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 Das Vermächtnis der PA wird die Vereitelung des antikolonialen Widerstands sein Von Ramona Wadi

Palästinensische Kollaborateure

The PA’s legacy will be the thwarting of anti-colonial resistance

In the aftermath of the Arab League’s failure to condemn normalisation of relations with Israel, Palestinian unity is once again on the agenda. Whether this is a reaction to the realisation that Palestinians have been abandoned, or a sincere effort to bring politics to the people remains to be seen.

 Das Vermächtnis der PA wird die Vereitelung des antikolonialen Widerstands sein

Von Ramona Wadi

17. September 2020

Nachdem es die Arabische Liga versäumt hat, die Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu verurteilen, steht die palästinensische Einheit wieder auf der Tagesordnung. Ob dies eine Reaktion auf die Erkenntnis ist, dass die Palästinenser im Stich gelassen wurden, oder ein aufrichtiges Bemühen, den Menschen die Politik nahe zu bringen, bleibt abzuwarten.

Die Dominanz der Palästinensischen Autonomiebehörde ist jedoch offensichtlich und schädlich für die Aussichten des palästinensischen Volkes auf politische Rechte und antikolonialen Widerstand. So zu tun, als ob die Kolonisierung in Palästina eine Intervention aus jüngster Zeit wäre, obwohl sie eigentlich auf die späten 1880er Jahre zurückgeht, riecht nach einer weiteren opportunistischen Show, der sich die palästinensischen Fraktionen, insbesondere diejenigen, die die Grundsätze des Widerstands verteidigen, bewusst sein sollten.

Ein Sprecher des PA-Führers Mahmoud Abbas beschrieb den weiteren Verlauf des Prozesses so: “Den Mut zu haben, in dieser kritischen Phase, die die Palästinafrage durchläuft, ernsthaft Stellung zu beziehen, markiert den Beginn einer wichtigen Etappe, um die koloniale Intervention auf palästinensischem Boden zu vereiteln”. Damit fügte Nabil Abu Rudeineh der Zweideutigkeit hinzu, oder besser gesagt, er bestätigte, dass die PA nicht von ihrer kompromittierten Position abrücken wird. Er bekräftigte auch die angebliche Relevanz des Zwei-Staaten-Kompromisses, den er als eine einheitliche Verpflichtung zwischen dem palästinensischen Volk und der Führung bezeichnete.

In Wahrheit deutet das Sprechen über das Zweistaatenparadigma zu diesem Zeitpunkt nur darauf hin, dass die PA weiterhin den von der internationalen Gemeinschaft und der Arabischen Liga geschaffenen Zumutungen verpflichtet bleibt. Beide Entitäten treten für “zwei Staaten” ein, finden aber keinen Widerspruch zu den Prinzipien, wenn es um die Normalisierung der Beziehungen zu Israel geht.

Abgesehen vom rechtzeitigen Eintreten für zivile Proteste gegen die Normalisierungsabkommen und die Annahme solcher Abkommen durch die Arabische Liga, hat die PA bisher noch keine angeblich antikoloniale Strategie verraten. Wenn sie ihre Politik nicht ändert, wird der einheitliche Ansatz zur Normalisierung nichts weiter als ein Debakel sein, bei externen Akteuren um Zusicherungen bezüglich des Zwei-Staaten-Kompromisses zu kriechen, der die Ausweitung des israelischen Kolonialismus in Palästina und die anschließende Normalisierung der Beziehungen zu Israel unterstützt.

Die Vereitelung der Kolonisierung setzt die politische Einheit der Palästinenser voraus, aber diese darf sich nicht auf die Aufzwingung von zwei Staaten konzentrieren. Ein kurzer Blick auf die internationalen Interventionen in der palästinensischen Geschichte offenbart die ständige Verwässerung der palästinensischen politischen Rechte zur Sicherung des israelischen Kolonialprojekts. Tatsächlich wurde seine Existenz vor Jahrzehnten normalisiert, als die UNO das koloniale Unternehmen als Mitgliedsstaat akzeptierte (und das tut sie immer noch, obwohl Israel die Bedingung der Mitgliedschaft nicht erfüllt hat, indem es palästinensischen Flüchtlingen die Rückkehr auf ihr Land erlaubte). Der Zwei-Staaten-Kompromiss ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Marginalisierung der Palästinenser auf internationaler Ebene, eine symbolische Anerkennung der Notwendigkeit, etwas für die Kolonisierten zu tun, aber ohne jede Form des Engagements für das “Etwas”, was auch immer dieses “Etwas” sein mag. Abgesehen davon, die palästinensische Politik dazu zu zwingen, humanitäre Projekte zu werden, wofür der Zwei-Staaten-Kompromiss ebenso wie der “Deal des Jahrhunderts” von US-Präsident Donald Trump sorgt.

Die Arabische Liga hat sich geweigert, die Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu verurteilen. Es obliegt jedoch der PA, mehr zu tun als nur zu behaupten, dass sie nach Jahren der Verwässerung des Kolonialismus in militärische Besatzung “die koloniale Intervention vereiteln” wird, indem sie letztere zu einem austauschbaren Begriff statt zu einer Ableitung macht.

Das Gesicht zu wahren ist eine Taktik, die die PA ebenso konsequent angewandt hat, wie sie Zugeständnisse an Israel und die internationale Gemeinschaft gemacht hat. In diesem Stadium gibt es jedoch zu viel zu verlieren, als dass das Gimmick dem palästinensischen Volk irgendeinen Ton der Überzeugung vermitteln könnte. Sie wissen aus erster Hand, dass die PA den Kolonialismus keineswegs vereitelt hat, sondern dass ihr Vermächtnis darin bestehen wird, dass sie den vereinten antikolonialen Widerstand vereitelt hat. Übersetzt mit Deepl.com

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1 Kommentar zu  Das Vermächtnis der PA wird die Vereitelung des antikolonialen Widerstands sein Von Ramona Wadi

  1. Es wird kein Vermächtnis der PA geben, denn wenn man glaubt, was in den diversen palästinensischen Medien, u.a. palestinechronicle, am 18.09. berichtet wird, arbeitet die US- amerikanische Regierung bereits intensiv am Sturz von Mahmud Abbas, welcher dann durch Mohammed Dahlan ersetzt werden soll. Interessant daran ist, das es sowohl beim palästinensischen Volk wie auch bei den diversen palästinensischen Botschaften in Europa keinerlei Widerstand gegen diese Pläne gibt. Herr Abbas scheint sich ebenfalls damit abgefunden zu haben. Nur, wenn die USA Mahmud Abbas durch “ihren” Wunschkandidaten Mohammed Dahlan ersetzen, ist nicht nur die PA, sondern sind vor allem die Palästinenser endgültig am Ende. Und Abbas? Dessen permanente Kollaboration mit dem Besatzungsregime, vor allem im Kontext Gaza, war dann wohl doch nicht von Erfolg gekrönt. Und auch das Wort Präsidentschaftswahlen wird im Kontext Palästina obsolet.

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