstein ( fred Alan Medforth) bekommt das Außenresort. Götz Wiedenroth illustriert die Schulbücher im besten Stürmer-Stil.

  3. Gifteinsatz – Israelische Armee vernichtet palästinensische Ernte – davon hört man in unseren Medien so gut wie gar nichts.

  4. Sehr geehrte Frau Hecht-Galinski, Sie schrieben…“Wie ist es möglich, dass ein ehemaliger „Diplom-Sachbearbeiter“ gegen alle Regeln und einer normalerweise geforderten Befähigung zum Richteramt, also mit einem abgeschlossenen Jura-Studium und Staatsexamen, den Posten des Leiters des Thüringer Verfassungsschutzes und einen „Master-Abschluss“ an der Fachhochschule Erfurt, „zugeschustert“ bekam?“…Ein wichtiges Kriterium scheint mir die Zugehörigkeit zur jüdischen Glaubensgemeinschaft zu sein. Da kann man über andere, notwendige Befähigungskriterien, die für jeden anderen Bewerber gelten würden, offensichtlich großzügig hinwegsehen. Daraus kann man dann zwei Schlüsse ziehen. 1) dieser Bewerber hat sehr gute Beziehungen, 2) Zur Ausübung dieses Amtes benötigt man keine allzu große Qualifikation. In der Politik ist dies nichts Unübliches. Plagiateure, Schulabschlußlose und Studienabbrecher sind da recht häufig anzutreffen.

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